Maria Marc »Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«

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Inhaltsangabe zu „»Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«“ von Maria Marc

Eine Entdeckung: Die Memoiren der Maria Marc Sie war Wegbegleiterin und Ehefrau des bedeutenden Expressionisten Franz Marc, kaum mehr als ein einziges Jahrzehnt der engen Verbundenheit war dem Paar vergönnt. Der Blaue-Reiter-Maler starb 1916 auf dem Schlachtfeld vor Verdun. Viel später auf die Zeit an seiner Seite zurückblickend, brachte Maria Marc ihre Erinnerungen – oft ungeschönt ehrlich – zu Papier. Hier werden sie erstmals veröffentlicht: ein eindrückliches Dokument von großer persönlicher und künstlerischer Kraft. 1905 lernte die Malerin Maria Franck den Kollegen Franz Marc kennen. Ab 1913 waren sie ein Ehepaar. Maria Marcs Aufzeichnungen rücken den Künstler Franz Marc und seine Persönlichkeit ins Rampenlicht. Sie verschweigen weder seinen Hang zur Melancholie noch seine Selbstzweifel, die ihn dazu trieben, zahlreiche seiner frühen Werke eigenhändig zu zerstören. Eindringlich, aber auch amüsant berichtet die Gefährtin von Liebes- und Heiratsdingen, von der eigenen damit verbundenen Verzweiflung, von Aufbruchstimmungen und maßgeblichen Freundschaften auf dem Weg in die Epoche des Blauen Reiters, von ihrem Leben im Krieg und von ihrer Witwenschaft. Die Herausgeberin Brigitte Roßbeck macht die handschriftlich verfassten Erinnerungen Maria Marcs in dieser Lesefassung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.

Wundervoll geschrieben, liest sich diese ganz besondere Biografie sehr einfühlsam, spannend, authentisch, nachvollziehbar und flüssig kurzwe

— HEIDIZ

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  • Bewegende Memoiren einer Künstlerfrau

    »Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«

    YukBook

    15. August 2016 um 10:02

    Was für einen Schatz Maria Marc uns mit ihren Memoiren hinterlassen hat und wie gut es Brigitte Roßbeck gelungen ist, sie in eine Lesefassung zu bringen! Die persönlichen Aufzeichnungen waren gar nicht zur Veröffentlichung gedacht, doch glücklicherweise sind sie zum 100. Todestag ihres Mannes Franz Marc unter dem Titel '"Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen" – Mein Leben mit Franz Marc' erschienen und geben sehr persönliche Einblicke in das Lebens des Künstlerpaars. Zunächst erzählt Maria Marc von der Zeit in Berlin, wo sie in bürgerlichen Verhältnissen aufwächst. Obwohl ihr künstlerisches Talent von den Eltern gefördert wird, kann sie es nicht richtig ausleben und geht nach München. Sie glaubt, im Schwabinger Künstlerviertel das passende Umfeld für ihre schöpferische Entfaltung gefunden zu haben, auch wenn sie sich anfangs schwertut und sich unter den Künstlerfamilien nirgends zugehörig fühlt. Erst durch die Begegnung mit Franz Marc erkennt sie ihre wahre Lebensaufgabe. Mich hat erstaunt, wie gut Maria Marc ihren künftigen Ehemann von Anfang an einschätzen kann und sein wahres Wesen erkennt. Sie weißt sofort, dass er dazu berufen ist, große Kunst zu schaffen, nichts halbherzig tut und unterstützt ihn dabei, sich vom Schmerz durch unglückliche Liebesbeziehungen und Melancholie zu befreien. Genossen habe ich vor allem die Passagen, in denen Maria Marc die unbeschwerten Stunden in Ried bei Kochel und in Sindelsdorf mit großem Enthusiasmus beschreibt. Man kann sich sehr gut ausmalen, wie Franz Marc sich von der hügeligen Landschaft und den weidenden Kühen und Pferden zu seinen Bildern inspirieren lässt. Er fühlt sich eins mit der Natur, befasst sich eingehend mit der Anatomie der Tiere und mit der Zeit wird das Pferd zum Hauptthema seiner Arbeit. Maria wächst unterdessen in die Rolle der Gefährtin hinein, spornte ihn an und freut sich über seine Schaffenskraft. Zu einem späteren Zeitpunkt hat mich die Erzählerin erneut mit ihrer Begeisterung angesteckt. Grund dafür ist die langersehnte Begegnung mit gleichgesinnten Künstlern wie August Macke und Kandinsky. Endlich wird die eigene künstlerische Sprache Franz Marcs bestätigt und gewürdigt. Es sind jedoch nicht nur die großen Momente, die zum großen Lesevergnügen beitragen – auch die eingestreuten kleinen Anekdoten und Erinnerungen, zum Beispiel daran, wie Helmut Macke in ihrem Haus rheinische Reibekuchen zubereitete und die Küche fast in Brand setzte, berühren. Der Titel „Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen“ beschreibt sehr treffend, welchen starken Emotionen sie im Laufe des gemeinsamen Lebens ausgesetzt war und wie ehrlich sie diese preisgibt.

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  • Maria und Franz - ein Leben für die Kunst

    »Das Herz droht mir manchmal zu zerspringen«

    HEIDIZ

    08. February 2016 um 11:29

    Aus den handschriftlichen Erinnerungen Maria Marcs hat Brigitte Roßbeck eine unvergleichliche Biografie der Frau an der Seite des Expressionisten Franz Marc zusammengefasst und herausgegeben.   Wir steigen in das Buch mit einer schwarz-weiß-Fotografie Maria Marcs an ihrem Schreibtisch im Jahr 1950 ein. Den Texten sind weitere Fotografien hinzugefügt, die die Texte bildhaft untermalen und erklärend darstellen, was in diesen zu lesen ist.   Leseprobe: ========   Als ich Franz eines Tages – zusammen mit Marguerite Legros, der Freundin von Jeam Bloé Niestlé – zum Mittagessen abholte, trafen wir zu unserer freudigen Überraschung den August Macke an. Und wie wir uns gerade zum Ausgehen fertig machen wollten, wurde an die Eingangstür geklopft. …   Nicht einmal zehn Jahre konnten Maria und Franz miteinander verbringen, weil der Expressionist im Jahr 1916 im Krieg in Verdun sterben musste.   Seine Maria schrieb ihre Erinnerungen auf, man spürt, diese sind ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, geschrieben worden. Bisher sind sie noch nie veröffentlicht worden. Auch diese Tatsache macht das Buch für mich so einzigartig. Man lernt den Künstler von einer ganz neuen Seite kennen – persönlich, privat, in seiner Beziehung zu Maria, in seinen Gedanken, aber auch natürlich in seinem Wirken und seiner Zeit.   Man taucht wirklich intensiv in das Leben dieser beiden Menschen ein, geht mit ihnen ihren Weg und kann sich gut vorstellen, vor Augen führen, wie sie lebten, wie sie miteinander lebten – wie Marc zweifelte an sich und der Welt – wie er melancholisch sein konnte ….  

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