Tragödie auf einem Landfriedhof

von Maria Lang 
4,0 Sterne bei21 Bewertungen
Tragödie auf einem Landfriedhof
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Eoris avatar

Toller Krimi!

N

Wohlfühlkrimi à la Agatha Christie

Alle 21 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Tragödie auf einem Landfriedhof"

Maria Lang, die schwedische Agatha Christie!
Schneeflocken fallen. Kamine prasseln. Im Dörfchen Västlinge wird Weihnachten gefeiert. Einzig die Leiche im örtlichen Lebensmittelladen stört die Idylle ... Für alle Fans von Miss Marple und Hercule Poirot! Und natürlich Inspector Barnaby ... Schwedische Spannung zu Weihnachten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715800
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Nadezhdavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wohlfühlkrimi à la Agatha Christie
    Wohlfühlkrimi à la Agatha Christie

    Ein gemütlicher schwedischer Whodunnit aus den Fünfzigern. Setting, Personal und Vorgehensweise bei der Lösung des Falls erinnern in der Tat stark an Agatha Christie, da verspricht der Klappentext nicht zuviel. Nur die bei Christie oft herrlich skurrilen Dialoge fehlen mir. Vielleicht gibt es sie in anderen Büchern. Ich werde bestimmt noch mehr von der Autorin lesen.

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    stachelbeermonds avatar
    stachelbeermondvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wer ein bißchen Vintage in seinen Büchern schätzt, wird hier angenehm altmodisch unterhalten.
    Weihnachtskrimi auf schwedisch

    Ein Krimi in der Tradition von Agatha Christie - wie schön! Das musste ich natürlich lesen. Der Klappentext verrät, dass die schwedische Autorin, Maria Lang, von 1949 bis 1990 jedes Jahr ein Buch veröffentlicht hat und als die erste Krimikönigin des skandinavischen Landes gilt. Sechs Bücher davon sind in Schweden neu verfilmt und unter anderem auch auf deutsch übersetzt worden. Dieses hier wurde 1954 veröffentlicht und dann 2013 neu aufgelegt. 2015 erschien es auf deutsch.

    Das Buch spielt in einem winzig kleinen Dorf in Schweden zur Weihnachtszeit, es ist kalt und schneit und die Ich-Erzählerin Puck Bure verbringt die Weihnachtsfeiertage mit Mann und Vater bei ihrem Onkel Tord Ekstedt in Västlinge. Tord ist der dortige Pfarrer und lebt mit seiner Tochter und seiner Haushälterin im riesigen Pfarrhaus direkt gegenüber der Kirche. Es könnte alles wunderbar sein (wenn auch vielleicht ein bisschen zu ruhig für den Geschmack von Puck), wenn nicht ausgerechnet am Heiligen Abend der immer gut gelaunte Besitzer des Gemischtwarenladens spurlos verschwunden wäre...

    Der Stil des Buches erinnert tatsächlich an typische Agatha Christie-Romane. Dreh- und Angelpunkt ist immer das Verbrechen und die Frage, wer hat es wie getan. Das Buchpersonal dient als Erfüllungsgehilfe auf dem Weg dahin, wer eingehende Charakterstudien erwartet, ist hier fehl am Platz. Nicht einmal von der Ich-Erzählerin bekommt man einen umfassenden Eindruck, und es gibt auch keinen anderen Erzähler, der aus der Innensicht einer Person heraus berichtet. Wir befinden uns dauerhaft in einer äußerst wohlerzogenen, zurückhaltenden Gesellschaft, die uns keinen tieferen Einblick in persönliche Beweggründe gibt. Ab und zu wird berichtet, warum etwas geschah und das Buchpersonal schluckt, errötet, stammelt, wird wütend - aber mehr erfahren wir nicht, die Betriebstemperatur bleibt skandinavisch kühl zwischen den Buchseiten.

    Das könnte frustrierend sein, ist es aber nicht. Das Buch will so sein und es hat seine Berechtigung. Hier geht es nicht um Charakterstudien, sondern um einen klassischen "Wer-hat´s-getan"-Plot. Und hier fehlte mir dann doch ein wenig Agatha-Feeling: Der gruselige Aha-Moment, wenn der Mörder enthüllt wird, vor allem, wie er es getan hat und das ungläubige Staunen und das unbedingte noch einmal nachlesen wollen - ab wo hätte ich es wissen können oder eben auch nicht. Dieser Moment blieb im Krimi von Maria Lang aus. Trotzdem - wer solide, nüchterne Krimi-Unterhaltung mag und ein bisschen Vintage in seinen Büchern schätzt, wird hier angenehm altmodisch unterhalten.

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    Sabine_Hartmannvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ich fühlte mich gut unterhalten und wie auf einer Zeitreise.
    Beschaulich

    Heiligabend, Schweden, 1954 – das heißt: keine Handys, keine Forensik, keine Überwachungskameras. Was bleibt? Die Cleverness der Ermittler und die echte Ermittlungsarbeit zu Fuß und durch Interaktion und Kommunikation.

    Das macht den Charme des Cosy-Krimis von Maria Lang aus. Puck Bure und ihr Mann müssen etliche (sprichwörtliche) Steine umdrehen, bevor sie den Leserinnen und Leser – in bester Agatha Christie-Manier – den Schuldigen servieren.

    Obwohl es um ein ganzes Dorf geht, bleibt doch nur eine Handvoll Beteiligter bzw. möglicher Täter, sodass wir mit Fug und Recht von einem Closed-Room-Mystery ausgehen können, was dazu führt, dass man genüsslich einem Faden folgt, in aller Ruhe die weihnachtliche Stimmung im Schnee genießen kann und dabei gut unterhalten wird.

    Keine großartige Action, keine blutrünstigen Morde, mehr Geheimnis als Gewalt.

    Ich fühlte mich gut unterhalten und wie auf einer Zeitreise.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Kurzweilige Unterhaltung im alten Stil.
    Tragödie auf einem Landfriedhof

    Ausgerechnet am Weihnachtsabend wird der kleine Ort Västlinge durch den brutalen Mord an einem seiner Einwohner schwer erschüttert. Die Beweislage ist dürftig und die Polizei tappt zunächst vollkommen im Dunkeln. Verdächtige gibt es zur zwar Genüge, die allerdings mangels Motiv nicht zwingend als Täter infrage kommen. Doch auch die Gerüchteküche brodelt und so kommen manche Dinge ans Licht die für zusätzliche Verwirrung sorgen. Erst als es ein weiteres Opfer gibt, entwirrt sich der Knoten und plötzlich löst sich der Fall fast wie von selbst.

    Fazit
    Ein interessant durchkonstruierte Story, mit vielen möglichen Tätern und verwirrenden Hinweisen die diesen Krimi zu einer kurzweiligen Lektüre macht, die auch nach seinem ersten Erscheinen im Jahr 1954, bestens unterhält.

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    W
    WennausBuechernLiebewirdvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: 5/5 Sternen
    #wennausbuechernliebewirdrezension

    Ich glaube ich kann ganz schnell euch sagen, wie das Buch war.

    Dieses Buch war mein erster Krimi den ich jemals gelesen habe. Und dafür war er mega gut. Er hat mich total überzeugt, deshalb auch die 5-Sterne Wertung. 

    Der Anfang konnte mich so gut mitreißen, dass ich schon nach 10 Seiten wusste, es kann kein schlechtes Buch werden. Und mein Gefühl täuschte sich ausnahmsweise nicht. 

    Es ist fesselnd, leicht und schön geschrieben. Und das beste an diesem dünnen Buch ist, dass der Schreibstil so gut ist, dass man dieses Buch richtig schnell verschlingen kann und es nicht wirklich aus den Händen legen kann.

    Die Liebesgeschichte kam natürlich auch nicht zu kurz. 

     

    Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, denn andere Wörter könnten nicht beschreiben wie das Buch ist. Und mehr möchte ich auch gar nicht verraten, denn ihr kennt mich. Je mehr Chiara sagt, desto mehr spoilert sie.

     

    Für alle Krimieinsteiger eine mega gute Leseempfehlung.




    PRODUKTPLATZIERUNG

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    figinos avatar
    figinovor 8 Monaten
    Kurzmeinung: ein sehr klassischer Krimi
    ein klassischer Krimi

    Der Vergleich mit Agahte Christie finde ich nicht schlecht, denn der Krimi ist auch eher altertümlich und hat einen ähnlichen Stil, wie die berühmte Agathe. Der Dorfkrämer und Taxifahrer wird an Weihnachten tot aufgefunden in einem kleinen Dorf in Schweden. Es kommen nur wenige Leute in Frage, die vielleicht, einen Grund hatten um dem Lebensmittelhändler an den Kragen zu wollen...... aber wer war es? 
    Der Krimi spielt in den 50iger Jahren und ist auch von daher etwas altertümlich. Aber ich fand die Geschichte unterhaltsam, auch wenn ich es schade fand, dass keine Erklärung stattfand, wann der Krimi spielt. Das habe ich erst nach 100 Seiten richtig verstanden. Aber die Geschichte ist spannend, ohne zu depressiv oder zu blutrünstig zu sein, wie man das sonst von Schwedenkrimis so kennt. 

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    Ambermoons avatar
    Ambermoonvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein toller schwedischer Weihnachtskrimi für gemütliche Abende mit Tee und Keksen.
    Klassischer Schwedenkrimi

    Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrem Vater verbringt die Literaturwissenschaftlerin Puck die Weihnachtsfeiertage bei ihrem Onkel und seiner aufgeweckten Tochter Lotta. Während draußen die Schneeflocken auf das beschauliche Dörfchen Västlinge rieseln, feiern sie den Heiligen Abend. Lotta bekommt ein Katzenjunges geschenkt, die warmherzige Haushälterin versorgt die Familie mit Leckereien – die Idylle könnte perfekter nicht sein. Bis die Nachbarin völlig aufgelöst hereinschneit. Ihr Mann ist verschwunden. Gemeinsam begibt man sich auf die Suche, und schon bald ist klar: Ein Mörder ist unterwegs im beschaulichen Örtchen….(Klappentext)

    ----------------------

    Obwohl die Inhaltsangabe einen typischen Krimi vermuten lässt, ist dieser doch so ganz anders. Hier tritt der Ermittler nämlich erst im Verlauf der Geschichte auf und ist im Grunde nur eine Nebenfigur.
    Der Kriminalkommissar Christer Wijk ist ein Freund von Puck und Einar Bure, hält sich eher im Hintergrund, ist aber deswegen nicht weniger präsent. Er vernimmt Verdächtige und wirft immer wieder Vermutungen oder laut ausgesprochene Gedanken in den Raum, welche die illustre Gesellschaft wild spekulieren und grübeln lässt wer wohl der Mörder ist und was das Motiv sein könnte. Auch als Leser wird man in dieses Ratespiel hineingezogen und Verdächtige gibt es hier wahrlich genug.
    Stück für Stück scheint man dem Verdächtigen näher zu kommen und doch bleibt es bis zum Ende hin undurchsichtig, bis es zu einer überraschenden Auflösung kommt.

    Der Schreibstil ist überraschend modern und frisch und lässt einen keinesfalls vermuten, dass es sich hier bereits um einen Klassiker aus dem Jahr 1954 handelt.
    Ich selbst kam erst darauf, als ich über eine Jahreszahl stolperte, die irgendwie so gar nicht auf mein Bild eines gegenwärtigen Krimis schließen lässt. Manchmal sollte man eben doch mehr auf die Autoren-Info im Klappentext achten.

    Die Charakerzeichnungen sind ausgefeilt und auch durchaus authentisch. Zudem wimmelt dieser Krimi von skurrilen Figuren und so manche Situationskomik lässt einen des Öfteren schmunzeln.

    Die Spannung ist eher ruhig, jedoch stets vorhanden und es werden hier so manche Geheimnisse aufgedeckt, welche einen nur wieder zu Spekulationen antreibt.

    Die unglaublich atmosphärische Settingbeschreibung, welche den Leser in ein winterliches schwedisches Dorf versetzt, rundet den Krimi ab und zurück bleibt eine fantastische Unterhaltungslektüre.

    Fazit:
    Ein amüsanter klassischer Krimi mit skurrilen Figuren, viel Spekulationen und einem Ermittler als Nebenfigur.
    Dieser Krimi hat mich herrlich unterhalten und ließ die winterliche Atmosphäre zumindest für paar Stunden bei mir einziehen. Ein toller Weihnachtskrimi, dem ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann.

    © Pink Anemone

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 9 Monaten
    Am Kamin zu lesen...

    Bevor Sie dieses Buch lesen, benötigen Sie erstens einen Kamin, wahlweise auch Wolldecke und Wärmflasche, zweitens einen Grog oder heißen Tee und drittens schlechtes Wetter, bevorzugt draußen. Ein schlafender Hund würde sich aus Dekogründen und zur Beruhigung bei spannenden Stellen auch gut machen.

    Wie schon das wunderbar verschneite Titelbild zeigt, spielt dieser Kriminalroman mitten im Winter, genauer an den Weihnachtstagen.

    In dem kleinen Dorf Västlinge in Schweden, in den 40iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, trifft sich die Familie der Literaturwissenschaftlerin Puck Bure bei ihrem Onkel, dem örtlichen Pfarrer, um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Doch schon am heiligen Abend wird die fröhliche Zusammenkunft durch einen Mord unterbrochen. Arne Sandell, der Besitzer des Gemischtwarenladens gegenüber, wird tot hinter seinem Verkaufstresen aufgefunden...

    Was nun folgt, ist ein klassischer Whodunnit in bester Agatha Christie-Tradition. Das Dörfchen ist nicht allzu groß, was den Personenkreis der möglichen Mörder klein hält und natürlich die Spannung erhöht. Außerdem hat die Autorin mit Christer Wijk einen überaus charmanten Ermittler ins Leben gerufen, der natürlich auch zu klugen Schlüssen fähig ist.

    "Tragödie auf einem Landfriedhof" ist Teil einer Krimiserie um ebendiesen Herrn Wijk, Puck Bure und ihren Mann Einar, die in Schweden mindestens so bekannt ist, wie hier die Romane einer Donna Leon. Maria Lang hat von 1949 bis 1990 insgesamt 42 Bücher veröffentlicht, ein Teil davon wurde sogar verfilmt. Im btb-Verlag ist außer dem hier besprochenen auch der Band "Nicht nur der Mörder lügt" erschienen.

    Trotzdem lässt sich das Buch auch ohne Kenntnis der anderen Bände hervorragend lesen. In freundlichem Plauderton geschrieben und mit wenig blutigen Elementen, aber nichtsdestotrotz spannenden Momenten, ist es der ideale Begleiter für ruhige Stunden im Lesesessel oder Zugfahrten durch verschneite Winterlandschaften. Es macht durchaus Spass mit Wijk zu rätseln, wer hinter dem Mord stecken könnte und sich mit Puck darüber aufzuregen, dass ihr Mann der verführerischen Gattin des Ermordeten schöne Augen macht. Ein altmodisches und dennoch frisch gebliebenes Lesevergnügen für alle Freunde des klassischen Krimis.

    Ich danke dem btb-Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Klassischer Krimi für die Winterzeit
    Klassischer Whodunit zum gemütlichen Entspannen und Rätseln

    Den Kriminalroman "Tragödie auf einem Landfriedhof" schrieb die schwedische Autorin Maria Lang bereits 1954, im btb Verlag erscheint er als Taschenbuch 2017.

    Maria Lang gilt als die schwedische Agatha Christie, zwischen 1949 und 1990 veröffentlichte sie insgesamt 42 Kriminalromane.


    Schweden 1954: Am Weihnachtsmorgen im Dörfchen Västlinge fallen
    Schneeflocken, die Menschen bereiten sich auf das Weihnachtsfest vor. Der Ort ist klein und besteht nur aus einer Kirche, dem Pfarrhaus und drei Häusern. Als im Pfarrhaus die Familie Ekstedt gemütlich zusammensitzt, stürzt Nachbarin Barbara Sandell herein, sie vermisst ihren Mann Arne. Seine Leiche findet sich schliesslich in seinem Lebensmittelladen. War es ein Raubmord?


    Dieser Krimi kommt ganz klassisch daher, er erinnert mit seinem beschaulichen Erzählstil und den ruhigen Ermittlungsbeschreibungen an alte Schwarz-Weiß-Filme mit Miss Marple. Es scheint ein Relikt aus der guten alten Zeit zu sein und führt mitten hinein in ein schwedisches Dörfchen, in dem sich in der friedlichen Weihnachtszeit auf einmal ein Mörder unter den bisher friedlich scheinenden Bewohnern befindet. Nach und nach bringen die Ermittlungen neue Hintergründe zutage, ordnen den Personen ihre eigenen Charakterzüge zu und es zeigen sich hinter der harmlosen Fassade der Bewohner die ersten Risse. Einige Männer fühlen sich von der schönen Witwe des Toten angezogen, aber es gibt auch finanzielle Gründe, die ein Motiv sein könnten.

    Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, ich konnte die winterliche Stimmung in Västlinge geniessen und habe begeistert mitgerätselt, wie die Tathergänge wohl abgelaufen sein könnten. Auch die Ermittlung ohne Computerabgleiche, Fingerabdrücke und Handyortung finde ich mal wohltuend und fühle mich in die Zeit zurückversetzt.

    Maria Lang schafft es, mit ihren klar definierten Figuren ein Bild zu zeichnen, bei dem jeder verdächtig sein könnte. Jedes Minenspiel der Figuren könnte auf einen Verdacht hindeuten. Dazwischen lockert das Verhalten der kleinen Lotta Ekstedt die Atmosphäre etwas auf. Große Spannung kommt allerdings nicht auf, es geht alles ruhig und beschaulich vonstaten. Was mich aber gewundert und etwas enttäuscht hat, ist der Detektiv Christer Wijk. Er ist eher farblos und unauffällig und ihm fehlt das entscheidende Charisma eines Holmes oder die Tatkraft einer Miss Marple. Lediglich am Ende gelingt ihm der entscheidende Vorstoß und er legt den Täter mithilfe eines Bluffs rein.


    Wer einen Wohlfühl-Krimi nach klassischem Strickmuster aus der verschneiten schwedischen Winteridylle sucht, findet hier die entsprechende Lektüre für eine gemütliche Lesezeit. Ein wenig Retro und zum Mitraten wunderbar geeignet.

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    readingmakesmefeellikes avatar
    readingmakesmefeellikevor 9 Monaten
    Gemütliche schwedische Weihnachten

    Worum geht's?
    "Schneeflocken fallen. Kamine prasseln. Im Dörfchen Västlinge wird Weihnachten gefeiert. Einzig die Leiche im örtlichen Lebensmittelladen stört die Idylle ... Für alle Fans von Miss Marple und Hercule Poirot! Und natürlich Inspector Barnaby ... Schwedische Spannung zu Weihnachten."

    Warum hab ich es gelesen?
    Draußen schneit es, es ist der dritte Advent, die Kerzen versprühen einen herrlichen Apfel-Zimt-Duft - perfekt, um in aller Gemütlichkeit einen ruhigen, schwedischen Weihnachtskrimi zu genießen.

    Wie war's?
    Erwartet habe ich mir von diesem Büchlein einen einfachen, klassischen Krimi - und genau das habe ich auch bekommen. Die Geschichte spielt an Weihnachten 1954 im kleinen, eingeschneiten schwedischen Dörfchen Västlinge. Ein Mord geschieht und der Mörder versteckt sich in der recht übersichtlichen Gruppe agierender Personen rund um Hobbyermittlerin Puck Bure. Recht angenehm empfand ich in diesem Zusammenhang das sich gleich zu Beginn befindliche Personenverzeichnis. Auch die kleine Karte des Ortes fand ich einfach zuckersüß gezeichnet und stilistisch herrlich passend zur Geschichte.
    Der Kriminalfall an sich präsentiert sich recht unblutig und lebt von den im Laufe der Ermittlungen aufgedeckten Geheimnissen und Beziehungen. Das dies alles noch mit den kriminaltechnischen Mitteln der 50er Jahre geschieht, machte für mich den ganz besonderen Charme aus.
    Der Schreibstil ist ruhig, einfach und in einem sehr erzählenden Stil gehalten. Trotz eines Mordfalls kam für mich die Weihnachtsstimmung definitiv nicht zu kurz, da die ganze Geschichte eine ganz eigene Gemütlichkeit mit sich bringt.

    Was war besonders?
    Die Geschichte spielt nicht nur in 1954, sie wurde auch in diesem Jahr verfasst.

    Reading Tragödie auf einem Landfriedhof makes me feel like...
    ...cozy Christmas! Für alle Fans des klassischen Krimis (besonders zu dieser Jahreszeit) nur zu empfehlen.

    Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

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