Marianne Kaurin

 4,6 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor*in von Beinahe Herbst, Irgendwo ist immer Süden und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Marianne Kaurin, geboren 1974, studierte am Norwegischen Kinderbuchinstitut in Oslo. 2012 debütierte sie mit ihrem Jugendroman Beinahe Herbst (Arctis), für den sie zwei der wichtigsten Jugendliteraturpreise Norwegens erhielt. 2021 folgte die Auszeichnung mit dem Deutschen Kinderliteraturpreis für Irgendwo ist immer Süden (WooW Books). Die Autorin wohnt mit ihrer Familie in Oslo.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Marianne Kaurin

Cover des Buches Beinahe Herbst (ISBN: 9783038802082)

Beinahe Herbst

(18)
Erschienen am 17.09.2021
Cover des Buches Irgendwo ist immer Süden (ISBN: 9783961771035)

Irgendwo ist immer Süden

(11)
Erschienen am 16.03.2022
Cover des Buches Inken oder Alba (ISBN: 9783039670383)

Inken oder Alba

(2)
Erschienen am 09.10.2024
Cover des Buches Irgendwo ist immer Süden (ISBN: 9783961770809)

Irgendwo ist immer Süden

(2)
Erschienen am 24.07.2020
Cover des Buches Our Own Little Paradise (ISBN: 9781646900183)

Our Own Little Paradise

(0)
Erschienen am 12.04.2022

Neue Rezensionen zu Marianne Kaurin

Cover des Buches Inken oder Alba (ISBN: 9783039670383)
Henri3tt3s avatar

Rezension zu "Inken oder Alba" von Marianne Kaurin

Henri3tt3
Teenager haben es schwer!

Alba hat es nicht leicht. Ihre Eltern sind geschieden, sie lebt eigentlich bei ihrer Mutter, aber die muss für längere Zeit beruflich ins Ausland. Also zieht Inken zum Vater. Der redet aber immer nur von seiner langweiligen Arbeit. Ihre beste Freundin hört ihr nicht mehr richtig zu, weil diese plötzlich nur noch von ihrer Cousine schwärmt, mit der sie in den Sommerferien viel Zeit verbracht hat. Und so kommt Inken plötzlich auf seltsame Ideen, über die sie mit niemandem redet. Die Ereignisse schaukeln sich hoch, aber niemand merkt, was los ist. Alba geht es ähnlich.

Inken war mir anfangs nicht so richtig sympathisch, weil sie so oberflächlich ist. Aber wenn ich ehrlich bin, war ich das in ihrem Alter auch. Dieses Buch zeigt, wie wichtig es ist, dass Teenager echte Freunde haben und dass die Erwachsenen Zeit mit ihnen verbringen und viel mit ihnen reden müssen. Ja, das ist oft schwierig, ich habe hier selbst gerade zwei Pubertiere, die oft einsilbig oder schnell genervt sind. Trotzdem muss man dran bleiben. Deshalb würde ich das Buch nicht nur Kindern ab 12 Jahren, sondern auch ihren erwachsenen Bezugspersonen empfehlen.

Cover des Buches Inken oder Alba (ISBN: 9783039670383)
EmmyLs avatar

Rezension zu "Inken oder Alba" von Marianne Kaurin

EmmyL
Lustig, lebensnah und voller wichtiger Impulse

Inken ist zwölf, geht in die siebte Klasse und hat ein klares Ziel fürs neue Schuljahr: beliebt werden! Am besten so beliebt, dass Leo – der sie neulich so süß angelächelt hat – sie endlich richtig wahrnimmt. Als der überengagierte Lehrer „König“ Harald den Posten der Wohlfühlagentin auslobt, sieht Inken ihre große Chance gekommen. Schließlich dürfen nur ein Junge und ein Mädchen diesen Titel tragen – und Leo ist bereits gesetzt.

Doch dann kommt Alba neu in die Klasse. Hochmotiviert, freundlich, ehrgeizig – und leider sehr talentiert in so ziemlich allem. Schnell wird klar: Der Wettbewerb um den begehrten Wohlfühlposten wird nicht nur eine schulische, sondern auch eine sehr persönliche Angelegenheit. Zwischen Plakatkampagnen, Social-Media-Attacken und schrägen Mottopartys eskaliert der Wahlkampf – und dabei geraten beide Mädchen immer weiter vom eigentlichen Ziel ab: einer Schule, in der sich alle wohlfühlen.

Als wäre das nicht genug, stellt sich heraus: Alba ist die Tochter der neuen Freundin von Inkens Vater – und wird bald bei ihnen einziehen. Der Spagat zwischen öffentlicher Fassade und privatem Frust bringt die Stimmung endgültig zum Kippen. Nicht nur der Wahlkampf, auch die Erwachsenenbeziehung gerät ins Wanken – und die beiden Mädchen sind plötzlich mehr miteinander verbunden, als ihnen lieb ist.

Marianne Kaurin gelingt es erneut, aktuelle Themen wie Fairness, Machtmissbrauch, digitale (Un)Kultur, Mobbing und Selbstinszenierung mit einer authentischen jugendlichen Stimme aufzugreifen. Sie erzählt aus Inkens Perspektive – mit viel Witz, aber auch mit emotionaler Tiefe. Die Protagonistinnen sind glaubwürdig, vielschichtig und spiegeln auf kindgerechte Weise die Herausforderungen des Erwachsenwerdens.

Trotz aller Zuspitzung bleibt die Geschichte realistisch – man leidet, lacht und schämt sich manchmal sogar ein bisschen mit den beiden. Der Roman zeigt, wie leicht man sich im eigenen Wunsch nach Anerkennung verlieren kann – und wie schwierig es ist, sich selbst und andere wirklich zu verstehen.

Fazit:

„Inken oder Alba“ ist ein kurzweiliger, klug erzählter Jugendroman über Popularität, Macht und die Suche nach Zugehörigkeit. Lustig, lebensnah und voller wichtiger Impulse – ein Buch mit Herz und Haltung für Leser:innen ab 10 Jahren.

Cover des Buches Irgendwo ist immer Süden (ISBN: 9783961771035)
TaHas avatar

Rezension zu "Irgendwo ist immer Süden" von Marianne Kaurin

TaHa
Irgendwo ist immer Süden Oder: Welches Bild vom jungen Menschen haben wir?

Klappentext, Cover und Auszeichnung zum Deutschen Kinderliteraturpreis 2021 machten mich neugierig. Eine norwegische Autorin, ein Thema, das in jedem Land funktioniert und kindlich-lösungsorientierte Fantasie. 


Es geht um Ina, deren Familie nicht die finanziellen Mittel hat, um in den Sommerferien zu verreisen. Aus Scham erzählt sie in der Klasse, als alle von ihren bevorstehenden Reisen erzählen, es gehe für sie in den Süden.


Inhaltlich werden dann sehr schnell ziemlich viele Problemfelder abgearbeitet: Einelternteil-Familie, Kinderarmut, Alkoholkonsum, Vernachlässigung, Einsamkeit, Mobbing, nicht vorhandene Teilhabe-Chancen, berufliche Wiedereingliederung, prekäre Wohnsituationen, Ausgrenzung, Freundschaft. Das ist eine ziemliche Gemengelage, was man jungen Menschen zumutet. Die Story hätte diese zahlreichen Problemfelder nicht gebraucht.


Grundsätzlich geht es um Armut und wie diese das Leben eines Kindes beeinflussen kann. Ob das Mädchen jetzt in einer Einelternteil-Familie oder klassischen Kleinfamilie lebt, wäre eigentlich egal. Auch das Problemfeld Alkohol zu eröffnet ist absolut überflüssig. Ob die Mutter nun sorgend oder eher abwesend ist, spielt für den Plot keine Rolle, auch nicht, warum die Mutter eher abwesend ist. Auch die ständigen Kontraste zu den ausgesprochen vermögenden Klassenkameradinnen ist deutlich überzeichnet und taugt nur dazu, dass Gefälle noch zu vergrößern. Man mutet jungen Menschen allerhand Themen zu.


Der Schreibstil überrascht hingegen durch extreme Einfachheit. 


Die Kombination aus vielen schwierigen Themen für ein Kind dargeboten in einer Aneinanderreihung einfacher Hauptsätze in einfachster Sprache lässt mich ratlos zurück. Welches Bild vom Kind hat die Autorin? Was soll dieses Buch? Warum soll ein Kind dieses Buch lesen? 


Aus meiner Sicht ist das eine klassische Schullektüre, wie man sie seit Generationen kennt. Der bekannte, nur Schullektüren eigene, Sprachduktus, der stets erhobene Zeigefinger, von Erwachsenen für Kinder gemacht, reichlich Themen, über die man sprechen, die man analysieren kann, viele gegensätzliche Figuren. 


Schade, denke ich nur! Die Idee ist spitze, das Cover motiviert, der Inhalt leider überhaupt nicht. 

Gespräche aus der Community

Emil ist neun Jahre alt und war bis zu diesem besonderen Montag ein ganz normaler Junge. Mit einem ganz normalen Leben. Doch dann steht plötzlich eine neue Mitschülerin in der Klasse: Florine. Und plötzlich ist alles anders. Wie soll Emil nur mit ihr reden?

Neugierig geworden? Hier könnt ihr 10 Exemplare von Emil und die Prinzessin aus dem Nachbarhaus (ab 9 Jahren) gewinnen und an der Leserunde teilnehmen.

94 BeiträgeVerlosung beendet
Samthas avatar
Letzter Beitrag von  Samtha

Wir fanden das Buch wirklich toll und meine Tochter war schneller fertig als ich, was doch etwas heißt =D


https://www.lovelybooks.de/autor/Marianne-Kaurin/Emil-und-die-Prinzessin-aus-dem-Nachbarhaus-2037560970-w/rezension/2377752922/


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