Marianne Fredriksson

 3.8 Sterne bei 823 Bewertungen
Autorin von Hannas Töchter, Simon und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marianne Fredriksson

Marianne Fredriksson wuchs in ärmlichen Verhältnissen als Tochter eines Schiffbauers in Schweden auf. Sie ging auf eine höhere Schule und arbeitete anschließend als Korrektorin, Journalistin und schließlich als Chefredakteurin. 1980 erscheint ihr erster Roman "Eva". Ihm folgen 13 weitere, meist historische Romane. Darunter der Bestseller "Simon" und "Hannas Töchter". Marianne Fredriksson starb am 11. Februar 2007 in der Nähe von Stockholm.

Alle Bücher von Marianne Fredriksson

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Cover des Buches Hannas Töchter (ISBN:9783596704743)

Hannas Töchter

 (363)
Erschienen am 27.03.2019
Cover des Buches Simon (ISBN:9783596148653)

Simon

 (86)
Erschienen am 01.07.2000
Cover des Buches Geliebte Tochter (ISBN:9783596511082)

Geliebte Tochter

 (60)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches Maria Magdalena (ISBN:9783596509898)

Maria Magdalena

 (44)
Erschienen am 16.08.2007
Cover des Buches Die Jahre mit Jan (ISBN:9783596163878)

Die Jahre mit Jan

 (40)
Erschienen am 01.07.2006
Cover des Buches Inge und Mira (ISBN:9783596152360)

Inge und Mira

 (36)
Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Sofia und Anders (ISBN:9783596156153)

Sofia und Anders

 (30)
Erschienen am 01.11.2002
Cover des Buches Stinas Entscheidung (ISBN:9783596170982)

Stinas Entscheidung

 (37)
Erschienen am 01.01.2008

Neue Rezensionen zu Marianne Fredriksson

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Rezension zu "Lillemors Rätsel" von Marianne Fredriksson

Schnelldurchlauf
Anjacyvor 2 Monaten

Ehrlich gesagt, das war nicht so meins. Ich habe es nur zuende gelesen, um einen Punkt der Lesechallenge zu erfüllen und man doch hofft, daß das Buch besser wird. Hat sich hier aber für mich nicht erfüllt. Ich fand den Schreibstil sehr schwierig, konnte den Gedankengängen oft nicht folgen. Buch steht jetzt wieder im Bücherregal meiner Mutter. Von mir keine Leseempfehlung.

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Rezension zu "Maria Magdalena" von Marianne Fredriksson

Das Wort der Frauen ...
Feuerpferdvor 5 Monaten

Mich hat es schon immer gestört, dass die Frauen im altertümlichen Christentum selten zu Wort gekommen sind. Sicher haben sie gesprochen, aber ihre Gedanken und Zeugnisse wurden nicht schriftlich festgehalten bzw. der breiten Masse zugänglich gemacht.

In dem Roman "Maria Magdalena" greift Marianne Fredriksson die Thematik auf. Sie lässt Maria Magdalena zu Wort kommen, die vermutlich eine enge Vertraute von Jesus gewesen war.

Mit einfacher jedoch eindringlicher Sprache entführt die Autorin nach Antiochia ins antike Syrien. In vier Kapiteln rekapituliert Maria Magdalena, die mit dem Griechen Leonidas zusammenlebt, ihr Leben und vor allem ihre Begegnung mit Jesus. Sie soll vor den Jüngern Simon Petrus und Paulus Zeugnis ablegen und ihre Version und Deutung der Geschehnisse erzählen. Dabei flammt immer wieder der Konflikt zwischen Männern und Frauen, Wahrheit und Erfindung auf.

Mir gefiel Maria Magdalenas Version, welche Jesus Leben entmystifiziert und den Frauen eine entscheidende Rolle zu schreibt. Schließlich waren sie es, welche in den schweren Stunden bei ihm geblieben sind. Mehrmals betont sie Jesus Mahnung an seine Jünger: "Macht keine Gesetze ...".  

Ein interessanter und faszinierender Roman! Absolut lesenswert!

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Rezension zu "Hannas Töchter" von Marianne Fredriksson

Eineinhalb spannende Lebensgeschichten und viel zähes Um-sich-Kreisen
Viv29vor 8 Monaten

Die Lebensgeschichten drei Generationen schwedischer Frauen verspricht der Klappentext, zusammen mit einem Einblick in die Entwicklung der schwedischen Gesellschaft über zwei Jahrhunderte. Das Versprechen hat das Buch für mich nur etwa zu einer knappen Hälfte gehalten.

Die drei Generationen sind Hanna, die in den 1870er Jahren geboren wird, ihre Tochter Johanna (geboren 1902) und die in den 1930er Jahren geborene Anna. Die Beziehung zwischen der in den 1980ern im Sterben liegenden Johanna und ihrer Tochter formen eine Art Rahmenhandlung, die die drei Generationen verbindet. Die ist an sich eine gute Idee, weil so auch gezeigt werden kann, wie spätere Generationen die Erlebnisse ihrer Vorfahren betrachten, und eine neue Perspektive hineinkommt. Allerdings ist diese Rahmenhandlung und überhaupt alles, was mit Anna zu tun hat, so unglaublich zäh, daß ich das Buch fast schon relativ zu Anfang beiseite gelegt hätte. Anna grübelt und führt belanglose Unterhaltungen, tut belanglose Dinge und mißt ihnen, sowie ihren Gedanken, sehr viel Bedeutung bei. Das zieht sich und ist wenig interessant.

Einen abrupten Aufschwung nimmt das Buch dann mit der Lebensgeschichte von Hanna. In schnörkellos angenehmem Stil wird hier über das harte Schicksal einer wirklich starken Frau berichtet. Im Alter von 12 wird Hanna vergewaltigt, bringt mit 13 ein Kind zu Welt und ist Opfer der Zeit und der engstirnigen Umgebung - sie wird als Hure verunglimpft, ihr Kind als Hurenkind. Stoisch erträgt sie Demütigungen und harte Arbeit und gerade weil dies so lakonisch berichtet wird, ohne großes Drama, ist der Eindruck stark und man kann nur Bewunderung für Hanna empfinden. Als sie aus praktischen Gründen ein Ehe mit John eingeht, der ebenfalls eher aus Pragmatismus heiratet, erleben wir Leser eine interessante vielschichtige Beziehung zwischen zwei Menschen, die die Lasten ihrer jeweiligen Vergangenheit und ihrer Familien tragen und irgendwie zusammenfinden. Es gibt hier keine dramatischen Geschehnisse, es geht um den ganz normalen Alltag - normal für die Zeit und die ländlich-abgeschiedene Gegend - die Sorgen, Ängste, aber auch zaghaften Glücksmomente. Ich fand dieses Alltagsleben sehr interessant zu lesen und habe auch einiges gelernt. Die Charaktere sind hier größtenteils gut gezeichnet, auch hier ohne große Worte, ohne Details, aber man spürt sie.

Nach der Hälfte des Buches ist dieser Aufschwung dann leider auch schon vorbei. Das Witwenleben Hannas wird sehr summarisch abgehandelt, viel gibt es hier auch nicht mehr zu erzählen. Das ist schade, weil ich gerne mehr von Hanna gelesen hätte, aber durch Andeutungen über ihre Tochter Johanna wird eine zweite interessante Lebensgeschichte versprochen - sehr schön ist sie, ungewöhnlich intelligent, sie marschiert mit den roten Fahnen und schafft es, anders als ihre Mutter, sich gegen die versuchte Vergewaltigung ihres Dienstherren, zu wehren. Bevor wir in Johannas Leben eintauchen können, müssen wir erst durch ein weiteres zähes Zwischenspiel mit Anna kämpfen. Anna kreist mit großer Konzentration um sich selbst, was nicht lesenswert ist.

Johannas Lebensgeschichte beginnt unterhaltsam - die Hungerzeit des Ersten Weltkrieges, der allmähliche Aufschwung der 20er Jahre, der Eintritt der modernen Welt, dies alles erlebt sie. Da ich wenig über Schwedens Geschichte weiß, liest sich das gut, wenn mir auch ein wenig Details zum geschichtlichen Hintergrund fehlten. Aber auch das ändert sich leider. Irgendwann heiratet Johanna und ab dann wird es - und sie - banal. Ist das Alltagsleben Hannas noch interessant, so liest sich Johannas Alltag der Gartenarbeit, der Klatschereien mit Nachbarn uä einfach langweilig. Nazizeit und Krieg - Schwedens Haltung im Zweiten Weltkrieg würde viel Material bieten und ich hatte mir auch erhofft, darüber mehr zu lesen - werden rasch abgehandelt (ein historischer Fehler ist mir auch aufgefallen - die abscheuliche Ermordung psychisch Kranker in der Nazidiktatur begann in den Kriegsjahren, nicht bereits in den mittleren 30ern) und auch hier geht es fast nur um Banalitäten. Die Reichhaltigkeit dieses Themas bleibt völlig ungenutzt - sehr enttäuschend.

Ab dann versinkt das Buch im Um-sich-Kreisen von Johanna und Anna. Sie bestärken sich darin, wie unglaublich duldam sie doch sind und feiern diese von niemandem verlangte Duldsamkeit regelrecht, bestärken sich gegenseitig im jahrhundertelangem Leiden der Frauen und suhlen sich in Selbstmitleid über ihre Wehrlosigkeit und Machtlosigkeit, die gar nicht so besteht, wie sie sie sehen. Dies zeigt sich schon sehr gut in einer Szene, in der Johanna ihren Mann mit völlig unbegründeten Vorwürfen überschüttet und dieser den erwachsenen Vorschlag macht, sie könne ja schlichtweg mal mit ihm reden, anstatt sich in ihrer vermeintlichen Unterdrückung zu suhlen. Gerade weil Hannas Lebensgeschichte durch die Stärke Hannas ihre schwierige und oft ungerechte Lebenssituation so gut vermittelte, erscheinen Johanna und Anna weinerlich und selbstbezogen. Über die weitere Entwicklung der schwedischen Gesellschaft erfahren wir weitaus weniger, als über die sich kaum ändernden Gedanken von Mutter und Tochter, die mir vermehrt auf die Nerven gingen. So versickert der herrliche Erzählfluß von Hannas Lebensgeschichte in dem kraftlosen Bächlein der endlosen Selbstbetrachtungen der ihr nachfolgenden Generationen und ich lege das Buch am Ende enttäuscht beiseite.

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Zusätzliche Informationen

Marianne Fredriksson wurde am 28. März 1927 in Göteborg (Schweden) geboren.

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