Evas Rippe

von Marianne Legato 
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Evas Rippe
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Inhaltsangabe zu "Evas Rippe"

Und weil die Frau kein Mann ist ... Die meisten Medikamente und Therapien werden für den männlichen Körper entwickelt - bei Frauen können sie Fehl- und Nebenwirkungen mit sogar lebensbedrohlichen Folgen auslösen. Testreihen von Arzneimitteln und Untersuchungen von Krankheiten werden meist ausschließlich an Männern durchgeführt - getreu der Annahme, dass beide Geschlechter physiologisch gleich seien. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich die Menschen mit der Frage, warum Männer und Frauen so verschieden sind - nur in der Medizin scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein: Die meisten Ärzte behandeln ihre Patienten so, als gäbe es nur ein Geschlecht: das männliche. Die Medizinerin und Wissenschaftlerin Marianne Legato stieß auf immer mehr Erkenntnisse, die den Lehrbüchern widersprachen: Männer und Frauen erfahren ein und dieselbe Krankheit ganz unterschiedlich; dieselben Ursachen rufen bei beiden Geschlech tern keineswegs die gleichen Symptome hervor. Dies war die Geburtsstunde der neuen weiblichen Medizin, der sich die Forscherin seitdem verschrieben hat. In ihrem Buch gibt sie einen Überblick über die revolutionären Erkenntnisse der neuen Forschungsrichtung und zeigt, dass der weibliche Körper in nahezu jeder Hinsicht anders funktioniert als der männliche - angefangen beim Gehirn, über Herz, Kreislauf, Lunge, Magen und Darm bis hin zur Haut und zum Immunsystem. Die Konsequenzen für den Medizinbetrieb sind gravierend: Wir brauchen eine umfassendere Ausbildung der Ärzte, neue Wege in Diagnose und Therapie sowie die Entwicklung geschlechtsspezifischer Medikamente.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462031423
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:346 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessant, fundiert, informativ und aufrüttelnd.
    Appell an die Gendermedizin ...

    Wusstet ihr schon, dass Frauenherzen anders schlagen? Sie tun es, und zwar nicht nur auf der emotionalen Ebene, sondern meßbar und nachweisbar im EKG. Ein Herzinfarkt kann einer Frau eher zum Verhängnis werden, als einem Mann. Schlichtweg deshalb, weil sich bei ihr andere Symptome zeigen, sie manchmal das Ganze nicht so ernst nimmt und auch die Mediziner eher an Hysterie als an einen Herzinfarkt denken.

    Dr. Marianne Legato beschreibt in "Evas Rippe" die feinen Unterschiede zwischen Mann und Frau im Krankheitserleben, Gesundheitsverhalten und vorallen Dingen den daraus folgenden Konsequenzen für die medizinische Behandlung. Sie gilt als eine der Pionierinnen, die beginnend in den 70iger Jahren dem Aufschrei der Frauen "Mein Körper gehört mir" Taten folgen ließ und sich der Forschung und Aufklärung im Bereich der weiblichen Medizin widmete.

    Bis in die 90iger Jahre waren Frauen von der medizinischen Forschung ausgeschlossen, d. h. Medikamente wurden ausschließlich an Männern getestet, aber gleichzeitig auch für Frauen zugelassen. In Anbetracht der gravierenden Unterschiede im Stoffwechsel und Hormonhaushalt fatal und gefährlich.

    Mittlerweile ist in der Medizin schon Einiges in dieser Richtung passiert und das Werk von 2002 vielleicht nicht mehr ganz aktuell. Trotzdem rüttelt es auf und schärft das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Medizin. Ich bin der Meinung, der Anspruch müsste noch viel weitergehen, denn selbst Frau ist nicht gleich Frau und Mann nicht gleich Mann. 

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