Wusstet ihr schon, dass Frauenherzen anders schlagen? Sie tun es, und zwar nicht nur auf der emotionalen Ebene, sondern meßbar und nachweisbar im EKG. Ein Herzinfarkt kann einer Frau eher zum Verhängnis werden, als einem Mann. Schlichtweg deshalb, weil sich bei ihr andere Symptome zeigen, sie manchmal das Ganze nicht so ernst nimmt und auch die Mediziner eher an Hysterie als an einen Herzinfarkt denken.
Dr. Marianne Legato beschreibt in "Evas Rippe" die feinen Unterschiede zwischen Mann und Frau im Krankheitserleben, Gesundheitsverhalten und vorallen Dingen den daraus folgenden Konsequenzen für die medizinische Behandlung. Sie gilt als eine der Pionierinnen, die beginnend in den 70iger Jahren dem Aufschrei der Frauen "Mein Körper gehört mir" Taten folgen ließ und sich der Forschung und Aufklärung im Bereich der weiblichen Medizin widmete.
Bis in die 90iger Jahre waren Frauen von der medizinischen Forschung ausgeschlossen, d. h. Medikamente wurden ausschließlich an Männern getestet, aber gleichzeitig auch für Frauen zugelassen. In Anbetracht der gravierenden Unterschiede im Stoffwechsel und Hormonhaushalt fatal und gefährlich.
Mittlerweile ist in der Medizin schon Einiges in dieser Richtung passiert und das Werk von 2002 vielleicht nicht mehr ganz aktuell. Trotzdem rüttelt es auf und schärft das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Medizin. Ich bin der Meinung, der Anspruch müsste noch viel weitergehen, denn selbst Frau ist nicht gleich Frau und Mann nicht gleich Mann.
Appell an die Gendermedizin ...

