Marianne Freidig

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Interview mit Marianne Freidig

Interview mit den Autoren der Reihe „Dramatiker erzählen für Kinder“, Juni 2011

1. Was hat Sie an der Reihe „Dramatiker erzählen für Kinder“ besonders gereizt? Was hat Sie dazu bewegt, erstmals einen Prosatext für Kinder zu schreiben?

Ich habe mich immer in den verschiedenen literarischen Gattungen bewegt. Dass ich – als Mutter dreier Kinder – ein Kinderbuch schreiben würde, lag auf der Hand, zumal ich das Fabulieren mit den Kleinen schon immer mochte. Dennoch hatte ich großen Respekt davor, für Kinder zu schreiben und ich kannte ein paar gutgemachte und zu viele – ich muss es hier sagen – „himmeltraurig“ schlechtgeschriebene, uninspirierte Kinderbücher. Der Schreibprozess war lustvoll und unkompliziert. Die Geschichte entstand schreibend und in ungeahnter Leichtigkeit. Mich in einer einfachen, aber präzisen Sprache zu bewegen, machte mir großen Spaß und ich musste mich aufgrund der Seitenvorgaben schon bald zwingen, ein Ende zu suchen, obschon es weitersprudelte.

2. Inwiefern ist es anders, für eine Zielgruppe ab 6 Jahren zu schreiben?

Es ist prinzipiell das Gleiche. Das Anspruchsvolle und Spannende liegt für mich darin, dass die Geschichte die Kleinen, aber ebenso ihre vorlesenden oder erzählenden Eltern, Tanten etc. berühren und interessieren soll. Ein Kinderbuch sollte weiter so präzis und auf verschiedenen Ebenen geschrieben sein, dass es alle Beteiligten freut, sich damit mehrmals intensiv lesend, hörend oder schauend zu beschäftigen.

3. Können Sie sich vorstellen, noch einmal einen Roman oder auch ein Theaterstück für Kinder zu schreiben?

Ja, ich arbeite bereits wieder an einem Kinderbuch.

4. Der mixtvision Verlag hat die neue Reihe „Dramatiker erzählen für Kinder“ begründet, um die ganz eigene Sprache von Dramatikern für das Kinderbuch zu nutzen und Theaterautoren ein spannendes, neues literarisches Feld zu eröffnen. Wie empfinden Sie das in Ihrem Fall?

Mir gefällt die Idee ausserordentlich gut, deshalb habe ich auch gleich zugesagt. Das Feld, das sich mir eröffnet hat, fühlt sich verlockend an. In anderen Worten gesagt: Indem sie mich durch die Eingangspforte „Kinderliteratur“ geschubst haben, eröffnete sich mir ein kleines Schreibparadies.

5. Können Sie uns verraten, an welchem literarischen Projekt Sie aktuell arbeiten?

Ich bin gerade daran – in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten – den Text für ein Musiktheater zu schreiben. Parallel dazu entsteht mein zweites Kinderbuch.