Marianne Grandia

 4.6 Sterne bei 14 Bewertungen

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Weißer als Schnee

Weißer als Schnee

 (14)
Erschienen am 08.01.2014
Hemeldauw / druk 1

Hemeldauw / druk 1

 (0)
Erschienen am 19.04.2014

Neue Rezensionen zu Marianne Grandia

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HibiscusFlowers avatar

Rezension zu "Weißer als Schnee" von Marianne Grandia

Was ist uns möglich ? Wozu sind wir fähig ? Können wir vergeben ?
HibiscusFlowervor 4 Jahren

Obwohl wir zur Vergebung aufgerufen sind, heisst das noch lange nicht, dass das einfach ist; egal wie unterschiedlich die Menge dessen ist, was vergeben werden muss.
Für Kathy gibt es kein Vergeben. Sie hat mit der Vergangenheit, die von Schmerz und Verrat geprägt wurde, abgeschlossen. Nichts mehr wollte sie mit ihrem Vater zu tun haben oder gar etwas von ihm hören oder lesen. Doch als sie sich mit seinem Nachlass auseinandersetzen muss, bringt dies Erinnerungen und eine Wahrheit hervor, bei denen Kathy erneut mit der Frage der Vergebung konfrontiert wird.

`Sich nicht ins Herz schauen lassen´ damit hat Kathy schon sehr früh begonnen und selbst als erwachsene Frau bevorzugt sie diese Schutzhaltung.
In ihr wohnen Angst, Wut und Trauer, die sie durch ihren Willen stark zu sein und ihre beherrschte Art irgnoriert.
Durch den Tod ihres Vaters kann sie diese Gefühle nicht länger unterdrücken und muss feststellen, dass nicht alles so war, wie sie es 27 Jahre lang geglaubt hat.

Aufwühlend, berührend, vorsichtig und bedächtig führt die Autorin ihre LeserInnen an eine Familiengeschichte heran, die nach einen anfänglich zaghaften Spannungsbogen in einer bewegenden Erzählung gipfelt, bei der es nicht nur um Vergebung, sondern auch um Veränderung geht.
Dabei stellt sie Kathy einfühlsame, offene Charaktere zur Seite, die sich durch viel Geduld als gute Begleiter auf einem Weg der Erkenntnis erweisen. Auch diese habe ihr eigenes, gefühlvolles Leben, das ihnen eine persönliche Note verleiht, ohne dabei von Kathy und der Geschichten ihrer Familie abzulenken.

"Weißer als Schnee" leitet unbewusst Weisheiten an die LeserInnen weiter, die zum Nachdenken anregen. Dazu kommt die Konfrontation mit den Glauben an Gott, dessen Existenz gerade in Zeiten der Wut und des Schmerzes in Frage gestellt wird.

Was ist uns möglich ? Wozu sind wir fähig ? Können wir vergeben ? Nehmen wir uns die Zeit zum Verstehen ? All das sind Fragen, die mich nach dem Auslesen beschäftigen und hoffen lassen, dass ich die richtigen Antworten im richtigen Moment parat habe, ohne dass es dabei zu spät ist.

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Mone80s avatar

Rezension zu "Weißer als Schnee" von Marianne Grandia

[Rezension] Weißer als Schnee von Marianne Grandia
Mone80vor 4 Jahren

Inhalt:
Seit 27 Jahren hatte Kathy keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Sie konnte und kann ihm nicht verzeihen, dass er sie und ihre Mutter von heute auf morgen verlassen hat. Und nun taucht er wieder auf und stellt ihr Leben auf den Kopf.  Als er kurze Zeit später stirbt findet sie in seinem Nachlass eine Kassette und ungeöffnete Briefe, die an sie gerichtet sind.  Der Inhalt ist schockierend für Kathy...
Meine Meinung:
"Weißer als Schnee" ist der Debütroman von Marianne Grandia und es ist eines der Bücher, die mich auch noch Tage nach dem ich es beendet habe, beschäftigt. Selten hat mich ein Buch so mitgerissen und emotional berührt, wie dieses.
Am Anfang dieser Geschichte ist Kathy von Wut und Hass geprägt. Sie hat ihren Vater aus ihrem Leben ausgeschlossen und es überrollt sie, als sie ihm wieder begegnet. Steven, ihr Vater, hätte sich so gerne noch mit ihr versöhnt, seine Beweggründe erläutert, ihr die Wahrheit erzählt, doch zu dem Zeitpunkt, ist es Kathy nicht möglich, ein Gespräch mit ihrem Vater zu führen.  Erst durch die Briefe und Kassette und die Gespräche zu Menschen, die ihr uneingeschränkt Liebe und Verständnis gegenüber bringen, wird ihr Herz weicher und sie kann ihrem Vater doch noch Vergeben, auch wenn dieser schon gestorben ist. Sie schließt somit auch mit sich Frieden.
Es ist eines der leisen Bücher, ein sehr emotionales Buch und ein Buch in dem der Glaube an Gott eine große Rolle. Aus kleinen Gebeten, den Gesprächen zu Gott, schöpfen die Menschen in Kathys Umfeld Kraft, um ihr zu helfen.
Das Buch hat mich teilweise sehr berührt, dass mir die Tränen liefen. Die Wut und der Hass von Kathy sind spürbar, aber auch der Wandel, den sie durchläuft, ging mir unter die Haut.
Marianne Grandia hat ein außergewöhnliches Buch über den Weg durch die Trauer und Vergebung geschrieben. Durch die noch vorkommenden Personen, wirkt es sehr authentisch, denn ohne deren Hilfe, wäre das Ende nicht so gekommen, wie es ist.

Fazit:
Ein emotional aufwühlendes Buch, dass mich so schnell nicht mehr loslässt und das ich nur empfehlen kann. Der Glaube Gottes spielt in dem Buch eine zentrale Rolle, aber ohne diesen Glauben, hätte Vergebung nie statt gefunden. 

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cho-ices avatar

Rezension zu "Weißer als Schnee" von Marianne Grandia

berührend, beeindruckend, 5 Sterne!
cho-icevor 5 Jahren

Im Mittelpunkt dieses Romans steht die Niederländerin Kathy, deren wohlgeordnetes Leben ordentlich aus den Fugen gerät, als ihr Vater, zu dem sie seit vielen Jahren den Kontakt abgebrochen hat, plötzlich wieder auftaucht. Sie hat sich noch nicht von dem Schock erholt, als er kurz darauf verstirbt und ihr eine Kassette und ungeöffnete Briefe vermacht. Was sie hört und liest, lässt alte Wunden wieder aufbrechen und ihren Vater in einem völlig neuen Licht erscheinen. Wird Kathy die Kraft finden, sich der Vergangenheit zu stellen?

Behutsam erzählt die Niederländerin Marianne Grandia die bewegende Geschichte einer Frau, deren Welt auf den Kopf gestellt wird. Als Leser/in ist einem Kathy nicht auf Anhieb sympathisch, doch die Autorin versteht es, ihre inneren Konflikte glaubhaft nachzuzeichnen. Der Glaube an Gott spielt in der Geschichte eine große Rolle und wird vor allem von Ellyn verkörpert, die Kathy und ihrem Vater „zufällig“ zu Beginn der Geschichte begegnet. Im Laufe des Buches wird ihre Rolle immer wichtiger und bleibt dabei doch natürlich in das Geschehen eingebettet. Der Glaube wird im wahrsten Sinne des Wortes glaubhaft dargestellt – mit Höhen und Tiefen, Zweifeln und Mut. Gottes Führung im Alltag wird dabei selbstverständlich genommen und auch überzeugend transportiert.

Marianne Grandia hat einen tollen Schreibstil, der einen direkt in das Geschehen eintauchen lässt. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und entwickelte eine richtige Sogwirkung, obwohl die Geschichte an vielen Stellen ganz schön traurig war. Der „europäische Blick“ auf das Leben tat mir als deutscher Leserin sehr gut. Dieses Buch hebt sich somit deutlich von amerikanischen Klischees ab (auch wenn es natürlich nach wie vor sehr gute christliche US-Autoren und Autorinnen gibt). Mir fiel es dadurch leichter, mich mit der Handlung und den Personen zu identifizieren und ich habe aus diesem Roman persönlich sehr viel mitgenommen. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass noch weitere Bücher von der Autorin übersetzt werden – dieses Debüt hat mich auf jeden Fall überzeugt, ich kann es ohne Einschränkungen empfehlen!

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Gespräche aus der Community

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Sonnenblume1988s avatar

Leserunde mit Lesechallenge!

Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Francke-Verlag stellt sechs Leseexemplare des Debütromans  „Weißer als Schnee“ von Marianne Grandia zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde!

„Eigentlich hat Kathy mit ihrer Vergangenheit längst abgeschlossen, zu groß ist der Schmerz über den Verrat, den sie erlebt hat. Doch als sie im Nachlass ihres Vaters eine Kassette und ungeöffnete Briefe findet, brechen alte Wunden wieder auf. Kann es sein, dass alles doch ganz anders war, als sie es sich als Kind zusammengereimt hat? Wer war ihr Vater wirklich?
Eine aufwühlende Spurensuche beginnt. Wird Kathy am Ende die Kraft finden, der Wahrheit ins Auge zu blicken?“

            
                                                           

Bitte bewerbt euch bis zum 5. März  24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr schon ein anderes Buch aus dem Francke-Verlag kennt.

Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht.

Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle.

Zu diesem Buch wird es eine Lesechallenge geben. Die Aufgaben und das zu gewinnende Buch werden noch bekannt gegeben.

Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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