Mariana Leky

 4.3 Sterne bei 446 Bewertungen
Autorin von Was man von hier aus sehen kann, Die Herrenausstatterin und weiteren Büchern.
Mariana Leky

Lebenslauf von Mariana Leky

Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Sie lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband ›Liebesperlen‹ wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman ›Erste Hilfe‹ mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet. Im August 2017 erschien ihr aktueller Roman ›Was man von hier aus sehen kann‹. Sie lebt in Berlin und Köln.

Neue Bücher

Die Herrenausstatterin

 (62)
Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.

Erste Hilfe

Erscheint am 23.01.2019 als Hörbuch bei tacheles!.

Die Herrenausstatterin

Erscheint am 23.01.2019 als Hörbuch bei tacheles!.

Bis der Arzt kommt

 (1)
Neu erschienen am 30.08.2018 als Taschenbuch bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Mariana Leky

Sortieren:
Buchformat:
Was man von hier aus sehen kann

Was man von hier aus sehen kann

 (315)
Erschienen am 15.08.2018
Die Herrenausstatterin

Die Herrenausstatterin

 (62)
Erschienen am 20.09.2018
Erste Hilfe

Erste Hilfe

 (25)
Erschienen am 02.01.2006
Liebesperlen

Liebesperlen

 (10)
Erschienen am 28.08.2018
Bis der Arzt kommt

Bis der Arzt kommt

 (1)
Erschienen am 30.08.2018
Mit Vergnügen

Mit Vergnügen

 (0)
Erschienen am 06.12.2002
Was man von hier aus sehen kann

Was man von hier aus sehen kann

 (30)
Erschienen am 27.07.2017
Die Herrenausstatterin

Die Herrenausstatterin

 (3)
Erschienen am 19.09.2011

Neue Rezensionen zu Mariana Leky

Neu
sabatayn76s avatar

Rezension zu "Erste Hilfe" von Mariana Leky

‚Wir wissen nicht, was Matilda hat.'
sabatayn76vor 8 Tagen

‚Wir wissen nicht, was Matilda hat. Alles, was wir wissen, ist, dass sie aus Angst vor einem angeblich wahllosen Verrücktsein nicht mehr über die Straße kommt und nicht mehr allein sein kann, weil sie meint, dass das Verrücktsein vor allem auf der Straße, aber ebenso gut in der Wohnung in sie hineinrennen kann.‘ (Seite 62)

Die Ich-Erzählerin lebt bei Sylvester, einem Freund, der ihr pausenlos sagt, dass er sie liebt, und der immerzu von ihr hören will, dass sie ihn liebt. Sie arbeitet als Aushilfe in einem Zoogeschäft, und dort lernt sie Matilda kennen, die schließlich bei ihr und Sylvester einzieht, nachdem sie eine Angststörung entwickelt hat, nicht mehr über die Straße gehen und nicht mehr allein sein kann.

Ich habe schon zwei Bücher von Mariana Leky gelesen, die mir sehr gut gefallen haben, und auch wenn ‚Erste Hilfe‘ sprachlich und formal einen großen Wiedererkennungswert hat und mich die Thematik sehr angesprochen hat, weil ich selbst vom Fach bin, hat mich ‚Erste Liebe‘ nicht ganz so begeistern können wie erhofft.

Da ich selbst Psychologin bin, hat mich der Verlauf des Buches überhaupt nicht überraschen können, denn die Geschichte geht genau den Weg, den ich erwartet hatte. Das fand ich recht schade, auch wenn ich glaube, dass es Lesern, die sich noch nicht mit dem Thema Angststörung befasst haben, die Menschen mit einer Angststörung kennen oder die selbst an einer solchen Störung leiden, das Buch ganz anders als ich lesen werden.

Das Buch ist nichtsdestotrotz sehr flüssig und unterhaltsam lesbar, obwohl ich die ständigen Wiederholungen der immergleichen Sätze und Phrasen eher anstrengend fand. Ich muss der Autorin aber zugutehalten, dass sie damit genau ins Herz einer Angststörung getroffen hat, in der die Gedanken, die Gefühle, die Ängste immer wieder ums gleiche Thema kreisen, von denen man sich nicht lösen kann, die man selbst und die auch die Angehörigen oft nervig und ermüdend finden.

Auch der Teufelskreis der Angst, die immer mehr verstärkt wird, die Panik, die einen wie eine Welle mitreißt und von der man glaubt, dass man ihr nicht entrinnen kann, sowie das leichtfertige Verschreiben von Psychopharmaka wurden hervorragend beschrieben und dem Leser näher gebracht.

Kommentare: 2
2
Teilen
kingofmusics avatar

Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Humorvoll, philosophisch – einfach für´s Herz!
kingofmusicvor einem Monat

Dank einer kleinen, feinen Wanderbuchrunde bin ich auf „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky gekommen.


Hauptsächlich aus der Sicht der Ich-Erzählerin Luise geschrieben, beschreibt Mariana Leky in ihrem Roman das Leben einer kleinen Dorfgemeinschaft im Westerwald und ihren Alltagssorgen. Es wimmelt nur so von schrulligen Figuren und absurd-komischen, aber auch tragischen Situationen, die den Leserinnen und Lesern von einem zarten Lächeln über ein lauthalses Lachen bis hin zu „O Gott – warum?“-Schockstarre jedwede Form von Gefühlsäußerungen abringen.


Das Ganze wird vorgetragen in einer zumeist locker-leichten Sprache und doch haben wir es hier bei Weitem nicht mit einem Roman der Trivialliteratur zu tun – dafür ist es dann doch zeitweise zu poetisch und philosophisch, wie folgende Zitate belegen:


„Das Okapi ist ein abwegiges Tier, viel abwegiger als der Tod, und es sieht vollkommen zusammenhanglos aus mit seinen Zebraunterschenkeln, seinen Tapirhüften, seinem giraffenhaft geformten rostroten Leib, seinen Rehaugen und Mausohren. Ein Okapi ist absolut unglaubwürdig, in der Wirklichkeit nicht weniger als in den unheilvollen Träumen einer Westerwälderin.“ (S. 14)

„Es wird in deinem Leben Momente geben, in denen du dich fragen wirst, ob du überhaupt irgendetwas richtig gemacht hast“, sagte er. „Das ist ganz normal. Es ist auch eine sehr schwere Frage. Um die hundertachtzig Kilo, würde ich sagen. Aber es ist eine, auf die es eine Antwort gibt. Sie taucht meist spät im Leben auf. Ich weiß nicht, ob Selma und ich dann noch da sein werden. Deshalb sage ich dir das jetzt: Wenn es so weit ist, wenn diese Frage auftaucht und dir nicht sofort etwas einfällt, dann erinnere dich daran, dass du deine Großmutter und mich sehr glücklich gemacht hast, so glücklich, dass es für ein ganzes Leben von vorne bis hinten reicht. Je älter ich werde, desto mehr glaube ich, dass wir nur für dich erfunden worden sind. Und wenn es einen guten Grund gibt, erfunden zu werden, dann bist das du.“ (S. 198/ S. 199)


„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein ganz und gar wunderbares Buch, dass von seiner Stimmung, seinem teils schwarzem Humor, aber auch der Zuversicht und Hoffnung, dass alles im Leben seinen Sinn und Platz hat, lebt.


Absolute Leseempfehlung!

Kommentare: 3
44
Teilen
Gelindes avatar

Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

Was man von hier aus sehen kann
Gelindevor einem Monat

Was man von hier aus sehen kann, von Mariana Leky

Dieses Buch ist für mich sehr schwer zu bewerten.
Es hat viel, was ein tolles Buch ausmacht, und trotzdem hat es mich nicht begeistern können, sondern eher im Gegenteil, ich habe mich sehr schwer getan es zu lesen.
Es ist mir vorgekommen wie die vielen einzelnen Teile eines Puzzels oder eines Mosaiks, die dann aber falsch zusammengesetzt wurden und so kein schönes Bild abgaben, oder ein Bild, bei dem ich nichts erkennen konnte, auch wenn die einzelnen Teile da und auch in gewisser Weise schön waren.
Z.B. der Humor, Wortakrobatik, Situationskomik, die Poesie oder der Grundgedanke der Geschichte, es gab Passagen die wie ein Märchen angemutet haben. Es gibt Fabelwesen und Fantasy, aber auch das kommt bei mir nicht mystisch oder fantastisch an, sondern einfach nur konstruiert.
Ich fand es auch in sich so widersprüchlich: steif, distanziert, kalt, dann wieder leise, weich, und einfühlsam.

Hier noch ein Beispiel von so einer widersprüchlichen Passage:
Poetischer Absatz, aber dann doch zu konstruiert zu gewollt witzig und dann doch unsinnig und an dieser Stelle dann für mich total unverständlich.
Zitat:
Die Blätter dachten nicht daran, sich von den Zweigen herunter pusten zu lassen Sie waren halbstark und kräftig, sie begriffen nicht mal, was Elsbeth beabsichtigte, sie fühlten sich kein bisschen bedroht, sie fühlten sich eher geföhnt.

Ich kann deshalb nur 2 Sterne geben, da mir das Buch im Zusammenspiel eben, (ich denke vor allem durch die Art des Schreibstils) so gar nicht gefallen hat.
Außerdem gab es viel zu viele Wiederholungen.

Mit der Ich-Erzählerin, einem 10jährigen Kind (später erwachsen), konnte ich gar nicht warm werden, sie war so abgeklärt, wusste alles, irgendwie übernatürlich, sie plappert Sätze (nach) die sie gar nicht verstehen kann.

Leider blieben mir auch die weiteren Protagonisten fremd.

Hier noch ein Zitat vom Ende, das mir gut gefallen hat:
Es stimmt, dachte Selma, dass die Zeit schneller vergeht, ja älter man wird, und sie fand, dass das unklug eingerichtet war. Selma wünschte, dass ihr Zeitgefühl mit ihr altern, dass es etwas lahmen würde, aber das Gegenteil war der Fall. Selmas Zeitgefühl benahm sich wie ein Rennpferd.

Mein Fazit:
Mag es anderen gefallen (was eben mit „hoher Literatur“ ausgezeichnet ist muss (?) ja gut sein)?
Doch ich gehöre zu den Lesern die zu ihrem Geschmack stehen und sagen:
Das Buch hat MIR in seiner Gesamtheit nicht so gut gefallen.
Auch wenn es gegen Ende noch ein paar schöne Passagen gab.
Deshalb von mir 2,5 Sterne die ich auf 3 aufrunde.

Kommentieren0
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
m_exclamationpoints avatar

Der Tod ist nur einen Okapi entfernt

Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass du nur noch einen Tag zu leben hast? 
Mit dieser Frage müssen sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes öfter auseinandersetzten als ihnen lieb ist, denn jedes Mal, wenn Selma im Traum einen Okapi sieht, wird in den nächsten 24 Stunden jemand sterben.

Gewinne "Was man von hier aus sehen kann" als Hörbuch oder Printexemplar und lass dich in eine Welt voller eigenartiger Verwicklungen, wundersamer Zufälle und schicksalhafter Liebe entführen!



Über das (Hör-) Buch: 
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohnerinnen und Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …


>> Hier geht´s zur Hörprobe! 
>> Hier geht's zur Leseprobe! 

Über die Autorin:
Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband ›Liebesperlen‹ (2001), die Romane ›Erste Hilfe‹ (2004) und ›Die Herrenausstatterin‹ (2010) sowie ›Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde‹ (2013). Sie lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband ›Liebesperlen‹ wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman ›Erste Hilfe‹ mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet.

Über die Sprecherin:
Sandra Hüller, 1978 geboren, ist eine der renommiertesten deutschen Bühnen-, TV- und Film- Schauspielerinnen. Zuletzt erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen – u. a. den Europäischen und Bayerischen Filmpreis – für ihre Rolle im Oscar-nominierten und international preisgekrönten Film Toni Erdmann.

Gemeinsam mit dem DuMont Verlag und Roof Music verlosen wir jeweils 15 Printexemplare und Hörbücher von "Was man von hier aus sehen kann". Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich 19.07. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: 

Wenn du wüsstest, dass du nur noch einen Tag zu Leben hast, was würde dann auf deiner To-do-Liste stehen?

Schreibt uns in einfach in eurer Antwort, ob ihr ein Printexemplar oder ein Hörbuch haben wollt.

Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und freue mich schon riesig auf eure Antworten! 


Für Träumer!

Unter allen, die bis zum 04.08.2017 eine Rezension zu "Was man von hier aus sehen kann" auf LovelyBooks posten, verlosen wir ein einzigartiges Buch- oder Hörbuch-Paket! Mehr dazu findet ihr im passenden Unterthema.

 


Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Mariana Leky wurde am 12. Februar 1973 in Köln (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 686 Bibliotheken

auf 147 Wunschlisten

von 27 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks