Marianne de Pierres

 3.3 Sterne bei 23 Bewertungen

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Retra - Insel der Schatten

Retra - Insel der Schatten

 (12)
Erschienen am 12.08.2013
Shine Light (The Night Creatures)

Shine Light (The Night Creatures)

 (3)
Erschienen am 08.04.2013
Angel Arias (The Night Creatures)

Angel Arias (The Night Creatures)

 (3)
Erschienen am 08.04.2013
Burn Bright (The Night Creatures)

Burn Bright (The Night Creatures)

 (1)
Erschienen am 08.04.2013
Code Noir: a Parrish Plessis Novel

Code Noir: a Parrish Plessis Novel

 (1)
Erschienen am 01.07.2004
Nylon Angel: A Parrish Plessis Novel

Nylon Angel: A Parrish Plessis Novel

 (1)
Erschienen am 15.01.2004

Neue Rezensionen zu Marianne de Pierres

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Rezension zu "Shine Light (The Night Creatures)" von Marianne de Pierres

Würdiger Abschluss einer fantastischen Dystopie
MikkaGvor 5 Jahren

Pro:
In diesem Band kehren wir zurück nach Ixion - endlich! Ich hatte mich darauf gefreut, viele der Charaktere aus dem ersten Band wiederzusehen und mehr über die Hintergründe der Insel zu erfahren, und ich wurde nicht enttäuscht. Die verschiedenen Handlungsfäden laufen in "Shine Light" zusammen und führen zu einem schlüssigen Ende, über das ich nicht zu viel verraten will!

Es ist interessant, wie sich diejenigen Charaktere, die in Band 2 nur nebenher oder gar nicht erwähnt wurden, entwickelt haben. Naifs gutgelaunte Freundin Suki zum Beispiel ist zu einer entschlossenen, harten jungen Frau geworden, die bereit ist, bis zum Äußersten zu gehen. Rollo dagegen hat dem Aufstand scheinbar den Rücken gekehrt und sucht das Vergessen in Drogen und wilden Partys. Und Lenoir... Lenoir, mein Lieblingscharakter... Er bleibt zwiespältig, hin- und hergerissen zwischen seiner zutiefst verwurzelten Loyalität gegenüber seinem Volk und seiner Liebe zu Naif. Die Autorin macht es dem Leser nicht einfach: hier sind die Guten (Naif und ihre Freunde) nicht 100%ig gut, die Bösen (die Ripers) nicht 100%ig böse. Wenn es ums Überleben geht, überschreiten beide Seiten Grenzen. Aber gerade das macht die Charaktere so faszinierend und "echt".

Ich fand das Buch von der ersten bis zur letzten Seite so spannend, dass ich mal wieder bis in die frühen Morgendstunden gelesen habe - diese Buchreihe ist dafür verantwortlich, dass ich in der letzten Woche viel zu wenig geschlafen habe! Der Schreibstil ist und bleibt meiner Meinung nach großartig.

Kontra:
Ich fand das Ende zwar schlüssig und auch gut, aber es blieben dennoch ein paar Dinge ungeklärt und man kann sich als Leser nur vorstellen, was die Zukunft bringen wird. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden - ich bin einfach Jemand, der am Ende eines Buches gerne zumindest im Groben weiß, wie es für die Charaktere weitergehen wird!

Ob das Ende jetzt ein Happy-End ist oder nicht... Das liegt im Auge des Betrachters.

Zusammenfassung:
Der würdige Abschluss einer Trilogie, die mich unglaublich gefesselt hat und über die ich noch lange nachdenken werde!

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Rezension zu "Angel Arias (The Night Creatures)" von Marianne de Pierres

Packende Fortsetzung einer großartigen Dystopie
MikkaGvor 5 Jahren

Pro:
Hat die Autorin schon im ersten Band bewiesen, dass sie jede Menge frische, neue Einfälle hat und sie auch umzusetzen weiß, enttäuscht das Feuerwerk an Ideen auch in diesem Band nicht. Den Satz "Dieses Buch erinnert mich an..." wüsste ich ehrlich nicht zu beenden! Dabei ist der Schreibstil wieder sehr eindringlich und beschwört bildreiche Szenen herauf.

Der zweite Band stürzt uns direkt mitten in die Geschichte, und das Tempo bleibt das ganze Buch hindurch rasant. Eine actionreiche Szene reiht sich an die nächste: Verfolgungsjagden, Fluchten aus zusammenbrechenden Häusern, lebensgefährliche Kletterpartien... Da bleibt zwischendurch kaum mal Zeit zum Luftholen, und für Langeweile ist definitiv keine Zeit!

Auch der krasse "Szenenwechsel" trägt dazu bei, dass der zweite Band ein völlig anderes Gefühl vermittelt als der erste: der spielte hauptsächlich in der dunklen, verführerisch-gefährlichen Welt von Ixion, im zweiten folgen wir Naif und Markes in die streng reglementierte, oppressive Gesellschaft von Grave. Umso deutlicher wird, wie sehr sich Naif von Retra unterscheidet: sie, die einst so perfekt an diese Welt angepasst war, passt nun überhaupt nicht mehr hierher - zu selbstbewusst ist sie, zu sehr hinterfragt sie alles, was sie je gelernt hat.
Grave wird von der Autorin mit ebensoviel Geschick und Liebe zum Detail aufgebaut und beschrieben wie Ixion im ersten Band; sie ist großartig darin, die Welt ihrer Bücher zum Leben zu erwecken!

Es werden wieder viele neue Charaktere eingeführt, die mir mehr oder weniger gut gefallen haben, die aber alle gemein haben, dass sie authentisch und glaubwürdig geschildert sind. Am interessantesten fand ich Liam, einen Hybriden zwischen Mensch und Night Creature - seine Existenz wirft viele Fragen darüber auf, was auf Ixion wirklich vor sich geht, und ich hoffe, dass im nächsten Band näher darauf eingegangen wird! Warum schützt Lenoir die Hybriden?

Man lernt in diesem Band unheimlich viel über die Hintergründe von Grave und Ixion, über die Ripers, über die Uthers, über die Night Creatures, über die Elders... Vieles davon kam für mich überraschend und unerwartet, und irgendwie habe ich jetzt fast mehr Fragen als vorher! Schwarz und Weiß vermischen sich mehr und mehr zu Grau. Mein Lieblingscharakter, Lenoir, ist das beste Beispiel dafür: mal erscheint er fast schon gütig und liebenswert, dann kommt etwas über ihn heraus, was ihn kalt und skrupellos dastehen lässt.

Kontra:
Ging es im ersten Band viel um Retras/Naifs emotionale Entwicklung, bleibt hier vor lauter Action nicht mehr viel Platz dafür, was ich, trotz aller Spannung, schade fand!

Auch bei einigen anderen, sehr vielversprechenden Charakteren hätte ich mir mehr Hintergrundgeschichte gewünscht, um ein besseres Gefühl für sie zu bekommen - aber auch dafür lässt das rasante Tempo des Buches nicht viel Zeit. Viele Charaktere, die einem im ersten Band ans Herz gewachsen sind, kommen hier gar nicht vor oder werden nur mal nebenher erwähnt - sehr schade, und ich hoffe, dass wir im nächsten Band wieder mehr von ihnen lesen werden!

Die Liebesgeschichte entwickelt sich in diesem Buch leider, leider in Richtung der unvermeidlichen Dreiecksgeschichte... Allerdings steht sie in diesem Band ohnehin sehr im Hintergrund und insofern war es noch ganz gut erträglich. Trotzdem wünsche ich mir, dass sich das schnell auflöst, ich kann Dreiecksgeschichten einfach nicht leiden!

Ich fand auch etwas schade, dass wir die Insel in diesem Band beinahe komplett hinter uns lassen, von gelegentlichen Informationen über die brisante Lage dort einmal abgesehen. Ich vermute aber, dass der dritte Band wieder hauptsächlich dort spielen wird.

Zusammenfassung:
Wer den ersten Band mochte, wird auch vom zweiten nicht enttäuscht sein! Die Autorin hat hier wieder eine packende Dystopie abgeliefert, die völlig neue Wege geht.

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Rezension zu "Retra - Insel der Schatten" von Marianne de Pierres

Großartige Dystopie voller unerwarteter Wendungen
MikkaGvor 5 Jahren

Ein kleiner Hinweis, bevor ich mit der Rezension beginne: ich habe das Buch auf englisch gelesen, der ein oder andere Begriff könnte daher in der deutschen Übersetzung von dem hier benutzten abweichen.

Das muss ich direkt loswerden: Ich liebe, liebe, LIEBE dieses Buch! Ich habe es in den frühen Morgenstunden fertiggelesen und mich dann direkt mit meinem Kindle bei Amazon eingeloggt und den zweiten und dritten Teil gekauft, die im englischen Original schon erschienen sind - auf die deutsche Übersetzung wollte und konnte ich nicht warten!

Die Geschichte ist wirklich wahnsinnig originell: ja, es ist eine Dystopie, und davon wird der Markt zur Zeit quasi überschwemmt, aber ich habe noch nie eine Dystopie mit einer vergleichbaren Grundidee gelesen. Denn für die Jugendlichen auf Ixion scheint es ja zunächst eher eine Utopie zu sein, schließlich wird ihnen jeder Wunsch von den Augen abgelesen. In den Kritiken zur englischen Originalausgabe habe ich ab und an gelesen, es sei unrealistisch, dass sich die Kids keine Gedanken darüber machen, dass das Ganze doch einen Haken haben MUSS.

Aber mal ehrlich: schauen wir uns doch mal unsere Realität an. In vielen Ländern wird Komasaufen unter Jugendlichen ein immer größeres Problem, wobei es auch bedrückend oft vorkommt, dass sich ein Minderjähriger buchstäblich zu Tode säuft. Und unser Fernsehprogramm? Anscheinend gibt es genug Jugendliche, denen man nur vorgaukeln muss, man würde ihnen einen Party-Urlaub finanzieren, und schon kann man sie zu den strengsten Eltern der Welt schicken oder sie 24 Stunden am Tag bei zutiefst peinlichem Verhalten filmen, dass dann Mama und Papa auf die Palme bringt. Immer mehr und mehr wird uns in unserer heutigen Welt schon suggeriert, dass nur das eigene Vergnügen zählt und dass einem ein supertolles Leben quasi zusteht - dass da bei manchen Menschen (und nicht nur Jugendlichen!) jedes Gefühl dafür abhanden kommt, dass irgendjemand dafür zahlen muss, wundert mich nicht.

Aber genug abgeschweift! Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass dieser Roman unserer heutigen Gesellschaft eigentlich nur den Spiegel entgegenhält. Dass wir die Geschichte dabei ausgerechnet durch Retras Augen sehen, die den krassen Gegensatz verkörpert, machte das Ganze für mich umso interessanter. Dabei ist auch ihr Lebensstil ein ungesundes Extrem, nur eben am anderen Ende des Pegels: sie wurde von Geburt an geradezu darauf abgerichtet, die eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu verleugnen. Dadurch dauert es auch ein wenig, bis man als Leser ein Gefühl dafür bekommt, wer sie wirklich ist - denn auch Retra entdeckt sich gerade erst selbst. Aber ich habe sehr schnell mit ihr mitgefiebert und ihr die Daumen gedrückt, denn mehr und mehr entwickelte sich das schüchterne Mädchen zu einer starken jungen Frau, wobei es eine spannende, unerwartete Wendung gibt.

Die anderen Charaktere wurden für mich sehr schnell lebendig und viele von ihnen habe ich richtig ins Herz geschlossen. Was für mich ein deutliches Zeichen dafür ist, wie ansprechend und eindringlich die Autorin ihre Figuren schildert: obwohl es viele, viele Charaktere sind, konnte ich sie immer ohne Probleme auseinanderhalten und jederzeit geradezu vor mir sehen! (Dabei habe ich ein furchtbares Namensgedächtnis!) Mein Lieblingscharakter ist Lenoir: er ist einer der Ripers, die die Insel kontrollieren, und er lässt sich nicht einfach so in die Schubladen "gut" oder "böse" stecken... Ich hoffe sehr, dass er in den nächsten beiden Bänden wieder eine zentrale Rolle spielen wird!

Es gibt eine Art Liebesgeschichte, die ich sehr faszinierend fand - ich sage "eine Art", weil sie mit Romantik und zärtlichen Gefühlen erstmal sehr wenig zu tun hat! Aber sie hat mich direkt in ihren Bann gezogen und war ein Grund dafür, warum ich einfach wissen musste, wie es in Band 2 weitergeht. Ich bin normal kein "Shipper", aber dieses Mal will ich wirklich ein Happy End für dieses ungleiche Paar sehen!

Apropros in den Bann gezogen: die Spannung baut sich von Anfang an sehr schnell auf, denn als Leser hat man direkt das Gefühl: hier muss was faul sein, das ist zu schön, um wahr zu sein. Was habe ich für wilde Theorien aufgestellt! (Angefangen bei: Die Ripers sind eine Art Zombies und füttern die Jugendlichen nur fett, um sie dann zu fressen. Ja, das war total daneben.) Bald schon häufen sich die Zeichen, dass wirklich etwas Bedrohliches, Böses hinter Allem steckt, und dass die Ripers nicht nur die wohlwollenden Beschützer sind, als die sie sich gerne präsentieren... Manche Szenen sind richtig gruselig. Und ich wäre NIE darauf gekommen, um was es wirklich geht! Die Geschichte hat so viele Fassetten, Wendungen und unerwartete Vorkommnisse, und dabei bleibt alles in sich schlüssig.

Der Schreibstil ist, zumindest im englischen Original, sehr dicht und spannungsgeladen und hat bei mir ein richtiges Kopfkino ausgelöst - ich würde dieses Buch wahnsinnig gerne verfilmt sehen!

Das Cover der englischen Version gefällt mir ein kleines bisschen besser als das deutsche: es passt sehr gut zu der düsteren, abgründigen Atmosphäre, die sich im Laufe des Buches aufbaut. Aber auch das deutsche finde ich nicht schlecht: der halb schüchterne, halb herausfordernde Blick des Mädchens passt zu dem, wie ich mir Retra vorstelle.

Wer Dystopien mag, sollte dieser ungewöhnlichen Variante davon wirklich eine Chance geben - mich hat sie unterhalten, gefesselt, berührt und wollte mich nicht mehr los lassen.

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