Maria Rosa Cutrufelli Die verdächtige Komplizin

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Inhaltsangabe zu „Die verdächtige Komplizin“ von Maria Rosa Cutrufelli

Rom im August. Die Ärztin Anna flieht aus der Wohnung ihres toten Liebhabers und trifft auf der Straße eine junge Frau mit Kreislaufzusammenbruch, nimmt sie mit in ihre Praxis und findet heraus, dass Martha den Toten kannte… Maria Rosa Cutrufelli knüpft ein subtiles psychologisches Netz: War es Selbstmord oder Mord? Wer steht in welcher Beziehung zu wem, und wer weiß was?

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  • Rezension zu "Die verdächtige Komplizin" von Maria Rosa Cutrufelli

    Die verdächtige Komplizin
    Clari

    Clari

    05. October 2008 um 00:17

    Maria Rosa Cutrufelli Die verdächtige Komplizin Wagenbach ISBN 380312588X Verstrickungen in Angst und Schuld! Rom in einem heißen August. Maria, eine junge Ärztin, verlässt verschreckt die Wohnung ihres Liebhabers. Nach einer heißen Liebesnacht hantierte er mit einer Pistole. Plötzlich fiel ein Schuss, und er ist tot. War es Zufall, Selbstmord oder Mord? Einem Kammerspiel gleich flieht Maria zurück in ihre eigene Wohnung und fühlt sich verfolgt. Als ihr auf der Strasse eine junge Frau auffällt, der es schlecht geht, kümmert sie sich um sie und nimmt sie mit in ihre Praxis. Aus dieser Begegnung erwächst ein merkwürdiges Zweiergespann, das fortan die Handlung bestimmt. Es stellt sich heraus, dass Marta einen undurchsichtigen Mietvertrag mit dem Liebhaber Marias hatte und ihn bei ihrer Heimkehr tot in der Wohnung aufgefunden hat. Den Tod hat sie bei den Polizeibehörden nicht angezeigt. Subtil und hintergründig ist das Wechselbad der Gefühle, dem sich die beiden Frauen von nun an ausgeliefert sehen. Maria macht sich vermeintlich zur heimlichen Komplizin von Marta, indem sie mit der Ratlosen das weitere Vorgehen bespricht. Beide verstricken sich jedoch in Ungenauigkeiten. Soll Marta die Polizei benachrichtigen? Warum zögern sie, sich für diese Lösung zu entscheiden? Maria alleine weiß, dass sie die letzte Besucherin bei dem Toten war. Leitet nicht jedes weitere Zögern den Mordverdacht auf jede einzelne von ihnen? Die Geschichte ist arm an Handlung und reich an inneren Gedanken, von denen die Protagonistinnen bedrängt werden. Maria wird langsam zur eigentlichen Schlüsselfigur. Minutiös zeichnet Cutrufelli die inneren Beweggründe auf, die sie zu wechselnden Entschlüssen und ängstlichem Hadern verleiten. Der Stil der Erzählung ist sachlich und genau und steht im Widerspruch zu dem Gefühlsaufruhr, in dem sich die beiden Frauen befinden. Einmal erscheinen sie wie Komplizinnen, um sich dann wieder argwöhnisch zu beobachten in der Hoffnung, die jeweils andere bei einem Handlungsfehler zu ertappen. Dieses Wechselspiel hält die Autorin wacker durch und den Leser bei Laune, der nun endlich der Wahrheit auf die Spur kommen möchte. Nicht etwa ermittelnde Kommissare sondern die zwei Frauen bleiben für den Leser im Zentrum der Aufmerksamkeit, und er fiebert gespannt der Aufklärung entgegen. Das Ende kommt überraschend, ist unerwartet und zeigt die Autorin als Meisterin des Psychothrillers. Schuld und Sühne, versteckte Ängste und die Fantasien der Frauen gestatten tiefe Einblicke in die menschliche Seele. Es geht einmal mehr um subjektive Wahrnehmungen, uneingestandene Ängste und die Schwierigkeiten, sich den Realitäten zu stellen. Die Autorin beweist fachgerechtes Können als Krimiautorin und als subtile Kennerin der menschlichen Seele. Maria Rosa Cutrufelli lebt in Rom, leitet eine italienische Literaturzeitschrift und wurde mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet.

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