Mariana Leky Was man von hier aus sehen kann

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Inhaltsangabe zu „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. "Was man von hier aus sehen kann" ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit. 'Was man von hier aus sehen kann ist so unterhaltsam und märchenhaft und von einer so großen Weisheit und Tiefe, dass ich unbedingt damit zu tun haben wollte. Es gibt ganz wenige Bücher bei denen mir das passiert.' Sandra Hüller

Sprachlich, erzählerisch, stilistisch subtil, witzig, packend und deswegen großartig.

— thursdaynext

Einfach wundervoll! Eines meiner Lieblingsbücher 2017

— Thaliomee

Selten habe ich so schön über die Liebe und das Leben gelesen. Wunderbare Figuren und Mariana Lekys Sprache machen es zu einem Genuss! ❤️

— Code-between-lines

Ein besonderes Buch mit besonderen Charakteren. An manchen Stellen war es mir allerdings too much

— mareike91

Ein Hauch von magischem Realismus und Charaktere, die in Erinnerung bleiben.

— MissGoWest

Eine berührende Geschichte zauberhaft erzählt und ebenso stimmig gelesen!

— Danni89

poetisch. traurig. schön. unterhaltsam und märchenhaft. voll Weisheit und Tiefe. klug und zartfühlend.

— typomanin

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  • Wir müssen mehr Welt hineinlassen

    Was man von hier aus sehen kann

    Thaliomee

    26. August 2017 um 21:11

    Das Cover und auch den Titel fand ich zunächst nicht unbedingt ansprechend. Vielleicht auch deshalb, weil ich mir wenig darunter vorstellen konnte. Jetzt kann ich sagen, dass dieses Buch auch schwer zu beschreiben ist, lesen oder hören lohnt Die Hauptfigur ist Luise und die Geschichte beginnt, als sie in der Grundschule ist. Ihr Vater hat gerade eine Psychoanalyse begonnen, ihr bester Freund Martin wird von seinem Vater geschlagen und ihre Oma Selma hält mit dem Optiker die Welt im Lot. Mehr noch, Selma und der Optiker haben für Luise und Martin „die Welt erfunden“, zumindest das Stück Westerwald, das ihre Heimat ist. Als Selma eines nachts von einem Okapi träumt, verbreitet sich die Botschaft in Windeseile im Dorf. Denn wenn Selma von einem Okapi träumt, wird jemand sterben. Die Menschen bereiten sich vor, legen Geständnisse ab oder schreiben Briefe. Niemand weiß, wen es treffen wird und natürlich werde ich es an dieser Stelle nicht verraten. In diesen Vorbereitungen lernen wir das Dorf kennen: Der Optiker ist heimlich in Selma verliebt, Selma liebt aber ihren Mann Heinrich, der schon lange tot ist. Elsbeth, die ziemlich abergläubisch ist und für jede Situation die passende Bauernregel hat. Marlies, die mürrisch und griesgrämig ist, aber trotzdem nicht vermeiden kann, dass Luise sie besucht. Es gibt natürlich noch viele weitere Charaktere, alle liebevoll beschrieben und ausgearbeitet! Im zweiten Teil ist Luise eine junge Frau und hat eine Ausbildung zur Buchhändlerin begonnen. Sie verliebt sich und wir erleben mit, wie sich nicht nur Luise sondern auch die Menschen im Dorf verändert haben. Bis zum dritten Teil vergehen wieder einige Jahre, Luise ist nun eine erwachsene Frau und sollte ihr Leben fest im Griff haben. Es ist rührend, ihr beim Erwachsen werden zuzusehen und Freude und Schmerz mit ihr zu teilen! Der Schreibstil ist wundervoll und ich finde, die Sprecherin Sandra Hüller passt einfach perfekt zu Luise und zur Geschichte. Sie liest ruhig und doch mit viel Emotion, ich konnte ihr stundenlang zuhören. Ein schönes Hörbuch, trotzdem überlege ich mir die Printausgabe zu kaufen, denn das Buch ist voll mit wundervollen Zitaten. Die Autorin Mariana Leky geht einfach phantastisch mit Sprache um und erschafft eine Welt, die ich nicht verlassen wollte. Am Ende des Hörbuchs fühlte ich mich tatsächlich ein wenig so, als müsste ich von guten Freunden Abschied nehmen.

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  • Anders und hörenswert

    Was man von hier aus sehen kann

    Steffi1611

    18. August 2017 um 08:00

    Ein kleines Dorf im Westerwald bildet den Mittelpunkt dieser Geschichte. Hier lebt neben Selma auch deren Enkelin Luise aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.Der Hörer begleitet Luise von klein auf an. Nach und nach lernt man weitere Dorfbewohner kennen und jeder für sich ist speziell oder besonders. Aber die meisten sind zufrieden. Außer wenn Selma von einem Okapi träumt, dann stirbt nämlich einer von ihnen. 24 Stunden befindet sich das Dorf in einem Ausnahmezustand und alle überlegen, was sie noch zu tun haben oder mit wem sie noch reden wollen oder müssen.Aber dann trifft es jemanden, wo man es nicht erwartet hat. Was macht das mit den Bewohnern? Wie verändert sie das Ereignis?Mit viel Herz und einer unglaublichen Nähe zu den Charakteren wird diese Geschichte erzählt. Während des Hörens habe ich mich fast wie ein Dorfbesucher gefühlt, welcher die Leute wirklich kennen gelernt hat.Sandra Hüller als Sprecherin war mir vorher nicht bekannt, aber sie hat diesem Buch so viel Leben eingehaucht und die richtigen Stimmlagen für die Situationen gefunden. Es macht Spaß ihr beim Lesen zuzuhören.Mariana Leky ist ein wunderbares Buch gelungen, welches keinen deutlichen roten Faden hat aber dafür einen tollen Schreibstil. Auch nachdem Ende des Buches ist es nicht einfach vorbei. Ein wenig von dem Gehörten bleibt und man denkt mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die Geschichte zurück.

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  • Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft!

    Was man von hier aus sehen kann

    Code-between-lines

    13. August 2017 um 17:22

    Mariana Lekys Roman spielt in einem kleinen Dorf im Westerwald. Die Protagonistin Luise wächst größtenteils bei ihrer Oma Selma auf. Selma, die weiß, dass im Dorf innerhalb von 24 Stunden ein Mensch sterben wird, wenn sie nachts von einem Okapi geträumt hat.   Mit diesem ein wenig skurrilem Setting beginnt die Geschichte um Luise, Selma, Luises besten Freund Martin und den Optiker, der schon sein halbes Leben lang in Selma verliebt ist, sich aber seit Jahrzehnten nicht traut, ihr seine Liebe zu gestehen. Luise sagt, Selma und der Optiker "haben die Welt erfunden" - ein wunderschöner Satz, der illustriert, wie klein Luises Mikrokosmos in dem Dorf im Westerwald ist. Nicht umsonst fordert Luises Vater immer wieder, sie und Selma müssten endlich mal "etwas mehr Welt hereinlassen". Als Leser wünscht man sich, dass falls das passiert, die Welt bitte nichts an Luise und Selma ändern möge. Mariana Leky hat noch eine ganze Reihe weiterer liebenswerten Figuren in ihrem Roman untergebracht: Elsbeth, die abergläubische Schwägerin Selmas, die depressive und grundsätzlich griesgrämige Marlies, die sich am liebsten komplett vor der Welt verstecken möchte, obwohl sie doch fest zur Dorfgemeinschaft dazu gehört, Luises Eltern, die hauptsächlich mit sich und ihrer unglücklichen Ehe beschäftigt sind, und Martins gewalttätiger Vater, der sein eigenes Unglück in zu viel Alkohol ertränkt.   Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und bin ihm nach wenigen Kapiteln komplett verfallen. Innerhalb kürzester Zeit war ich verliebt in die so liebevoll und herzlich und mit einer feinen Portion Humor gezeichneten Figuren, die wunderschön verpackten Weisheiten über die Liebe und das Leben und die in jedem Wort so deutlich spürbare Menschlichkeit, mit der auch die negativen Aspekte der Figuren dargestellt werden. Hätte ich die Printausgabe gelesen, wäre sie mittlerweile wohl voll mit kleinen Zetteln, die die zahlreichen, direkt ins Herz gehenden Sätze markieren. Aber auch das Hörbuch hatte seine Vorzüge, denn die Geschichte wird von der Sprecherin Sandra Hüller wunderbar und sehr passend gelesen - ihre Stimme wurde für mich beim Hören zur Stimme des Dorfes. Ich werden Luise, Selma und all die anderen wohl noch eine ganze Weile vermissen und mir sicher auch die Printausgabe irgendwann noch einmal vornehmen ♥

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2391
  • Ein besonderes Buch mit besonderen Charakteren

    Was man von hier aus sehen kann

    mareike91

    04. August 2017 um 15:08

    Inhalt:In kleinem Dorf im Schwarzwald führen Selma, ihre Familie und Freunde ein beschauliches Leben. Abgesehen davon, wenn Selma wieder einmal von Okapis träumt. Denn dann wird kurz darauf jemand sterben - und keiner weiß, wen es wohl treffen wird. Kein Wunder also, dass das Dorf wieder einmal Kopf steht, als Selma von einem Okapi träumt...Meine Meinung:Mit ihrer sehr angenehmen Stimme bringt Hörbuch-Sprecherin Sandra Hüller das von der Aurorin Mariana Leky wunderschön geschriebene Buch (ungekürzt) toll rüber. Ihre ruhige Stimme verleiht dem Buch Leben und passt gleichzeitig sehr gut zur auch eher ruhigeren Geschichte des Buches.Sicherlich spielt das alltägliche Leben eine große Rolle, dennoch hat mich die Geschichte in keinster Weise gelangweilt. Denn die Geschichte ist lustig und unterhaltsam, mal fröhlich und mal traurig...Im Laufe des Buches begegnet dem Leser wohl nahezu jede Emotion.Wer denkt, der Plot handelt insbesondere von dem Tag, an dem Selma mal wieder von einem Okapi träumt, der täuscht. Der Leser lernt stattdessen ihre zehnjährige Enkelin Luise kennen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, sieht sie aufwachsen und begleitet sie durch ihr Leben...Highlight des Buches sind definitiv die Charaktere. Sei es Selma, die ja bekanntlich von Okapis träumt, der Optiker, der Stimmen hört, oder Mönch Frederik, der plötzlich im Westerwald auftaucht, haben zwar allesamt ihre Macken und Eigenarten, aber sind auf ihre jeweilige Art und Weise besonders. Es ist eine wirklich schrullige, aber liebenswerte Dorfgemeinschaft, zu der man sich als Leser gerne zugehörig fühlt.Fazit:Ein berührendes Buch voller besonderer Charaktere, von denen einer kauziger und verrückter ist als der andere... Mir war es an manchen Stellen jedoch einfach zu überzeichnet oder aber zu ruhig. Dennoch eine klare Leseempfehlung!

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  • „Keiner ist alleine, solange er noch wir sagen kann.“

    Was man von hier aus sehen kann

    MissGoWest

    03. August 2017 um 20:29

    In einem kleinen Dorf im Westerwald, wo jeder jeden kennt, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Selma, die Großmutter der Ich-Erzählerin Luise, von einem Okapi träumt. Denn dann wird innerhalb von 24 Stunden jemand im Ort sterben. Daher fühlen sich die Dorfbewohner dazu berufen, verdrängte Dinge ans Licht zu bringen oder ins Reine mit ihren Lieben zu kommen. Die einzigartigen Charaktere der Geschichte nahmen mich sofort gefangen – angefangen von Luise, deren wichtigste Bezugsperson ihre Oma Selma ist, über Luises Kinderfreund Martin, der gerne alles und jeden hochhebt (bevorzugt Luise), um Gewichte stemmen zu üben, bis hin zum Apotheker, der jahrzehntelang heimlich in Selma verliebt ist, aber seine Liebe nicht gestehen kann.   Die Handlung ist ein wenig wie das wirkliche Leben – vieles plätschert so dahin, ist aber durchaus nicht belanglos. Einige Szenen haben mir Unbehagen bereitet, z.B. wie ein junger Vogel erst nach mehreren Versuchen erschlagen wird oder wenn Hunde mit Schuhen beworfen werden. Zum Glück stehen diese Dinge nicht im Vordergrund.   Der Leser folgt Luise von der Kindheit als 10-Jährige ins Erwachsenenalter, erlebt mir ihr die Liebe zu Frederik, einem buddhistischen Mönch, der den Westerwald besucht, aber eigentlich in Japan lebt, starrt gebannt in den Himmel, um die totale Sonnenfinsternis zu bestaunen und wechselt mit der ganzen Dorfgemeinschaft ins 21. Jahrhundert.   Die vielschichtigen Beziehungen der Charaktere stehen dabei im Vordergrund. Das Buch spiegelt die Höhen und Tiefen des Lebens wider, ohne dabei kitschig zu werden. Fazit: Wer einen Roman mit einem Hauch von magischem Realismus in Kombination mit Charakteren, die in Erinnerung bleiben, schätzt, ist bei Was man von hier aus sehen kann gut aufgehoben.   Die Hörspielfassung des Buches ist ungekürzt und bereitet kurzweilige Unterhaltung von 8 Stunden und 3 Minuten. Nicht allzu gut gefällt mir die Lesestimme von Sandra Hüller, die oftmals zu monoton und salbungsvoll in meinen Ohren klingt. Etwas mehr Kraft in der Intonation hätte der Geschichte noch mehr Tiefgang verliehen.

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  • hat mich sehr berührt

    Was man von hier aus sehen kann

    silkedb

    03. August 2017 um 10:23

    Ich habe „Was man von hier aus sehen kann“ von Autorin Mariana Leky als Hörbuch gehört. Ich bin ganz erstaunt, wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Gelesen wird das Hörbuch von Sandra Hüller, die hier ohne große Maskerade und eher nüchtern liest, was jedoch für die Geschichte ganz genau passend ist.Nach der Inhaltsangabe des Verlages dachte ich, dass sich die Handlung über einen sehr kurzen Zeitraum erstreckt und hauptsächlich mit dem Tag beschäftigt nachdem Selma vom Okapi geträumt hat. Ich war daher erstaunt, dass sich die Geschichte auf über 20 Jahre erstreckt. In dem Jahr als Selma das Okapi sieht, um das es in der Inhaltsangabe geht, ist ihre Enkelin Luise zehn Jahre alt. Erzählt wird hier auch aus Luises Perspektive und so begleitet der Hörer sie durch die verschiedenen Etappen ihres Lebens, wobei jedoch die Jugendzeit in einem Zeitsprung übergangen wird. Nach dem längeren Abschnitt in Luises Kindheit, widmet sich die Handlung dann hauptsächlich dem Lebensabschnitt von Anfang 20 bis Anfang 30.Mich hat die Geschichte sehr bewegt. Es gab einige Stellen an denen ich mehr als nur den Tränen nahe war (was mir schon ein bisschen peinlich war, weil ich das Hörbuch beim Autofahren gehört habe). Die Figuren sind zwar allesamt ziemlich überzeichnet, aber dadurch auch interessante Persönlichkeiten und echte Typen. Ich fand die Sprache wunderschön zu hören, diese bildhaften Vergleiche, die Überlegungen zum Buddhismus, der Aberglauben einer der Figuren und die Wort mit denen Luise sich und ihre Mitmenschen beschreibt. Für mich war auch die Wahl des Hörbuchs genau richtig. Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Geschichte nicht zu langweilig gewesen wäre, wenn ich sie gelesen hätte, aber mit Luise als Erzählerin in Form von Sprecherin Sandra Hüller habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ich habe überlegt womit sich dieses Hörbuch vergleichen lässt, aber das ist nur sehr schwer möglich. Ähnlich erstaunt und mit Worten berührt hat mich jedoch das Hörbuch zu „Die Eleganz des Igels“ und auch das ist eine Geschichte, die mich als Printausgabe wahrscheinlich nicht so erreicht hätte. „Was man von hier aus sehen kann“ könnte die deutsche Antwort darauf sein.Insgesamt gesehen ist „Was man von hier aus sehen kann“ eine eher ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt und so für Leser/Hörer geeignet, die nicht nur auf der Suche nach dem nächsten Thrill sind.

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  • Bewegend und zauberhaft

    Was man von hier aus sehen kann

    Danni89

    02. August 2017 um 21:21

    Klappentext: „Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr.“ Bei dem Hörbuch zu dem Roman „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky handelt es sich um eine ungekürzte Fassung auf 6 Audio-CDs mit einer Gesamtspielzeit von gut 8 Stunden. Gelesen wird die Geschichte von Sandra Hüller. Ich habe ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, kam mit der Zeit aber zu dem Schluss, dass dieses Hörbuch wirklich toller Stoff zum Zurücklehnen und Träumen ist. Die Geschichte ist zauberhaft erzählt und die Sprecherin bringt diesen Zauber beim Lesen ebenso schön rüber. Neben dieser emotionalen Erzählweise sind für mich eindeutig die Charaktere eine Stärke des Romans gewesen: neben Selmas Enkelin Luise sind insbesondere die zahlreichen Dorfbewohner jeder für sich etwas Besonderes und ihre Beziehungen untereinander, ihre Gefühle werden wunderbar beschrieben. Dadurch habe ich viele von ihnen sehr lieb gewonnen und ihre Geschichte interessiert verfolgt. Stellenweise wurde mir der Handlungsverlauf nur leider ein bisschen langatmig, aber die schöne Erzählweise hat das wieder ein bisschen gut gemacht. Fazit: eine berührende Geschichte zauberhaft erzählt und ebenso stimmig gelesen! 

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  • Was man von hier aus sehen kann

    Was man von hier aus sehen kann

    typomanin

    02. August 2017 um 21:04

    Verlag: Tacheles / Roof MusicZeit: 8 Stunden 3 MinutenCover: Auf dem Cover ist in hübscher Zeichnung ein Opake abgebildet, das auf dem Blatt eines Apfels steht. Sieht schon aus wie im Märchen oder Traum und passt daher sehr gut zum Inhalt. Rezension: Immer wenn Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag innerhalb 24 Stunden jemand im Dorf. Wer es sein wird, ist jedoch nie klar. Die Bewohner des Dorfes sind in heller Aufruhr, wenn Selma wieder von einem Okapi geträumt hat. Sie versuchen Dinge abzuschließen, in Ordnung zu bringen, Liebe zu gestehen, Altes zu überwinden. Dies und mehr erzählt Mariana Leky in ihrem Roman, der als Hörbuch wunderbar von der Schauspielerin Sandra Hüller wunderbar eingesprochen wurde.Wunderbar märchenhaft ist die Sprache des Romans. Das ist mir sofort aufgefallen und hat mich angesprochen. Es ist keine perfekte Welt in diesem Dorf und trotzdem oder gerade dadurch sind die einzelnen Bewohner so liebenswert. Jeder und jede hat seine Macken und Kanten. Es ist ein Beziehungsroman, ohne kitschig zu sein und es geht nicht nur um innige Liebesbeziehungen, sondern vielmehr um »Liebe im Modus der Abwesenheit« und es handelt »von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben«. Fazit: Wundervoll hörbar in märchenhafter Sprache wachsen einem die Dorfbewohner nach und nach ans Herz. So dass das Ende für mich viel zu schnell kam und mich fast etwas traurig zurücklässt.

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  • niemals von Okapis träumen

    Was man von hier aus sehen kann

    Simi159

    31. July 2017 um 22:18

    Ein kleiner Ort im Westerwald. Jeder kennt jeden und Alles scheint miteinander verbunden zusein. Und immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt in den 24 Stunden darauf ein Mensch, de ihr nahe steht. Nur da man erst, wenn er gestorben ist,  weiß, wen es treffen wird, bedürfen diese 24 Stunden nach Selmas Traum besonderer Vorsicht. Luise, die Enkelin von Selma, weiß noch nicht, dass es sie diesmal ganz besonders treffen und für ihr weiteres Leben prägen wird. Und auch das Dorf wird sich verändern…. Fazit: Das Leben geht manchmal komische Wege, selbst wenn es auf so kleinem Raum, wie einem Ort im Westerwald stattfindet. Als Leser begleitet man Luise, die ach die Geschichte erzählt, bis zu dem Schicksalsschlag hin und ins Erwachsenen Alter hinein. Schon nach wenigen Seiten in man voll in dieser ganz speziellen, vielleicht etwas kleinen- engen westerwälder Welt, die die Autorin, Mariana Leky, da erschaffen hat, eingetaucht. Mit diesem perfekten Setting für außergewöhnliche und doch ganz normale Charaktere. Diese sind alle zusammen sehr skurril wirken und doch in vielen kleine Orten dieser Welt so zusammentreffen könnten. Luise und ihr gleichaltriger Freund Martin; ihr Oma Selma; in die der Optiker verliebt ist, ihr aber diese Liebe nicht gesehen kann, einem Einzelhändler; Markise, der mürrischen Dorfbewohnerin, die immer nur dagegen ist und sich nie zu freuen scheint; Luises Eltern, die sich schon länger entleibt haben und doch noch zusammen sind, ihre Mutter mit der lauten Frage im Kopf, ob sie gehen oder bleiben soll und Luises Papa, der immer den Spruch auf den Lippen hat, man solle mehr Welt in sein Leben lassen. Und dann ist das Frederick, der chinesische Mönch, der auf die kleine Gemeinschaft wie ein Katalysator wirkt. Selten hat man solch eine bunte Mischung, die einen gleitzeitig zum Lachen und zum Weinen bringt. Und bei der man sofort ein Teil davon werden möchte. Mariana Leky erfindet die perfekten Personen, packt sie in ein perfektes Setting und verpasst ihnen auch noch eine eigene Sprache, die zarte und doch scharfe Bilder im Kopfkino entsteht läßt, samt Wortspielen und unzähligen Zusammenhängen, die ich so vorher nie wahrgenommen habe…. „Was man von hier aus sehen kann“ ist für mich eines der besten Bücher 2017. Das gelesen und/oder gehört werden möchte. Das Hörbuch wird gesprochen von Sandra Hüller, die mit einer zarten und eingängigen Stimme perfekt zu den Bildern der Autorin passt.  Ungekürzte Fassung, 6 CD’s, mit einer Laufzeit von  8 Stunden und 3 Minuten Von mir gibt es 5 STERNE.

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