Maria Sveland Bitterfotze

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Inhaltsangabe zu „Bitterfotze“ von Maria Sveland

'Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt.' ExpressenEin Roman, der hier im Haus so heftige Diskussionen auslöste, dass ein (männlicher) Kollege beleidigt das Zimmer verließ und noch Stunden später kleine Grüppchen auf dem Gang zusammenstanden, um sich auszutauschen. Die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein Thema, das leider nichts von seiner Aktualität verloren hat, im Gegenteil: Es war schon mal besser, und die Lorbeeren, auf denen sich viele ausruhen, sind längst vertrocknet.Sara entflieht dem dunklen Januar und ihrer Winterdepression und reist für eine Woche allein nach Teneriffa. Sie ist Mutter eines zweijährigen Jungen und enttäuscht - vom Kinderkriegen, von ihrem Mann, der sie gleich nach der Geburt ein paar Wochen alleine ließ, von der Gesellschaft, in der immer noch die Männer dominieren. Auf Teneriffa hat sie Zeit, über alles nachzudenken und zu beobachten: warum Frauen bitterfotzig werden, an welchen Punkten die Ungleichbehandlung offensichtlich wird und wie hoffnungslos alles ist, wenn bereits in der Zweierbeziehung so vieles falsch läuft.Ein Buch, das in Schweden die Bestsellerliste anführte, von einer Autorin, die eine Revolution will und sich keineswegs mit dem zufrieden gibt, was vermeintlich schon alles erreicht wurde. Laut, kompromisslos und ehrlich haut Maria Sveland uns ihren bitterfotzigen Zorn um die Ohren, und jede Frau, die versucht, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird zustimmend nicken. Und wütend werden.Lesen und aufregen!

die Leiden junger Frauen und Mütter der modernen Industriegesellschaft auf den Punkt gebracht!

— Shelbert

Vielleicht liegt es daran, dass ich ehe- und kinderlos bin. Aber ich kann mit diesem Buch überhaupt nichts anfangen.

— Ikopiko

der titel is halt der knaller^^

— Munro

ich fand es durch und durch enttäuschend.

— Herzsprung

Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch nach 100 Seiten abgebrochen habe. Das Lesen dieses Schwachsinnes hat mich so aggressiv gemacht, das wollte ich mir nicht länger antun.

— Nina2401

das buch hat mich begeistert, es bringt einen mal wieder zum nachdenken.

— murmel

Da die Beschreibung sehr viel versprechend klang, musste ich das Buch auch lesen. Habe es aber nach wenigen Seiten wieder abgebrochen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

mich spricht der Titel des Buches schon nicht so wirklich an =/

— Ein LovelyBooks-Nutzer

hat mich auch gar nicht überzeugt :(

— BeautyBooks

Nicht wirklich mein Ding - vielleicht sollte die Dame in ihrem nächsten Roman eine andere Thematik auswählen. Ich würde dieses Buch nicht weiter empfehlen. 2 Sterne.

— sequencia

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  • Bitterfotze

    Bitterfotze

    Ikopiko

    13. April 2015 um 14:11

    "Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt" verspricht der Klappentext des ersten Romans der jungen Schwedin Maria Sveland. Unter Gleichberechtigung verstehe ich jedoch nicht, dass nur die schlechte Seite der Männer aufgezeigt wird. Verpackt werden diese oberflächlichen Vorwürfe in der Geschichte Saras, die sich eine Auszeit von Familie und Alltag nimmt und allein nach Teneriffa fliegt. Auf ihrer Reise liest sie "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong. Sie beneidet Erica um ihr ausschweifendes Leben in den 70er Jahren. Sara selbst ist in den 80er Jahren aufgewachsen und sieht auch darin eine Ursache, dass die Frauen ihres Alters bitterfotzig sind. Eine Bitterfotze ist verbiestert, spießig, aggresiv und lustlos. Auf über 270 Seiten zergeht Sara in Selbstmitleid. Sie ist gefrustet, weil sie ihr Leben als Mutter nicht erfüllt. Ich habe sie manches Mal fragen wollen, warum sie ihr Leben dann nicht selbst in die Hand nimmt und etwas ändert. Nur jammern nützt nichts.

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  • Bitterfotze von Maria Sveland.

    Bitterfotze

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 04:05

    Sara ist auf dem Weg in den Süden. Eine Reise, die sie weg führt von Mann und Kind. Ein wohlverdienter Urlaub eigentlich, wäre da nicht das schlechte Gewissen. Ein Gewissen, welches scheinbar nur Mütter plagt und Väter verschont, auch wenn diese die ersten Jahres ihres Kindes oft nur marginal miterleben. Doch warum ist es für Frauen so schwer auch mal an sich zu denken? Weshalb werden sie für diese kleinen Freiheiten des Alltags so streng ins Gericht genommen? Ist Schweden wirklich so emanzipiert, wie es sich gibt? Diese Fragen und mehr gehen Sara auf ihrer Reise im Kopf herum. Vor fünf Jahren fand ich dieses Buch noch schrecklich – meine erste Testleserunde auf lovelybooks.de und dann ein solcher Schuss in den Ofen. Doch nach einigen Jahren Pause, die ich dafür nutzte erwachsen zu werden, kann ich die Richtung aus der Sveland kommt um dieses Buch zu schreiben, durchaus nachvollziehen. Es ist eine fiktionalisierte Bestandsaufnahme, vierzig Jahre Emanzipation, was nun? Oder vielmehr, was hat sich reell verändert, wenn sich überhaupt etwas verändert hat? Dabei demontiert Maria Sveland das mustergültige Bild, welches wir Kontinentaleuropäer vom Land der Frauenquoten haben. Denn während die Rollen in den Anfängen von Hauptfigur Saras Ehe noch beneidenswert gleichberechtigt sind, kippt das Verhältnis sobald ihr Sohn auf der Welt ist. Wie soll es anders auch sein – sie bleibt zu Hause beim Kind und er geht arbeiten. Je mehr sich das Paar dem klassischen Rollenbild annähert, desto bitterer wird Hauptfigur Sara (auch hier kann ich nur sagen, wie soll es auch anders sein). Sveland beschreibt am Beispiel ihrer Figuren die schwedische Ehe und wie diese scheinbar ohne das Zutun der Beteiligten in ein Ungleichgewicht gerät, welches deutsche Frauen sicher genauso kennen und beklagen. Sveland bleibt ihren Figuren jedoch treu, so wie deren Realität. Dies ist keine Kampfansage an die Männerwelt, keine Idealvorstellung der Welt in der sich die Frauen endlich von den Ketten des Patriarchats befreien, sondern einfach nur die Geschichte Saras, die allerdings einiges an Gemeinsamkeiten aufweist, mit dem was schwedische Frauen und Frauen aus ganz Europa sich so täglich von den Männern der Schöpfung bieten lassen müssen und wie wenig sie oft dagegen tun können, was zwangsläufig zu einer Bitterkeit führt, die selbst eine glückliche Ehe, wie die von Sara und ihrem Mann gefährden kann. Ein intelligenter Roman für junge und jung gebliebene Frauen, die sich einmal auf sanfte Weise mit Frauenthemen auseinandersetzen möchten.

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    thursdaynext

    12. November 2010 um 11:39

    Gähn. Selbstmitleidsgeseiere von frustrierten Mädels die mit ihrem Leben nicht klarkommen braucht niemand. Konnte es nicht zu Ende lesen.
    Schlechter Stil in jeglicher Hinsicht.

  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    HolyWater

    09. November 2010 um 16:53

    Also ich fand das Buch einfach grandios! Auch wenn mich das Selbstmitleid der Protagonistin beizeiten genervt hat, es passt genau in unseren Zeitgeist und trifft den Nagel auf den Kopf. Außerdem spricht es Dinge an, die Frau insgeheim denkt, aber nie zu sagen wagt, aus Angst dadurch als kalt oder frustriert abgestempelt zu werden. Die Autorin hat ein Sprachrohr für die moderne Frau geschaffen und dafür bin ich ihr sehr dankbar!!!

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  • Liebe Lesende, gibt es Bücher, die euch richtig wütend gemacht ha...

    DaniM

    Liebe Lesende,
    gibt es Bücher, die euch richtig wütend gemacht haben? Nicht weil sie so schlecht geschrieben sind oder weil die Geschichte so langweilig war, sondern wegen des Inhalts ?

    • 20
  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2010 um 11:51

    Sara hat es satt, das Leben hat sie erschöpft und auf ihren Mann kann sie nicht wirklich verlassen. Er arbeitet und sie kümmert sich um deren Kind. Als ihr alles zu viel wird, fliegt sie nach Teneriffa und beginnt eine Art der inneren Abrechnung mit ihrem Leben. Warum bekommen Frauen weniger Gehalt? Warum haben es Männer leichter? Warum ist es schlimm, wenn die Mutter das Kind vernachlässigt, dem Vater dies aber immer verziehen wird? Warum können Frauen nicht Beruf und Kinder haben und werden stattdessen in alte Rollen gedrängt? All diesen Fragen und den Fragen aus ihrer Kindheit geht sie nach. Und am Ende fliegt sie mit ihrer neuen und eigentlich alten Erkenntnis nach Hause. Das Buch hat einige gute Ansätze, sicherlich sind die Themen , die dort angesprochen werden wahr. Dennoch ist "Bitterfotze" über viele Passagen wirklich mehr als nur bitter zu lesen. Es ist in Teilen eine knallharte Quittung für die Gesellschaft, die mir manchmal ein wenig überwürzt zu sein scheint. Es ist ein sozialkritisches Buch, dass noch immer die Mängel der Gesellschaft aufweist, dennoch ist es manchmal genau dieses "zu viel", das dem Buch das Ernsthafte nimmt. Das ist eigentlich schade, denn an sich ist es ein gutes Buch.

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Azahar

    08. March 2010 um 13:08

    Ich bin eine berufstätige Mutter, mein Mann ist viel unterwegs, unsere Tochter geht seit sie 5 1/2 Monate alt ist in die KiTa, wir leben in einem Macholand (jetzt im Vergleich zu Schweden) und nein, ich konnte nicht immer wieder zustimmend nicken, wie mir in der Kurzbeschreibung vorhergesagt wurde. Ehrlich gesagt hatte ich beim Lesen dieses Buchs das Gefühl, dass die Autorin gar nicht so recht weiss, worüber sie sich beschwert. Über ihre eigene Naivität vielleicht? Jemand der glaubt Babymilchnahrung bekäme man nur auf Rezept in der Apotheke, hat sich definitiv nicht auf die Tatsache, dass er bald ein Kind haben wird, vorbereitet. Genausowenig jemand, der vor der Geburt glaubt, es wäre kein Problem, wenn der Partner danach 8 Wochen geschäftlich unterwegs ist. Ich meine, sowas spricht man doch vorher ab, oder? Das kommt doch nicht von heute auf morgen. Und dann arbeitet sie hochschwanger auch noch wie verrückt, obwohl sie davon immer wieder Blutungen bekommt und Gefahr läuft das Kind zu verlieren, nur um sich gleichberechtigt zu fühlen? Also nein, damit kann ich mich nun wirklich nicht identifizieren. Allzuviel spricht sie dann auch im Endeffekt gar nicht über die fehlende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Das zentrale Thema des Romans ist ihre verkorkste Kindheit und die schreckliche Ehe ihrer Eltern. Nun ja, vielleicht habe ich das Buch auch nicht verstanden, weil ich eine der bitterfotzigen unterdrückten Frauen bin, die sich wohl oder übel in ihr armseeliges Leben als Nichts gefügt haben. :-) Sorry, aber dieses Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. PS: Sprachlich und erzähltechnisch ist an dem ganzen nichts auszusetzen. PS.PS: Dass ich Autorin und Protagonistin in einen Topf werfe, liegt daran, dass das Buch angeblich weitgehend autobiografisch sein soll.

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Rosalie

    10. January 2010 um 11:36

    Ein Buch, welches man nicht gelesen haben muss ;-) Am Anfang dachte ich mir - "es wird bestimmt noch, ja" ... Nein, es wurde nichts mehr :-( Leider überhaupt gar nicht mein Fall !!! Deshalb auch nur 1 Stern ...

  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Minerva

    06. December 2009 um 11:07

    Bin noch ziemlich am Anfang, mir fällt aber auf, dass nur einseitig die negativen Punkte abgehakt werden. Man könnte vom Schreibstil depressiv werden - kein Plädoyer für die Liebe! Ob ich dieses Buch ganz schaffe - weiss ich jetzt noch nicht. Aber der Stil enttäuscht mich schon jetzt. - - - - - - Etwas besser wurde es dann doch! Aber die paar wenigen Beispiele - warum Partnerschaft und Liebe doch Spaß machen kann, sind ein Witz! Kann ja nicht jeder einen "Orangenmann" finden! Manche Dinge stimmen zwar - oder bei ihr - vllt. auch bei einem selbst, aber wenn man sie nicht derart unter die Nase geschmiert bekommt, bemerkt man sie nicht und lebt sein Leben.. Find das Buch schon interessant, toller Gesprächsstoff - dennoch zu Klischeehaft! Arme Autorin - bei Ihrem Lebensbericht wäre ich auch so drauf!

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Petruscha

    07. October 2009 um 08:36

    Der Ausdruck "Tränen brannten unter meinen Lidern" wird strapaziert. Leider etwas wehleidig, aber es macht trotzdem Spaß das Buch zu lesen.

  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Leserrezension_2009

    28. September 2009 um 14:13

    Eingereicht von Feli: Ein wenig musste ich mich durchringen, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen, aber dafür, dass ich es getan habe, wurde ich sehr belohnt. Wenn man es kennt, selber ab und zu "bitterfotzig" zu sein, dann wird einem die Lektüre von Maria Sveland sehr viel Freude, Erkennen und Erschrecken in einem bereiten. Sara ist 30 Jahre alt, Ehefrau und Mutter eines kleinen Sohnes. Aber sie hält das alles einfach nicht mehr aus und muss mal für ein paar Tage raus. Sie braucht Ruhe und beschließt deswegen, für eine Woche ganz allein nach Teneriffa zu fliegen, um sich von dem Stress zu Hause zu erholen. Mit ihrem Mann Johan funktioniert es nämlich auch nicht mehr so gut. Aber wie kam es, dass sie so "bitterfotzig" geworden ist? So bitter mit dem eigenen Leben, der Gesellschaft, der ganzen Welt? Während ihres Aufenthalts denkt sie über diese Fragen nach und beobachtet währenddessen aufmerksam die Menschen in ihrer Umgebung. Sie fragt sich, ob die Paare um sie herum wirklich glücklich sind, denn eigentlich sehen sie nicht so aus. Wie kommt es, dass so viele Frauen mit ihrem Leben nicht zufrieden sind? Dass sie ihr Leben und ihre Seele nicht mehr besitzen? "Bitterfotze" als einen feministischen Roman abzustempeln ist nicht gerechtfertigt. Hier geht es vor allem um eine Ehefrau und Mutter, die überfordert ist mit der Situation, Arbeit, Kind und Mann unter einen Hut zu bekommen, während ihr Mann sich nur um seinen Job kümmert. Darüber wird sie bitter, dass bis heute die Gleichberechtigung in den Beziehungen nicht wirklich weit fortgeschritten ist. Ist es denn gerechtfertigt, wenn alle Juhu brüllen, wenn ein Mann seine Vaterzeit nimmt, aber kein Hahn danach kräht, wenn die Mutter die Kinderbetreuung übernimmt? Wie kann es sein, dass in vielen Beziehungen Frauen vergewaltigt, verhöhnt und belächelt werden? Maria Sveland ist provokant, sie will herausfordern, über die eigene Situation, das eigene Frausein nachzudenken. In vielen Situationen konnte ich mich selber wiederfinden. Doch wie auch ihre Protagonistin am Ende feststellt, dass sie nicht mehr bitterfotzig sein möchte, sondern ihr Leben und ihre Seele besitzen will, so kann auch ich als Leserin sagen, dass ich zwar nicht alles hinnehmen möchte, aber nicht gleich über jede Ungleichberechtigung bitter werden will.

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Kirsten1896

    28. September 2009 um 09:12

    frau wundert sich, das ihr leben sich nach der geburt des ersten kindes geändert hat und lässt sich darüber aus wie dreist die männer doch sind und arbeiten gehen statt sich um frau und kind zu kümmern.
    am ende des buches stellt sie fest das man viel glücklicher ist, wenn man alles ein bisschen lockerer sieht und nicht so verbittert ist - welch erkenntnis!

  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Feli

    16. September 2009 um 20:13

    Ein wenig musste ich mich durchringen, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen, aber dafür, dass ich es getan habe, wurde ich sehr belohnt. Wenn man es kennt, selber ab und zu "bitterfotzig" zu sein, dann wird einem die Lektüre von Maria Sveland sehr viel Freude, Erkennen und Erschrecken in einem bereiten. Sara ist 30 Jahre alt, Ehefrau und Mutter eines kleinen Sohnes. Aber sie hält das alles einfach nicht mehr aus und muss mal für ein paar Tage raus. Sie braucht Ruhe und beschließt deswegen, für eine Woche ganz allein nach Teneriffa zu fliegen, um sich von dem Stress zu Hause zu erholen. Mit ihrem Mann Johan funktioniert es nämlich auch nicht mehr so gut. Aber wie kam es, dass sie so "bitterfotzig" geworden ist? So bitter mit dem eigenen Leben, der Gesellschaft, der ganzen Welt? Während ihres Aufenthalts denkt sie über diese Fragen nach und beobachtet währenddessen aufmerksam die Menschen in ihrer Umgebung. Sie fragt sich, ob die Paare um sie herum wirklich glücklich sind, denn eigentlich sehen sie nicht so aus. Wie kommt es, dass so viele Frauen mit ihrem Leben nicht zufrieden sind? Dass sie ihr Leben und ihre Seele nicht mehr besitzen? "Bitterfotze" als einen feministischen Roman abzustempeln ist nicht gerechtfertigt. Hier geht es vor allem um eine Ehefrau und Mutter, die überfordert ist mit der Situation, Arbeit, Kind und Mann unter einen Hut zu bekommen, während ihr Mann sich nur um seinen Job kümmert. Darüber wird sie bitter, dass bis heute die Gleichberechtigung in den Beziehungen nicht wirklich weit fortgeschritten ist. Ist es denn gerechtfertigt, wenn alle Juhu brüllen, wenn ein Mann seine Vaterzeit nimmt, aber kein Hahn danach kräht, wenn die Mutter die Kinderbetreuung übernimmt? Wie kann es sein, dass in vielen Beziehungen Frauen vergewaltigt, verhöhnt und belächelt werden? Maria Sveland ist provokant, sie will herausfordern, über die eigene Situation, das eigene Frausein nachzudenken. In vielen Situationen konnte ich mich selber wiederfinden. Doch wie auch ihre Protagonistin am Ende feststellt, dass sie nicht mehr bitterfotzig sein möchte, sondern ihr Leben und ihre Seele besitzen will, so kann auch ich als Leserin sagen, dass ich zwar nicht alles hinnehmen möchte, aber nicht gleich über jede Ungleichberechtigung bitter werden will.

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    bouquineur

    07. September 2009 um 21:53

    Ein wirklich - frau muss es so sagen - bitterfotziges (das Wort könnte Kultstatus erreichen) Buch über die angebliche und doch in den Köpfen nicht vollständig existierende Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Wieso bekommt ein Mann Huldigungen wenn er den Haushalt schmeisst, während es bei einer Frau ja "selbstverständlich" ist? Wieso gelten Frauen gleich als zickig wenn sie ihre Meinung vertreten? Wieso werden Geschäftsideen von Frauen abgelehnt, wenn dieselbigen von männlichen Kollegen hervorgebracht Begeisterung auslösen? Wieso werden Frauen, die mal eine Woche alleine auf Teneriffa verbringen wollen mit gerümpften Nasen schief von der Seite angesehen, während Männer das Recht haben ihre Familie je nach Belieben alleine zu lassen? Und und und... man(n) bzw. frau könnte endlos weiter Fragen stellen, sie würden alle in dieses Buch passen. Männern wird der Roman sicher übel aufstoßen: "Wieder eine frustrierte Hausfrau - typisch!" Sicher... das Buch ist sehr überzogen, aber nicht ganz unwahr. Und es macht auf jeden Fall Spaß es zu lesen. Denn die Autorin ist wirklich schonungslos ehrlich und ihre Gedankengänge sind leicht nachvollziehbar. Sogar für "Nicht-Mütter" wie mich. Ich denke jede Frau kann sich irgendwie ein bisschen mit ihr identifizieren und ist nicht gleich eine "Männerhasserin" - auch nicht nach dem Lesen dieses Buches. Eher leichte Lektüre, aber keinesfalls schlecht!

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  • Rezension zu "Bitterfotze" von Maria Sveland

    Bitterfotze

    Kurile

    02. June 2009 um 08:11

    Wir sollten die Liebe mehr als Handlung begreifen, nicht so sehr als Gefühl. Maria Sveland legt den Finger in eine Wunde, die nicht verheilt. Ich finde es großartig, wie sie mit sich hadert und mit der ganzen Welt und wie sie es hasst "dass ich immer alles falsch machte, dass nichts so war, wie ich es wollte, dass alles immer so verdammt wehtat." Der Titel "Bitterfotze" gefällt mir, seit ich weiß, was Maria Sveland damit meint. Die Dinge beim Namen zu nennen, ist legitim.

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