Maria Semple Wo steckst du, Bernadette?

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Inhaltsangabe zu „Wo steckst du, Bernadette?“ von Maria Semple

Bernadette Fox ist chaotisch, überfordert – und ungeheuer liebenswert. Ihr Ehemann Elgie, der neue Hoffnungsträger bei Microsoft, mag ihren Witz. Und ihre verrückten Ideen. Irgendwie auch ihre Unsicherheit, wenn sie mal wieder von quälenden Ängsten heimgesucht wird. Die anderen Mütter, allesamt perfekt organisiert, halten Bernadette allerdings für eine Nervensäge. Verantwortungslos. Schließlich beschäftigt sie online eine indische Assistentin, die den Alltag für sie regelt. Zum Stundensatz von 0,75 Dollar reserviert Manjula den Tisch im Restaurant, erledigt mal eben die Bankgeschäfte und bucht den Familienurlaub in die Antarktis. Und für ihre 15jährige Tochter Bee, die kleine Streberin, ist Bernadette, na ja, eine Mutter. Bee kennt ja keine andere. Doch irgendwann beschließt Bernadette auszubrechen. Ihr wird das alles zu viel. Und auf einmal ist sie verschwunden …

Witzig & Großartig. Ein Muss!

— glnhrzn

Neue, tiefgründige Geschichte, doch anfangs einige Längen.

— redvioolett

Ein hervorragend gutes Buch. Eher eine Tragik Komödie, intelligent aufgebaut und kein bisschen langweilig.

— Claudia_Späth

Chaotisch und verwirrend! Bernadette konnte mich nicht überzeugen...

— Bambisusuu

Hach, es war ein spritziges, witziges, etwas skurriles und kurzweiliges Buch. Es hat mir super gefallen und ich hab es schnell gelesen

— Vewe154

Ein herrlicher, abstruser Spaß! Wer hätte nicht gern Bernadette als Mutter?

— Marina_Nordbreze

mir zu amerikanisch- oberflächlich

— Buechermel

Schönes, intelligentes, etwas skurriles und sehr unterhaltsames Buch für zwischendurch. Ich habe es sehr gern gelesen.

— hannipalanni

Cooles Buch! Spannend, konfus, irre, witzig ... Es wurde wohl verfilmt, was ich mir sehr gut vorstellen kann. Werde mal danach recherchieren

— roelchen

Schräg

— TanteEvi

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  • Neue, tiefgründige Geschichte, doch anfangs einige Längen.

    Wo steckst du, Bernadette?

    redvioolett

    04. June 2017 um 16:42

    Ich muss sagen, dass mich sowohl das Cover, als auch die Kurzbeschreibung sehr angesprochen haben, weshalb ich es unbedingt lesen wollte.Der Hauptkern der Geschichte scheint das Verschwinden von Bernadette zu sein, doch zu diesem Ereignis kommt es erst nach einer ganzen Weile, wodurch man das Gefühl einer langen - zu langen - Einleitung bekommt. Es war also anfänglich teilweise sehr langatmig, wenig spannend und teilweise auch etwas verwirrend, weil die Personen erst im Laufe der Zeit stärker charakterisiert werden. Am Anfang musste ich mich wirklich manchmal zwingen weiterzulesen, da man das Gefühl hatte, dass die Geschichte nicht wirklich vorangeht. Später im Buch wird deutlich, dass dieses Vorwissen hilft, einige Ereignisse im späteren Verlauf besser nachzuvollziehen, dennoch hätte man meiner Meinung nach, gerade dieses Anfang spannender gestalten sollen. Nichtsdestotrotz wurde das Buch im Laufe der Geschichte immer besser und auch spannender. Generell ist auch die Thematik und die Schreibweise sehr neu und innovativ. Bernadette ist ein Charakter, der auf der einen Seite viele uns bekannte menschliche Facetten besitzt, auf der anderen Seite auch erfrischend neue Seiten und Denkweisen aufzeigt, die Gesellschaft kritisiert und Grenzen aufzeigt. Sie ist ein besonderer Mensch, mit besonderen Eigenschaften, die sie aber besonders menschlich machen. Außerdem zeigt das Buch, die Konzepte und Eigenschaften unserer Gesellschaft - schnell wird man zum Außenseiter, obwohl vielleicht gerade die anderen die Außenseiter sind? Dabei kommt die Frage auf: Was ist normal? Wer ist normal? Wer ist es nicht? Gibt es ein normal? Was macht einen Menschen besser als einen anderen und nach welchem System ist jemand besser als ein anderer Mensch? Wo sind die Grenzen unserer Gesellschaft?Ich denke, dass das Buch wirklich empfehlenswert und nicht vergleichbar ist, kritisieren muss ich dennoch den etwas langatmigen Anfang, der schnell einen Leser trotz des tollen Inhaltes vergraulen kann. 

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  • Chaotisch und verwirrend

    Wo steckst du, Bernadette?

    Bambisusuu

    06. December 2016 um 11:44

    Der Roman "Wo steckst du, Bernadette?" wurde von der Autorin "Maria Semple" geschrieben und ist im "btb-Verlag" erschienen.Was macht man, wenn seine Mutter von einem auf den anderen Tag plötzlich verschwindet? Bernadette Fox ist eine liebenswerte Person. Ihr Leben hingegen ist das reinste Chaos. Sie ist überfordert und Ängste bilden sich. Von anderen Müttern nicht gemocht und Stress im Job erschweren ihren Alltag. Da bleibt nur noch eins...auszubrechen! Ihre junge Tochter Bee ist entsetzt. Wo ist ihre Mutter Bernadette nur hin?Der Klappentext hat mich zu Anfang begeistert, aus diesem Grund habe ich mich entschieden ohne Meinungen dieses Buch zu lesen. Humorvoll wird das Verschwinden der Mutter geschildert. Während des Lesens kam die Unterhaltung nur halb so gut an, sodass mich das Buch eher enttäuscht hat und keine Empfehlung bekommt.In die Handlung konnte ich mich nur schwer einfinden. Gleich der Anfang ist mitten im Geschehen. An sich habe ich damit eine große Spannung und Unterhaltung erwartet. So richtig vertraut bin ich aber bis zum Schluss nicht geworden. Überwiegend beinhaltet die Geschichte mehr E-Mails und Briefe, als richtigen Text. Dadurch hatte ich ebenfalls das Gefühl, dass ich in der Geschichte nie richtig angekommen bin. Viel Abwechslung der Briefe zwischen den einzelnen Personen haben bei mir mehr Verwirrung ausgelöst. Das Lesen der Geschichte wurde dadurch eine Qual und alles andere, als amüsant.Auch die Charaktere haben mich nicht überzeugt. Oberflächlich lernt man die Personen kennen. Schnell durchschaut man die Eigenschaften, doch keine Besonderheit weckt Interesse. Bis zum Schluss habe ich nicht wirklich den Sinn des Buches verstanden. Am liebsten hätte ich das Buch auch lieber abgebrochen, aber habe versucht mich aufzuraffen und keine voreiligen Entscheidungen zu treffen. Nach der Hälfte der Geschichte hat sich meine Meinung nicht geändert. Der Inhalt wächst nicht an Spannung und Spaß. Es hat mich seit langem kein Buch so sehr gelangweilt wie dieser Roman. Die Geschichte hat mich wirklich enttäuscht, da mir der Klappentext wirklich gefallen hat.Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Die Spannung und der Humor haben mir gefehlt, sodass das Lesen nur schleppend voranging. Somit hat das Buch meinen Geschmack nicht getroffen!

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  • Liebenswert durchgeknallt

    Wo steckst du, Bernadette?

    TanteEvi

    19. June 2016 um 12:05

    Worum geht es? Bernadette Fox ist schräg. Sehr schräg - aber auch sehr liebenswert. Sie lebt mit ihrem Ehemann Elgie -ein Manager bei Microsoft- und der Tochter Bee -eine liebenswerte Streberin- in Seattle. Mit den überengagierten Müttern in der Nachbarschaft kann sie sich überhaupt nicht anfreunden. Genau diese Mütter sind es, die Bernadette für unorganisiert, unverantwortlich und verrückt halten, wodurch es immer wieder zu äußerst amüsanten Auseinandersetzungen kommt. Bernadette engagiert eine indische Online-Assistentin, die sämtliche organisatorischen Aufgaben für sie und ihre Familie übernimmt. Eines Tages wird Bernadette jedoch einfach alles zu viel. Und auf einmal ist sie verschwunden... Meine Meinung Mannomann! Ein unheimlich durchgeknalltes, schräges Buch, welches durch viele humorvolle Dialoge und eine schwungvolle Lebhaftigkeit besticht. Kaum hat man angefangen die Geschichte zu lesen, nimmt diese auch schon ein unheimliches Tempo auf. Einmal in die Geschichte eingesogen, ist es unmöglich dieses Buch nocheinmal aus der Hand zu legen. Fazit Ich bin total verknallt. Sowieso in Bernadette, Eglie und Bee. Aber auch die anderen Charakteren in dem Buch werden ganz wunderbar beschrieben. Da gibt es schrullige Nachbarn, seltsame Mitschüler von Bee, freundliche Lehrer... Die Erzählung in Brief- und Dialogform hat mir äüßerst gut gefallen und ich kann mich nicht erinnern einmal einen ähnlichen Stil gelesen zu haben. Super Urlaubslektüre für eine beschwingte Zeit! Für Liebhaber von schrägem Humor absolut empfehlenswert!

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  • Schräg

    Wo steckst du, Bernadette?

    TanteEvi

    07. June 2016 um 20:02

    Schräger Humor, unterhaltsam, Happy End

  • Wunderbar spritzig und so fesselnd!

    Wo steckst du, Bernadette?

    Ninasan86

    20. May 2016 um 13:14

    Zum Inhalt:  Bernadette Fox ist chaotisch, überfordert – und ungeheuer liebenswert. Ihr Ehemann Elgie, der neue Hoffnungsträger bei Microsoft, mag ihren Witz. Und ihre verrückten Ideen. Irgendwie auch ihre Unsicherheit, wenn sie mal wieder von quälenden Ängsten heimgesucht wird. Die anderen Mütter, allesamt perfekt organisiert, halten Bernadette allerdings für eine Nervensäge. Verantwortungslos. Schließlich beschäftigt sie online eine indische Assistentin, die den Alltag für sie regelt. Zum Stundensatz von 0,75 Dollar reserviert Manjula den Tisch im Restaurant, erledigt mal eben die Bankgeschäfte und bucht den Familienurlaub in die Antarktis. Und für ihre 15jährige Tochter Bee, die kleine Streberin, ist Bernadette, na ja, eine Mutter. Bee kennt ja keine andere. Doch irgendwann beschließt Bernadette auszubrechen. Ihr wird das alles zu viel. Und auf einmal ist sie verschwunden …Über die Autorin: Maria Semple reiste die ersten Jahre ihres Lebens mit ihren Eltern kreuz und quer durch Europa (in Spanien schrieb ihr Vater Lorenzo den Pilot zur TV-Serie Batman), bevor sie nach Los Angeles und später nach Colorado zog. Unmittelbar nach Abschluss ihres Studiums am Barnard-College verkaufte sie ein Movie Script an Twentieth Century Fox, woraufhin sie sich wieder in LA niederließ. Sie arbeitete zunächst für Beverly Hills, 90210, schrieb dann für Sitcoms wie Ellen, Mad About You und Arrested Development. Inzwischen lebt sie mit ihrem Ehemann, der für die Simpsons schreibt, und der gemeinsamen Tochter in Seattle. Sie schreibt Bücher, studiert nebenher, und versucht, nicht ständig online zu sein. "Where'd You Go, Bernadette" steht seit über 30 Wochen auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Eine Kinoverfilmung ist in Arbeit.Mein Fazit und meine Rezension: Eine Antarktisreise. Das wünscht sich Bee von ihren Eltern, als sie die geforderten hervorragenden Schulnoten nach Hause bringt. Ihre Mutter, Bernadette Fox, ist alles andere als begeistert von dieser Idee, doch kann sie ihrer Tochter nichts abschlagen, wo diese doch einen so schweren Start ins Leben hatte. So erklärt sich Bernadette - ehemaliger aufgehender Stern am Architektenhimmel, der nach einem kurzen Eklat verglüht ist - kurzerhand zur Reiseleiterin und nimmt die Planung - mit Hilfe einer vorzüglichen, ausländischen Sekretärin - für dieses Unterfangen in die Hand. Ihr Mann Elgie, Angestellter bei Microsoft und Verantwortlicher des neuen Projektes "Samantha 2" überlässt ihr diese Aufgabe gern, immerhin hat er mit seinem Projekt genug zu tun und ist mehr im Büro als Zuhause bei seiner Familie. Eigentlich könnte das Leben so richtig schön sein, wären da nicht die Vorstadt-Gnitzen, wie Bernadette die gehobene Nachbarschaft und Society in Seattle nennt, die ihr das Leben immer wieder versalzen. Dabei möchte Bernadette Fox doch nur eines: in Ruhe gelassen werden und ihren Alltag mit sämtlichen Herausforderungen meistern - zum Wohle von ihr und ihrer Tochter Bee. Doch dann geschieht etwas unvorhergesehenes und - obwohl Bernadette nur im Sinne einer Gnitze gehandelt hat - ihr ganzes Leben, wie es einst mal war, wird von Gnitzen, dem FBI und von ihrem Mann total auf den Kopf gestellt. Das ist der Moment, in dem es für Bernadette kein Zurück mehr gibt. Und auf einmal ist sie spurlos verschwunden - zwei Tage vor Weihnachten. Eine fieberhafte Suche beginnt ...Den genauen Ablauf der Geschichte möchte ich euch allerdings nicht verraten, das nimmt ja die ganze Spannung vorweg! Nein, so bin ich nicht gestrickt. Allerdings möchte ich euch erzählen, wie ich in die Geschichte eingestiegen bin. Das Buch wurde mir freundlicherweise von der Random House Verlagsgruppe zum Lesen zur Verfügung gestellt. Mich hat zu aller erst das prägnante Cover angesprochen. Darauf zu sehen: eine Frau in Audrey Hepburn - Manier mit Kopftuch und stylischer Sonnenbrille, adrett zurecht gemacht in knalligen Farben. Ihr Gesichtsausdruck spricht Bände: "Was ist jetzt schon wieder passiert?" oder "Warum muss es nur immer mir passieren? Kann dieses Los nicht ein einziges Mal an mir vorüber gehen?" Tja, anscheinend nicht, junge Dame! Dann war da der Titel: "Wo steckst du, Bernadette?" Eigentlich nichtssagend und doch so aussagekräftigt, das man als Leser direkt weiß, worauf dieses Buch hinaus möchte. Ich hätte es auch in wenigen Sätzen zusammenfassen können: "In dem Buch trefft ihr auf Bernadette, die nach einem schrecklichen Vorfall spurlos von der Bildfläche verschwindet. Eine fieberhafte Suche nach der verschollenen - schon tot geglaubten - Bernadette beginnt, auf deren Reise Tochter und Vater wieder näher zusammenfinden und nicht immer alles ist, wie es zu sein scheint."Aber das wäre mir doch etwas zu perfide gewesen. Tatsächlich aber dreht sich das Buch wirklich um Bernadette, um ihr vorheriges Leben als aufstrebende Architektin, die umjubelt wird und einen sagenhaften Preis gewinnt, und die dann plötzlich - von heute auf morgen - nur noch Mutter ist und ihre sagenhaften Fähigkeiten gänzlich aus den Augen verliert. Sie gibt sich ganz ihrer Mutterrolle hin und ist, in den Augen ihrer Tochter Bee, doch eher eine Art "Übermutter" - immer da und stets von der totalen Kontrolle begleitet. Sie mag für den Leser eine undurchschaubare Person sein und vielleicht sogar unsympathisch daher kommen. Doch das genaue Gegenteil ist der Fall. Im Laufe der Geschichte lernen wir die wahre Bernadette erst richtig kennen und lieben.Ihr Mann Elgie hingegen, gibt sich vollends in die Hände von Microsoft und lebt sein Leben und seinen Traum als Entwickler. Von ihm bekommt man zu Beginn der Geschichte nicht viel mit, da er stets unterwegs ist und sich lediglich seiner "Samantha 2" widmet. Wen wundert es, dass er nicht nur seine Frau aus den Augen verliert und auf der Reise - der Suche nach seiner Frau - erst lernt, was ihm im Leben wichtig ist. Bee ist eine aufgeweckte junge Dame und nicht nur klug, sondern auch abenteuerlustig. Sie ist hilfsbereit und charmant, aber auch nicht auf den Mund gefallen. So wundert es den Leser im Laufe der Geschichte auch nicht, weswegen sie sich die Reise in die Antarktis gewünscht hat. Erst die vielen Hinweise, die sie für uns in dem Buch zusammengepackt hat, führt sie letztendlich an das Ziel in eine liebende Umarmung. Ja, nicht nur die Charaktere gehen auf Reise und entwickeln sich weiter. Auch der Leser tut es. Ungewöhnlich ist - neben diesen starken Charakteren - auch der Schreibstil der Autorin. Sie erzählt die Geschichte nicht einfach so runter und schmeißt dem Leser Fakten an den Kopf, nein, sie macht das Ganze doch eleganter. Wie in einem modernen Märchen à la "Hänsel und Gretel" wirft sie dem Leser Brotkrumen in Form von Mails und Briefen hin, damit dieser sich ein genaueres Bild von Bernadette und ihrem Umfeld machen kann. Sie hat ein wirklich amüsantes Versteck-Spiel entworfen und nimmt den Leser mit auf die Suche.  Ich kann dieses Buch - das nicht so ist, wie andere es sind - mit vollster Überzeugung weiter empfehlen und freue mich schon sehr auf den Kinofilm, der 2017 erscheinen soll! In der Hauptrolle - der Bernadette Fox - erscheint Cate Blanchett!

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  • skurril aber liebenswert

    Wo steckst du, Bernadette?

    Maerchenbuch

    25. March 2016 um 14:23

    Bernadette Fox ist eine chaotische und völlig schräge Hausfrau, die mit ihrem Mann Elgie und ihrer 14-jährigen Tochter Bee, in Seattle lebt. Die Familie kann sich einen großzügigen Lebensstandard leisten, denn Elgie ist ein hohes Tier bei Microsoft, doch Bernadette kann sich nicht aufraffen, ihr heruntergekommenes Zuhause, ein ehemaliges Mädcheninternat in bester Lage, zu renovieren. Lieber flüchtet sich die Mitvierzigerin in ihren Wohnwagen, der am Grundstück des Hauses parkt und kommuniziert heimlich mit ihrer indischen Assistentin Manjula, die Bernadettes komplettes Leben regelt. Ihre virtuelle recht Hand, bestellt Kleidung für die Familie, reserviert Tische in diversen Restaurants, erledigt die Bankgeschäfte und soll nun auch den Familienurlaub in die Antarktis organisieren.Bernadette ist zu solchen Höchstleistungen nicht im Stande, denn sie geht Menschen nach Möglichkeit aus dem Weg und die Super-Mütter in ihrer Nachbarschaft, allesamt engagiert und organisiert, kann Bernadette nicht ausstehen. Sie denkt nicht mal dran, sich ehrenamtlich für die Galer Street Privatschule ihrer Tochter nützlich zu machen und es ist ihr auch reichlich egal, dass sie sich damit keine Freunde macht.Ihren ehemaligen Beruf hat sie schon lange an den Nagel gehängt, doch sie kümmert sich fürsorglich um ihre kluge Tochter Bee. Die kleine Streberin, die eigentlich Balakrishna heißt, liebt ihre einmalige und skurrile Mutter und steht stets hinter ihr, wenn diese von den anderen Eltern, als verantwortungslos und arrogant abgestempelt wird.Als sich Bee eines Tages wünscht, mir der Familie Urlaub in der Antarktis zu machen, wird Bernadette von ihren üblichen Ängsten heimgesucht. Die Organisation überlässt sie schließlich Manjula, doch kurz vor der Abreise verschwindet Bernadette spurlos.„Wo Steckst du Bernadette?“ war eine großartige Überraschung, denn ich vermutete hinter der pinken Covergestaltung zunächst einen kurzweiligen und durchschnittlichen Frauenroman, aber bereits nach den ersten paar Seiten war ich vom Schreibstil der Autorin, von den schrägen Charakteren und vom Aufbau des Romans absolut begeistert.Besonders gelungen fand ich die Tatsache, dass sich die gesamte Geschichte aus Briefen und Nachrichten zusammensetzt. Mal erzählen Nachbarn und ehemalige Arbeitskollegen von den Geschehnissen, ein anderes Mal kommt Bernadette selbst zu Wort, oder wir verfolgen ihren E-Mail-Verlauf mit der indischen Sekretärin. Die Schilderungen aus der Sicht von Bernadettes Tochter Bee, gehen meist genauer auf die verschiedenen Ereignisse ein und liefern ein paar klärende Erläuterungen. So ist stets für Spannung gesorgt und man erhält als Leser vielschichtige Sichtweisen auf das Leben der durchgeknallten Persönlichkeit. Diese besondere Erzählweise machte das Buch für mich zu einem kleinen Highlight.Hinzu kommt der amüsante Schreibstil der Autorin und die humorvollen Dialoge, die mich einerseits zum Lachen, aber andererseits auch zum Nachdenken gebracht haben, denn hinter der Fassade aus schwarzem Humor, steckt sehr viel Tiefe. Nach und nach erfährt man mehr über Bernadettes Vergangenheit und es wird deutlich, dass auch die organisierten Elite Mütter, ganz und gar nicht perfekt sind. Beispielsweise Audrey Griffin, die untadelige Übermutter und Nachbarin, die mit ihrer besten Freundin Soo-Lin Lee-Segal in regem E-Mail Verkehr steht und über Bernadette böse tratscht und urteilt. Mit der Zeit erfahren wir aber auch, wie sich Bernadette und Elgie kennengelernt haben und warum aus der Hausfrau, diese scheue Persönlichkeit wurde, warum es Bee nicht immer leicht hatte und warum die Familie in dem verschlissenen, ehemaligen Mädcheninternat lebt.Als die Abreise in die Antarktis immer näher rückt, nimmt die Geschichte einen turbulenten Aufschwung, denn schlagartig scheint sich alles und jeder gegen Bernadette verschworen zu haben. Manjula ist nicht mehr erreichbar, Elgie will seine Frau in eine psychiatrische Anstalt stecken und plötzlich ist auch noch die russische Mafia auf dem Weg nach Seattle.Bernadette verschwindet schließlich spurlos und bis zum Schluss war ich gespannt, ob, wo und wann die durchgeknallte Ehefrau und Mutter, wieder auf der Bildfläche erscheint.

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  • Tolle Idee, aber...

    Wo steckst du, Bernadette?

    Blackrapunzel

    06. February 2016 um 19:09

    Meine Meinung Die Geschichte Der Klappentext hatte mich von Anfang an richtig neugierig gemacht. Ich erwartete einen locker geschriebenen Roman mit Höhen und Tiefen und wollte unbedingt erfahren, wieso Bernadette, die Mutter der Protagonistin Bee, sich einfach in Luft aufgelöst hat. Dieses Verschwinden trat leider erst nach etwas 200 Seiten auf, weshalb ich schon sehr enttäuscht war. Denn erst ab da fing mir die Geschichte an zu gefallen. Die Seiten zuvor fand ich sehr in die Länge gezogen, da ich das Gefühl hatte, dass die Charakteren einfach nur so vor sich hin lebten. Ich weiss aber auch, dass gerade diese Seiten sehr wichtig waren um die Zusammenhänge und gewisse Handlungen zu verstehen. Ich hätte es daher besser gefunden, wenn diese etwas spannender gestaltet gewesen wären. Ansonsten hat mir die Idee der Geschichte aber super gut gefallen. Es ist auch ein Buch bei dem man sehr gut mitdenken kann. Am Ende hätte ich mir vielleicht noch einen Epilog gewünscht, der gezeigt hätte, wie es weitergegangen wäre. Sonst war das Ende aber zufriedenstellend. Die Charaktere Da ich jemand bin, der mit vielen Charakteren schnell überfordert ist, hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte reinzufinden. Besonders weil die Figuren nicht groß beschrieben werden, da der größte Teil des Buches aus Briefen und Mails besteht. Bee, die Protagonistin und Tochter von Bernadette, kommt auf den ersten 200 Seiten nur selten zu Wort, weshalb ich mir von ihr nicht wirklich ein Bild machen konnte. Sie wirkte aber dennoch sehr authentisch und ihre Handlungen waren nachvollziehbar. Der Schreibstil Wie bereits erwähnt besteht der größte Teil des Buches aus Briefen und Mails, was für mich ein großes Plus ist, da ich Abwechslung liebe. Manchmal war es mir aber dennoch etwas anstrengend zu lesen. Der Titel Der Titel war auch Schuld daran, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich finde er klingt sehr spannend und aufregend. Das Cover Das Cover finde ich richtig toll! So habe ich mir Bernadette genau vorgestellt. Es ist definitiv zu einen meiner Lieblings-Cover geworden. Fazit Das Buch hat mich von der Art her sehr an Ich und Earl und das Mädchen erinnert, wovon ich nicht sehr begeistert war. Wo steckst du, Bernadette fand ich etwas besser, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte. Dennoch ist es ein gelungener Roman mit einem zufriedenstellenden Schluss. Bewertung 3 von 5 Sternen.

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  • Schwarzer Humor, gepaart mit ganz viel Liebe

    Wo steckst du, Bernadette?

    lovelyliciousme

    20. January 2016 um 10:02

    Worum geht es in dem Buch? Bernadette Fox, chaotisch, leicht überfordert in manchen Dingen, Architektin ihrer Zeit und unglaublich liebenswert. Sie lebt mit ihrem Ehemann Elgie, erfolgreicher Microsoft Angestellter und Tochter Bee in einer ehemaligen Mädchenanstalt. Doch das Haus ist sehr heruntergekommen und droht zu verfallen. Denn Bernadette hat ihren Glauben an sich und ihre Fähigkeit Häuser neu zu erschaffen verloren. Doch Elgie und Bee sehen darüber hinweg, denn sie lieben Bernadettes Humor, Witz und ihre ganz eigene Art zu leben! Doch Bernadette wird des Öfteren heimgesucht von quälenden Ängsten. Solche die sie dazu veranlassen in eine Schockstarre zu verfallen und nicht weiter machen zu können. In solchen Momenten findet sie andere Mütter ganz besonders perfekt organisiert und hält diese für tierische Nervensägen. Um in solchen Momenten dennoch Dinge erledigt zu bekommen, beschäftigt sie eine Assistentin. Sie korrespondiert online mit Manjula, denn diese sitzt in Indien und arbeitet für 0,75 Dollar die Stunde, alle Dinge ab, die Bernadette ihr aufträgt. Angefangen über Restaurant Buchungen bis hin zu Bankgeschäften und der Planung des gemeinsamen Familienurlaubes, in die Antarktis! Antarktis? Bee, ihrerseits Streberin, hat über Monate an diesem Thema in der Schule gearbeitet und möchte nun alles in Natura sehen. Laut ihren Eltern hat sie sich dies auch mehr als verdient. Sie sieht Bernadette als Mutter an, nicht perfekt, nicht Mutter spezifisch, aber ihre Mutter und sie will auch keine andere. Doch plötzlich ist Bernadette verschwunden? Sie ist ausgebrochen aus ihrem Leben und hat sich auf und davon gemacht? Wo kann sie nur sein?! Wurde ihr alles zu viel? Wer ist Maria Semple? Maria Semple reiste die ersten Jahre ihres Lebens mit ihren Eltern kreuz und quer durch Europa, bevor sie nach Los Angeles und später nach Colorado zog. Sie studierte am Bernard- College und reichte nach erfolgreichem Abschluss ein Skript bei Twentieth Century Fox ein. Somit zog es sie nach LA. Mittlerweile lebt sie mit Tochter und Ehemann in Seattle. Schreibt Bücher, studiert nebenbei und hat es geschafft mit „Wo steckst du, Bernadette?“ 30 Wochen auf der NY-Times Bestsellerliste zu stehen! Wie hat mir das Buch gefallen? Ausgesucht habe ich mir das Buch, weil mich das Cover direkt angesprochen hat. Es war nur zweitrangig der Klappentext, denn viel interessanter fand ich Bernadette mit ihrer großen Sonnenbrille und dem Buchtitel. Umso erfreuter war ich, als ich bereits nach wenigen Seiten feststellen musste, genau mein Ding! Da liest sich ein Buch fast von alleine. Maria Semple, hat nicht einfach ein Buch geschrieben, nein! Sie hat ein Buch geschrieben welches eine Kombination aus Brief- und Dialogform bildet. Briefe und E-Mails, die zwischen den einzelnen Protagonisten geschrieben werden und die Erzählungen bzw. Dialoge werden aus der Sicht von Bee dargestellt. Aus der Sicht einer 15 jährigen! Das Buch ist eine wunderbare Komödie. Es hat doch einen recht schwarzen Humor, der in vollen Zügen in den Briefen und E-Mails ausgelebt wird. Des Öfteren gerät man ins schmunzeln und fragt sich zurecht immer wieder, das steht da nicht wirklich, oder? Das lesen alleine bereitet einem unendlich viel Freude und Spaß, denn die Abwechslung die dieses Buch mit sich bringt ist enorm. Maria Semple, legt ein ungeheures Tempo vor, gute Dialoge…vor allem wenn Bee sie wiedergibt und in ihren Gedanken durchspielt. Aber oftmals werden sogar Dialoge in Briefform abgebildet, indem kurze E-Mails ausgetauscht werden. Alleine, diese haben Pfeffer im Popo und schaffen es, binnen Sekunden das Blatt der gesamten Geschichte zu drehen. Dieses Buch ist voller Wendungen und glaubwürdiger Windungen, dass man in manchen Momentan in sich gehen muss um zu überlegen, ja wie war das nun wirklich?! Es ist eine Geschichte mit Ecken und Kanten, eine Geschichte die eigentlich traurig ist, wenn man darüber nachdenkt. Denn Bernadette hat sich in sich selbst verloren. Sie ist gescheitert mit einem Projekt und dieses hat ihr so zugesetzt da sie auch Jahrzehnte danach nicht in der Lage ist, ihren Glauben an sich selber wiederzufinden. Sie muss erst ausbrechen! Ausbrechen aus ihrem Leben, aus ihrer Familie, etwas alleine erleben und nachdenken. Erst dann begreift sie was wichtig ist und sie macht sich frei von dieser Last! Sie lernt was es heißt geliebt zu werden, dass Menschen an sie glauben und dass der wahre Glaube an sich selbst in ihr verborgen ist! Das alles erfährt Bernadette als sie ausbricht, wegläuft und unauffindbar ist. Eigentlich ist sie es nicht, denn sie hat eine Fährte hinterlassen, die ihre Tochter Bee anfängt zu verfolgen. Denn Bernadette wäre nicht Bernadette wenn sie sich nicht doch ein Hintertürchen offenhalten würde. Maria Semple hat grandiose Protagonisten erschaffen. Lediglich eine kleine Auswahl stelle ich vor, denn viele muss man lesen, aus dem Kontext verstehen lernen und begreifen was sie für ein Bindeglied in dieser Geschichte voller schwarzer Humor darstellen. Natürlich ganz weit vorne Bernadette. Sie trägt stets eine Sonnenbrille. Egal bei welchem Wetter, sie trägt stets die gleichen leicht altbackenen Klamotten (Capri Hose, Slipper und seit neustem eine Anglerweste unter ihrer Jacke). Ist ein wenig exzentrisch, vor allem dann wenn es um andere Mütter geht, ist unendlich liebevoll und sehr stolz auf ihre Tochter Bee, hat sich nach ihrem Architektendesaster nicht mehr verwirklicht, sondern verkriecht sich in einer Art Selbstmitleid. Ihr scheitern sitzt zu tief, dass sie an diesem kaputt geht! Rettet die Antarktis Bernadette oder fällt der Urlaub ins Wasser, weil sie ihre Ängste nicht in den Griff bekommt? Dann ist da noch Bee. 15 Jahre jung, talentierte Musikerin, Streberin und behält immer einen kühlen Kopf. Kühler zumindest als ihre Mutter! Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Bee erzählt und man erfährt gerade zum Ende des Buches vieles, was sie bewegt, wie sie zu Dingen steht und vor allem was sie an ihrer Mutter / Eltern liebt und schätzt. Bee ist für ihr Alter zwar klein und schmächtig aber von ihrem Verstand her eine ganz Große! Mehr will ich nicht verrate, außer dass es sich lohnt in dieses aberwitzige Buch, mit viel schwarzem Humor, ein wenig kriminalistischen Passagen und ganz viel Liebe einzutauchen. Ich vergebe 4 Herzen, für diese grandiose Entdeckung und vor allem für ein Buch was sich zu lesen lohnt. Mein Fazit: Jeder der sich neu entdecken will, jeder der eine Bernadette in sich hat (auch ohne Sonnenbrille) sollte dieses Buch zur Hand nehmen und anfangen darin zu lesen. In die einzelnen Protagonisten eintauchen, sich mitreißen lassen von der Schnelligkeit und hineinziehen lassen in eine Welt, die jedem von uns bekannt ist! Zudem macht dieses Buch total Lust auf einen Urlaub in der Antarktis!  Dieses Buch ist ein wahres Lesevergnügen und absolut gerechtfertigte 30 Wochen auf der NY Times Bestsellerliste! Hast auch du eine Bernadette in dir? XoXo Maren

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  • Auf der Suche nach Bernadette

    Wo steckst du, Bernadette?

    leselea

    Bernadette Fox ist anders als die anderen Frauen in Seattle. Nicht unbedingt, weil ihr Mann Elgie ein hohes Tier bei Microsoft ist oder ihre Tochter Bee (eigentlich Balakrishna) hoch intelligent ist- Nein: Bernadette ist eine ehemalige Stararchitektin, die urplötzlich aus der Szene ausgestiegen ist und seitdem in Fachkreisen nicht mehr gesehen wurde. Zudem hat sie unzählige soziale Phobien, die sie dazu veranlassen, das Haus nur mit Sonnenbrille zu verlassen oder die Organisation des Alltags direkt ihrer indischen Assistentin Manjula zu überlassen. Kein Wunder, dass die anderen Mütter Bernadette für durchgeknallt und verantwortungslos halten! Als die Familie kurz davor ist, Bees Schulabschluss mit einer Antarktis-Reise zu feiern, überschlagen sich die Ereignisse urplötzlich und die Spannung in der kleinen Seattler Gemeinde spitzt sich zu. Bernadette sieht nur einen Ausweg: Sie ergreift die Flucht… Was für ein Lesestart ins neue Jahr! Maria Semples Roman Wo steckst du, Bernadette? kommt nicht nur mit einem bunten, poppigen, witzigen Cover daher, sondern kann tatsächlich auch mit einer lustigen, skurrilen und rasanten Geschichte überzeugen. Humorvoll, häufig stereotypisch und doch immer mit einem ironischen Augenzwinkern erzählt Semple die Geschichte einer Exzentrikerin (Bernadette) unter weiteren Exzentrikern (Mircosoft-Jünger, Helikopter-Mütter), der eines Tages einfach alles zu viel und die daher vom Erdboden verschwindet. Gestaltet ist der Roman dabei als Collage, als Mosaik, bestehend aus verschiedenen Briefen, E-Mails, handschriftlichen Notizen und anderen Textsorten, die sich peu à peu zu einem Ganzen zusammensetzen, um an Ende nicht nur zu verraten, wie es zur Bernadettes Flucht kam, sondern auch erklären, was wirklich hinter ihrem kauzigen, sich der Welt verweigernden Verhalten steckt. Obwohl man sich zu Beginn an die ungewöhnliche Erzählweise gewöhnen muss, lässt sich das Buch locker und leicht lesen. Sowohl die Geschichte selber als auch der Erzählton sind auf Lacher und Schmunzler während der Lektüre aus, dennoch finde ich, dass die Story bisweilen durchaus etwas Trauriges und Ernstes an sich hat, das ans Herz geht, ohne jedoch seicht oder kitschig zu werden. Zugleich bleibt durch die oben beschriebene Machart, die den Leser nur langsam und stets bruckstückhaft mit der Geschichte um Bernadette vertraut macht, die Spannung vor allem in der ersten Hälfte des Buches nicht auf der Strecke. Zum Ende hin zieht die Autorin für meinen Geschmack das Erzähltempo zwar zu sehr an und kann daher nicht völlig mit der Auflösung der Geschichte überzeugen; angesichts dessen, dass ich mich auf den vorherigen Seiten aber wirklich köstlich amüsiert habe, fällt es mir nicht schwer, diese kleine Schwäche für meine Gesamtbewertung großzügig zu übersehen. Fazit: Wo steckst du, Bernadette? ist für mich eine witzig-spritzige Geschichte, die einem vergnügliche Lesestunden bereitet und mit ihrer kreativen Aufmachung überzeugen kann. Ich hatte beim Lesen unheimlich viel Spaß, musste an einigen Stellen aber auch durchaus einmal schlucken und das Gelesene verarbeiten. Für diese Vielseitigkeit in thematischer und erzähltechnischer Hinsicht gibt es daher von mir 5 Punkte.

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    • 3
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    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • sehr ungewöhnlicher, aber passender Erzählstil

    Wo steckst du, Bernadette?

    CoffeeToGo

    12. January 2016 um 09:04

    Die 15-jährige Bee hat ein tolles Teenagerleben. Zwar sieht sie ihren Vater nicht besonders häufig, da er ein hohes Tier bei Microsoft ist, doch dafür hat sie immer noch Bernadette, die beste Mutter der Welt. Bernadette jedoch hat mehr Probleme, als sie alle ahnen. Die Mütter auf Bees Schule meiden sie, den Haushalt regelt eine Inderin übers Internet und die Geister der Vergangenheit lauern ihr auf Schritt und Tritt auf. Und eines Tages, wird ihr das alles zu viel und sie verschwindet spurlos. Das Buch setzt sich größtenteils aus Emails, Briefen und Erzählungen von Bee zusammen. Zuerst hat mich die Erzählweise etwas irritiert und ich habe immer darauf gewartet, dass es endlich zu einem „normalen“ Erzählstil wechselt, bis mir irgendwann ein Licht aufgegangen ist, dass das das ganze Buch über so bleiben wird. Hat man sich erst einmal dran gewöhnt, macht es unglaublichen Spaß. Zwar hätten einige Briefe, insbesondere von Bernadette gekürzt werden sollen, da sie dann doch ziemlich langweilig waren, aber ansonsten war das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente echt klasse. Vor allem aber ist das Buch unterschwellig sehr witzig. Bernadette hat einen so trockenen Humor, der mir besonders im Zusammenhang mit den anderen Müttern sehr gefallen hat. Mehr als einmal musste ich herzlich lachen. Sehr amüsant war auch, wenn die anderen Mütter Vorfälle mit Bernadette total übertrieben dargestellt haben und im Anschluss daran Bee alles wieder richtig stellt. Das Buch strotzt nur so vor Sarkasmus und trockenem Humor! Einige Stellen habe ich doch tatsächlich doppelt gelesen, weil sie so gut gelungen sind. Viel mehr möchte ich auch nicht über das Buch sagen, da man es selber erlebt haben muss. Ein dramatisches und gleichzeitig witziges Buch über die Suche nach der liebenswerten Bernadette, der alles ein bisschen zu viel wurde.

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  • Nach 170 verwirrenden Seiten ist für mich Schluss

    Wo steckst du, Bernadette?

    peedee

    22. September 2015 um 16:08

    Bernadette ist eine ehemalige Stararchitektin, die sich bereits vor vielen Jahren zurückgezogen hat. Sie lebt mit ihrem Mann Elgie Branch und Tochter Bee, 15, in Seattle. Bernadette leidet unter diversen Ängsten und scheut den Kontakt mit anderen. Manjula, Bernadettes Assistentin in Indien (!), kümmert sich um ihre Belange. Elgie ist ein Hoffnungsträger bei Microsoft und Bee eine kleine Streberin. Plötzlich wird Bernadette alles zu viel… Erster Eindruck: Tolles, farbenfrohes Cover, guter Titel. Die Kommentare auf der Rückseite versprechen viel Lesespass: „Der Überraschungsbestseller aus den USA!“ oder „Ich habe mich mit unbändigem Vergnügen durch dieses Buch gefressen!“. Der Schreibstil ist für mich ungewöhnlich: Es ist ein Mix aus E-Mails von verschiedenen Personen, von Zetteln, von Erzählungen. Dieses Hin-und-her ist für mich etwas verwirrend. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, aber nun habe ich es in den letzten Wochen mehrfach begonnen und wieder weggelegt. Normalerweise hat ein Buch mit einem Umfang von 300 – 400 Seiten ungefähr 50 Seiten Zeit, mich zu überzeugen, dran zu bleiben. Aber diese Geschichte wollte ich unbedingt zu Ende lesen – nur leider packt mich die Geschichte einfach so gar nicht. Während den ersten 100 Seiten habe ich immer wieder gedacht, dass es jetzt sicher bald mit dem interessanten Teil losgeht. Aber da war… nichts. Das einzig Witzige daran waren die Mails bzw. die Aufträge an Manjula. Wer kommt schon auf die Idee, jemandem in Indien den Auftrag zu erteilen, in einem Restaurant in Seattle einen Tisch zu reservieren? Aber dieses stetige Wiederholen von Microsoft hier, Microsoft da, nervt mich. Und dann auch, dass Bernadette ungern das Haus verlässt – okay, aber warum? Oder dass die anderen Mütter aus Bees Schule Bernadette auf die Nerven gehen… Nun bin ich bei Seite 170 und habe auf den letzten Seiten doch etwas mehr über Bernadettes Vergangenheit gelesen. Trotzdem breche ich nun das Buch ab, da ich mich nicht weiter durch das Buch quälen mag – es macht mir keinen Spass. Für mich enttäuschend.

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  • Verwirrend und fesselnd auf eine andere Art

    Wo steckst du, Bernadette?

    SimoneW

    Chaotisch? Das trifft es, das Buch klang lustig, daher habe ich es gern rezensieren wollen. Bernadette Fox ist anders als andere Mütter, im Laufe des Buches erfährt man, durch welche Schicksalsschläge aus der gefeierten Stararchitektin die Bernadette wurde, die die anderen Mütter, die "Gnitzen der Galer Street Privatschule", nicht leiden können. Der Schreibstil ist verwirrend, er besteht aus einem Mix: Erzählung durch die Tochter Bee, die eigentlich Balakrishna heißt, E-Mails und handschriftliche Zettel.Die Ereignisse überschlagen sich und werden so konfus, dass sie tatsächlich passiert sein könnten. Ich war permanent hin und her gerissen, ob mir das Buch nun gefällt oder nicht. Es war anders als erwartet, nicht so lustig , aber doch so schräg, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte, ich wollte doch wissen, was tatsächlich mit Bernadette passiert ist und was die merkwürdige Audrey, und ihr gestörter Sohn damit zu tun haben.Nach etwa 2/3 des Buches ist mir ein Licht aufgegangen, alles ergab einen Sinn und meine Sympathien haben sich doch arg verändert. Im Endeffekt war mir Soon-Li, die Admin von Elgie bei Microsoft die unsympathischste Person von allen. Elgie ist etwas unkonventionell und läuft im Büro und auch auf offziellen Veranstaltungen auf Socken rum, ein liebenswerter Spleen. Es missfällt ihm, dass seine Frau eine virtuelle Assistentin in Indien beschäftigt und verbietet ihr diese. Doch Bernadette, beschäftigt Manjula heimlich weiter und vertraut ihr alle sensiblen Daten an. Bis sich herausstellt, dass hinter der Firma die russische Mafia steckt, die die Bonusmeilen geklaut hat und sich auf dem Weg nach Seattle befindet... FAZIT Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich das Buch mag oder nicht. Noch nie habe ich ein Buch derart verschlungen, obwohl ich zwiegespalten war. Doch! Ich würde es bereuen, dieses Buch nicht gelesen zu haben: ein verwirrend guter Edelstein.

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    • 2
  • Bemüht

    Wo steckst du, Bernadette?

    AnnaChi

    Die Überschrift der Rezension gilt in zweifacher Weise. Zum einen habe ich mich während der Lektüre bemüht, dieses Buch zu mögen (was mir nur vereinzelt gelang). Zum anderen bemüht sich die Autorin, "locker" zu schreiben, was aber oft nur zu einer überzogenen Karikatur führt. Das Buch ist die Geschichte einer Frau, die durch ihr Anderssein andere Menschen vor den Kopf stößt, ihre Ehe an die Wand fährt und am Ende eine Lösung findet, damit und mit den anderen umzugehen. Ihr Mann, einer der Stars bei Microsoft Seattle, ist ebenfalls anders, aber auf andere Art und Weise, ebenso deren gemeinsame Tochter. Das war mit etwas zu viel Anderssein auf einem Haufen. Die "Normalos" in dem Buch sind allesamt Spießerkarikaturen - und da sind natürlich Konflikte vorprogrammiert. Geschrieben ist das Buch in einer wirklich gut gemachten Collagetechnik, in der verschiedene Mitteilungsarten der handelnden Personen miteinander kombiniert werden. Ich gebe dem Buch drei Sterne, da meine Abneigung nicht an seiner mangelnden Qualität, sondern an meinem anderen Geschmack liegt.

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    • 2

    BrittaRoeder

    03. August 2015 um 08:41
  • Nicht so mein Fall

    Wo steckst du, Bernadette?

    booksfortea

    23. July 2015 um 21:38

    Was mich bei diesem Buch gleich angesprochen hat, ist das Cover. Es gefällt mir richtig gut. Ich mochte schon das englische Cover total und dass das deutsche dann noch schöner ist, ist wirklich selten und hat mich irgendwie total gefreut. Der Klappentext klingt ja auch ziemlich interessant. Ganz normale "Erwachsenen" Romane sind für mich als Jugenbuchliebhaberin normalerweise nicht so wirklich das Richtige, aber ich dachte mir, dass es gut wäre mehr zu lesen, was ich sonst nicht so gewohnt bin und außerdem hat mir Die letzten Tage von Rabbit Hayes ja auch total gut gefallen und das war ebenfalls ein Roman. Ich dachte also dieses Buch könne mir sehr gut gefallen. Dem war leider nicht wirklich so. Hier ist das Problem, was ich mit dem Buch habe: Die Charaktere sind einfach total unsympathisch. Und damit meine ich zu ziemlich jeden. Bernadette selbst ist ziemlich unausstehlich und während es klar wird, dass sie wohl psychische Probleme hat, wird darauf einfach meiner Meinung nach total schlecht reagiert und der Umgang mit dem Thema hat mir einfach nicht gefallen. Auch ihr Mann, der am Anfang noch ganz nett erscheint, hat mir irgendwann nicht mehr gefallen, da er sich einfach wirklich unreif verhalten hat und total blöde Fehler begannen hat. Die anderen wichtigen Charaktere sind Nachbarinnen und Arbeitskollegen, die nichts besseres mit ihrem Leben zu tun haben als zu lästern, was ich auch nicht sonderlich mochte. Der einzige Charakter, der mir zumindest meistens gefallen hat, ist Bee, Bernadettes Tochter. Sie ist süß und witzig und verhält sich als einzige auf eine Art und Weise, die ich nachvollziehen kann. Zum Schreibstil muss ich doch nochmal etwas positives sagen. Ich fand es, vor allem zu Beginn, echt toll, dass die Geschichte in Form von E-mails, Briefen, Nachrichten usw geschrieben ist. Nur selten gibt es Momente, in denen Bee das Erzählen kurz übernimmt, aber ansonsten erfährt man alles über Nachrichten der Personen aneinander. Das finde ich wirklich cool gemacht und es ist auch wirklich gut umgesetzt worden. Am besten gefallen hat mir dann doch tatsächlich das Ende. Es ist nochmal ein bisschen was anders, es gab mehr Handlung und ich fand es nicht mehr so langweilig. Am Ende hat es mir wirklich noch ziemlich gut gefallen, was ich überraschend fand. Alles in allem will ich gar nicht sagen, dass das Buch nicht gut ist. Es hat einfach nur meinen Geschmack nicht so wirklich getroffen und mir deshalb nicht allzu gut gefallen. Es gab aber dennoch Dinge, die mir gut gefallen haben, weshalb die Bewertung auch noch relativ gut ausfällt. Bee ist eine süße Protagonistin und ich bin froh sie kennengelernt zu haben, obwohl mir ihre Geschichte sonst nicht wirklich zugesagt hat. Meine Bewertung: Für mich war das Buch leider nichts aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass es anderen von euch gut gefallen könnte, wenn ihr Romane dieser Art mögt.  Die Charaktere haben mich genervt aber es gab auch gute Seiten.  Es bekommt letztendlich 3 von 5 Herzchen von mir!

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