Als der Sommer eine Farbe verlor

von Maria R. Heinitz 
4,2 Sterne bei73 Bewertungen
Als der Sommer eine Farbe verlor
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Hat mich sehr berührt!

E

Falls das Buch ein paar hundert Seiten weniger hätte, wäre vielleicht das Ergebnis intakter.

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Inhaltsangabe zu "Als der Sommer eine Farbe verlor"

Ein sorgloser Tag im Sommer ‘76 endet für
Bénédicte und ihre Familie in einer Katastrophe.
Kurz darauf zieht sie mit ihrem
Vater Emil und dem jüngeren Bruder in
die westfälische Provinz, wo Emil die Leitung
einer Klinik übernimmt. Fragen nach
ihrer Mutter Aimée, einer bekannten Malerin,
begegnet er ausweichend. Sie erhole
sich in einem Sanatorium, schreibt sie ihren
Kindern – für ungewisse Zeit … »Ein Entwicklungsroman
der Extraklasse« (Wienerin)
über Liebe und Verantwortung, Verlust und
Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen
zu werden, ohne den Zauber der
Kindheit zu verlieren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833310201
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Berlin Verlag Taschenbuch
Erscheinungsdatum:13.04.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    eleisouvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Falls das Buch ein paar hundert Seiten weniger hätte, wäre vielleicht das Ergebnis intakter.
    Als der Sommer eine Farbe verlor

    Die junge Benedicte, ein heranwachsendes Mädchen, gibt uns einen Einblick in ihr Gefühlsleben, nachdem sie ihre depressive Mutter Aimee bei einem Selbstmordversuch in einer großen Blutlache in ihrem Atelier gefunden hat. Schlagartig ändert sich ab diesem Tag alles in Benedicts Leben. Aimee wird daraufhin in ein Sanatorium/Nervenklinik eingewiesen, und der Rest der Familie - Benedicte, ihr Vater und ihr Bruder Marcel - ziehen nach Sprede, um vom dem tragischen Ereignis Abstand zu nehmen und ohne an das traurige Schicksal der Mutter erinnert zu werden. Benedicte kann dieses schweres Trauma nur schwer verarbeiten und ihre Jugend geniessen. Sie leidet unter Alpträumen und muß psychologische Behandlung bekommen. Zur Unterstützung reist zudem Großmutter Monique an. Ausserdem besteht eine sehr enge Bindung der Geschwister miteinander und Benedicte übernimmt die Beschützerrolle in dieser Beziehung, wobei sie beide gegenseitig Halt geben. So vergehen die Jahre und einige neue Nebenrollen anderer Charaktere, Freunde und Bekannte, treten in dem Buch neu auf. 

    Meine Meinung: obwohl ich das Thema an sich sehr interessant fand und es auch gefühlvoll und intensiv rüberkam, fand ich das Buch einfach zu lang. Da sich vieles wiederholte und die Gefühlsmomente oft wiederbeschrieben wurden, hat es mich an manchen Stellen gestört und ich muss schon sagen, dass ich hin und wieder ein paar Seiten ausgelassen habe. Ich denke falls das Buch ein paar hundert Seiten weniger hätte, wäre vielleicht das Ergebnis intakter. 
    Drei Sterne würde ich jedoch trotzdem geben, für die Idee, den Anfang und das Cover.

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    Lesestunde_mit_Maries avatar
    Lesestunde_mit_Marievor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wundervolle Geschichte! Bénédicte sehnt sich nach ihrer depressiven französischen Mutter, einer Künstlerin, und sucht nach ihrem Platz.
    Tragisch, melancholisch und doch lebensbejahend

    Dieser wundervolle, tiefgründige Roman der Autorin Regina Maria Heinitz hat mein Herz angerührt. Ich denke, dass er auch eine gute Filmgrundlage bieten könnte!

    Der Leser darf an einem sehr einschneidenden Ausschnitt aus der Kindheit des Mädchens Bénédicte und der Familie Baron teilnehmen. Es beginnt im Sommer 1976. Bénédicte ist mit ihren 12 Jahren ein angehender Teenager und lebt gemeinsam mit ihrer französischen Mutter Aimée, einer Künstlerin, ihrem Vater Emil, einem Psychiater und ihrem kleinen, aufgeweckten Bruder Marcel in Hamburg. Auch ihre Großmutter Mamique ist eine wichtige Bezugsperson für sie. Bisher wuchs Bénédicte in einem zwar etwas außergewöhnlich „bohèmen“ Umfeld auf, jedoch fühlte sie sich recht sicher und geborgen. Zwar neigte ihre Mutter schon immer zu Depressionen und hatte häufig Migräne, doch im Zweifel war da ja noch Mamique. Doch von einem Moment auf den nächsten gerät ihre schöne Kindheit aus den Fugen, denn sie findet ihre geliebte Aimée in einer Blutlache, weil diese versuchte sich das Leben zu nehmen. Traumatisiert existiert für das Mädchen die Farbe Rot nicht mehr. Sie verdrängt und sehnt sich doch so sehr nach ihrer geliebten Aimée.

    „Ich wusste, wenn ich beginnen würde, Mitleid mit ihm zu haben, würde es nicht lange dauern, bis ich mir selbst leidtat, und ich würde nicht mehr aufhören können zu heulen.“

    Von jetzt auf gleich wird Bénédicte aus ihrem Umfeld gerissen, denn Ihr Vater zieht mit den Kindern nach Sprede und übernimmt die Leitung einer Psychiatrischen Klinik. Die Kinder werden in relativer Unkenntnis über den Verbleib der Mutter gelassen. Es heißt, sie sei in einem Sanatorium. Zudem kämpft Bénédicte mit ihrer Legasthenie und muss sich nun im neuen Schulumfeld mit dieser Teilleistungsschwäche behaupten.

    „Die Buchstaben bewegten sich wie von unsichtbaren Magneten gezogen. Sie tanzten, drehten sich, liefen quer durcheinander, meinen Blicken davon und waren nicht zu bändigen.“

    Marcel wird zu Bénédictes wichtigster Bezugsperson, da der Vater sich in seiner Arbeit zu vergraben scheint. Auch die fleißige und gewissenhafte Hausangestellte Gertrud kann ihr Mutter und Großmutter nicht annähernd ersetzen. Als Marcel dann Freunde findet, muss sich Bénédicte anders orientieren.

    Wir lernen weitere Bezugspersonen wie den zwergwüchsigen Philo, die Psychiaterin Frau Fritzi, Anna, ihre Schwester Rita und ihre Tochter Susi sowie Frau Voroneckova und ihren Neffen Misha kennen, die Bénédicte mehr oder weniger Halt und Orientierung geben.

    „Wir sagten nicht viel, meist etwas völlig Unwichtiges, doch zwischen den Worten war eine Ahnung.“

    Es gibt aber auch die Antagonisten wie Merle und ihren Bruder Volker, die Bénédicte und ihrem Bruder übel mitspielen.

    „Das traurige Bild, das ich zusammen mit den Erwachsenen an jenem Morgen gesehen hatte, war so voller Zauber gewesen, voller Magie und Schönheit, dass wir uns nicht hinfühlen konnten zu dem Jungen, der da in schmerzvoller Haltung vor dem Gewächshaus kniete.“

    Besonders gefallen hat mir das französische und künstlerische Flair, das diese Familie und die eingestreuten französischen Sätze vermitteln, obwohl die Geschichte mitten im flachsten Deutschland spielt.

    “ `Bei uns ist es ein bisschen bohème.´ .... Ich merkte, dass sich die Leute als erstes immer bei uns umsahen. Wir sollten es natürlich nicht mitbekommen, aber sie drehten die Köpfe, sahen in alle Winkel, und ihre Augen schätzten ab, was Kunst war, was Design und was Unordnung.“

    Die Geschichte ist sehr abwechslungsreich und fantasievoll. Sie wartet am Schluss sogar mit einem überaus überraschenden Ende auf, bei der die Kraft der Fantasie eine große Rolle spielt. Eine wahre Ode an das Leben, an Kindheit und Jugend sowie an Kunst und Theater.

    „Es war ein bisschen wie in meiner Fantasie, so ganz genau konnte ich die Dinge manchmal nicht auseinander halten, …“

    Fazit:
    Dieser Roman hat mich verzaubert und fasziniert. Trotz seines teilweise tragischen und melancholischen Inhalts vermittelt er Lebensfreude und wärmte mir das Herz. Ich hätte gern noch weitergelesen. Das war ein wahres Lese-Highlight!

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    H
    HK1951vor 3 Jahren
    Verlorene Farbe

    Ein Buch, das beginnt wie eine laue Sommernacht: spielende, glückliche Kinder, die noch nichts von der Grausamkeit der Welt wissen. Sie können sich noch so geben, wie sie sind: rein und unschuldig.

    Bis ein Ereignis sie aus der Bann wirft: ihre Mutter Aimee versucht sich umzubringen, kommt in ein Sanatorium und der Vater zieht mit Benedicte und Bruder Marcel fort. Die Kinder flüchten sich in eine Phantasiewelt.

    Doch dann trifft die Tochter eines Tages wieder auf die Mutter und beginnt zu verstehen...

    Beide „Erzählstränge“, wenn man das mal so sagen darf, da sie ja nicht parallel, sondern nacheinander verlaufen (mir fällt jetzt leider auch kein anderes Wort ein, denn zwei Geschichten sind es ja auch nicht, sondern nur eine zusammenhängende...), sind geprägt von Farben: einmal hübsch bunt und dann trostlos-düster. Beide Stimmungen fängt die Autorin so gekonnt ein, dass sie beim Leser 1:1 ankommen, jedenfalls ging mir das so und das hielt das gesamte Buch über auch an.

    Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, aber ohne erhobenen Zeigefinger, sondern in einem wundervoll erzählten Stil, der gleichermaßen schön wie auch traurig ist. Man möchte lachen, weinen, dieses Buch löst einfach soviele verschiedene Gefühle bei einem aus, das man gar nicht weiß, in welches Genre man es nun genau einordnen soll und das ist auch gut so.

    SO müssen richtig gute Bücher sein !

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    I
    Insel56vor 3 Jahren
    Als der Sommer eine Farbe verlor

    Benedicte findet ihre Mutter an einem schönen Sommertag blutüberströmt, als diese versucht hat sich das Leben zu nehmen. Die Mutter verschwindet von der Bildfläche mit dem Krankenwagen und aus dem Leben ihrer Kinder. Die Familie zieht um, da der Vater eine neue Stelle als Arzt in einem "Irrenhaus" annimmt. Für Benedicte und Marcel beginnt eine schwere Zeit, denn auch die geliebte Großmuttter ist nicht mit umgezogen und so bekommen sie eine "Haushälterin", die jedoch nicht besonders liebevoll ist, jedoch sehr gesund kochen möchte und ziemlich streng ist. Bendicte und Marcel ziehen sich immer mehr in ihre eigene Welten zurück. Benedicte geht es erst mit ihrer Freundin "Susi" besser. Ich möchte nicht mehr über die Geschichte verraten, jedoch zeigt die Geschichte deutlich was die Psyche für die Menschen bedeutet und welche Arten des "Irrsinns" es gibt. Das Buch hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen, nachdem es mir sehr schwer fiel mich auf die Geschichte einzulassen, hat sie mich zum Schluss nicht mehr losgelassen.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 3 Jahren
    Dieses Buch liest sich in dein Herz

    Aimée ist Malerin und lebt mit ihrem Mann Ernst und den zwei Kindern in Hamburg. Im Sommer 1976 spielen Bénédicte (Bic) und ihr Bruder Marcel mit der Mamique (Großmutter) im Garten. Die Mutter war oben in ihrem Atelier. Der Tag hätte wunderbar enden können, doch das Unglück ließ sich nicht aufhalten. Zum Abend findet Bénédicte ihre Mutter in einer Blutlache liegend im Bad. Aimée hatte beschlossen, aus dem Leben zu gehen. Diesen Anblick wird das junge Mädchen wohl nie vergessen.
    "Buchbeginn … Sommer 1976
    Es war einer dieser besonderen Sommertage. Einer, an dem man fast durchdreht vor Glück. Wir meinten, es gehörte uns. Wir hielten es fest, wie einen Schmetterling in der hohlen Hand.
    Aimée hatte man direkt weggebracht und über sie wurde nicht mehr gesprochen. Die Antwort war immer die gleiche, es geht ihr gut ... Von Hamburg zieht die Familie nach Westfalen, wo der Vater in Sprede die Leitung eines Sanatoriums übernimmt. Das Wohnhaus befand sich in direkter Nachbarschaft davon. Da der Vater mit Arbeit und Kindern völlig überlastet ist, übernimmt Bic viel Verantwortung. Als es zu einem Unfall kommt, stellt sich im Nachhinein heraus, dass sie immer noch unter dem Trauma des Erlebten in Hamburg litt. Bénédicte fühlte sich verantwortlich für das Geschehen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Bénédicte erzählt. Für die heutige Zeit kaum vorstellbar, dass nach dem Suizidversuch der Mutter keine psychologische Betreuung erfolgte. Ein junges Mädchen, die den Verlust ihrer Mutter ganz allein verarbeiten muss, ein Vater der für seinen Beruf lebt, doch für die Familie so gut wie keine Zeit und auch kein Ohr hat, kühl, fast unnahbar so erscheint es einem. Und immer wieder die Ungewissheit, wo ist Aimee? Wo ist die Mutter? Die Handlung spielt in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Verhalten der Erwachsenen nicht einfach für ein junges Mädchen zu verstehen. Einem Kind zu erklären, warum die Mama, die schon immer an Depressionen litt, diesen so entscheidenden Schritt getan hatte, ist eine sehr berührende Stelle im Buch. Eine Großmutter erklärt ihrer Enkelin … Worten das Verhalten der Mutter. Jede Charaktere spielen eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf. Frau Fritzi, Bics Therapeutin nach dem Unfall, Gertrud, die neue Haushälterin, als auch Susi und Philo, der im Sanatorium lebt. Es gab Momente, bei denen ich die jeweilige Person einfach in den Arm nehmen wollte, um das Seelenleid mitzutragen. Sie sind alle so sympathische Personen ☺
    „Als der Sommer an Farbe verlor“ – wie passend der Titel! Man versteht ihn, wenn man den Hintergrund weiß. Der Debütroman von Maria Regina Heinitz ist ein außergewöhnliches Buch, mit einem sehr speziellen Thema. Es berührt, aber regt auch zum Nachdenken an, denn:. „Jeder Tag, jede Minute deines Lebens ist ein Stück Glück, welches innerhalb von Sekunden brüchig werden kann“. Es ist keine leichte Lektüre und auch kein Buch für zwischendurch, ein ganz besonderes Frauenbuch. Man sollte ruhig mal nach links oder rechts schauen und nicht immer den gleichen Weg gehen (lesen!).

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    dieFlos avatar
    dieFlovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Die Welt hört eine Sekunde auf zu atmen ... was für eine Geschichte!
    5 Sterne und mehr!!!!


    Die Kindheit endet für Benedicte im Sommer - im Sommer 1976 - ihre geliebte Mama hat probiert sich umzubringen, es folgen ein Umzug, die Einweisung der Mutter in eine Klinik, das Leben mit einem Vater ,der völlig überfordert ist und der vergisst, dass Benedicte auch noch ein Kind ist. Ein Kind, dass nicht die Rolle der Hausfrau und Mutter übernehmen kann und darf .... 
    Nach dem Sommerferien wird sich ihr Leben ändern, es kommt jemand,der ihr Lebensfreude zurück bringt und so ganz langsam wird das Leben wieder bunt. 


    Ein Roman ,der verzaubert, der fasziniert, der einfach unbeschreiblich warm ums Herz macht! Der viel zu schnell zu Ende ist ... Bitte viel mehr davon liebe Maria Regina Heinitz!








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    RubyKairovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Liebeserklärung an das Leben und an den Menschen, der unbeirrt seinen Weg sucht.
    Ein starker Roman über die Kraft der Fantasie

    Ein unvergesslicher Roman der die Welt erobern wird. Genial konstruiert. Ein Roman, der zum Denken anregt und unsere Welt für einen Moment auf den Kopf stellt. Ein absolutes Muss für alle Regina Maria Heintz Fans und die, die es werden wollen. Der Leser wird bestens unterhalten und am Schluss überrascht. Und er lernt etwas über ein Thema. Diesmal : die Kraft der Fantasie. Ein wunderbar zu lesendes, verrücktes und spannendes Buch. Eine Hand voll Helden wider Willen, die in ihren Niederlagen und Enttäuschungen triumphieren und auf Abwegen das Glück finden. Eine Liebeserklärung an das Leben und an den Menschen, der unbeirrt seinen Weg sucht.
    Am Ende dieses Buches hab ich mich wie verzaubert gefühlt. Lesenswert!!!

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    miro76s avatar
    miro76vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Geschichte über einen schweren Verlust und wie das Leben trotzdem weitergehen kann.
    bezauberndes Coming of Age

    Bénédicte - kurz Bic -  Baron ist ein aufgewecktes 12jähriges Mädchen mit einer blühenden Fantasie und einem speziellen Verhältnis zu Buchstaben. Ihre Mutter Aimée ist Künstlerin, die immer wieder von Depression und Migräne (Farfadetnoir) heimgesucht wird. Emil, ihr Vater, ist Psychiater und ihr kleiner Bruder Marcel interessiert sich für Naturwissenschaften.

    An einem wunderschönen Sommertag, nach ausgelassenem Spielen mit der französischen Großmutter Mamique, betritt Bénédicte das Atelier ihrer Mutter und findet sie in einer riesigen Blutlache. Aimée überlebt ihren Selbstmordversuch, kommt aber aus dem Krankenhaus nicht mehr nach Hause.

    Daraufhin zieht die Familie nach Sprede um, wo Emil die Leitung einer psychiatrischen Klinik angeboten wurde. Über Aimée wissen die Kinder nur, dass sie in einem Sanatorium ist und sehr viel Ruhe und Erholung braucht. Wo sie sich aufhält und was wirklich mit ihr los ist wird vor den Kindern geheim gehalten, was zu den wildesten Spekulationen führt.

    Marcel findet schnell Freunde in Sprede und Bic fühlt sich verlassen. Der Schock über den Vorfall mit der Mutter hat bei Bic eine vorübergehende Rotblindheit ausgelöst und sie beginnt eine Jugendpsychologin zu besuchen, zu der sie ganz langsam Vertrauen fasst. Bic kreiert sich ihre ganz eigene Welt  in Sprede und man gewinnt den Eindruck Aimée wäre fast vergessen.

    Bis sie Mischa näher kennenlernt - eine Junge, der seine Eltern verloren hat und bei seiner Tante lebt. Diese zarten Liebesbande führen Bénédicte in die Wirklichkeit zurück und als zum ersten Mal ihre Periode einsetzt, kann sie auch wieder Rot sehen. Gemeinsam mit Mischa macht sie sich auf den Weg um etwas über ihre Mutter herauszufinden und die Überraschung ist nicht zu klein.

    Maria Regina Heinitz versteht es wunderbar in ihrem detailgetreuen Stil den Zauber einzufangen mit dem nur Kinder ihre Tage verleben. Mit ihrer Fantasie versucht Bic einen Ausweg aus diesem Familiendrama zu finden und genau das war die Absicht des Vaters. Ich konnte anfangs genau wie Mamique nicht nachvollziehen, warum er sich entschied die Kinder in dieser Ungewissheit zu lassen. Vielleicht hat ihnen aber genau diese Unwissenheit etwas Zeit geschenkt Kind sein zu dürfen, um sich ganz langsam dem „Erwachsen werden“ anzunähern.

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    Lilli33s avatar
    Lilli33vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Berührendes Buch über das Ende einer Kindheit, das mich fesseln konnte.
    Das Ende einer Kindheit

    Hamburg, Sommer 1976.
    Bénédicte ist glücklich. Maman, ihre geliebte französische Großmutter, ist zu Besuch und spielt mit den Kindern, der dreizehnjährigen Bénédicte, genannt Bic, und ihrem viele Jahre jüngeren Bruder Marcel. Alles scheint perfekt. Bis Bic ihre Mutter Aimée in einer Blutlache findet. Aimée leidet schon lange unter Depressionen und hat versucht sich umzubringen. Aimée wird von Sanitätern weggebracht. Die Familie zieht in das westfälische Städtchen Sprede, wo der Vater die Leitung des Irrenhauses übernimmt. Über Aimée wird nicht gesprochen. Die Kinder haben keinen Kontakt zu ihr. Sie wissen nicht, wo sie ist, und man kann Zweifel haben, ob sie überhaupt noch lebt.

    Mich hat Heinitz’ Debütroman stark beeindruckt. Sehr einfühlsam schildert die Autorin etwa ein Jahr im Leben von Bénédicte und ihrer Familie. Der Neuanfang in Sprede ohne die Mutter, ohne die gewohnten Freunde, ist vor allem für Bic nicht leicht. In der neuen Schule ist sie die Außenseiterin. Als sie sich mit Susi anfreundet, geht es etwas besser. Auch Susi wird von den anderen Kindern gemieden. Schließlich gibt es da aber auch noch einen sehr interessanten und netten Jungen …

    Begeistert war ich auch von der Lebensgeschichte Philos, eines Bewohners des Irrenhauses. Auch er ist ein Außenseiter, und so ist kein Wunder, dass Bic sich mit ihm wohl fühlt und sich mit ihm anfreundet.

    Bic war mir von Anfang an sympathisch und ich habe sie gerne durch ihr neues Leben begleitet. Sie strotzt nur so vor Fantasie und malt sich alles Mögliche aus. Man erlebt ihre Welt fast wie durch ihre Augen, so dicht ist man als Leser am Geschehen dran. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass eine Nebelwand um Bic herum wabert, die sie vor der echten Welt abschirmt, ihr den Zugang verwehrt, sie aber auch vor ihr beschützt. So tastet Bic sich langsam durchs Leben, ohne klar zu sehen, wo es lang geht.

    „Als der Sommer eine Farbe verlor“ ist ein leises Buch, das von atmosphärischen Beschreibungen lebt und von sehr interessanten Charakteren. Es hat mich bis zum Schluss gefesselt und dann leider eiskalt fallen gelassen. Denn mit dem Schluss kann ich mich gar nicht anfreunden. Für mich ergibt das keinen Sinn. Aber das kann man sicherlich auch anders sehen.

    Noch ein kleiner Tipp: Es kommen immer wieder französische Wörter und Sätze vor. Dazu gibt es hinten im Buch teilweise Übersetzungen.

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Beeindruckender Debütroman, der einen mit seiner intensiven inneren Spannung sofort in seinen Bann zieht
    Vom Ende einer Kindheit

    Aimée, gefeierte Künstlerin und Mutter zweier Kinder, ist wohl schon seit vielen Jahren depressiv veranlagt, wobei ihre Erkrankung mal mehr, mal weniger in Erscheinung tritt, das Familienleben aber immer wieder beeinflusst. Diesen Hintergrund erfährt man als Leser in den Erinnerungen von Bénédicte, die uns ihre und die Geschichte ihrer Familie erzählt. Bic, so wird sie genannt, verlebt mit ihrem jüngeren Bruder Marcel und der Großmutter Mamique einen wunderbaren Sommernachmittag im Garten ihres Hamburger Hauses, die Mutter hat sich in ihr Atelier zurückgezogen.
    Als Bic ihr später von den leckeren Blaubeerpfannkuchen der Großmutter bringen will, endet ein Stück ihrer Kindheit auf brutale Weise. Die Dreizehnjährige steht mit ihren nackten Füßen in einer fast noch warmen, klebrigen Flüssigkeit, die sich unter der Tür des kleinen Badezimmers der Mutter einen Weg bahnt. Sie findet ihre Mutter, blutüberströmt, die gerade versucht hat, sich das Leben zu nehmen.
    Das Folgende ist vordergründig schnell erzählt. Die Mutter, wahrscheinlich hat sie überlebt, wird in einem Sanatorium behandelt, darf aber von den Kindern nicht besucht werden. Der Vater, als Alleinerziehender völlig überfordert, nimmt eine neue berufliche Herausforderung als Psychiater in der niedersächsischen Provinz an, kauft dort in Sprede ein Haus und übersiedelt mit seinen beiden Kindern dorthin. Beruflich scheint er sehr erfolgreich und renommiert zu sein, als Vater und Familienmensch versagt er auf ganzer Linie.
    Bic hat als Folge der traumatischen Erfahrungen nicht nur ihre  Fähigkeit, die Farbe ROT zu sehen, vorübergehend verloren. Sie hat, ebenso wie der Bruder Marcel, außer der nur zeit- und besuchsweise anwesenden Großmutter keinerlei Bezugspersonen mehr, mit denen sie über die Erlebnisse und die so sehr vermisste Mutter sprechen kann.
    Ihr Weg nach vorn beginnt sehr zaghaft mit den zunächst mit Widerwillen akzeptierten Besuchen bei Frau Dr. Fritzi, einer Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, doch im Laufe der Romans erfährt Bic doch auch eine für sie erkennbare Änderung durch diese wöchentlichen Besuchsstunden. Sie lernt ausserdem Philo kennen, einen der Anstaltsinsassen in der „Irrenanstalt“ des Vaters, der neben seinen äußerlichen Handicaps ungeheuer belesen ist und für Bic ein sehr interessanter Gesprächspartner wird. In den Gesprächen mit ihm vollzieht sich ein Stück weit das beginnende Erwachsenwerden von Bic und sie beginnt, sich und anderen Fragen zu stellen, auf die sie allerdings nicht immer eine Antwort bekommt. Mit ihrer neugefundenen Freundin Susi, die wegen ihre vorwitzigen und klugen Art ebenso eine Außenseiterin ist, sucht sie nach den frühen Verbindungen von Philo nach draußen zu Dr. Fritzi, hier bekommt der Roman einen leichten Anflug von Kinderkrimi, was durchaus zur Geschichte passt.
    Meine einzigen Kritikpunkte sind die Sprache und die Reflexionen von Bic, die nach meinem Empfinden nicht die Gedanken und die Sprache einer Dreizehnjährigen widerspiegeln. Selbst wenn man konstatiert, dass das familiäre Umfeld und die Erlebnisse Bic schneller haben „altern lassen“, ist das ein Bruch in diesem Buch. Allerdings hat mit dies in keiner Weise davon abhalten können, das Buch mit großer Spannung und Freude zu lesen, auch wenn es nicht immer nur leichte Kost ist, wie man einem Familienroman gern unterstellt.
    Ärgerlich allerdings fand ich die vielen französischen Textstellen, die zudem erst im Anhang übersetzt wurden. Das muss nicht sein, das lässt sich sicher auch anders und besser lösen.

    Aber trotzdem: Der Roman sei allen Leserinnen anspruchsvoller Familiengeschichten unbedingt zur Lektüre empfohlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar


    Bereits zum dritten Mal wollen wir in diesem Jahr gemeinsam deutschsprachige Debütautoren und ihre Bücher entdecken. Fast 200 Leser haben sich 2013 beteiligt und die Bücher von über 170 vielversprechenden Debütautoren gelesen. Im Jahr 2014 möchten wir diese schöne Aktion fortführen und Debüts gemeinsam entdecken, zusammen lesen und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Das soll auch im neuen Jahr unsere Mission sein. Bei den tausenden Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es gerade die deutschsprachigen Debütautoren schwer sich zwischen den Bestsellerautoren und vielen Übersetzungen durchzusetzen und wir möchten das gemeinsam mit euch ändern. Bestimmt werden wir gemeinsam wieder besondere Buch-Perlen entdecken können - vielleicht sind unsere Autoren ja sogar die Bestsellerautoren von morgen.

    Aktuelle oder demnächst startende Aktionen:

    • Leserunde zu "Hotline" von Jutta Maria Herrmann (14.10.2014)
    • Leserunde zu "Das mit dir und mir" von Sabine Bartsch (20.11.2014)

    --

    Ablauf der Debütautoren Aktion:

    Es geht darum im Jahr 2014 möglichst viele Debüts deutschsprachiger Autoren zu lesen. Unsere Partnerverlage vermitteln uns diejenigen Debütautoren, die erstmalig ab 24. Dezember 2013 bis Ende 2014 ein Buch / einen Roman veröffentlichen und gerne bei der Aktion mitmachen möchten. Ihr dürft aber selbst auch sehr gern Autoren vorschlagen - am besten schickt ihr dazu eine Nachricht an mich mit dem Namen des Autors und einem direkten Kontakt.

    Wir stellen euch alle Debütautoren hier vor - wenn ihr dem Thema folgt, könnt ihr nichts verpassen. Pro Monat gibt es dann verschiedene Leserunden und Aktionen an denen ihr teilnehmen könnt, es werden dazu immer einige Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt, wobei sich natürlich alle Autoren freuen, wenn ihr das Buch erwerbt und damit teilnehmt :-) Die Leserunden werden von den Autoren begleitet, dann können wir diese gleich persönlich kennenlernen und ihnen Löcher in den Bauch fragen.

    Ziel ist es 15 Debüts bis spätestens 15. Januar 2015 zu lesen und zu rezensieren.
    Wenn ihr das schafft, bekommt ihr nicht nur den Titel 'Lovelybooks Debütautoren Trüffelschwein' ;-) für einen ganz besonderen Riecher für gute Bücher verliehen, sondern dazu noch ganz viele Punkte auf euer Karmakonto. Lasst uns gemeinsam großartige neue Autoren und Bücher entdecken!

    'Debüt' bedeutet, dass der Autor bisher noch kein deutsches Buch in einem Verlag veröffentlicht hatte und im Jahr 2014 sein erstes Buch in einem Verlag erscheint. Auch Romandebüts sowie das erste Buch unter eigenem Namen zählen. Wichtig: Wir können leider keine Ausnahmen machen, wenn der Erscheinungstermin vor 2014 lag oder das Buch nicht in einem Verlag erscheint!

    Wie kann man mitmachen?


    Schreibt einfach hier einen Beitrag, dass ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann diesen Beitrag unter eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch, um euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten - ihr müsst nicht jede Rezension extra posten, sondern es reicht diesen Sammelbeitrag aktuell zu halten. Der Einstieg in die Aktion ist jederzeit möglich. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werden aber nur alle paar Wochen, in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.

    Weitere Informationen
    • Ihr könnt euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist möglich!
    • Unter allen, die es schaffen 15 deutschsprachige Debüts im Jahr zu lesen und rezensieren, wird am Ende eine tolle Überraschung verlost, die natürlich zur Aktion passen wird und garantiert für Lesenachschub sorgt. Was genau es sein wird, bleibt aber bis dahin geheim!
    • Auch ein späterer Einstieg lohnt sich, weil es im Rahmen der Debütautoren Aktion monatlich mehrere Leseaktionen wie z.B. Leserunden zu den Debüts und mit den Autoren geben wird. Dabei kann man mit etwas Glück regelmäßig Bücher gewinnen.
    • Es ist nicht schlimm, sollte man sich für die Aktion anmelden und später keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den unten angehängten Büchern auf. Wenn ihr ein Buch entdeckt, von dem ihr denkt, dass es auch zählen müsste, so schreibt mir eine Nachricht und ich überprüfe das dann. Bitte listet erst auf meine Zusage hin ein solches Buch auf.
    Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & Freude!

    Für Autoren:

    Du bist Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch in einem Verlag? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen? Dann schreib eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen! Auch Leser können selbstverständlich Autoren vorschlagen. Bitte schickt mir dazu eure Nachricht mit Vorschlägen und ich versuche dann, etwas mit dem jeweiligen Autor zu organisieren.


    PS: Natürlich darf hier auch geplaudert werden - ob über Erfahrungen, Lesewünsche oder Lieblingsautoren usw. - dazu sind alle Leser und (Debüt)Autoren herzlich eingeladen, egal wann ihre Bücher erschienen sind. Ebenso dürft ihr gern Freunde zu dieser Aktion einladen oder auch Autorenkollegen :-)

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    Es zählen ausschließlich die Bücher, die später an diesem Beitrag angehängt sein werden
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    Im Rahmen der Aktion 'Autoren schenken Lesefreude' - für alle, die im vergangenen Jahr leer ausgegangen sind: Der Berlin Verlag hat mir 10 Exemplare der gerade erschienenen Taschenbuchausgabe zur Verfügung gestellt! 


    'Als der Sommer eine Farbe verlor' ist die Geschichte von zwei jungen Menschen, die lernen, ihr eigenes Glück zu finden. Eine Familiengeschichte, Ende der 70er Jahre, über Liebe und Verantwortung, Verlust und Annäherung und darüber, was es heißt, erwachsen zu werden, ohne den Zauber der Kindheit zu verlieren. 

    Ein signiertes Exemplar versende ich jeweils gerne an die Verfasser der 10 schönsten Antworten auf die Frage: Welches ist für Dich das kostbarste Wort der Welt - und warum. Ich freue mich auf Eure Antworten!


    Herzlich, Eure Maria R. Heinitz

    Zur Buchverlosung
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    Es war einer dieser besonderen Sommertage. Einer, an dem man fast durchdreht vor Glück. Wir meinten, es gehörte uns. Wir hielten es fest, wie einen Schmetterling in der hohlen Hand. Ich höre immer noch Marcels Lachen zwischen den Beerensträuchern, Schwärme von Mücken tanzen vor dem wolkenlosen Himmel, das fröhliche Geschwatze der Vögel dringt von den Bäumen he­run­ter, und ich rieche den Duft von blühendem Jasmin. Wir waren glücklich. Wenn jemand gekommen wäre und gesagt hätte: »Heute Abend ist alles vorbei«, ich hätte gelacht, wie man eben lacht, wenn man an das Glück glaubt.

    An einem sorglosen Tag im Sommer ‘76 findet Bénédicte ihre Mutter Aimée in deren Atelier – sie hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Kurz darauf zieht der Vater mit ihr und dem jüngeren Bruder Marcel in die westfälische Provinz. Dort will er die Leitung einer Klinik übernehmen. Fragen nach der Mutter begegnet er ausweichend, immerhin schreibt sie Briefe an ihre Kinder. Die beiden erkunden die vielen Zimmer der alten Villa und den verwunschenen Garten am Rande der Klinik. Dann beginnt die Schule, und Bénédicte lernt die hochbegabte Susi Engel kennen, die zuhören kann wie sonst niemand, und alles weiß über Politik, die RAF und Sex.

    Leseprobe 

    Maria Regina Heinitz studierte Deutsche Sprache, Literatur und Französisch, arbeitete als Artbuyerin und Fotoproduzentin und erhielt 2009 den Literaturförderpreis der Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg. Sie lebt in Hamburg.

    Maria Regina Heinitz wird an der Leserunde aktiv teilnehmen und freut sich auf eure Bewerbungen, Fragen und Leseeindrücke.


    Der Berlin Verlag verlost 20 Exemplare unter allen, die uns hier bis zum 17. März verraten, warum sie an dieser Leserunde teilnehmen möchten. 
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