Marianne Wellershoff Mit 17 hat man noch Träume

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Inhaltsangabe zu „Mit 17 hat man noch Träume“ von Marianne Wellershoff

Wovon träumt man, wenn man 17 ist? Vom Weltruhm oder davon, die Welt zu verändern? Die Jazzsängerin Natalie Cole wollte Chirurgin werden, der Architekt Renzo Piano Trompete spielen, und Mario Adorf war in erster Linie unsterblich verliebt. Der Komiker Helge Schneider dagegen hatte immer vor, auf der Bühne zu stehen und Quatsch zu machen, und der Schauspieler Anthony Hopkins träumt schon damals davon, "das zu werden, was ich heute bin".
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  • Rezension zu "Mit 17 hat man noch Träume" von Marianne Wellershoff

    Mit 17 hat man noch Träume
    metalmel

    metalmel

    05. November 2007 um 21:37

    Prominente erinnern sich an ihre Zeit mit 17. Unter ihnen Götz Alsmann, Dolly Buster, Campino, Matt Dillon, Axel Hacke, Debbie Harry, Sascha Hehn, Wladimir Kaminer, Reinhold Messner, Willie Nelson, Suzi Quatro, Helge Schneider und John Waters. Die Meisten träumten davon, das zu werden, was sie heute sind: Schauspieler, Musiker, Schriftsteller. Nur Mario Adorf und Horst Tappert träumten von Mädchen und verschwendeten keine Gedanken an ihre Zukunft. Helge Schneider wollte einfach nur Musik und Quatsch auf der Bühne machen, also genau das, was er heute auch tut. Gitte Haenning wollte nicht mehr so viel, weil sie ja schon mit 12 Millionärin war und deshalb mit 17 nicht mehr von Ruhm und Reichtum träumen musste. Sie wollte lieber mal anständig verliebt sein. Und Wladimir Kaminer wollte nicht in die sowjetische Armee. Deshalb haben sie sich Löffel, Kopfkissen und Joints besorgt, um eine Gehirnerschütterung und damit Untauglichkeit vorzutäuschen. Mit dem Löffel drosch ihm ein Freund so lange auf den Kopf, bis eine Beule entstand, danach schlug er ihm mit voller Wucht mit dem Kissen, damit er ein bisschen zerzaust und angeschlagen wirkte. Die Joints rauchten sie, weil sie gehört hatten, dass diese Nebel im Gehirn verursachen, den man dann später am Röntgenbild sieht. Leider war all das umsonst und Kaminer wurde eingezogen. Udo Kier wollte einfach nur reich werden und Lemmy Kilmister von Motörhead fand, dass er super aussah. Und deshalb wollte er Rockstar werden. Er wollte Geld, Weiber und jeden Morgen ausschlafen. Darum kaufte er sich eine Gitarre, die er zwar nicht spielen konnte (und bis heute nicht kann), die ihm aber die Aufmerksamkeit der Mädchen einbrachte. Uwe Ochsenknecht hingegen sah laut eigener Aussage damals richtig scheiße aus, das änderte sich erst, als er etwa Mitte 30 war. Im Großen und Ganzen also auch keine anderen Träume als bei vielen von uns. Was wollte ich eigentlich mit 17? Ich weiß, dass ich gerade aus der Grufti-Phase heraus war und sehr verliebt. Bevor ich allerdings verliebt war, war ich sehr deprimiert, weil ich dachte, die ganze Welt geht unter vor lauter Umweltverschmutzung und Atomkraft und was weiß ich noch alles. Aber dann kam ja er. Er sah unheimlich gut aus und ich nicht. Ich hatte blond gefärbte Dauerwellen damals und knalligen pinken Lippenstift. Aber das war egal. Er fand mich super und plötzlich musste ich auch nicht mehr an der Welt zugrunde gehen, sondern alles war ganz leicht. Für ungefähr 6 Wochen. Dann wurde es kompliziert. Und so ist es bis heute geblieben. Mit 17 träumte ich von Ruhm und einem Leben in Künstlerkreisen. Die Männer sollten unstet sein und gefährlich aussehen, mindestens aber lange Haare haben. Ich wollte frei sein und sonst nicht sehr viel. Und so ist es bis heute geblieben.

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