Marianne J. Voelk Daniel, mein jüdischer Bruder

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Inhaltsangabe zu „Daniel, mein jüdischer Bruder“ von Marianne J. Voelk

Als Daniels jüdische Eltern deportiert werden, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als ein Arzt eines Tages Daniels Geheimnis entdeckt …

Ein nachdenkliches, überraschend positives Buch, das einfühlsam und in einer schönen Sprache geschrieben ist.

— Simoneeinfachich
Simoneeinfachich

Eine Stadtführung durch das alte Nürnberg! Berührend und Taschentuchreiches Lesevergnügen

— Seelensplitter
Seelensplitter

Eine wirklich sehr einfühlsame Geschichte

— anke3006
anke3006

Eine enge Freundschaft zwischen einer christlichen und einer jüdischen Familie, die allen Widerständen zum Trotz bestehen bleibt.

— Amarianne
Amarianne

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  • Rosalie und Daniel

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    ChrischiD

    ChrischiD

    18. February 2017 um 18:10

    Geboren 1933, wachsen Rosalie und Daniel gemeinsam auf. Die Familien sind schon lange eng befreundet, ungeachtet der Tatsache, dass Daniels Familie jüdisch ist. Doch wird es zunehmend schwerer für alle Beteiligten ihre Verbindung in der Form aufrecht zu erhalten, wie es bisher der Fall war, zu groß ist die Angst vor Entdeckung, sogar vor Verrat. Dennoch möchte niemand einfach aufgeben, so dass die Bande noch fester geknüpft werden, sofern überhaupt möglich, um gemeinsame Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Unweigerlich kommt es schließlich aber doch zum Äußersten, Daniels Eltern können der Gestapo nicht entkommen, dem Jungen aber gelingt die Flucht. Von Rosalies Familie aufgenommen, mit gefälschten Papieren, beginnt, nach einem Umzug aufs Land, sein neues Leben. Obwohl die Angst vor Entdeckung nach wie vor allgegenwärtig ist, verleben die Geschwister eine gute Zeit. Immer wieder stellt sich jedoch die Frage: Wie lange kann das Geheimnis bewahrt werden? Es liest sich wie ein Spannungsroman aus dem Zweiten Weltkrieg und doch handelt es sich dabei um eine wahre Geschichte, was man sich immer wieder vergegenwärtigen sollte. Marianne J. Voelk („Rosalie“) beginnt die Erzählung mit ihrer Geburt, an die sie selbst natürlich keinerlei Erinnerungen hat. Und doch liest sich die Darstellung so bildhaft, dass man keinerlei Bedenken hat, es hätte sich nicht alles wie beschrieben zugetragen. So kann der Leser verfolgen wie die Beziehung zwischen Rosalie und Daniel sich von klein auf entwickeln konnte, da ihre Familien glücklicherweise bereits im Vorfeld befreundet waren. In gewisser Weise kann man einen winzigen Bezug zur heutigen Zeit ebenfalls herstellen. Denn damals wie heute achten Kinder bei der Wahl ihrer Freunde weder auf Äußerlichkeiten, noch auf Herkunft oder sonstige sichtbaren Merkmale. Entweder man kommt gut miteinander aus oder eben nicht. Natürlich müssen dennoch die äußeren Umstände einbezogen werden, wirklich frei entscheiden konnte wohl niemand, auferlegte Zwänge machten den Menschen das Leben schwer, mühsam begann man sich einzuordnen, um nicht aufzufallen oder gar aufzufliegen. Rückblickend darf wohl jeder „froh“ sein, der diese Zeit nicht aus eigenen Erfahrungen kennt, und doch sollten sämtliche Empfindungen nicht zu negativ behaftet sein. Denn natürlich gibt die Autorin diverse Fakten wieder, die unumstößlich sind, und doch zeichnet sie dabei ein Bild der Realität, das aufzeigt, dass es durchaus positive Erinnerungen zu verzeichnen gibt. Der Leser hofft und bangt während der Lektüre regelrecht darum, dass Daniels Geheimnis nicht aufgedeckt wird, doch erscheint es naiv (abgesehen vom Hinweis im Klappentext) zu glauben, dass es niemals zur Entdeckung kommt. Es bleibt allerdings die Frage welche Konsequenzen sich ergeben werden. Die Geschichte der Kinder weiß zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, ohne auf Mitleid oder Verurteilungen aus zu sein. Tatsächlich ist es die Erzählung einer Familie, die mit diversen Hindernissen zu kämpfen hat, aber nicht bereit ist einfach aufzugeben. Das offene Ende lässt den Leser gleichsam betroffen wie auch hoffnungsvoll zurück. (Anm.: In der Taschenbuchausgabe werden einige Fragen im hinzugefügten Epilog geklärt.) Wie eingangs erwähnt muss man sich manches Mal in Erinnerung rufen, dass die Geschichte autobiographischer Natur ist, leicht könnte sie mit einem fiktionalen Werk verwechselt werden, im positiven Sinne gesprochen.

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  • Eine Geschichte, wie sie das Leben schrieb

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    MikkaG

    MikkaG

    21. June 2016 um 12:00

    Marianne J. Voelk erzählt in ihrem autobiographischen Buch von einer Zeit, die immer noch als das schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte gelten muss: dem Dritten Reich, geprägt von Hitlers wahnsinniger Kampagne der Eroberung und rassischen "Säuberung". Sie selber war noch ein kleines Mädchen, als Hitler an die Macht kam, und konnte und wollte nicht verstehen, warum ihr bester Freund Daniel auf einmal schlecht oder böse sein sollte, nur weil er Jude war.Ihr Buch ist kein nüchternes Geschichtsbuch, in dem Jahreszahlen und Fakten aufgelistet werden, es ist erlebte, gefühlte Geschichte. Das Augenmerk ruht auf den ganz normalen Menschen und deren Leben: ihren Sorgen, Ängsten und Problemen, aber auch den Freuden und Hoffnungen, die sie dieser schwarzen Zeit abtrotzen konnten. "Eine berührende Geschichte, ohne moralischen Zeigefinger" sagt Dekan Christopher Krieghoff im Vorwort, und ich kann mich dieser Meinung nur anschließen.Und dennoch ist es in meinen Augen ein ähnlich wichtiges Buch wie Anne Franks Tagebuch. Es zeigt, wie grausam der Mensch sein kann, aber auch wie mitfühlend und selbstlos. Denn Marianne berichtet von den Schrecken der Reichskristallnacht genauso wie von den vielen kleinen und großen Gesten der Nächstenliebe. Ihre Eltern riskieren ihr eigenes Leben und scheuen keine Mühen, um Daniel zu retten, und auch andere Menschen helfen aus - und wenn es nur dadurch ist, dass sie nicht melden, was sie wissen oder vermuten.Die Geschichte hätte sich niemand spannender ausdenken können als das Leben sie geschrieben hat, mit mehr unerwarteten Wendungen und dramatischen Ereignissen. Ich habe beim Lesen die volle Bandbreite der Emotionen durchlebt, denn ich konnte gar nicht anders, als mit Rosalie (wie Marianne im Buch anfangs heißt), Daniel und deren Familien mitzufiebern.Die Autorin hat einen sehr angenehmen, ruhigen Schreibstil, der auf übertriebenes Pathos verzichtet. Für mich war das genau richtig, denn die Geschichte ist auch schon dramatisch genug!Fazit:Das Buch erzählt eine wahre Geschichte, die die Autorin zur Zeit des Dritten Reiches erlebt hat: als jüdische Freunde ihrer Familie deportiert wurden, versteckten ihre Eltern deren Sohn und gaben ihn nach einem Umzug aus Land mit gefälschten Papieren jahrelang als ihr eigenes Kind aus.Für mich war "Daniel, mein jüdischer Bruder" ein sehr berührendes, zum Nachdenken und Mitfühlen einladendes Buch. Es machte mich oft traurig oder wütend und ich habe die ein oder andere Träne vergossen, es gab aber auch schöne und sogar lustige Momente.

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  • Krieg ist doof!

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    Seelensplitter

    Seelensplitter

    Meine Meinung zum Sachbuch: Daniel, mein jüdischer Bruder Eine Freundschaft im Schatten des HakenkreuzesErwartung und Aufmerksamkeit:Warum ich so hohe Erwartungen an das Buch hatte, diesen Punkt findet ihr auf meinem BlogInhalt in meinen Worten:Marianne erzählt in diesem Buch ihre Geschichte. Die Geschichte die an einem Gewitterigen Pfingsttag beginnt, und durch den Zweiten Weltkrieg führt. Dabei schreibt sie einfühlsam von ihren Begebenheiten und was in ihrem Leben sie prägen durfte.Wie fand ich dieses Buch?Ich muss immer noch weinen. Ja dieses Buch ist ein Buch, wo ich ganz klar und ganz viele Taschentücher brauchte.Obwohl es so wunderschön, einfühlsam und doch ehrlich geschrieben ist, lässt es mich in meinen Gefühlen nicht kalt.Einerseits lerne ich einige Orte und Dinge im Buch kennen, die ich heute noch gar nicht in Nürnberg entdecken durfte, natürlich gibt es manche Dinge auch gar nicht mehr, andererseits hat Marianne eine Art ihre Geschichte zu erzählen, dass ich nicht gelangweilt bin, nicht denke, dass kenne ich schon, sondern sie bindet mich in ihre Geschichte mit ein.Was macht dieses Buch aus?Die Wahrheit! Natürlich in der Sicht von einer Marianne, die ursprünglich Röschen genannt wird.Auch die Sicht von der Mutter, von Daniel und von den vielen Menschen durfte ich lesen. Und dabei sind mir wirklich jede einzelne Figur in dieser Geschichte, die nicht erfunden ist, wirklich an das Herz gewachsen. Auch öffnete es mir mein Herz für meine Stadt, die ich noch niemals in diesen Augen gesehen habe. Dieses Buch muss ich noch mal lesen und mir alle Orte aufschreiben und sie abgehen, auf die Spuren gehen.Ich muss auch gestehen, so einige Orte hab ich in diesem Buch glatt bei Google nachgesehen und war erstaunt, was für interessante Dinge in Nürnberg zu finden waren und immer noch zu finden sind. Ein Stein an einer Brücke, der mir schon immer aufgefallen ist, auf dem Weg vom Heiligen Geist Spital hin zum CineCitta Kino steht ein Gedenkstein von der Kirche der Juden, doch noch nie ist mir die Geschichte so nah gegangen wie in diesem Buch. Denn erst jetzt weiß ich was das für ein Stein ist. Für mich also wirklich lehrreich.Auch fand ich die Geschichte spannend und ich hatte auch immer wieder Gänsehaut. Denn manche Geschichten gingen nur mit einer Portion Glück aus. Wie zum Beispiel als Röschen im Zug sitzt und plötzlich Tiefflieger unterwegs waren und in den Zug geschossen haben, wen nicht eine Frau neben ihr gesessen hätte, wäre es ein Kopfschuss gewesen. So wurde sie bewahrt. Und das war nicht nur ein Grund für Gänsehaut sondern auch eine Heulszene für mich.Und gerade wegen dieser Situation empfehle ich dieses Buch nicht für Jugendliche unter 14 Jahren. denn es ist wirklich teilweise zwar sehr einfach und leicht verständlich und dennoch die Tragik ist mehr als schwer.Für mich war wie schon auch erwähnt die Geschichte von Daniel eine Wundergeschichte.Alles war bereit für die Ausreise nach Amerika, bis auf einmal die NS kommt und das genau am letzten Abend und nimmt die Eltern mit, Eltern die wirklich viel getan haben, einziges Problem, sie waren Juden. Daniel entkommt, und die Mutter von Röschen rettet den Jungen.Und das in einer Zeit wo das selbst deutschen Menschen den Tod bringen konnte.Warum ich euch das Buch empfehle?1) Es ist authentisch2) Es ist dennoch wunderschön und einfühlsam geschrieben3) Ich hatte das Gefühl, mitten im Geschehen dabei zu sein.4) Es zeigte auch, dass es nicht nur die Judenhasser damals gab, sondern auch Menschen, die helfen wollten.Was mir nicht so gut gefallen hat:Das ich leider nicht erfahren habe, ob Daniel und Röschen sich jemals wieder gesehen haben.Das ich auch nicht weiß ob Daniels Eltern eventuell überlebt haben.Fazit:Für mich ist dieses Buch eine Schatz. Eine Perle unter den vielen Büchern, die einfach etwas ganz besonderes, kostbares zu einer schweren Zeit vermittelt.Sterne:Nachdem dieses Buch für mich ein April Highlight ist, gibt es natürlich fünf.

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  • Leserunde zu "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Eine autobiographische Geschichte über einen jüdischen Jungen Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Brunnen-Verlag stellt drei Exemplare des Buches "Daniel, mein jüdischer Bruder" von Marianne J. Voelk zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Starr vor Schrecken sieht Daniel, wie seine Eltern in ein Auto gezerrt und abtransportiert werden. Zitternd kauert er eine Weile hinter dem Schornstein, da sich noch Gestapo im Garten aufhält. Dann rennt er, so schnell er in der Dunkelheit kann, zum Wäldchen. Als Daniels jüdische Eltern deportiert sind, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn nach ihrem Umzug aufs Land als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst davor, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als Daniel eines Tages zum Arzt muss und sein Geheimnis entdeckt wird ... Eine autobiografische Geschichte. " Bitte bewerbt euch bis zum 10. Februar hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch diese autobiographische Geschichte interessiert. Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher an euch verschickt und ihr die Portokosten von 2 € selber tragen müsst. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.brunnen-verlag.de für 17,99 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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  • Daniel, mein Bruder

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    09. March 2016 um 04:29

    Daniel und Rosalie verbindet eine starke Freundschaft, über alle Rassegesetze hinaus. Auch ihre Familien stehen sich sehr nahe, sodass sie sich einen festen Halt zu dieser schlimmen Zeit geben. Das Cover gefällt mir gut und das Buch ist hochwertig verarbeitet. Was mir persönlich gut gefallen hat waren die kurzen Kapitel. Der Schreibstil ist gut, sodass der Leser gut in das Buch hineinkommt und sich in dem Buch zurecht findet. Gleich zu Beginn ist mir aufgefallen, dass Daniels Familie über das Privileg verfügt, dass seine Familie wohlhabend ist. So bleibt sie von vielem eher verschont und nimmt den Beginn der wirklich brisanten Zeit eher von weiter entfernt wahr. Obwohl ich den schreibstil als neutral, also wenig emotional, empfand, habe ich doch mit den Kindern an der ein oder anderen Stelle mitgelitten. Besonders am Ende. Was ich auch gut fand, dass die Geschichte mit der Geburt der beiden Kinder beginnt. Was ich ein bisschen schade fand war das eher offene Ende. Gerade bei so einer wahren Geschichte möchte man doch besonders wissen, wie es weiter geht. Fazit: Definitiv lesenswert!

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  • Daniel, mein jüdischer Bruder

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    04. March 2016 um 10:57

    Inhalt: Als Daniels jüdische Eltern deportiert werden, besorgt ihm Rosalies Familie falsche Papiere und gibt ihn als ihren leiblichen Sohn aus. Trotz der Angst, bei der Hitlerjugend entdeckt zu werden, verleben Rosalie und Daniel eine frohe Kindheit. Doch die ist bedroht, als ein Arzt eines Tages Daniels Geheimnis entdeckt … Meine Meinung: Dieses Buch musste ich erst ein paar Tage sacken lassen, bevor ich mich hier zu einer Rezension entschließen konnte. Es hat mich einfach auf der einen Seite zu sehr berüht und auf der anderen Seite aufgewühlt. Ich komme (zum Glück) aus einer anderen Zeit und kann überhaupt nicht nachvollziehen, was die Menschen während der Weltkriege mitgemacht haben müssen. Trotzdem verschließe ich meine Augen nicht davor und interessiere mich dafür. Genau aus diesem Grund hat mich dieses Buch interessiert. Eine Freundschaft zwischen Christen und Juden unter dem Haken-Kreuz erwartet man nicht wirklich. Das ganze Buch über, musste ich den Kopf schütteln, weil mich die verschiedenen Szenen erschüttert oder gewundert haben. Zum einen, weil das alles so schlimm ist, zum anderen, weil ich es wirklich faszinierend fand, wie die Familien alles gemeistert haben. Da muss man wirklich den Hut ziehen. Die komplette Geschichte ist ziemlich einfach geschrieben, da aus Rosalies Sicht erzählt wird, wie sie alles miterlebt hat. Ich finde es aber sehr angenehm zu lesen. Gerade dieser Schreibstil hat es geschafft, mir einiges näher zu bringen. Mir bringt es nicht, tausend Geschichtsbücher zu lesen. Gerade Erlebniserzählungen bringen einem erst wirklich nahe, was genau passiert ist. Auch wenn meine Rezi ziemlich kurz ausfällt, möchte ich hier nicht mehr schreiben, denn das Buch verdient selbst gelesen zu werden. Fazit: Unbedingt lesen!

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  • Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    anke3006

    anke3006

    28. February 2016 um 18:26

    Daniel wohnt mit seiner Familie nebenan. Er ist ein paar Wochen jünger als Rosalie und die beiden sind von Geburt an befreundet. Jeden Tag verbringen sie viel Zeit zusammen. Die Familien sind eng befreundet und respektieren einander. Als die Nazis an die Macht kommen müssen die Familien vorsichtig sein. Und dann geschieht das schreckliche, die Eltern von Daniel werden von der Gestapo verhaftet. Marianne J. Voelk hat in diesem Buch ihre Kindheitserinnerungen aufgeschrieben und sehr eindringlich geschildert, wie sie die Zeit erlebt hat. Die Geschichte nimmt den Leser von Anfang an gefangen. Man erlebt die glücklichen Zeit, die Angst und das Kriegsende. Am Ende ist Rosalie 12 Jahre alt. Und genau dieser Erzählstil ist, der mich dieses Buch auch Jugendlichen empfehlen lässt. Es ist verständlich erzählt, ohne das viel erklärt werden muss. Wer nur ein Minimum über die Nazi-Zeit weiß kann in diesem Buch sehr viel über das Leben und die Zwänge erfahren, aber auch viel Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

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  • Daniel, mein jüdischer Bruder (Marianne J. Voelk)

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    MiniBonsai

    MiniBonsai

    28. February 2016 um 14:27

    Eine Freundschaft im Schatten des Hakenkreuzes - so lautet der Untertitel dieses autobiografischen Werks. Und das ist es auch, was das Buch ausmacht: zwei befreundete Nachbars-Familien behalten diese Freundschaft auch in der Nazizeit bei. Sie finden Mittel und Wege, sich trotzdem zu besuchen und die Kinder wachsen in enger Freundschaft auf. Beeindruckend ist der Respekt und die Offenheit der beiden Familien gegenüber der Religion der anderen Familie. Feste werden gemeinsam gefeiert und den Kindern Normalität im Anderssein der Rituale vermittelt. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der Tochter Rosalie (später Marianne genannt) der arischen Familie. Sie beginnt mit den ihr zugetragenen Erzählungen ihrer und Daniel´s Geburt in 1933 und endet nach Kriegsende. Beide Familien sind recht wohlhabend und leben in größeren Häusern mit Angestellten in Nürnberg, die Kinder lernen Instrumente zu spielen. Daniels große Schwester geht zum Studium zu Verwandten in die Schweiz. Zum Bruder wird Daniel für Rosalie als seine Eltern deportiert werden und er fliehen kann. Rosalies Mutter nimmt Daniel heimlich auf und gibt ihn nach der Evakuierung ins Nürnberger Umland als eigenen Sohn aus. Der Vater von Rosalie wird in Stalingrad vermisst. Es gibt auch brenzlige Situationen durch den "falschen" Sohn, aber glückliche Fügungen helfen immer wieder weiter. Nach dem Krieg zieht die Mutter mit den Kindern zurück nach Nürnberg und richtet eine Modell-Kleider-Nähstube ein. Uner anderem gibt es engere Kntakte zu einem amerikanischen Colonell, der die Mutter verehrt und die Familie mit Lebensmitteln unterstützt. Als er Daniels Schwester in der Schweiz ausfindig macht, holt sie ihn ab und geht mit ihm nach Amerika. Rosalie/Marianne bleibt traurig und sehnsuchtsvoll zurück und spart Geld um ihn zu besuchen. Ende ... Irgendwie ist das Ende für mich keines - ich wüßte gern ob, wann und wie Röschen ihren Daniel wieder sieht. Ob der Vater Stalingrad überlebt hat. Ob die Mutter sich (falls er gefallen ist) sich doch auf den Colonell einlässt. Ob Daniels Eltern im KZ umgekommen sind. Viel zu viele Fragen bleiben offen - da würde ich mir zumindest einen klärenden Anhang wünschen. Auch die Infos zur Autorin helfen da nicht wirklich weiter. - dafür mein Punktabzug, weil ich "unbefriedigt" zurück bleibe.

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  • Spannende, bewegende Geschichte die man lange Zeit nicht aus dem Kopf bekommt

    Daniel, mein jüdischer Bruder
    Amarianne

    Amarianne

    21. January 2016 um 13:24

    Obwohl die  Rassengesetze im Dritten Reich erlassen wurden, wird die Freundschaft zwischen einer christlichen und einer jüdischen Familie im Geheimen und allen Gefahren zum Trotz weiter geführt. Bis das Schicksal zuschlägt und die Familien getrennt werden. Daniel, Rosalies jüdischer Freund kann fliehen und zieht mit der christlichen Familie aufs Land. Dort geht er mit gefälschten Papieren zur Schule und zur Hitlerjugend. Rosalie und Daniel verbringen eine verhältnismäßig fröhliche Kindheit, bis Daniel eines Tages zum Arzt muss. Der stellt fest, dass der Junge Jude ist und setzt die Familie unter Druck. 

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