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Buecherwurm1973

vor 4 Jahren

(22)

Sommer 1976: Die Kindheit von Bénédict und Marcel ist sorgenlos. Obwohl ihre Mutter sich nicht so um sie kümmern kann. Aber ihre Grossmutter, genannt Mamique,  ist für sie da. Sie sind glücklich. Doch dieses Glück zerbricht, als Bénédict eines ihre Mutter in einer Blutlache findet. Sie hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Mutter wird in ein Sanatorium eingewiesen. Die Kinder ziehen mit ihrem Vater nach Sprede.  Nun müssen nicht nur mit dem Verlust der Mutter und Grossmutter zurechtkommen, sondern   auch in einer fremden Umgebung zurechtkommen. Nichts ist wie es einmal war.


Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Zum Teil sehr poetisch geschrieben.  Es passt zur   Familie mit dem leichten bohemischen Lebenstil, der die Familie bis zu diesem tragischen Schicksaltag geführt hat. Die Familie kommt eigentlich aus Frankreich.  Mamique ist sehr gut getroffen. Sie ist die typische Französin. Ich  habe es nicht gebraucht, aber ich finde es gut, dass hinten im Buch alle französischen Sätze übersetzt wurden.


Die Geschichte wird von Bénédict erzählt. Ich bin mit der Zeit wirklich in ihre Haut geschlüpft. Die Autorin hat einen sehr lebhaften Schreibstil. Ihr gelingt es dem Leser das Gefühl zu vermitteln, er erlebe die Geschichte jetzt. Sehr lebendig und lebensnah. 


Noch was zu Susi, der neuen Freundin von Bénédict. Meiner Meinung wird sie im Klappentext falsch dargestellt. Sie taucht erst in der Mitte auf. Klar, sie wird ihre Freundin und wichtigste Person im neuen Leben. Aber ihr Wissen über die Politik hat sie aus der Zeitung. In Bénédicts Familie wird auch Wert auf das Tagesgeschehen gelegt. Es wird aber eine  auf andere Weise praktiziert. Die Kinder werden mit den Nachrichten geweckt. Bis Bénédict auf Susi trifft, hat sie sich nicht dafür interessiert. Ich würde jetzt mal sagen, Susi ist einfach neugieriger, daher weiss sie immer, was läuft. 



Ich hätte mir einen anderen Schluss gewünscht. Denn er ist abrupt da. Ausserdem hätte ich gerne eine Erklärung wegen Aimée, der Mutter der Kinder, gehabt. Ich weiss, es ist etwas umständlich formuliert. Aber ich glaube, wenn ich es anders formulieren würde, dann würde ich zuviel vom Ende und wie es ausgeht verraten.


Fazit: Ein unglaublich feinfühliger und lebensnaher Roman.

Autor: Maria Regina Heinitz
Buch: Als der Sommer eine Farbe verlor

Federzauber

vor 2 Jahren

Kommt auf die Wunschliste.

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