Maria Stern

 4,6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor*in von Acetat, Wassermann und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Maria Stern wurde in Ostberlin geboren und wuchs in Österreich auf. Sie studierte Schauspiel und Tanz (Niederlande), arbeitete als Model und Lehrerin. Sie gründete den Verein „Forum Kindesunterhalt“, publizierte in diversen Anthologien und veröffentlichte zwei Krimis. Als Parteichefin von JETZT machte sie Kinderarmut in Österreich und die prekäre Lebenssituation vieler AlleinerzieherInnen zum Politikum. Sie ist Preisträgerin des FM4 Publikumspreis (Protestsongcontest) und Delegierte der IG Autorinnen und Autoren.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Maria Stern

Cover des Buches Acetat (ISBN: 9783990294987)

Acetat

(3)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Wassermann (ISBN: 9783990294994)

Wassermann

(3)
Erschienen am 31.03.2022
Cover des Buches Politik nach Corona (ISBN: 9783990294260)

Politik nach Corona

(1)
Erschienen am 31.05.2020

Neue Rezensionen zu Maria Stern

Cover des Buches Acetat (ISBN: 9783903091177)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Acetat" von Maria Stern

Bellis-Perennis
Frauenmorde - wenn die Beziehung tödlich endet

„Clara scrollte weiter, las, dass der gefährlichste Platz für Frauen zu Hause war und wunderte sich, warum Eltern sich sorgten, wenn ihre Töchter am Abend lange unterwegs waren.“ 

Nachdem Clara Coban, Kriminalbeamtin in Wien, zum wiederholten Mal zu einem Frauenmord im häuslichen Umfeld gerufen wird, reicht es ihr, wie die Medien mit diesen Gewalttaten an Frauen umgehen. Häusliche Gewalt wird nach wie vor kleingeredet und als „Familienstreit“ abgetan. Sie gründet eine Facebookgruppe in der sie ihren Unmut kundtut und sich mit den Medienmogulen Österreichs anlegt. Das Blöde ist nur, dass ausgerechnet ihr Ehemann David Journalist bei einer großen Zeitung arbeitet. Mit ihrem Engagement gegen prügelnde Ehemänner setzt sie ihre eigene Ehe aufs Spiel. 

Als dann ihre Nachbarin, deren Ehestreitigkeiten Clara und David nahezu täglich hautnah miterleben, plötzlich verschwindet, läuten bei Clara die Alarmglocken. Sie beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und gefährdet ihren Job, da sie mit unerlaubten Mitteln das Verschwinden ihrer Nachbarin aufklären will. 

Über allen ihren Bemühungen gegen Gewalttäter vorzugehen, übersieht sie, dass ihr persönlich große Gefahr droht. 

Meine Meinung: 

Dieser Krimi ist aus dem Leben gegriffen. Gewalt an Frauen innerhalb der Familie hat leider einen vorderen Platz in der Kriminalstatistik. Im Jahr 2021 sind rund 30 Frauen ermordet worden. Die mutmaßlichen Täter: Ehemänner und Ex-Partner.  

Warum?  

Die Geschichten der ermordeten Frauen zeugen von Besitzdenken und Hass. Viele Opfer haben sich getrennt oder waren gerade im Begriff sich zu trennen. Einige haben den mutmaßlichen Täter vor ihrem Tod angezeigt. Manche haben sich in Frauenhäuser geflüchtet und sind - wie hier im Buch dargestellt - auf offener Straße ermordet worden.  

Maria Stern beleuchtet durch Clara Coban sowohl die Medien als auch den gesellschaftlichen Background der Täter. Denn Gewalt in der Ehe ist nicht nur ein Phänomen von armen Zuwanderern, sondern kommt auch in alteingesessenen, finanziell gut gestellten Familien vor. Solange die „g’sunde Watschn“ toleriert wird und Männer Frauen als ihr Eigentum ansehen, wird sich an der Kriminalstatistik wenig ändern. 

Einzig der Titel "Acetat" irritiert ein wenig, denn das Acetat ist das Salz der Essigsäure und wird in der Textilwirtschaft verwendet.  

Fazit:

Ein Krimi, der unter die Haut geht und 5 Sterne verdient.

 

 

 

Cover des Buches Politik nach Corona (ISBN: 9783990294260)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Politik nach Corona" von Maria Stern

Bellis-Perennis
Gedanken zu Covid-19

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben Österreichs Politiker ziemlich unüblich an einem Strang gezogen. Über die Parteigrenzen hinweg sind Maßnahmen in Kraft gesetzt worden, die die persönliche Freiheit des Einzelnen zu Gunsten der Allgemeinheit stark eingeschränkt haben. Es war klar, dass das Virus keinen Stein auf dem anderen lassen würde.  

Unter diesem Eindruck hat Politikerin und Autorin Maria Stern dieses kleine Buch mit seinen 55 guten Nachrichten herausgebracht. 

Doch angesichts der „neuen Normalität“, in der abermals Hader und  Zwist vorzuherrschen scheinen, empfinde ich diese 55 Nachrichten als satirisch. Bei einigen wird der Leser sagen „Ja, eh klar. Das wäre vernünftig.“ Doch Vernunft ist keine allzu prestigeträchtige Eigenschaft der Politik deren Vertreter ja wiedergewählt werden wollen.  

Es scheint, dass viele Autoren die Zeit des Lock-downs dazu benützt haben, ihre eigenen Ängste, Sorgen und Gedanken (und die vieler Mitbürger) niederzuschreiben und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. 

Den einen oder anderen Gedanken aus diesem Buch könnten die Politiker aufgreifen, wenn sie nur wollten.

 

Cover des Buches Wassermann (ISBN: 9783903091511)
Friniss avatar

Rezension zu "Wassermann" von Maria Stern

Frinis
Wenn E-Literatur sich mit einem Krimi trifft.

Der Klappentext hat mir einen spannenden Krimi versprochen und als politisch sehr interessierten Menschen hat mich die aktuelle Thematik der Bedrohung der Demokratie sehr interessiert.

Die Kriminalkommissarin Clara Coban wird mit einem Mordfall im Parlament konfrontiert. In dem literarischen Werk werden langen, kurze und ganz kurze Szenen geschickt miteinander vermischt, woraus sich ein interessanter Rhythmus gepaart mit sprachlich interessanten Konstruktionen ergibt.

Besondere Aufmerksamkeit erregt das eingesetzte Stilmittel, den Leser mit dem Umbenennen der Parteien zum Nachdenken und zum Mitarbeiten zu animieren. So muss der Leser die Information erarbeiten, wofür die einzelnen Parteien stehen.

Einen Stern Abzug muss ich leider wegen der Tatsache vergeben, dass ich mir einen spannenden Krimi erwartet, aber ein preisverdächtiges Werk der E-Literatur erhalten habe.

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