Marianne J. Voelk

 4.9 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Daniel, mein jüdischer Bruder, Das große Brotbuch und weiteren Büchern.
Marianne J. Voelk

Lebenslauf von Marianne J. Voelk

Marianne J. Voelk - im Buch Rosalie - wurde 1933 in Nürnberg geboren. Mit sechs Jahren begann sie an einer Nürnberger Musikschule mit dem Unterricht in Klavier, Flöte, Akkordeon und Harmonielehre. Die letzten drei Kriegsjahre verbrachte sie als Schülerin in Markt Schnaittach. Aus der Ferne wurde sie Zeugin, wie ihre Heimatstadt bei einem Bombenangriff in Flammen aufging. Nach Kriegsende kehrte sie nach Nürnberg zurück, besuchte das Gymnasium und bestand die Aufnahmeprüfung am Konservatorium. Siebzehnjährig verlobte sie sich noch zur Schulzeit und heiratete mit 18 Jahren einen jungen Nürnberger Spielzeugfabrikanten. Als ihre vier Kinder selbstständig genug waren, holte sie das Abitur nach und studierte an der Nürnberger Dolmetscherschule Sprachen. Anschließend leitete sie 17 Jahre lang eine eigene Privatschule, bevor sie sich der Naturheilkunde zuwandte und das Studium zur Gesundheitsberaterin GGB an der Dr.-Max-Otto-Bruker-Akademie absolvierte. Seither widmet sie sich der Gesundheitsberatung mit den Schwerpunkten Heilnahrung, Heilung durch bioaktive Pflanzenstoffe und weiteren Naturheilverfahren. Sie ist Fachbuchautorin für Gesundheits- und Ernährungsthemen. Ihre bisher 18 Bücher dazu erschienen vorwiegend bei den Verlagen Random House und Droemer Knaur, etwa „Schutz vor Killerviren“ und „Ganzheitliche Pflanzentherapie“. Einige ihrer Bücher wurden mit Prädikaten ausgezeichnet, u. a. „Vom Deutschen Naturheilbund besonders empfohlen“. Ein historisch-kulinarisches Werk „Das Nürnberger Knoblauchsland-Kochbuch“ (ars vivendi verlag) und das Ratgeber-Kochbuch „Cup Soups“ (Trias Verlag) erschienen 2016. Marianne J. Voelk lebt heute mit ihrem Mann am Stadtrand von Fürth. Sie ist Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Franken e. V.

Alle Bücher von Marianne J. Voelk

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Marianne J. VoelkDaniel, mein jüdischer Bruder
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Daniel, mein jüdischer Bruder
Daniel, mein jüdischer Bruder
 (12)
Erschienen am 04.01.2017
Marianne J. VoelkBurger, Puffer und Kroketten
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Burger, Puffer und Kroketten
Burger, Puffer und Kroketten
 (1)
Erschienen am 08.04.2004
Marianne J. VoelkFranken vegetarisch
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Franken vegetarisch
Franken vegetarisch
 (1)
Erschienen am 27.07.2016
Marianne J. VoelkCup Soups
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Cup Soups
Cup Soups
 (1)
Erschienen am 15.06.2016
Marianne J. VoelkSelbstgebackenes Brot
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Selbstgebackenes Brot
Selbstgebackenes Brot
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Erschienen am 01.01.1999
Marianne J. VoelkSäfte.
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Säfte.
Säfte.
 (0)
Erschienen am 29.02.2004
Marianne J. VoelkRund ums Brot
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Rund ums Brot
Rund ums Brot
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Erschienen am 01.01.2001
Marianne J. VoelkVital und gesund ohne Fleisch
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Vital und gesund ohne Fleisch
Vital und gesund ohne Fleisch
 (0)
Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu Marianne J. Voelk

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A

Rezension zu "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk

Eine riskante Freundschaft im Dritten Reich
Amariannevor einem Jahr



„Nürnberg - des Deutschen Reiches Schatzkästlein“ ist der Schauplatz der Geschichte einer im Dritten Reich verbotenen und daher äußerst riskante Freundschaft zwischen der christlichen Familie Bartels und der jüdischen Familie Rosenholz.

Die Nachbarkinder Rosalie, die später den Namen Marianne annimmt, und Daniel werden 1933, im Jahr der Machtübernahme Hitlers, geboren und wachsen von Geburt an fast wie Geschwister zusammen auf.

Obwohl ihre Eltern bestrebt sind, ihnen eine ruhige, sorgenfreie Kindheit zu erhalten, können sie die Auswirkungen der antisemitischen Hetzpropaganda Julius Streichers nicht ständig vor ihnen verbergen und von ihnen fernhalten.

Unzählige Fragen der Kinder türmen sich vor den Eltern auf: Warum wird das Radio leiser gestellt, wenn sie sich in der Nähe aufhalten? - Warum wird die schöne Synagoge zerstört? - Warum darf Daniels große Schwester Ruth nicht Medizin studieren? - Warum kommen in einer ominösen Novembernacht so viele blutüberströmte Verletzte in Onkel Davids Praxis? - Warum muss Tante Mirjam ihren Schmuck hergeben? - Warum kehrt Onkel Noah so schrecklich krank aus dem KZ zurück? - Warum dürfen die beiden Kinder nicht die gleiche Schule besuchen?
Es bleibt den Eltern nichts anderes übrig, als den wissbegierigen Kindern so schonend wie möglich und zu ihrem eigenen Schutz die Wahrheit beizubringen.

Den 1935 erlassenen „Nürnberger Rassengesetzen“ zum Trotz, welche den Juden jegliche Verbindung mit „Ariern“ untersagen, finden die Familien eine Lösung, wie sie ihre angeblich rassenschändende Freundschaft weiterhin im Geheimen pflegen können.

Am Abend vor Familie Rosenholz‘ endlich genehmigter Auswanderung halten zwei Gestapowagen vor dem Haus. Daniel gelingt es zu fliehen. Starr vor Schreck, hinter einem Schornstein versteckt, sieht wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Er rennt zu einem geheimen Versteck der Kinder im Wäldchen. Rosalie, ihre Mutter und Tante Eva retten den Jungen vor den Fängen der Polizei bringen ihn in Sicherheit.

Rosalies Vater wird eingezogen und der zunehmende Bombenterror veranlasst die restliche Familie aufs Land zu flüchten. Dort geht Daniel - Dank Kunstmalerin Tante Evas Geschick im Fälschen von Dokumenten - zusammen mit Rosalie als ihr Bruder zur Schule und zur Hitlerjugend. Ein klippenreiches höchst riskantes Unterfangen, immer unter dem Damoklesschwert der ständigen Angst vor Entdeckung.

Wie soll Daniel bei Schulausflügen und HJ-Spielen verbergen, dass er anders ist als die anderen Jungen? „Mutti, was mach‘ ich, wenn ich im Wald mal muss?“, fragt er Winnie, Rosalies Mutter. Winnie weiß Rat, und lange Zeit geht alles gut, bis Daniel wegen eines Unfalls auf Dr. Strettners Untersuchungstisch liegt und als Jude entlarvt wird.

Der Arzt, der schon längst ein Auge auf Rosalies schöne Mutter geworfen hatte, stellt sie vor die Entscheidung: sie wird entweder seine Geliebte oder er verrät Daniel.
Während einer Aussprache zwischen den Beiden kommt es zu Übergriffen des Doktors. Winnie wehrt sich mit einem Messer, und plötzlich fällt der Doktor tot in sich zusammen. Winnie verlässt in Panik das Haus.

Mit der Ruhe auf dem Land ist es vorbei, als selbst im Dorf die Sirenen heulen. Im Januar 1945 kündigen sie am frühen Abend eine gewaltige Bomberflotte an, die sich Nürnberg nähert. Aus der Ferne wird die Familie Zeuge, wie ihre geliebte Heimatstadt in Flammen aufgeht.

Kurz nach Einzug der Amerikaner im April 1945 zieht es die Familie zurück nach Nürnberg. „Des Deutschen Reiches Schatzkästlein“, wie die Stadt seit alters her bezeichnet wurde, liegt in Trümmern.

Auch hier ist die Familie noch längst nicht vor den Auswirkungen des Krieges sicher. Beim Spielen in den Ruinen werden die Kinder mit Blindgängern konfrontiert und Daniel wird von einer explodierenden Granate verletzt.

Allen ist klar, dass es an der Zeit ist, Daniels Identität preiszugeben. Colonel Portman, Chef des Headquarters, der Winnie verehrt und um ihre Hand angehalten hatte, informiert dessen Verwandte in der Schweiz und in den USA darüber, dass der Junge die Shoah überlebt hat.

Nun muss sich Daniel entscheiden, ob er bei Rosalie und seinen Wahlverwandten bleibt oder ob er nach Amerika zu Verwandten auswandert, an die er sich nicht mehr erinnern kann.

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ChrischiDs avatar

Rezension zu "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk

Rosalie und Daniel
ChrischiDvor 2 Jahren

Geboren 1933, wachsen Rosalie und Daniel gemeinsam auf. Die Familien sind schon lange eng befreundet, ungeachtet der Tatsache, dass Daniels Familie jüdisch ist. Doch wird es zunehmend schwerer für alle Beteiligten ihre Verbindung in der Form aufrecht zu erhalten, wie es bisher der Fall war, zu groß ist die Angst vor Entdeckung, sogar vor Verrat. Dennoch möchte niemand einfach aufgeben, so dass die Bande noch fester geknüpft werden, sofern überhaupt möglich, um gemeinsame Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Unweigerlich kommt es schließlich aber doch zum Äußersten, Daniels Eltern können der Gestapo nicht entkommen, dem Jungen aber gelingt die Flucht. Von Rosalies Familie aufgenommen, mit gefälschten Papieren, beginnt, nach einem Umzug aufs Land, sein neues Leben. Obwohl die Angst vor Entdeckung nach wie vor allgegenwärtig ist, verleben die Geschwister eine gute Zeit. Immer wieder stellt sich jedoch die Frage: Wie lange kann das Geheimnis bewahrt werden?

Es liest sich wie ein Spannungsroman aus dem Zweiten Weltkrieg und doch handelt es sich dabei um eine wahre Geschichte, was man sich immer wieder vergegenwärtigen sollte. Marianne J. Voelk („Rosalie“) beginnt die Erzählung mit ihrer Geburt, an die sie selbst natürlich keinerlei Erinnerungen hat. Und doch liest sich die Darstellung so bildhaft, dass man keinerlei Bedenken hat, es hätte sich nicht alles wie beschrieben zugetragen. So kann der Leser verfolgen wie die Beziehung zwischen Rosalie und Daniel sich von klein auf entwickeln konnte, da ihre Familien glücklicherweise bereits im Vorfeld befreundet waren. In gewisser Weise kann man einen winzigen Bezug zur heutigen Zeit ebenfalls herstellen. Denn damals wie heute achten Kinder bei der Wahl ihrer Freunde weder auf Äußerlichkeiten, noch auf Herkunft oder sonstige sichtbaren Merkmale. Entweder man kommt gut miteinander aus oder eben nicht.

Natürlich müssen dennoch die äußeren Umstände einbezogen werden, wirklich frei entscheiden konnte wohl niemand, auferlegte Zwänge machten den Menschen das Leben schwer, mühsam begann man sich einzuordnen, um nicht aufzufallen oder gar aufzufliegen. Rückblickend darf wohl jeder „froh“ sein, der diese Zeit nicht aus eigenen Erfahrungen kennt, und doch sollten sämtliche Empfindungen nicht zu negativ behaftet sein. Denn natürlich gibt die Autorin diverse Fakten wieder, die unumstößlich sind, und doch zeichnet sie dabei ein Bild der Realität, das aufzeigt, dass es durchaus positive Erinnerungen zu verzeichnen gibt.

Der Leser hofft und bangt während der Lektüre regelrecht darum, dass Daniels Geheimnis nicht aufgedeckt wird, doch erscheint es naiv (abgesehen vom Hinweis im Klappentext) zu glauben, dass es niemals zur Entdeckung kommt. Es bleibt allerdings die Frage welche Konsequenzen sich ergeben werden. Die Geschichte der Kinder weiß zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, ohne auf Mitleid oder Verurteilungen aus zu sein. Tatsächlich ist es die Erzählung einer Familie, die mit diversen Hindernissen zu kämpfen hat, aber nicht bereit ist einfach aufzugeben. Das offene Ende lässt den Leser gleichsam betroffen wie auch hoffnungsvoll zurück. (Anm.: In der Taschenbuchausgabe werden einige Fragen im hinzugefügten Epilog geklärt.) Wie eingangs erwähnt muss man sich manches Mal in Erinnerung rufen, dass die Geschichte autobiographischer Natur ist, leicht könnte sie mit einem fiktionalen Werk verwechselt werden, im positiven Sinne gesprochen.

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Rezension zu "Das große Brotbuch" von Marianne J. Voelk

Die Anleitungen garantieren schnelles No-Trouble-Shooting mit köstlich, duftendem Erfolgserlebnis
Amariannevor 2 Jahren

Das erste Brotbuch, das Anleitungen zum Brotbacken, für Brotaufstriche und Brotbeläge in sich vereint - in über 150 Rezepten mit prachtvollen Farbfotos! 

Dies ist das Handbuch für jeden noch so zögerlichen Brot-Selbstversorger oder gelegentlichen Hobby-Bäcker, der Wert auf ein gutes und gesundes Brot legt. Denn es gibt eine Einführung in Getreidesorten, Mehle und andere Zutaten, wartet mit einer Grundteig-Schule auf - und, was ganz wichtig ist in unserer schnellen Zeit: Jedes Brot lässt sich problemlos auch im Brotbackautomaten backen. 

Mit diesem Buch werden schnell die ersten leckeren Backerfolge duftend auf dem Tisch stehen; dafür garantiert ein schnelles No-Trouble-Shooting. 

Die Brotaufstriche und Beläge bieten eine erfrischende Vielfalt im Kampf gegen das ewige Käse- oder Wurstbrot. Willkommen sind auch die Querverweise mit Tipps, welches Brot zu welchem Aufstrich oder Belag passt und umgekehrt.

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Gespräche aus der Community

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Sonnenblume1988s avatar

Eine autobiographische Geschichte über einen jüdischen Jungen


Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Brunnen-Verlag
stellt drei Exemplare des Buches "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde!

Zum Inhalt:

"Starr vor Schrecken sieht Daniel, wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Zitternd kauert er eine Weile hinter dem Schornstein, da sich noch Gestapo im Garten aufhält. Dann rennt er, so schnell er in der Dunkelheit kann, zum Wäldchen.

Als Daniels jüdische Eltern deportiert sind, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn nach ihrem Umzug aufs Land als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst davor, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als Daniel eines Tages zum Arzt muss und sein Geheimnis entdeckt wird ...
Eine autobiografische Geschichte. "

Bitte bewerbt euch bis zum 10. Februar hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch diese autobiographische Geschichte interessiert.

Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher an euch verschickt und ihr die Portokosten von 2 € selber tragen müsst.

Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen: 

- Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben.

- Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben.

- Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.brunnen-verlag.de für 17,99 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.
buchfeemelanies avatar
Letzter Beitrag von  buchfeemelanievor 3 Jahren
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