Marianne Bunes

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Autor von Mutterwut.

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Mutterwut

Mutterwut

 (2)
Erschienen am 01.03.2015

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Rezension zu "Mutterwut" von Marianne Bunes

gefährliche Wut
anja_bauervor 2 Jahren

 

Maria ist in der Maria wartet in der forensischen Psychiatrie  und wartet dort auf ihre Verhandlung.  Sie kann nicht reden, doch schreibt sie die Worte auf Papier – ihre Geschichte. Sie schreibt über ihre Mutter, die in ihr Leben eindringt und nicht mehr loslässt und über ihren Vater, der das Geschehen lässt. Immer wieder kommt die Mutter ungebeten in die Wohnung, wäscht die Wäscher, kocht für Maria. wann immer es der Mutter es passt und sie lässt kein NEIN zu. Ständig bekommt sie nur negatives zu ihrer Person zu hören, dabei wünscht sie sich nichts sehnlicher zu hören, wie z. B. bleib s wie du bist.“

Nur im Wald fühlt sie sich ein wenig wohler  und ihre Katzen geben ihr das Gefühl, so sein zu dürfen, wie sie möchte.

 Und dann eines Tages passiert es. .. und sie kommt in die Psychiatrie und ist dann trotzdem frei.

Mutterwut zeigt die bedingungslose Liebe einer Mutter zu ihrer Tochter und doch ist sie grundlegend falsch. Maria darf nie so sein, wie sie möchte und kann zum Schluss nur noch Ja, Danke und Gut sagen.  Mehr Worte kommen nicht mehr über ihre Lippen. Und immer weiter wird sie in eine Rolle gedrängt, die sie gar nicht ein möchte bis hin zum Eklat. Marie ist wie gelähmt gegenüber ihre Mutter und kann sich absolut nicht wehren. Jegliche Versuche – egal ob in Worte oder Briefe werden mit vernichteten Worten von der Mutter nieder gemacht. J „Sie bringt mich nochmals ins Grab“ hört Marie fast tagtäglich. Die Telefongespräche werden immer verdreht, so dass Marie immer die Böse ist. Und dann ist noch die strenge Religion, die eine wichtige Rolle im Leben der Eltern spielt.

Mutterwut ist kein Kriminalroman wie es au dem Cover steht. Es ist vielmehr ein erschütternder Bericht über eine Mutter, die von sich so überzeugt ist und kein Platz für was anderes lässt. Narzissmus sagt man auch dazu und darunter hat Marie zu leiden 41 Jahre lang hält Marie es aus.

Der ganze Roman ist in Ich Form geschrieben, einmal in der Vergangenheit, also das Leben im Haus mit den Eltern und dann in der Gegenwart in der Klinik und dessen Alltag. Der Schreibstil ist fesselnd, denn man möchte wissen, was letztendlich passiert ist und wie es dazu kommen kann. Und man leidet mit Marie, aber man mag sie auch schütteln und sagen, nun geh doch endlich und leb Dein Leben. Aber ist das so einfach? Wenn man 41 Jahre lang nur Niederhaltung und Unterdrückung lernt? Kann man dann ein eigenes Leben führen und frei sein?

Beim Lesen denkt man, das kann doch nicht so sein. Aber warum denkt man so? Weil man es selber nicht erlebt und doch gibt es solche Situationen tagtäglich, nur bekommen wir nichts oder selten was davon mit.

Schonungslos berichtet diese Geschichte über – ich würde mal sagen- tatsächliche Ereignisse, die es immer wieder gibt und wo man sich fragt, warum habe ich nichts bemerkt? Hätte ich helfen können.

Marianne Bunes hat hinter den Kulissen solcher Geschichten geguckt und schreckliches entdeckt.

Das Cover ist gut gewählt. Ein junges Mädchen mit Teddybär und hinter ihr düster, dunkel und  ein Tornado kommt auf sie zu. Was passiert, wenn der Tornado da ist? Lest das Buch, dann wisst ihr es!

 

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