Maria Koschny

 4.1 Sterne bei 23 Bewertungen

Lebenslauf von Maria Koschny

Maria Koschny wurde 1981 als Tochter der Schauspielerin und Synchronsprecherin Katharina Koschny geboren. Die Berlinerin arbeitet seit jungen Jahren als Synchronsprecherin für Kinofilme, Fernsehserien und bei Animes. Sie leiht ihre Stimme unter anderem Lindsay Lohan, Christina Ricci und Jessica Biel. Auch als Hörbuchsprecherin hat sie sich einen Namen gemacht und wurde für ihre Lesung von Die Tribute von Panem - Flammender Zorn 2012 als beste Interpretin für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. 2015 erhielt sie diesen Preis für ihre Lesung von Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Young World – Die Clans von New York (2 MP3 CD)" von Maria Koschny

Sperriger Schreibstil
Aglayavor 10 Monaten

New York, ein Jahr nach der Seuche. Alle Kinder und alle Erwachsenen sind tot, nur die Jugendlichen haben überlebt. Doch auch ihr Leben ist begrenzt, sobald sie erwachsen werden, sterben auch sie. Die Menschheit wird also in wenigen Jahren komplett aussterben, wenn kein Gegenmittel gefunden wird. Jefferson und seine Freunde machen sich auf den Weg, im verwilderten Manhattan nach der Lösung für ihr Problem zu suchen…

Die Geschichte wird abwechselnd in der Ich-Perspektive von Jefferson und Donna erzählt. Die beiden kennen sich schon ewig, waren aber immer nur gute Freunde. Die wechselnde Perspektive wird im Hörbuch durch zwei unterschiedliche Sprecher noch verdeutlicht. Wirklich ins Herz schliessen konnte ich die beiden allerdings nicht, sie wirkten etwas unecht auf mich. Die Nebenfiguren bleiben blasse Stereotypen, mit denen ich nicht mitleiden konnte.

Da ich auch schon mal in New York war, verwirrten mich öfters die als kaum überwindbar dargestellten Distanzen. Die Gruppe muss beispielsweise vom Washington Square Park, wo sie wohnen, zur Public Library. Dazu nehmen sie einem Pickup und bereiten sich vor, als gehe es darum, nach Kanada auszuwandern. Ja, die Welt scheint ziemlich gefährlich zu sein, aber für eine Strecke von rund 3 km…? Das wäre ja selbst zu Fuss in deutlich weniger als einer Stunde zu schaffen.

Ebenfalls verwirrt hat mich, wie die Gesellschaft durch den Tod der Erwachsenen so komplett zusammenbrechen konnte. Immerhin sind die Überlebenden keine kleinen Kinder, sondern Jugendliche. Kann da wirklich niemand Gemüse anbauen, Kleider nähen und Ähnliches? Ein Jahr nach der Seuche drohen die Überlebenden zu verhungern, weil sie alle übriggebliebenen Konservendosen leergegessen haben…

Der Schreibstil des Autors Chris Weitz ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Das Buch fühlt sich weniger wie ein Roman, sondern eher wie ein Drehbuch an, im Stil von "Ich: Bla bla, er darauf: blu blu, ich wieder: blo blo". Für sensible Leser eignet sich das Buch übrigens nicht, Chris Weitz scheut nicht davor zurück, die Gewaltszenen (inklusive Hundekämpfe) plastisch zu beschreiben, und von denen gibt es in "Young World" genug, wie auch Vulgärsprache.

Die Idee, eine Welt ohne Erwachsene zu zeichnen und den überlebenden Jugendlichen gleichzeitig einen Zeitzünder in Form der lauernden Seuche zu geben, fand ich sehr interessant. Allerdings konnte ich mich zu wenig in die Figuren hineinfühlen und fand den Schreibstil zu sperrig, um wirklich von "Young World" überzeugt zu sein.

Mein Fazit
Sperriger Schreibstil

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Rezension zu "Young World – Die Clans von New York (2 MP3 CD)" von Maria Koschny

Vergnügliche Apokalypse
NiWavor 4 Jahren

Es gab einmal ein normales Leben vor dem Virus. Eine Seuche hat auf der Welt gewütet und alle mit sich genommen, die Kinder oder erwachsen waren. Was geblieben ist, sind die Jugendlichen, die mit fortschreitendem Alter dem Erwachsensein und damit dem Tod entgegen blicken.

Ja, es ist wieder einmal die Welt untergegangen, dennoch behandelt Chris Weitz das altbekannte Thema mit jugendlichem Esprit, der mir sehr gut gefallen hat.

Es gibt keine Erwachsenen und keine Kinder mehr, sondern es leben ausschließlich Jugendliche auf der Welt. In New York haben sich die Jugendlichen in Clans aufgeteilt, die - jeder für sich - ums Überleben kämpfen. Im reinen Überlebenskampf der Hoffnungslosigkeit ausgesetzt, beschließen fünf Teenager, das sichere Sterben aufzuhalten und gehen die Aussicht auf Heilung an.

Die Hörbuchversion dieses Endzeit-Szenarios hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Wie bereits kurz erwähnt, ist die Idee zwar nicht neu, wurde meiner Meinung nach aber wahnsinnig gut umgesetzt.

Allen voran sind die Jugendlichen Jefferson und Donna im Mittelpunkt. Es wird abwechselnd, direkt von ihnen aus der Ich-Perspektive erzählt, wodurch das Hörbuch eine locker-leichte Dynamik erhalten hat. Es scheint als habe Donna den Sarkasmus der restlichen Welt in ihr vereint. Sie trauert dem Leben mit ihrer Familie nach, kann mit dem „Davor“ nicht abschließen und macht sich keine Hoffnung auf eine Zukunft, wodurch sie eindeutig die Realistin im Bunde ist. Knallhart, ernst und immer ehrlich, geht sie die Situationen an, wie sie gerade auf sie zukommen, und versucht, ihre Gefühle nicht offen zur Schau zu stellen.

Jefferson ist der liebe Kerl, den man als Frau meist nur als guten Freund zur Kenntnis nimmt. Er ist bemüht und versucht es, anderen Recht zu machen, wobei er ein Talent für ausweglose Situationen besitzt.

Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen, wobei mir Donna sogar eine Spur lieber war. Ich mag ihre Weltsicht, den Sarkasmus und ironischen Unterton, mit dem sie sich selbst und ihre Umgebung wahrnimmt und einem immer wieder zum Schmunzeln bringt.

Die Handlung war typisch für ein Endzeit-Szenario, trotzdem hat sie gut zu unterhalten gewusst. New York ist ausgestorben, bis auf die Jugendlichen, die mit den Überbleibseln der alten Welt umgehen müssen. So kommt es zum Beispiel, dass sich viele nicht von ihren Smartphones trennen können, obwohl es niemanden mehr gibt, den sie anrufen können. Strom, Wasser und Heizung - all diesen Luxus gibt es nicht mehr und es war faszinierend zu erfahren, wie sich die Jugendlichen zu helfen wissen.

Ich denke, Chris Weitz hat damit all den unnötigen Schnickschnack ins Visier genommen, der uns im Alltag so wichtig ist. Er zeigt auf, dass es Dinge - ja, Dinge! - in unserem Leben gibt, die wirklich, wirklich wichtig sind, und denen wir trotzdem kaum Beachtung schenken.

Der Erzählstil ist flott, sehr jugendlich und mit der richtigen Portion Dynamik versehen, lässt allerdings schon an die üblichen Hollywood-Filme denken, was ich persönlich nicht als störend empfand.

Die Sprecher Maria Koschny und Leonard Mahlich haben den Figuren wahrscheinlich zusätzlich Leben eingehaucht und somit ein vergnügliches Apokalypse-Feeling geschaffen, das ich Interessierten wärmstens empfehlen kann.

Die Young-World-Reihe:
1) Young World. Die Clans von New York
2) Young World. Nach dem Ende

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Rezension zu "Young World – Die Clans von New York (2 MP3 CD)" von Maria Koschny

Chris Weitz – Young World, Die Clans von New York
DianaEvor 4 Jahren

Chris Weitz – Young World, Die Clans von New York


Eine große Krankheit hat sämtliche Erwachsene und Kinder ausgelöscht, übrig geblieben sind nur die Teenager, die nun in New York um ihr Leben kämpfen. Jefferson und Donna vom Washington Square sowie ihr Claneigenes Genie „Brainbox“ machen sich mit einigen Anderen auf den Weg, um ein Heilmittel zu suchen. Denn kurz nach dem achtzehnten Geburtstag stirbt jeder Jugendliche an dieser mysteriösen Krankheit, die vielleicht mit Hormonen oder Genen zu tun haben könnte, in dem Chaos, das keine Elektrizität und zu wenig zu Essen zu bieten hat. Auf ihrem Weg nach einer Lösung geraten sie mehrfach in tödlicher Gefahr, denn die Revierkämpfe und die anderen Clans sind aggressiv und auch sie kämpfen ums Überleben.


Der Schreibstil des Romans ist gewöhnungsbedürftig, denn das Buch liest sich wie ein Drehbuch.

Trotzdem ist der Roman ist flüssig, beklemmend, aber auch locker, humorvoll, spannend und fesselnd geschrieben, wenn ich den Schreibstil außer acht lasse, und hat mich von Anfang an gefangen genommen.

Ich konnte mich gut in die Geschichte einlesen und hatte das Gefühl direkt im Geschehen zu stehen.

Der Spannungsbogen wurde weitestgehend im gesamten Buch aufrecht erhalten, eine temporeiche Erzählung führte dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.


Ich konnte mich sehr gut in die Gefühlswelt der Jugendlichen rein versetzen, nicht zuletzt auch, weil das Buch aus der sich von Madonna und Jefferson geschrieben ist, zwei Mitglieder des Washington Square Clan.

Jeff, der nach dem Tod seines Bruders, Clanoberhaupt wird, war mir sehr sympathisch, auch wenn er sehr zurückhaltend und streckenweise sogar distanziert war. Auch wenn er sich selbst unter Wert verkauft, merkt man schnell, dass mehr in diesem intelligenten jungen Mann steckt, der schon seit einiger Zeit in Donna verliebt ist. Doch hier handelt es sich mitnichten um eine Liebesgeschichte.

Donna war mir ebenfalls sympathisch und ist das genaue Gegenteil von Jeff, laut, aufbrausend, temperamentvoll und die Heilerin des Clans. Schnell zu begeistern, aber doch auch auf die Sicherheit ihrer Freunde bedacht.

Peter mag ich wohl am meisten, denn so herrlich unkompliziert und verrückt er auch ist, desto tiefgründig ist seine Figur.

Auch die weiteren Charaktere waren mir je nach Rollenverteilung sympathisch/unsympathisch, gut ausgearbeitet und haben die Geschichte gut abgerundet.

Alle Charaktere sind detailreich beschrieben, glaubhaft dargestellt und es machte mir beim Lesen Spaß, mit ihnen Zeit in ihrer Welt zu verbringen.

Die Örtlichkeiten und das Geschehen rundherum sind gut beschrieben, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden ließ.

Die Handlung war abwechslungsreich, spannend, atmosphärisch, düster und überraschend. Der intellektuelle Schlagabtausch zwischen Täter und Opfer ist spannend und einfallsreich.


Der Roman ist in der Ich-Perspektive/aus der Sicht von Donna und Jeff geschrieben, fortlaufend und dennoch bin ich einige Male durcheinander gekommen, wer nun der eigentliche Erzähler der beiden ist, obwohl es am Kapitelanfang drüber steht, da die Geschichten beider miteinander zusammen laufen.

Die Zeit- und Perspektivwechsel machten das Buch spannend und schon nach kurzer Zeit konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen, auch wenn es wirklich eine ganze Zeit gebraucht hat, um mit dem drehbuchartigen Schreibstil zurecht zu kommen.

Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war die teilweise sehr vulgäre Ausdrucksweise der Jugendlichen. Natürlich ist es ein Jugendbuch und es passt zu der Geschichte, dennoch war es mir im Allgemeinen zu viel des umgangssprachlichen Geplänkels.


Eine Fortsetzung zu diesem Buch kann ich mir gut vorstellen, bin aber noch nicht sicher, ob ich ihn auch lesen werde. Vielleicht wenn es das Hörbuch dazu gibt,... dem vom Leseempfinden tu ich mir hier ein bisschen schwer.


Das Cover ist ansprechend, dunkelblau und aufwendig gestaltet. Es hat einen düsteren, bedrohlichen Touch.


Fazit: Spannende Dystopie, aber vom drehbuchartigem Schreibstil her nicht mein Ding.


Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 3-4 Sterne.

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