Die wunderbare afghanische Autorin Mina Sharif hat auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich bin froh darüber. Dieser "Tanz" hat mich auf eine Reise in die Vergangenheit mitgenommen und vieles reflektiert, was ich teilweise erlebt, teilweise durch Erzählungen erfahren habe. Mit deutschen und afghanischen Wurzeln zur gleichen Zeit wie die Protagonistin im Ruhrgebiet aufgewachsen, waren mir viele Details der Erzählung vertraut. Die Beschreibungen sind sehr authentisch. Andere Teile des Buches haben mir wiederum ganz neue Blickwinkel eröffnet. Das Buch eignet sich besonders für Mädchen und junge Frauen auf der Suche nach einer Zugehörigkeit. Vor allem die Rückblicke auf die Kindheit in Afghanistan und der Gegensatz zu den Asylbewerberheimen in Deutschland sind atmosphärisch dicht beschrieben.
Ein großer Dank an Mariam T. Azimi, die geflüchteten Menschen, vor allem Mädchen, eine Stimme gibt und auch Deutschen ohne Migrationsgeschichte diese Welt zeigt. Ich finde es beeindruckend, ein Buch über die eigene Geschichte nicht in der Muttersprache zu verfassen und freue mich schon auf ihr nächstes Buch!



