Maria Nurowska Spanische Augen

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Inhaltsangabe zu „Spanische Augen“ von Maria Nurowska

Der Zweite Weltkrieg ist kaum zu Ende, da wird die Polin Anna von zu Hause abgeholt. Erst allmählich merkt sie, wohin die Reise geht: ins Lager nach Sibirien. Die Mitglieder der Heimatarmee, einer antikommunistischen Untergrundorganisation, die im Krieg gegen die Deutschen gekämpft hatte, wurden nach Kriegsende auf Befehl Stalins verfolgt, verbannt, umgebracht. Anna überlebt, doch nach einer brutalenVergewaltigung im Lager schwanger geworden, kehrt sie aus der Verbannung mit einem Kind zurück. Der Roman spielt in den 80er Jahren. Anna ist Schauspielerin und gefragte Übersetzerin. Ihre Tochter Ewa, die nichts von ihrer Herkunft weiß, hat mittlerweile selbst ein Kind. Wie in einer Wiederholung des Schicksals ihrer Mutter entwickelt Ewa keine emotionale Bindung an ihren kleinen Sohn. Anna dagegen, holt in der Beziehung zu ihrem Enkel nach, was sie der Tochter an Zuneigung vorenthalten hat. Das komplizierte Verhältnis zwischen Mutter und Tochter, die eine zerstörerische Haßliebe aneinander fesselt, ist denn auch das zentrale Thema des Buches.

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  • Rezension zu "Spanische Augen" von Maria Nurowska

    Spanische Augen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. September 2008 um 10:40

    Die erzählte Geschichte ist grauenvoll, so etwas wird es gegen Ende des Kriegs aber massenhaft gegeben haben: Zivilisten (auch Frauen) wurden wahllos von der Roten Armee nach Sibirien verschleppt, in Arbeitslager gepfercht und mussten Jahre menschenunwürdig leben. Die Protagonistin wird zu allem Überfluß von einer Horde Männer vergewaltigt und bekommt ein Kind. Von welchem der ca. 30 Männer? Es gelingt ihr nicht, ihr Kind zu lieben, so sehr sie sich bemüht, es ist ein ewiger Kampf mit der Aufsässigen. Hatte ihre eigene Mutter sie denn geliebt? Merkwürdigerweise aber ist das Großmutter-Enkelin-Verhältnis wenigstens halbwegs in Ordnung. es scheint ein vererbter Fluch auf der Familie zu lasten, der ungenügenden Mutterliebe, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Sehr eindringlich geschildert, unglaublich authentisch wirkend, als habe die Autorin einen realen Fall vor Augen gehabt. Hatte sie einen?

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