Maria Regina Kaiser

 4.5 Sterne bei 71 Bewertungen
Autorin von Katharina von Bora & Martin Luther, Hildegard von Bingen und weiteren Büchern.
Maria Regina Kaiser

Lebenslauf von Maria Regina Kaiser

Maria Regina Kaiser, 1952 in Trier geboren, wuchs in Hanau Steinheim am Main auf und legte im Jahr 1971 das Abitur an der Offenbacher Leibnizschule ab. Nach dem Studium der Klassischen Archäologie, Alten Geschichte, Hispanistik und Hilfswissenschaften der Altertumskunde arbeitete und forschte sie von 1976 bis 1986 an der Universität Frankfurt am Main und ist seitdem als Autorin historischer Romane, Kriminalromane und Jugendbücher tätig. Sie lebte jahrelang in Eschborn bei Frankfurt und jetzt im Untertaunus. Schon als Kind zeichnete sie Comics und schrieb Romane auf alte Tapetenrollen. Ihre Lieblingsautoren/autorinnen sind: Elisabeth Langgässer, Karl May, Haruki Murakami, Leo Tolstoi und Doris Lessing u. v. a. Alle drei Jahre wieder liest sie ihr Lieblingsbuch "Krieg und Frieden".

Alle Bücher von Maria Regina Kaiser

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Katharina von Bora & Martin Luther

Katharina von Bora & Martin Luther

 (25)
Erschienen am 13.09.2016
Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen

 (17)
Erschienen am 16.07.2018
Kleopatra und der Mantel der Macht

Kleopatra und der Mantel der Macht

 (10)
Erschienen am 01.01.2011
Augustus und die verlorene Republik

Augustus und die verlorene Republik

 (6)
Erschienen am 02.01.2014
Die Abbatissa

Die Abbatissa

 (4)
Erschienen am 20.05.2008
Lukios

Lukios

 (2)

Neue Rezensionen zu Maria Regina Kaiser

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Rezension zu "Hildegard von Bingen" von Maria Regina Kaiser

Hildegard von Bingen: ein Klosterleben.Romanbiografie über eine unglaubliche Frau
Buecherspiegelvor 5 Tagen

Nachdem ich die Romanbiografie über Gabriele Münter von Stefanie Schröder gelesen habe, viel mir nun in dieser Reihe das Buch von Maria Regina Kaiser über Hildegard von Bingen „Die mächtigste Nonne des Mittelalters“ in die Hände. Sicherlich ist bereits eine ganze Bibliothek über die berühmteste Nonne erschienen, von daher war meine Erwartungshaltung sehr hoch. Die romanhafte Schreibweise über ihr Leben und Wirken zeigt so einiges über die Verhältnisse der damaligen Klosterangelegenheiten. Vor allem, wenn Priester und Nonnen sich eine Anlage teilen wollten oder mussten. Wer welche Regeln strenger oder auch nicht so streng auslegte und aus welchen Gründen. Und im Anhang dieses Buches finden sich biografische Daten über Hildegard von Bingen selbst und ihrer Weggefährten, eine Zeittafel rund um das Leben der Nonne, ein Glossar, genutzte und weiterführende Literatur sowie Hinweise auf fiktive Protagonisten.
Was ich ein bisschen Schade finde, ist, dass nicht einmal über die Anfänge ihrer Erkenntnisse über Heilpflanzen und ihre medizinischen Errungenschaften geschrieben wird. Kein „Heureka, jetzt weiß ich, warum dieses oder jenes Kraut so und nicht anders wirkt“, nur, dass sie diese hatte, darüber schrieb und anwendete. Eine Frau, die so zurückgezogen in den ersten Jahren lebte, dass ich mir gewünscht habe mitzubekommen, wie sie denn überhaupt zu ihren ersten Kontakten dazu kam. Der Klostergarten entstand ja erst spät.
Aber was die Autorin stark und eindrucksvoll vermitteln kann, sind die unterschiedlichen auch psychisch labilen Frauen im Umfeld von Hildegard von Bingen. Ihre nur wenig ältere Verwandte Jutta von Sponheim, mit der sie das erste Kloster zusammen mit wenig anderen Mädchen bezog, hat wohl seit dem Moment des Betretens des Klosters unerhört bis zu ihrem Tod gelitten. Selbstgeißelung, Hungern und andere Selbstverletzungen, wie durch Barfußlaufen auch im Winter erzeugte Erkrankungen, lassen auf eine schwere psychische Störung schließen. Zumindest bat Jutta von Sponheim wohl darum, dass ihr keine Andere nacheifern soll, dass sie die Benediktinerregeln viel weiter für sich auslegte. Hildegard von Bingen nahm diese für Körper und Geist nicht gute Lebensweise zum Anlass, ihren unter ihrer Fittiche stehenden Frauen und auch um Rat Fragende davor zu warnen. Leider war aber nicht nur Hildegard von Bingen ein Vorbild für andere junge Mädchen und Frauen, sondern auch Jutta von Sponheim für andere Frauenklöster, wie uns die Autorin weitreichend schildert.
Als zehntes Kind ihrer Eltern wurde die junge Hildegard von Anfang an der Kirche versprochen. Dass dieses kränkliche Kind trotz aller Widerstände immer wieder ihre Wünsche hat durchbringen können, lag wohl auch daran, dass sie früh gelernt hat, dieses „Kranksein“ für ihre Zwecke zu nutzen. Bewusst oder Unbewusst. Dass, wie im richtigen Leben, es nicht nur Freunde und Gönner im Klosteralltag vorkamen, schildert Kaiser anhand vieler Begebenheiten. Dabei war es ein Glück für Hildegard, einen wahren Zuhörer gefunden zu haben, der ihr glaubte, sie ermutigte, über ihre „Schauen“ zu schreiben. Und auch über die Zerwürfnisse zwischen Hildegard und ihren Vorgesetzten schreibt sie, wie schwierig es war, endlich unabhängig zu sein. Bis ins hohe Alter bleibt sie sich treu. Eine Frau, die Wegbereiterin für viele in der ganzen Welt noch immer ist, deren Wirken bis Heute anhält, ihre Schriften hoch geschätzt sind.
Im Internet findet sich eine Vielzahl von Angeboten und Hinweise rund um Hildegard von Bingen, sobald man ihren Namen in einer der Suchportale eingibt.

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alupuss avatar

Rezension zu "Katharina von Bora & Martin Luther" von Maria Regina Kaiser

Eine starke Persönlichkeit Katharina von Bora
alupusvor einem Monat

Eine starke Persönlichkeit Katharina von Bora

 

Eine sehr interessante und faszinierende Biographie

 

Inhaltsangabe zu "Katharina von Bora & Martin Luther"

Über kaum eine andere Frau ihrer Zeit wissen wir so viel wie über Katharina von Bora, Martin Luthers Ehefrau, von ihm liebevoll „mein Herr Käthe“ genannt. Ihr Leben an der Seite des Reformators fand im vollen Licht der Öffentlichkeit statt. Es ist dokumentiert in zahllosen Briefen wie auch in Luthers berühmten Tischreden.
Über ihre Jugend und die Jahre bis zu ihrer tollkühnen Flucht aus dem Kloster Mariathron wissen wir dagegen weniger. Dabei hat wahrscheinlich gerade diese Zeit Katharina entscheidend geprägt. Auch wenn sie dem Klosterleben aus vielen Gründen den Rücken kehrte: Dort wurden ihr die Bildung wie auch die praktischen Fertigkeiten vermittelt, die sie befähigten, als „First Lady“ der Reformation unter schwierigsten finanziellen Bedingungen einen riesigen Haushalt zu führen und ihrem grüblerischen, missmutigen und oft verzweifelten Ehemann immer wieder den Rücken zu stärken.
Hätte es im frühen 16. Jahrhundert schon die Wahl zur „Frau des Jahres“ gegeben: „Mein Herr Käthe“ wäre äußerst chancenreich gewesen.

 

Meine Meinung:

 

Luther bangt um das Leben seiner geliebten Frau. Während dieser Zeit zieht das bisherige Leben an Katharina vorbei. Sie kam mit 10 Jahren in das Kloster Mariathron. Sie war keine einfache Klosterschülerin, besonders das Schweigen fiel ihr sehr schwer. Sie hatte das Glück, dass 3 ihrer Tanten im Koster waren. Sie hinterfragte oft und war neugierig. Nach ihrer Weihe zur Nonne bekam sie Flyer von Luther zu lesen und plötzlich stellt sich für Katharina alles in Frage. In der Osternacht flieht sie mit 8 weiteren Nonnen aus dem Kloster. Das Leben draußen in der Welt war kein einfaches, denn wer wollte schon mit entlaufenden Nonnen Kontakt aufnehmen.

Maria Regina Kaiser hat eine hervorragende Biographie über Katharina von Bora geschrieben. Das Buch umfasst die Jahre 1509 bis 1540. Im Anhang finden wir noch ein ausführliches Nachwort, eine Zeittafel, einen Abschnitt über die Zeitgenossen, Freunde und Gegner, ein Glossar und zu guter Letzt noch eine Leseliste.  Maria Regina Kaiser  schreibt so spannend, dass das Lesen eine wahre Freude war, was für einen historischen Roman sehr selten ist. Zwar hätte ich mir noch mehr Einzelheiten gewünscht, aber das würde vielleicht den Rahmen sprengen und der Leser wäre vielleicht überfordert gewesen. Ich kann nur der Autorin Maria Regina Kaiser zu diesem Werk gratulieren, es ist einfach hervorragend.

 


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Nelings avatar

Rezension zu "Katharina von Bora & Martin Luther" von Maria Regina Kaiser

Vom Mädchen aus dem Kloster zur Frau des Reformators
Nelingvor einem Monat

Eine Perle unter den vielen historischen Romanen ist diese sehr empfehlenswerte, gut recherchierte  Romanbiographie - unbedingt lesen! 


Inhaltsangabe:
In diesem Roman geht es um Katharina von Bora. Während es in vielen Büchern darum geht, wie ihr Leben an der Seite des Reformators verlief, konzentriert sich dieses Buch gerade darauf, was weniger bekannt ist.  Das Buch umfasst die Jahre 1509 bis 1540.  Nämlich  ihre Jugend, die tollkühne Flucht aus dem Kloster, ihr Leben als junge Frau.    Ist es doch gerade diese Zeit, die Katharina sicher entscheidend prägte und sie befähigte zu so einer intelligenten, wirtschaftlich denkenden, fleißigen starken Frau zu werden. . 

Über die Autorin:  
Dr. Maria Regina Kaiser, geb. 1952 in Trier, ist eine bekannte und sehr erfolgreiche Autorin.  Sie studierte Geschichte und Klassische Archäologie; promovierte, arbeite in der Forschung  und verfasste wissenschaftliche Arbeiten. Seit 1986 schrieb sie sehr viele historische Romane,  Jugend und Sachbücher; insgesamt schon mehr als 20.   "Katharina von Bora", ist der erste historische Roman, den ich von ihr las. Da er mich aber begeisterte, werde ich sicher noch viel von der Autorin lesen. 

Cover und Buch:  
Das Cover zeigt ein bekanntes Gemälde von Katharina von Bora. Besonders schön ist die Farbgebung, der Hintergrund ist ansprechend grün gemustert. Das Buch ist beim Herder Verlag in solider Klappenbroschur erschienen und hat 249 Seiten. Besonders gut gefiel mir auch das Schwarzweißfoto des Portals des schwarzen Klosters  und die hochwertige Druckgestaltung. Dadurch das der Buchtitel erhaben gedruckt wurde, fasst sich das Buch auch sehr angenehm an und gibt schon äußerlich Lesefreude. 


Meine Meinung:  
Ich bin seit meiner Kindheit eine begeisterte Leserin und habe schon sehr viele historische Romane und Biographien gelesen.  Diesen Roman finde ich aber herausragend. 
Man merkt es dem Schreibstil der Autorin an, dass sie zum einen Historikerin ist und zum anderen auch schon sehr erfolgreich viele Kinder-und Jugendbücher schrieb. Denn es ist sehr gut recherchiert und trotzdem sehr gut verständlich.    Keine trockenen Fakten, sondern sehr lebhaft und spannend erzählt, so dass es total viel Lust darauf macht sich noch mehr in geschichtliche Themen zu vertiefen. 
 Ich fand das Buch gleich von Beginn an sehr angenehm zu lesen, es war fesselnd geschrieben  und ich konnte es kaum mal zur Seite legen.  Ich zitterte mit Luther um das Leben seiner Frau,  lachte und weinte mit Katharina.  Wir erfahren viel über diese starke Persönlichkeit, die mich sehr beeindruckte. Aber auch die historischen Hintergründe kommen nicht zu kurz. Man kann sich das Klosterleben, die Medizin,  und das Leben richtig vorstellen und bekommt auch theologische Streitfragen mit, wo ich mich manchmal mit Katharina besser identifizieren konnte als mit Luther. Mich hat besonders beeindruckt, das Katharina eine sehr willensstarke und intelligente Frau war und ihr bodenständiges Christsein . 

Für mich gehört zu einem soliden historisch Roman auch immer ein Anhang, leider fehlt das bei den meisten Büchern. Hier allerdings fällt auch das sehr positiv aus.  Es gibt ein ausführliches Nachwort, eine Zeittafel, einen Abschnitt über die Zeitgenossen, ein sehr gutes Glossar und sogar eine Leseliste.  Da blieben wirklich keine Wünsche offen. 

Auf Seite 72 steht sehr zutreffend: 
"Ein Buch ist eine andere Art von materiellem Besitz. Es ist ein Lebensmittel, Nahrung für die Seele. 
Jedes Buch, dessen Inhalt du genau gelesen hast, gehört dir für immer." 

Mich hat die Lektüre sehr bereichert.    Ich wünsche der Autorin, viele Leser,  weiterhin noch viel Freude beim Schreiben und hoffe noch viele solcher guten historischen Romane  von ihr  zu lesen. 

Fazit : 
Ich kann gar nicht  anders als dem Buch 5 Sterne zu geben.  Es ist für mich unter der Vielzahl von Büchern eine Perle   und so empfehle  ich den Liebhabern historischer  Romane, aber auch all jenen die ein Buch über eine starke Frau lesen wollen :  Unbedingt lesen!  

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Gespräche aus der Community

Neu
M
Hallo, heute möchte ich zu einer neuen Leserunde zu meiner Romanbiografie über Katharina von Bora einladen. Sie ist eine ganz andere Frau als Hildegard von Bingen und lebte in einer Zeit des Umbruchs auf vielen Gebieten. Tatkräftig und lebenstüchtig,  floh sie
aus dem Kloster zu Martin Luther nach Wittenberg.
Seid ihr neugierig geworden?
Dann bewerbt euch bitte über den blauen Bwerbungsbutton bis zum nächsten Sonntag und beantwortet
die Frage:
Wart ihr schon einmal in Wittenberg?
Ich freue mich auf eure Bewerbungen und auf die kommende Leserunde! Viel Glück und herzliche Grüße
Maria Regina
Nelings avatar
Letzter Beitrag von  Nelingvor 24 Tagen
Schön, ich freue mich! Liebe Grüße von neling
Zur Leserunde
M
Manch eine/manch einer von uns hat eine Lieblingsfigur aus vergangenen Zeiten vor sich: Greta Garbo, Marie Curie, Karl den Großen oder eine Urgroßmutter, an die wir manchmal denken und von der wir uns Kraft holen, wenn es kompliziert wird...

Hallo, Ihr Lieben,
heute möchte ich herzlich einladen zur Leserunde meiner neuen Romanbiografie "Katharina von Bora & Martin Luther.
Wenn Ihr mitmachen möchtet, dann:

- bewerbt Euch bis zum 15. November 2016 für eines von 15 Exemplaren, die der Herder Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

- beantwortet bitte die folgende Frage: wenn Ihr Euch mit einer Frau aus der Vergangenheit/ Geschichte treffen könntet, welche wäre das?

- schreibt bitte nach der Lektüre des Romans eine Rezension auf Lovelybooks/ Amazon/ Eurem Blog o. a.

Ich bin gespannt und drücke die Daumen
Eure
Maria Regina
U
Letzter Beitrag von  Uta-Marxvor 2 Monaten
Zur Leserunde
M
Gerade ist im Herder Verlag meine neue Romanbiografie "Hildegard von Bingen" erschienen. Ich möchte, gemeinsam mit dem Herder Verlag, der freundlicherweise 12 Print Exemplare des Buches zur Verfügung gestellt hat, herzlich zur Leserunde einladen.
Bewerbt euch bitte bis einschließlich 5. August 2018 über den baluen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage:
Habt ihr euch schon einmal mit Hildegard von Bingen beschäftigt?
Ich freue mich auf eure Bewerbungen und die Leserunde.
Liebe Grüße
Maria Regina
Zur Leserunde

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