Maria R. Heinitz Als der Sommer eine Farbe verlor

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Inhaltsangabe zu „Als der Sommer eine Farbe verlor“ von Maria R. Heinitz

Ein sorgloser Tag im Sommer ‘76 endet für Bénédicte und ihre Familie in einer Katastrophe. Kurz darauf zieht sie mit ihrem Vater Emil und dem jüngeren Bruder in die westfälische Provinz, wo Emil die Leitung einer Klinik übernimmt. Fragen nach ihrer Mutter Aimée, einer bekannten Malerin, begegnet er ausweichend. Sie erhole sich in einem Sanatorium, schreibt sie ihren Kindern – für ungewisse Zeit … »Ein Entwicklungsroman der Extraklasse« (Wienerin) über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen zu werden, ohne den Zauber der Kindheit zu verlieren.

Falls das Buch ein paar hundert Seiten weniger hätte, wäre vielleicht das Ergebnis intakter.

— eleisou
eleisou

Wundervolle Geschichte! Bénédicte sehnt sich nach ihrer depressiven französischen Mutter, einer Künstlerin, und sucht nach ihrem Platz.

— Lesestunde_mit_Marie
Lesestunde_mit_Marie

Ein fantastisches Buch über das Erwachsenwerden und den steinigen Weg, zu sich selbst zu finden.

— _klaraa___
_klaraa___

Aus einem großen Drama entsteht neue Zuversicht - über Familie, Zusammenhalt und Liebe. Berührend, wahr und einfach wunderschön!

— Torge
Torge

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  • Als der Sommer eine Farbe verlor

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    eleisou

    eleisou

    20. July 2016 um 15:39

    Die junge Benedicte, ein heranwachsendes Mädchen, gibt uns einen Einblick in ihr Gefühlsleben, nachdem sie ihre depressive Mutter Aimee bei einem Selbstmordversuch in einer großen Blutlache in ihrem Atelier gefunden hat. Schlagartig ändert sich ab diesem Tag alles in Benedicts Leben. Aimee wird daraufhin in ein Sanatorium/Nervenklinik eingewiesen, und der Rest der Familie - Benedicte, ihr Vater und ihr Bruder Marcel - ziehen nach Sprede, um vom dem tragischen Ereignis Abstand zu nehmen und ohne an das traurige Schicksal der Mutter erinnert zu werden. Benedicte kann dieses schweres Trauma nur schwer verarbeiten und ihre Jugend geniessen. Sie leidet unter Alpträumen und muß psychologische Behandlung bekommen. Zur Unterstützung reist zudem Großmutter Monique an. Ausserdem besteht eine sehr enge Bindung der Geschwister miteinander und Benedicte übernimmt die Beschützerrolle in dieser Beziehung, wobei sie beide gegenseitig Halt geben. So vergehen die Jahre und einige neue Nebenrollen anderer Charaktere, Freunde und Bekannte, treten in dem Buch neu auf. Meine Meinung: obwohl ich das Thema an sich sehr interessant fand und es auch gefühlvoll und intensiv rüberkam, fand ich das Buch einfach zu lang. Da sich vieles wiederholte und die Gefühlsmomente oft wiederbeschrieben wurden, hat es mich an manchen Stellen gestört und ich muss schon sagen, dass ich hin und wieder ein paar Seiten ausgelassen habe. Ich denke falls das Buch ein paar hundert Seiten weniger hätte, wäre vielleicht das Ergebnis intakter. Drei Sterne würde ich jedoch trotzdem geben, für die Idee, den Anfang und das Cover.

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  • Tragisch, melancholisch und doch lebensbejahend

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    Dieser wundervolle, tiefgründige Roman der Autorin Regina Maria Heinitz hat mein Herz angerührt. Ich denke, dass er auch eine gute Filmgrundlage bieten könnte! Der Leser darf an einem sehr einschneidenden Ausschnitt aus der Kindheit des Mädchens Bénédicte und der Familie Baron teilnehmen. Es beginnt im Sommer 1976. Bénédicte ist mit ihren 12 Jahren ein angehender Teenager und lebt gemeinsam mit ihrer französischen Mutter Aimée, einer Künstlerin, ihrem Vater Emil, einem Psychiater und ihrem kleinen, aufgeweckten Bruder Marcel in Hamburg. Auch ihre Großmutter Mamique ist eine wichtige Bezugsperson für sie. Bisher wuchs Bénédicte in einem zwar etwas außergewöhnlich „bohèmen“ Umfeld auf, jedoch fühlte sie sich recht sicher und geborgen. Zwar neigte ihre Mutter schon immer zu Depressionen und hatte häufig Migräne, doch im Zweifel war da ja noch Mamique. Doch von einem Moment auf den nächsten gerät ihre schöne Kindheit aus den Fugen, denn sie findet ihre geliebte Aimée in einer Blutlache, weil diese versuchte sich das Leben zu nehmen. Traumatisiert existiert für das Mädchen die Farbe Rot nicht mehr. Sie verdrängt und sehnt sich doch so sehr nach ihrer geliebten Aimée. „Ich wusste, wenn ich beginnen würde, Mitleid mit ihm zu haben, würde es nicht lange dauern, bis ich mir selbst leidtat, und ich würde nicht mehr aufhören können zu heulen.“ Von jetzt auf gleich wird Bénédicte aus ihrem Umfeld gerissen, denn Ihr Vater zieht mit den Kindern nach Sprede und übernimmt die Leitung einer Psychiatrischen Klinik. Die Kinder werden in relativer Unkenntnis über den Verbleib der Mutter gelassen. Es heißt, sie sei in einem Sanatorium. Zudem kämpft Bénédicte mit ihrer Legasthenie und muss sich nun im neuen Schulumfeld mit dieser Teilleistungsschwäche behaupten. „Die Buchstaben bewegten sich wie von unsichtbaren Magneten gezogen. Sie tanzten, drehten sich, liefen quer durcheinander, meinen Blicken davon und waren nicht zu bändigen.“ Marcel wird zu Bénédictes wichtigster Bezugsperson, da der Vater sich in seiner Arbeit zu vergraben scheint. Auch die fleißige und gewissenhafte Hausangestellte Gertrud kann ihr Mutter und Großmutter nicht annähernd ersetzen. Als Marcel dann Freunde findet, muss sich Bénédicte anders orientieren. Wir lernen weitere Bezugspersonen wie den zwergwüchsigen Philo, die Psychiaterin Frau Fritzi, Anna, ihre Schwester Rita und ihre Tochter Susi sowie Frau Voroneckova und ihren Neffen Misha kennen, die Bénédicte mehr oder weniger Halt und Orientierung geben. „Wir sagten nicht viel, meist etwas völlig Unwichtiges, doch zwischen den Worten war eine Ahnung.“ Es gibt aber auch die Antagonisten wie Merle und ihren Bruder Volker, die Bénédicte und ihrem Bruder übel mitspielen. „Das traurige Bild, das ich zusammen mit den Erwachsenen an jenem Morgen gesehen hatte, war so voller Zauber gewesen, voller Magie und Schönheit, dass wir uns nicht hinfühlen konnten zu dem Jungen, der da in schmerzvoller Haltung vor dem Gewächshaus kniete.“ Besonders gefallen hat mir das französische und künstlerische Flair, das diese Familie und die eingestreuten französischen Sätze vermitteln, obwohl die Geschichte mitten im flachsten Deutschland spielt. “ `Bei uns ist es ein bisschen bohème.´ .... Ich merkte, dass sich die Leute als erstes immer bei uns umsahen. Wir sollten es natürlich nicht mitbekommen, aber sie drehten die Köpfe, sahen in alle Winkel, und ihre Augen schätzten ab, was Kunst war, was Design und was Unordnung.“ Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und fantasievoll. Sie wartet am Schluss sogar mit einem überaus überraschenden Ende auf, bei der die Kraft der Fantasie eine große Rolle spielt. Eine wahre Ode an das Leben, an Kindheit und Jugend sowie an Kunst und Theater. „Es war ein bisschen wie in meiner Fantasie, so ganz genau konnte ich die Dinge manchmal nicht auseinander halten, …“ Fazit: Dieser Roman hat mich verzaubert und fasziniert. Trotz seines teilweise tragischen und melancholischen Inhalts vermittelt er Lebensfreude und wärmte mir das Herz. Ich hätte gern noch weitergelesen. Das war ein wahres Lese-Highlight!

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    • 9
  • Verlorene Farbe

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    HK1951

    HK1951

    19. December 2015 um 14:16

    Ein Buch, das beginnt wie eine laue Sommernacht: spielende, glückliche Kinder, die noch nichts von der Grausamkeit der Welt wissen. Sie können sich noch so geben, wie sie sind: rein und unschuldig. Bis ein Ereignis sie aus der Bann wirft: ihre Mutter Aimee versucht sich umzubringen, kommt in ein Sanatorium und der Vater zieht mit Benedicte und Bruder Marcel fort. Die Kinder flüchten sich in eine Phantasiewelt. Doch dann trifft die Tochter eines Tages wieder auf die Mutter und beginnt zu verstehen... Beide „Erzählstränge“, wenn man das mal so sagen darf, da sie ja nicht parallel, sondern nacheinander verlaufen (mir fällt jetzt leider auch kein anderes Wort ein, denn zwei Geschichten sind es ja auch nicht, sondern nur eine zusammenhängende...), sind geprägt von Farben: einmal hübsch bunt und dann trostlos-düster. Beide Stimmungen fängt die Autorin so gekonnt ein, dass sie beim Leser 1:1 ankommen, jedenfalls ging mir das so und das hielt das gesamte Buch über auch an. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, aber ohne erhobenen Zeigefinger, sondern in einem wundervoll erzählten Stil, der gleichermaßen schön wie auch traurig ist. Man möchte lachen, weinen, dieses Buch löst einfach soviele verschiedene Gefühle bei einem aus, das man gar nicht weiß, in welches Genre man es nun genau einordnen soll und das ist auch gut so. SO müssen richtig gute Bücher sein !

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  • Als der Sommer eine Farbe verlor

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Insel56

    Insel56

    31. July 2015 um 07:50

    Benedicte findet ihre Mutter an einem schönen Sommertag blutüberströmt, als diese versucht hat sich das Leben zu nehmen. Die Mutter verschwindet von der Bildfläche mit dem Krankenwagen und aus dem Leben ihrer Kinder. Die Familie zieht um, da der Vater eine neue Stelle als Arzt in einem "Irrenhaus" annimmt. Für Benedicte und Marcel beginnt eine schwere Zeit, denn auch die geliebte Großmuttter ist nicht mit umgezogen und so bekommen sie eine "Haushälterin", die jedoch nicht besonders liebevoll ist, jedoch sehr gesund kochen möchte und ziemlich streng ist. Bendicte und Marcel ziehen sich immer mehr in ihre eigene Welten zurück. Benedicte geht es erst mit ihrer Freundin "Susi" besser. Ich möchte nicht mehr über die Geschichte verraten, jedoch zeigt die Geschichte deutlich was die Psyche für die Menschen bedeutet und welche Arten des "Irrsinns" es gibt. Das Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, nachdem es mir sehr schwer fiel mich auf die Geschichte einzulassen, hat sie mich zum Schluss nicht mehr losgelassen.

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  • Dieses Buch liest sich in dein Herz

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    11. July 2015 um 09:32

    Aimée ist Malerin und lebt mit ihrem Mann Ernst und den zwei Kindern in Hamburg. Im Sommer 1976 spielen Bénédicte (Bic) und ihr Bruder Marcel mit der Mamique (Großmutter) im Garten. Die Mutter war oben in ihrem Atelier. Der Tag hätte wunderbar enden können, doch das Unglück ließ sich nicht aufhalten. Zum Abend findet Bénédicte ihre Mutter in einer Blutlache liegend im Bad. Aimée hatte beschlossen, aus dem Leben zu gehen. Diesen Anblick wird das junge Mädchen wohl nie vergessen. "Buchbeginn … Sommer 1976 Es war einer dieser besonderen Sommertage. Einer, an dem man fast durchdreht vor Glück. Wir meinten, es gehörte uns. Wir hielten es fest, wie einen Schmetterling in der hohlen Hand. Aimée hatte man direkt weggebracht und über sie wurde nicht mehr gesprochen. Die Antwort war immer die gleiche, es geht ihr gut ... Von Hamburg zieht die Familie nach Westfalen, wo der Vater in Sprede die Leitung eines Sanatoriums übernimmt. Das Wohnhaus befand sich in direkter Nachbarschaft davon. Da der Vater mit Arbeit und Kindern völlig überlastet ist, übernimmt Bic viel Verantwortung. Als es zu einem Unfall kommt, stellt sich im Nachhinein heraus, dass sie immer noch unter dem Trauma des Erlebten in Hamburg litt. Bénédicte fühlte sich verantwortlich für das Geschehen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Bénédicte erzählt. Für die heutige Zeit kaum vorstellbar, dass nach dem Suizidversuch der Mutter keine psychologische Betreuung erfolgte. Ein junges Mädchen, die den Verlust ihrer Mutter ganz allein verarbeiten muss, ein Vater der für seinen Beruf lebt, doch für die Familie so gut wie keine Zeit und auch kein Ohr hat, kühl, fast unnahbar so erscheint es einem. Und immer wieder die Ungewissheit, wo ist Aimee? Wo ist die Mutter? Die Handlung spielt in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Verhalten der Erwachsenen nicht einfach für ein junges Mädchen zu verstehen. Einem Kind zu erklären, warum die Mama, die schon immer an Depressionen litt, diesen so entscheidenden Schritt getan hatte, ist eine sehr berührende Stelle im Buch. Eine Großmutter erklärt ihrer Enkelin … Worten das Verhalten der Mutter. Jede Charaktere spielen eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf. Frau Fritzi, Bics Therapeutin nach dem Unfall, Gertrud, die neue Haushälterin, als auch Susi und Philo, der im Sanatorium lebt. Es gab Momente, bei denen ich die jeweilige Person einfach in den Arm nehmen wollte, um das Seelenleid mitzutragen. Sie sind alle so sympathische Personen ☺ „Als der Sommer an Farbe verlor“ – wie passend der Titel! Man versteht ihn, wenn man den Hintergrund weiß. Der Debütroman von Maria Regina Heinitz ist ein außergewöhnliches Buch, mit einem sehr speziellen Thema. Es berührt, aber regt auch zum Nachdenken an, denn:. „Jeder Tag, jede Minute deines Lebens ist ein Stück Glück, welches innerhalb von Sekunden brüchig werden kann“. Es ist keine leichte Lektüre und auch kein Buch für zwischendurch, ein ganz besonderes Frauenbuch. Man sollte ruhig mal nach links oder rechts schauen und nicht immer den gleichen Weg gehen (lesen!).

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  • Ein unglaublich feinfühliger und lebensnaher Roman

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Sommer 1976: Die Kindheit von Bénédict und Marcel ist sorgenlos. Obwohl ihre Mutter sich nicht so um sie kümmern kann. Aber ihre Grossmutter, genannt Mamique, ist für sie da. Sie sind glücklich. Doch dieses Glück zerbricht, als Bénédict eines ihre Mutter in einer Blutlache findet. Sie hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Mutter wird in ein Sanatorium eingewiesen. Die Kinder ziehen mit ihrem Vater nach Sprede. Nun müssen nicht nur mit dem Verlust der Mutter und Grossmutter zurechtkommen, sondern auch in einer fremden Umgebung zurechtkommen. Nichts ist wie es einmal war. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Zum Teil sehr poetisch geschrieben. Es passt zur Familie mit dem leichten bohemischen Lebenstil, der die Familie bis zu diesem tragischen Schicksaltag geführt hat. Die Familie kommt eigentlich aus Frankreich. Mamique ist sehr gut getroffen. Sie ist die typische Französin. Ich habe es nicht gebraucht, aber ich finde es gut, dass hinten im Buch alle französischen Sätze übersetzt wurden. Die Geschichte wird von Bénédict erzählt. Ich bin mit der Zeit wirklich in ihre Haut geschlüpft. Die Autorin hat einen sehr lebhaften Schreibstil. Ihr gelingt es dem Leser das Gefühl zu vermitteln, er erlebe die Geschichte jetzt. Sehr lebendig und lebensnah. Noch was zu Susi, der neuen Freundin von Bénédict. Meiner Meinung wird sie im Klappentext falsch dargestellt. Sie taucht erst in der Mitte auf. Klar, sie wird ihre Freundin und wichtigste Person im neuen Leben. Aber ihr Wissen über die Politik hat sie aus der Zeitung. In Bénédicts Familie wird auch Wert auf das Tagesgeschehen gelegt. Es wird aber eine auf andere Weise praktiziert. Die Kinder werden mit den Nachrichten geweckt. Bis Bénédict auf Susi trifft, hat sie sich nicht dafür interessiert. Ich würde jetzt mal sagen, Susi ist einfach neugieriger, daher weiss sie immer, was läuft. Ich hätte mir einen anderen Schluss gewünscht. Denn er ist abrupt da. Ausserdem hätte ich gerne eine Erklärung wegen Aimée, der Mutter der Kinder, gehabt. Ich weiss, es ist etwas umständlich formuliert. Aber ich glaube, wenn ich es anders formulieren würde, dann würde ich zuviel vom Ende und wie es ausgeht verraten. Fazit: Ein unglaublich feinfühliger und lebensnaher Roman.

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    • 2
    Federzauber

    Federzauber

    08. July 2015 um 21:48
  • Buchverlosung zu "Als der Sommer eine Farbe verlor" von Maria R. Heinitz

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    MariaReginaHeinitz

    MariaReginaHeinitz

    Im Rahmen der Aktion 'Autoren schenken Lesefreude' - für alle, die im vergangenen Jahr leer ausgegangen sind: Der Berlin Verlag hat mir 10 Exemplare der gerade erschienenen Taschenbuchausgabe zur Verfügung gestellt!  'Als der Sommer eine Farbe verlor' ist die Geschichte von zwei jungen Menschen, die lernen, ihr eigenes Glück zu finden. Eine Familiengeschichte, Ende der 70er Jahre, über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen zu werden, ohne den Zauber der Kindheit zu verlieren.  Ein signiertes Exemplar versende ich jeweils gerne an die Verfasser der 10 schönsten Antworten auf die Frage: Welches ist für Dich das kostbarste Wort der Welt - und warum. Ich freue mich auf Eure Antworten! Herzlich, Eure Maria R. Heinitz

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    • 310
  • Leserunde zu "Wir sind nicht wir" von Matthew Thomas

    Wir sind nicht wir
    Berlin_Verlag

    Berlin_Verlag

    »Herzzerreißend und vollkommen glaubwürdig, wunderbar konstruiert, ein reiches und mächtiges Buch. Und einer der ehrlichsten Romane, die je über die Liebe geschrieben wurden.« The New York Times Ein besonderes Buch erfordert besondere Maßnahmen. Deshalb verdoppeln wir für das 900 Seiten lange Epos WIR SIND NICHT WIR unsere übliche Anzahl an Freiexemplaren und gehen mit 40 LeserInnen an den Start. Ob in dem kleinen Apartment in Queens, in dem Eileen in den 1940er- und 50er-Jahren aufwächst, gelacht oder geweint wird, kommt ganz darauf an, wer gerade zu Besuch ist oder wieviel getrunken wird. Nicht ihre Eltern möchten, dass sie es einmal besser hat – sie selbst will dieser Enge unbedingt entfliehen. Als sie Ed Leary begegnet, einem jungen Wissenschaftler voller Sanftmut, scheint das Ersehnte so nah: ein schönes Haus, eine kleine Karriere, eine glückliche Familie. Doch was, wenn Träume in Erfüllung gehen, das Glück sich aber nicht hinzugesellt? Thomas erzählt nicht von Tellerwäschern und Millionären, sondern von ganz gewöhnlichen Menschen. Denn sie – die Mittelschicht – sind es, die Amerika zu einem mythischen Ort der Freiheit und Selbstverwirklichung gemacht haben. Aber so, wie wir längst wissen, dass dieser Mythos nur eine Chimäre war, erfahren auch Eileen, Ed und ihr Sohn Connell, wie schnell Sichergeglaubtes ins Wanken gerät. Dann stellen sich die drängenden Fragen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Hat man ein Recht auf Glück? Und wer sind wir, wenn wir nicht mehr wir selbst sind? Hier im Berlin Verlag fiebern wir schon alle dem Erscheinungstermin entgegen und wir sind natürlich sehr gespannt, wie Matthew Thomas' Debütroman beim Publikum ankommen wird. Deshalb bitten wir alle, die sich für diese Leserunde bewerben wollen, um eine erste Einschätzung – auf Grundlage der Leseprobe (Anfang – S. 49). Wir freuen uns auf viele Bewerbungen! Einsendschluss ist der 11. Februar. Wenn die Post mitspielt, sollten die 40 Glücklichen also noch kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart je ein Exemplar in Händen halten. Euer Berlin Verlag »Durch das Schreiben lernte ich, was es bedeutet, überhaupt ein Mensch zu sein.« Matthew Thomas

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    • 744
  • 5 Sterne und mehr!!!!

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    dieFlo

    dieFlo

    Die Kindheit endet für Benedicte im Sommer - im Sommer 1976 - ihre geliebte Mama hat probiert sich umzubringen, es folgen ein Umzug, die Einweisung der Mutter in eine Klinik, das Leben mit einem Vater ,der völlig überfordert ist und der vergisst, dass Benedicte auch noch ein Kind ist. Ein Kind, dass nicht die Rolle der Hausfrau und Mutter übernehmen kann und darf .... Nach dem Sommerferien wird sich ihr Leben ändern, es kommt jemand,der ihr Lebensfreude zurück bringt und so ganz langsam wird das Leben wieder bunt. Ein Roman ,der verzaubert, der fasziniert, der einfach unbeschreiblich warm ums Herz macht! Der viel zu schnell zu Ende ist ... Bitte viel mehr davon liebe Maria Regina Heinitz!

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    • 3
  • Ein starker Roman über die Kraft der Fantasie

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    RubyKairo

    RubyKairo

    03. September 2014 um 21:29

    Ein unvergesslicher Roman der die Welt erobern wird. Genial konstruiert. Ein Roman, der zum Denken anregt und unsere Welt für einen Moment auf den Kopf stellt. Ein absolutes Muss für alle Regina Maria Heintz Fans und die, die es werden wollen. Der Leser wird bestens unterhalten und am Schluss überrascht. Und er lernt etwas über ein Thema. Diesmal : die Kraft der Fantasie. Ein wunderbar zu lesendes, verrücktes und spannendes Buch. Eine Hand voll Helden wider Willen, die in ihren Niederlagen und Enttäuschungen triumphieren und auf Abwegen das Glück finden. Eine Liebeserklärung an das Leben und an den Menschen, der unbeirrt seinen Weg sucht. Am Ende dieses Buches hab ich mich wie verzaubert gefühlt. Lesenswert!!!

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  • bezauberndes Coming of Age

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    miro76

    miro76

    26. August 2014 um 22:15

    Bénédicte - kurz Bic -  Baron ist ein aufgewecktes 12jähriges Mädchen mit einer blühenden Fantasie und einem speziellen Verhältnis zu Buchstaben. Ihre Mutter Aimée ist Künstlerin, die immer wieder von Depression und Migräne (Farfadetnoir) heimgesucht wird. Emil, ihr Vater, ist Psychiater und ihr kleiner Bruder Marcel interessiert sich für Naturwissenschaften. An einem wunderschönen Sommertag, nach ausgelassenem Spielen mit der französischen Großmutter Mamique, betritt Bénédicte das Atelier ihrer Mutter und findet sie in einer riesigen Blutlache. Aimée überlebt ihren Selbstmordversuch, kommt aber aus dem Krankenhaus nicht mehr nach Hause. Daraufhin zieht die Familie nach Sprede um, wo Emil die Leitung einer psychiatrischen Klinik angeboten wurde. Über Aimée wissen die Kinder nur, dass sie in einem Sanatorium ist und sehr viel Ruhe und Erholung braucht. Wo sie sich aufhält und was wirklich mit ihr los ist wird vor den Kindern geheim gehalten, was zu den wildesten Spekulationen führt. Marcel findet schnell Freunde in Sprede und Bic fühlt sich verlassen. Der Schock über den Vorfall mit der Mutter hat bei Bic eine vorübergehende Rotblindheit ausgelöst und sie beginnt eine Jugendpsychologin zu besuchen, zu der sie ganz langsam Vertrauen fasst. Bic kreiert sich ihre ganz eigene Welt  in Sprede und man gewinnt den Eindruck Aimée wäre fast vergessen. Bis sie Mischa näher kennenlernt - eine Junge, der seine Eltern verloren hat und bei seiner Tante lebt. Diese zarten Liebesbande führen Bénédicte in die Wirklichkeit zurück und als zum ersten Mal ihre Periode einsetzt, kann sie auch wieder Rot sehen. Gemeinsam mit Mischa macht sie sich auf den Weg um etwas über ihre Mutter herauszufinden und die Überraschung ist nicht zu klein. Maria Regina Heinitz versteht es wunderbar in ihrem detailgetreuen Stil den Zauber einzufangen mit dem nur Kinder ihre Tage verleben. Mit ihrer Fantasie versucht Bic einen Ausweg aus diesem Familiendrama zu finden und genau das war die Absicht des Vaters. Ich konnte anfangs genau wie Mamique nicht nachvollziehen, warum er sich entschied die Kinder in dieser Ungewissheit zu lassen. Vielleicht hat ihnen aber genau diese Unwissenheit etwas Zeit geschenkt Kind sein zu dürfen, um sich ganz langsam dem „Erwachsen werden“ anzunähern.

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  • Das Ende einer Kindheit

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Lilli33

    Lilli33

    15. August 2014 um 20:30

    Hamburg, Sommer 1976. Bénédicte ist glücklich. Maman, ihre geliebte französische Großmutter, ist zu Besuch und spielt mit den Kindern, der dreizehnjährigen Bénédicte, genannt Bic, und ihrem viele Jahre jüngeren Bruder Marcel. Alles scheint perfekt. Bis Bic ihre Mutter Aimée in einer Blutlache findet. Aimée leidet schon lange unter Depressionen und hat versucht sich umzubringen. Aimée wird von Sanitätern weggebracht. Die Familie zieht in das westfälische Städtchen Sprede, wo der Vater die Leitung des Irrenhauses übernimmt. Über Aimée wird nicht gesprochen. Die Kinder haben keinen Kontakt zu ihr. Sie wissen nicht, wo sie ist, und man kann Zweifel haben, ob sie überhaupt noch lebt. Mich hat Heinitz’ Debütroman stark beeindruckt. Sehr einfühlsam schildert die Autorin etwa ein Jahr im Leben von Bénédicte und ihrer Familie. Der Neuanfang in Sprede ohne die Mutter, ohne die gewohnten Freunde, ist vor allem für Bic nicht leicht. In der neuen Schule ist sie die Außenseiterin. Als sie sich mit Susi anfreundet, geht es etwas besser. Auch Susi wird von den anderen Kindern gemieden. Schließlich gibt es da aber auch noch einen sehr interessanten und netten Jungen … Begeistert war ich auch von der Lebensgeschichte Philos, eines Bewohners des Irrenhauses. Auch er ist ein Außenseiter, und so ist kein Wunder, dass Bic sich mit ihm wohl fühlt und sich mit ihm anfreundet. Bic war mir von Anfang an sympathisch und ich habe sie gerne durch ihr neues Leben begleitet. Sie strotzt nur so vor Fantasie und malt sich alles Mögliche aus. Man erlebt ihre Welt fast wie durch ihre Augen, so dicht ist man als Leser am Geschehen dran. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass eine Nebelwand um Bic herum wabert, die sie vor der echten Welt abschirmt, ihr den Zugang verwehrt, sie aber auch vor ihr beschützt. So tastet Bic sich langsam durchs Leben, ohne klar zu sehen, wo es lang geht. „Als der Sommer eine Farbe verlor“ ist ein leises Buch, das von atmosphärischen Beschreibungen lebt und von sehr interessanten Charakteren. Es hat mich bis zum Schluss gefesselt und dann leider eiskalt fallen gelassen. Denn mit dem Schluss kann ich mich gar nicht anfreunden. Für mich ergibt das keinen Sinn. Aber das kann man sicherlich auch anders sehen. Noch ein kleiner Tipp: Es kommen immer wieder französische Wörter und Sätze vor. Dazu gibt es hinten im Buch teilweise Übersetzungen.

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  • Maman, wo bist Du?

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    locke61

    locke61

    Am Ende eines herrlichen Sommertages im Jahr 76 endet für Bénédicte ihre glückliche Kindheit, sie findet ihre geliebte Mutter Aimee in einer Blutlache im Bad. Selbstmordversuch! Innerhalb kurzer Zeit zieht Emil Baron mit seinen Kindern von Hamburg nach Sprede in der westfälischen Provinz wo ihm die Leitung eines Sanatoriums angeboten worden ist. Sie beziehen ein großes Haus neben der Klinik. Emil ist überfordert mit dem Familienleben und stürzt sich in seine Arbeit, er überlässt Bénédicte den Haushalt und den kleinen Bruder.Sie kümmert sich um ihren kleinen Bruder und übernimmt die Mutterrolle für den Kleinen. Die beiden erkunden das Haus und dessen Geheimnisse, ernähren sich von Ravioli, die ihnen ihr Vater kistenweise mit nachhause bringt. So ziehen sich die Sommerferien hin, der Haushalt verwahrlost, die Kinder vermissen ihre Mutter. Doch ihre Fragen werden weder vom Vater noch von Mamique, ihrer Großmutter beantwortet. Bénédicte ist unglücklich und gibt sich die Schuld an allem. Erst als die beiden Kinder beim Überqueren einer Ampel einen Unfall verursachen, beschließt Emil eine Haushälterin einzustellen. Und er entdeckt, das Bénédicte eine "Rotblindheit" hat, was er auf ihr Trauma schließt. Er schickt sie zu Frau Fritzi, einer Psychologin für Kinder. Die Schule beginnt, und für Bénédicte und Marcel ändert sich vieles. Gertrude kommt ins Haus und kümmert sich um die beiden, mit gesundem Essen und sonntäglichen Kirchgang versucht sie den beiden eine geregeltes Leben zu geben. Bénédicte lernt Susie kennen, die sie mit ihrer unbekümmerten Art aus ihrer Lethargie lockt. Diese Geschichte, aus der Sicht eines kleinen Mädchens erzählt, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Der krasse Schnitt, den ihr Leben gemacht hat, als sie ihre Mutter fand und die daraus folgenden Gedanken und Ängste von Bénédicte, konnte ich gut nachfühlen. Sie flüchtet sich in ihre eigene Welt, aus der sie nur herauskam, wenn ihr kleiner Bruder sie brauchte oder ihre geliebte Großmutter zu Besuch war. Doch Schritt für Schritt entdeckt sie das Leben und die Freundschaft, lernt wieder unbekümmert zu lachen, wird neugierig und verliebt sich. Ein wunderschönes Buch - ein ergreifendes Familiendrama, dessen Ursprung schon Ende des Krieges begann. ©locke61

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    • 6
  • Vom Ende einer Kindheit

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    20. July 2014 um 23:56

    Aimée, gefeierte Künstlerin und Mutter zweier Kinder, ist wohl schon seit vielen Jahren depressiv veranlagt, wobei ihre Erkrankung mal mehr, mal weniger in Erscheinung tritt, das Familienleben aber immer wieder beeinflusst. Diesen Hintergrund erfährt man als Leser in den Erinnerungen von Bénédicte, die uns ihre und die Geschichte ihrer Familie erzählt. Bic, so wird sie genannt, verlebt mit ihrem jüngeren Bruder Marcel und der Großmutter Mamique einen wunderbaren Sommernachmittag im Garten ihres Hamburger Hauses, die Mutter hat sich in ihr Atelier zurückgezogen. Als Bic ihr später von den leckeren Blaubeerpfannkuchen der Großmutter bringen will, endet ein Stück ihrer Kindheit auf brutale Weise. Die Dreizehnjährige steht mit ihren nackten Füßen in einer fast noch warmen, klebrigen Flüssigkeit, die sich unter der Tür des kleinen Badezimmers der Mutter einen Weg bahnt. Sie findet ihre Mutter, blutüberströmt, die gerade versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Das Folgende ist vordergründig schnell erzählt. Die Mutter, wahrscheinlich hat sie überlebt, wird in einem Sanatorium behandelt, darf aber von den Kindern nicht besucht werden. Der Vater, als Alleinerziehender völlig überfordert, nimmt eine neue berufliche Herausforderung als Psychiater in der niedersächsischen Provinz an, kauft dort in Sprede ein Haus und übersiedelt mit seinen beiden Kindern dorthin. Beruflich scheint er sehr erfolgreich und renommiert zu sein, als Vater und Familienmensch versagt er auf ganzer Linie. Bic hat als Folge der traumatischen Erfahrungen nicht nur ihre  Fähigkeit, die Farbe ROT zu sehen, vorübergehend verloren. Sie hat, ebenso wie der Bruder Marcel, außer der nur zeit- und besuchsweise anwesenden Großmutter keinerlei Bezugspersonen mehr, mit denen sie über die Erlebnisse und die so sehr vermisste Mutter sprechen kann. Ihr Weg nach vorn beginnt sehr zaghaft mit den zunächst mit Widerwillen akzeptierten Besuchen bei Frau Dr. Fritzi, einer Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, doch im Laufe der Romans erfährt Bic doch auch eine für sie erkennbare Änderung durch diese wöchentlichen Besuchsstunden. Sie lernt ausserdem Philo kennen, einen der Anstaltsinsassen in der „Irrenanstalt“ des Vaters, der neben seinen äußerlichen Handicaps ungeheuer belesen ist und für Bic ein sehr interessanter Gesprächspartner wird. In den Gesprächen mit ihm vollzieht sich ein Stück weit das beginnende Erwachsenwerden von Bic und sie beginnt, sich und anderen Fragen zu stellen, auf die sie allerdings nicht immer eine Antwort bekommt. Mit ihrer neugefundenen Freundin Susi, die wegen ihre vorwitzigen und klugen Art ebenso eine Außenseiterin ist, sucht sie nach den frühen Verbindungen von Philo nach draußen zu Dr. Fritzi, hier bekommt der Roman einen leichten Anflug von Kinderkrimi, was durchaus zur Geschichte passt. Meine einzigen Kritikpunkte sind die Sprache und die Reflexionen von Bic, die nach meinem Empfinden nicht die Gedanken und die Sprache einer Dreizehnjährigen widerspiegeln. Selbst wenn man konstatiert, dass das familiäre Umfeld und die Erlebnisse Bic schneller haben „altern lassen“, ist das ein Bruch in diesem Buch. Allerdings hat mit dies in keiner Weise davon abhalten können, das Buch mit großer Spannung und Freude zu lesen, auch wenn es nicht immer nur leichte Kost ist, wie man einem Familienroman gern unterstellt. Ärgerlich allerdings fand ich die vielen französischen Textstellen, die zudem erst im Anhang übersetzt wurden. Das muss nicht sein, das lässt sich sicher auch anders und besser lösen. Aber trotzdem: Der Roman sei allen Leserinnen anspruchsvoller Familiengeschichten unbedingt zur Lektüre empfohlen.

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  • Ein Ende ist auch ein Anfang

    Als der Sommer eine Farbe verlor
    Nachtfalter89

    Nachtfalter89

    05. July 2014 um 18:36

    Ein bezaubernder Roman von zwei Geschwistern deren Leben an einem schönen Hamburger Sommertag durch eine Katastrophe komplett auf den Kopf gestellt wird. Denn die Mutter, eine begnadete Malerin, versucht sich das Leben zu nehmen und endet in einem Sanatorium. Kurz darauf übernimmt der Vater die Leitung einer Klinik auf dem Land und zieht mit den Kindern Bénédicte und Marcel dort hin. Ihr Leben gerät total aus den Fugen. Etwas Halt bekommen sie durch den Besuch ihrer französischen Grossmutter. In der neuen Umgebung beginnt ein turbulenter Sommer für die beiden Kinder und sie erleben aufregende Abenteuer. Während der Ferien finden die Kinder neue beste Freunde und Bénédicte wird langsam erwachsen, entdeckt die Liebe und findet ihr Glück. "Als der Sommer eine Farbe verlor" ist ein ganz besonderes Buch über Familie, Verantwortung, Glück und Liebe. Die Erwartungen an das Buch, als ich den schön gestalteten Einband das erste Mal sah, wurden komplett erfüllt und kann dieses Buch nur empfehlen.

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