Dieser Krankenhausalltag war spannend und ehrlich beschrieben, aber manchmal war es etwas übertrieben geschildert, das meiste stimmt jedoch leider...
Die verschiedenen Protagonisten waren zum Teil sympatisch, zum Teil aber auch ziemlich unsympatisch, aber alle haben hervorragend in ihre Rollen gepasst!!!
Die ganze Geschichte war liebevoll, bis ins Detail beschrieben, obwohl es viele unterschiedliche, kleine Geschcihten waren.
Besonders das Ende fand ich sehr rührend und wunderschön geschrieben!!!
Marianne Efinger
Lebenslauf
Alle Bücher von Marianne Efinger
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Bille Boss sorgt für Sonnenschein
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Neue Rezensionen zu Marianne Efinger
Also, anfangs fand ich das mit den vielen Details ja schon sehr spannend. Aber irgendwann hat sich das Buch so in Details verloren, dass ich es einfach nicht geschafft habe, das Buch zu lesen, als ich noch Zeit hatte zum Lesen. Dann wurde mein Sohn älter und hat mich mehr beschäftigt und ich kam monatelang nicht mehr zum Lesen, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte, das Buch doch noch zu Ende zu bringen.
Leider habe ich bis dato noch nicht festgestellt, wie genau sich die Handlungsstränge miteinander verbinden. Für meinen Geschmack laufen sie zu lange nebeneinander her - und ich hatte mich inzwischen schon fast durch 2/3 des Buches gequält.
Tut mir sehr leid, aber dieses Buch hat mich einfach nicht gepackt und ich schaffe es nicht, mich durch den Rest zu quälen. Ich musste leider abbrechen.
Ein solches Buch kann man wahrscheinlich nur schreiben, wenn man einen Lebenslauf wie Marianne Efinger vorweisen kann. Sie hat "einige Semester Sprach- und Literaturwissenschaft sowie Philosophie" studiert und sich danach ausprobiert, wobei sie auch eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte. Ihre in diesem Beruf gewonnenen Erfahrungen vermittelt sie uns in stark verdichteter Form in ihrem Buch "Gottes leere Hand", das weniger ein Roman als vielmehr eine Art Dokumentarbericht ist, der die Geschehnisse einer Woche in einer Klinik für Innere Medizin erzählt. Die handelnden Personen werden uns zwar vorgestellt, doch die Schärfentiefe dieser Schilderungen ist meistens gering, vielmehr überwiegt eine gewisse Typisierung.
So erscheinen drei Ärzte auf der Bildfläche: ein unsicherer, noch studierender Praktikant, die die Klinik leitende resolute Oberärztin und ein Professor, der ausschließlich mit der Organisation des Hauses kämpft. Ebenso ist die ganze Bandbreite an Patienten vorhanden. Im Mittelpunkt steht Manuel Jäger, der mit der seltenen Glasknochenkrankheit geboren wurde und damit in Krankenhäusern schon fast seinen zweiten Lebensmittelpunkt zugeteilt bekam. Er ist intelligent genug, um sich mit seiner Krankheit besser auszukennen als die meisten der ihn behandelnden Ärzte, für die er nicht selten ein willkommener Exot ist.
Glaubt man wissenschaftlichen Untersuchungen, dann geht ein Arzt bei seiner Diagnostik erst einmal anhand der Symptome seine innere Datenbank durch, bis er einen Treffer landet. Weichen danach Schilderungen des Patienten von dieser Diagnose ab, dann werden sie meistens ignoriert, da der Arzt grundsätzlich schlauer ist als der unstudierte Hilfesuchende. Genau dies wird Manuel hier zum Verhängnis.
Parallel zu dieser Haupthandlung laufen zahlreiche Nebenstränge mit anderen "Fällen", die den Krankenhausalltag aus verschiedenen Sichtwinkeln betrachten. Leider sind die beschriebenen Zustände und Abläufe in dieser Romanklinik nicht übertrieben dargestellt, wenngleich sie in der auch zeitlich verdichteten Form doch sehr bedrohlich oder deprimierend erscheinen. Eigentlich müsste man sich nach dem Lesen dieses Textes schwören, dass man ab sofort so gesund lebt, dass man hoffentlich nie in ein Krankenhaus muss oder alt und zugleich krank wird.
Fazit.
Für einen Roman sind Elfingers Geschichten zu lebensecht und mit zu viel medizinischen Details ausgestattet. Dafür findet der Leser eine Schilderung von Zuständen und Abläufen, die er vielleicht besser nicht kennen sollte, weil sie beängstigend sind. Wahrscheinlich wollte Frau Elfinger uns in diese Tabuzone der Gesellschaft mitnehmen, weil sie nur so ihre eigenen Erlebnisse verarbeiten konnte. Als Roman besitzt das Buch einige erzählerische Schwächen, als gut geschriebener Bericht über die Wirklichkeit ist es wohl leider der Wahrheit näher als man glauben will.
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