Mariana Leky

 4,3 Sterne bei 926 Bewertungen
Autorin von Was man von hier aus sehen kann, Die Herrenausstatterin und weiteren Büchern.
Autorenbild von Mariana Leky (©Franziska Hauser / Quelle: Dumont)

Lebenslauf von Mariana Leky

Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband ›Liebesperlen‹ wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman ›Erste Hilfe‹ mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet. Im August 2017 erschien ihr aktueller Roman ›Was man von hier aus sehen kann‹. Sie lebt in Berlin und Köln.

Alle Bücher von Mariana Leky

Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)

Was man von hier aus sehen kann

 (637)
Erschienen am 19.08.2019
Cover des Buches Die Herrenausstatterin (ISBN: 9783832165178)

Die Herrenausstatterin

 (98)
Erschienen am 12.07.2019
Cover des Buches Die Wälder am Fluss (ISBN: 9783832161521)

Die Wälder am Fluss

 (50)
Erschienen am 17.12.2013
Cover des Buches Erste Hilfe (ISBN: 9783832165376)

Erste Hilfe

 (48)
Erschienen am 18.02.2020
Cover des Buches Liebesperlen (ISBN: 9783832161170)

Liebesperlen

 (15)
Erschienen am 15.04.2010
Cover des Buches Bis der Arzt kommt (ISBN: 9783832162481)

Bis der Arzt kommt

 (4)
Erschienen am 02.10.2013
Cover des Buches Warten (ISBN: 9783861537632)

Warten

 (0)
Erschienen am 19.12.2014
Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783864844362)

Was man von hier aus sehen kann

 (55)
Erschienen am 27.07.2017

Neue Rezensionen zu Mariana Leky

Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832198398)gsts avatar

Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder ...
gstvor 7 Tagen

„Ich beschloss, Martin später zu heiraten, weil ich fand, der Richtige sei der, der einem das Hinsehen erspart, wenn die Welt ihren Lauf nimmt.“ (Seite52)

Luise ist zehn Jahre alt, als die Geschichte beginnt. Sie erzählt in ihrer kindlichen Naivität von ihrem Alltag. Trotz einiger trauriger Episoden bleibt es nicht aus, dass sie dem Leser immer wieder ein wissenden Lächeln oder ein belustigtes Auflachen ins Gesicht zaubert. Schließlich weiß man schon, dass sich kindliche Vorstellungen selten bewahrheiten.

Nach und nach erhält man ein genaues Bild des Dorfes, in dem Luise zu Hause ist. Zum Beispiel weiß dort jeder, dass, wenn Luises Großmutter Selma von einem Okapi träumt, innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand stirbt. Egal, ob es sich um die abergläubische Elsbeth handelt, die „etwas gegen Gicht, gegen ausbleibende Liebe und ausbleibenden Kindersegen, gegen unausgebliebene Hämorrhoiden und quer liegende Kälber“ (Seite 53) hatte, oder um den Optiker, der „immer noch dachte, dass seine Liebe zu Selma eine Wahrheit wäre, die sich verbergen ließe“ (Seite 74).

Mariana Leky beobachtet genau und beschreibt präzise die Eigenheiten der Bewohner. Sie erzählt von der Liebe, von schlechter Laune, von Unsicherheiten und unerfüllten Träumen. Sie erzählt voller Witz und Zuwendung und hat damit einen Roman geschaffen, der den Leser aus seiner Realität reißt und im Dorfleben versinken lässt. Auf jeden Fall ein Buch, das gute Laune macht!

Kommentare: 2
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Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)FrauKlopps avatar

Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Wunderschöner, trauriger und lustiger Roman
FrauKloppvor 18 Tagen

Wieso hab ich dieses Buch nur so lange liegen lassen? Und wieso hatte ich keine Taschentücher in Reichweite? So viel Liebe auf 315 Seiten …

Eine wunderschöne Geschichte voller Wärme über so liebenswürdige Menschen - eine von Okapis träumende Oma, ein verliebter Optiker, ein sehr starker 10-jähriger Junge, ein weit entfernt lebender buddhistischer Mönch, eine traurige Frau, ein unsterblicher Hund, ... so könnte ich jetzt weiter machen ... jeder der einzelnen Protagonist:innen mit seinen/ihren so sympathischen Macken wächst einem im Laufe des Buches sehr an's Herz. Der Klappentext wird dem Inhalt des Buches auch überhaupt nicht gerecht: Selma – die Oma von Louise, träumt hin und wieder von einem Okapi. Und wenn dies geschieht stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Da jeder von dieser Gabe weiß, rumort es in allen – niemand weiß, wen es treffen wird, und so kommt es immer wieder zu letzten Wünschen, Briefen, Begegnungen ... Der rote Faden dieser Geschichte sind allerdings die Beziehungen der Dorfbewohner untereinander und die zwischenmenschlichen Gefühle, wunderschön geschrieben, weil so einfach, denn sie sind immer schon da gewesen.

„Ihr müsst dringend mal ein bisschen mehr Welt hereinlassen.“

„Keiner ist alleine, solange er noch wir sagen kann.“

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Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)Wortgebastel-Buchrezensionens avatar

Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Ein Buch voller Weisheit, Menschenkenntnis, Empathie und Humor
Wortgebastel-Buchrezensionenvor einem Monat

Handlung:

Louises Oma, Selma, kann den Tod voraussehen. Träumt sie von einem Okapi, so stirbt im Laufe der nächsten 24 Stunden ein Dorfbewohner. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht in dem kleinen Westerwälder Dörfchen, wann immer das Okapi in Selmas Traum erschienen ist. Weil keiner weiß, wen es treffen wird, werden die Menschen auf einmal ganz übervorsichtig und abergläubisch.  Mariana Leky erzählt davon, was die Leute in diesen Stunden fürchten, gestehen oder blindlings wagen. Denn alles in dem Dörfchen hängt miteinander zusammen, weil jeder jeden kennt. Nur Frederik und Louise können nicht zusammen sein, denn der Mann, den Louise liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan.. 

In Was man von hier aus sehen kann geht es um die Liebe, das große Warten im Leben, um zweifelndes Zögern, das aus Weisheit oder Respekt erwächst – und den Tod.


Figuren:

Verfasst ist das Buch aus Sicht von Louise. Sie ist in dem Dorf aufgewachsen, authentisch und auf sympathische Weise naiv. Nur selten ergreift sie die Initiative, alles widerfährt ihr irgendwie. Genau wie die Ausbildung zur Buchhändlerin, für die sich sich nicht wirklich aktiv entschieden hat.

Ihr Vater sagt, sie solle mehr Welt zu sich rein lassen. Ihm ist das Dorf zu klein und unaufgeregt, deshalb geht er auf Weltreise und lässt seinen neu angeschafften Hund bei Louise und ihrer Großmutter Selma zurück.

Selma dagegen ist immer für Louise da. Ein herzliche, ältere Frau mit geblümten Nachthemden, in denen sie hin und wieder von einem Unheil bringenden Okapi träumt.  

Dann gibt es da noch den Optiker, der nicht nur für seinen Beruf bekannt ist sondern auch für seine Fähigkeit, Verbindungen herstellen zu können zwischen Dingen, die scheinbar überhaupt nichts miteinander zu tun haben. So wie „Kaffeekannen und Schnürsenkeln“. Nur die Verbindung zu Selma hält er auf Abstand. Die Stimmen in seinem Kopf flüstern ihm zu, seine Liebe zu Selma geheim zu halten.

Die Nachbarin Marlies hält am liebsten das ganze Dorf auf Abstand. Sie ist immer traurig, immer schlecht gelaunt und will die Welt nicht zu sich reinlassen. Genau genommen will sie niemanden zu sich reinlassen. Deshalb kauft sie 5 Schlösser für ihr Haus, das sie kaum verlässt. Höchsten, um sich bei irgendwem über irgendwas zu beschweren. 

Alle Personen in Was man von hier aus sehen kann fallen auf ihre Art aus der Norm. Die Menschen in diesem unspektakulären Dorf haben unspektakuläre und doch irgendwie besondere Lebensläufe. Und sie hören einander wirklich zu.


Rezension:

Zusammengefasst klingt die Geschichte so banal, doch ich denke kein Klappentext könnte diesem Buch gerecht werden. Die ganze Genialität dieser grandiosen Schriftstellerin lässt sich nicht in wenigen Zeilen komprimieren. Das Buch hat Charme, ist warm, aber nicht kitschig, es ist ungewöhnlich und fantasievoll und irgendwie auch schräg. 

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war richtig traurig, als es dann zu Ende war. Ich wollte mich noch nicht verabschieden von Louise, Selma und dem Optiker. Die Charaktere sind so eigen und besonders und während des Lesens habe ich sie ins Herz geschlossen. Auch der Autorin merkt man die Liebe zu den Figuren an. Mariana Leky lässt ihre Leser*innen eintauchen in die magisch-realistische Welt des kleinen deutschen Dörfchens mit seinen liebevoll miteinander verbundenen Bewohnern. Von Beginn an ist man Teil der Dorffamilien und des Mikrokosmos, den die talentierte Autorin geschaffen hat. 

Kreative Sprachbilder und Wortwitze und jede Menge gelungene Metaphern ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Die Autorin spielt mit «Aufhockern», die einem frech im Nacken sitzen und die Gedanken kreisen lassen und mit «Verstockungen», die einen davon abhalten, genau das zu tun, was man eigentlich gerne täte. 

Die Sprache nimmt die Leser mit, berührt und plaudert von Alltäglichem, ohne dabei alltäglich zu sein. Die gleichzeitig begrenzte und allwissende Perspektive der Erzählerin sowie die eigenwilligen poetischen Vergleiche machen den Roman zu etwas ganz Besonderem. „Was man von hier aus sehen kann“ ist traurig und lustig zugleich. Und es steckt voll von Weisheit, Menschenkenntnis, Empathie und Humor. Ich kann euch Was man von hier aus sehen kann nur wärmstens ans Herz legen.


Wenn euch diese Rezension gefallen hat, schaut gerne auch auf meinem Blog vorbei: wortgebastel-buchrezensionen.de . Dort findet ihr Rezensionen zu ähnlichen Büchern 📙💫

Oder folgt mir bei bei Bookstagram: https://www.instagram.com/wortgebastel.buchrezensionen/


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Gespräche aus der Community

Der Tod ist nur einen Okapi entfernt

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du nur noch einen Tag zu leben hast? 
Mit dieser Frage müssen sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes öfter auseinandersetzten als ihnen lieb ist, denn jedes Mal, wenn Selma im Traum einen Okapi sieht, wird in den nächsten 24 Stunden jemand sterben.

Gewinne "Was man von hier aus sehen kann" als Hörbuch oder Printexemplar und lass dich in eine Welt voller eigenartiger Verwicklungen, wundersamer Zufälle und schicksalhafter Liebe entführen!



Über das (Hör-) Buch: 
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohnerinnen und Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …


>> Hier geht´s zur Hörprobe! 
>> Hier geht's zur Leseprobe! 

Über die Autorin:
Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband ›Liebesperlen‹ (2001), die Romane ›Erste Hilfe‹ (2004) und ›Die Herrenausstatterin‹ (2010) sowie ›Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde‹ (2013). Sie lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband ›Liebesperlen‹ wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman ›Erste Hilfe‹ mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet.

Über die Sprecherin:
Sandra Hüller, 1978 geboren, ist eine der renommiertesten deutschen Bühnen-, TV- und Film- Schauspielerinnen. Zuletzt erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen – u. a. den Europäischen und Bayerischen Filmpreis – für ihre Rolle im Oscar-nominierten und international preisgekrönten Film Toni Erdmann.

Gemeinsam mit dem DuMont Verlag und Roof Music verlosen wir jeweils 15 Printexemplare und Hörbücher von "Was man von hier aus sehen kann". Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 19.07. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: 

Wenn du wüsstest, dass du nur noch einen Tag zu Leben hast, was würde dann auf deiner To-do-Liste stehen?

Schreibt uns in einfach in eurer Antwort, ob ihr ein Printexemplar oder ein Hörbuch haben wollt.

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und freue mich schon riesig auf eure Antworten! 


Für Träumer!

Unter allen, die bis zum 04.08.2017 eine Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" auf LovelyBooks posten, verlosen wir ein einzigartiges Buch- oder Hörbuch-Paket! Mehr dazu findet ihr im passenden Unterthema.

 


378 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Mariana Leky wurde am 12. Februar 1973 in Köln (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

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von 505 Lesern aktuell gelesen

von 16 Lesern gefolgt

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