Marie-Aude Murail Vielleicht sogar wir alle

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Inhaltsangabe zu „Vielleicht sogar wir alle“ von Marie-Aude Murail

Der Traum von einem anderen Leben Marie-Aude Murails neuer Roman erzählt die Geschichte einer ganz normalen Familie: Der Vater fürchtet die drohende Umstrukturierung seiner Firma, der Mutter wird der wachsende Leistungsdruck in ihrem Job zu viel, die jugendliche Tochter flüchtet sich in die Welt ihrer Manga-Helden, und der kleine Sohn ist ein Außenseiter. Sie lieben sich, aber sie finden keine Zeit, es sich zu sagen. Und doch stellen sie auf einmal fest, dass sie alle davon träumen, ein einfacheres Leben zu führen: ohne Luxus, aber auch ohne erdrückende Sorgen. Murail erzählt voller Zuneigung für ihre Figuren, charmant, leicht und mit so viel Humor, dass man weint und lacht zugleich. Und am Ende ist man getröstet und voller Hoffnung.

Mein Lieblingsbuch von Marie-Aude Murail! Besonders der kleine Esteban und die Klasse von Mama haben es mir angetan

— easypeacylemonsqueezy
easypeacylemonsqueezy

Das Leben kommt einen besuchen...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Einfühlsam und weise erzählte Geschichte einer ganz normalen Familie, deren Mitglieder jeder auf seine Weise zu einem Helden werden

— LaLecture
LaLecture

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    Vielleicht sogar wir alle
    LaLecture

    LaLecture

    05. July 2013 um 23:05

    Inhalt Bei Familie Doinel läuft im Moment alles nicht so, wie es sollte. Vater Marc darf sich mit der Übernahme seiner Firma durch einen niederländischen Großkonzern rumschlagen, Mutter Nadine hat Probleme mit ihrem Job als Vorschullehrerin, Tochter Charlie findet nicht so recht Anschluss in ihrer Klasse und der kleine Estéban wird gemobbt. Doch inmitten des Chaos und der Entfremdung hat die ganze Familie einen Traum, etwas das sie verbindet und ihnen hilft, ihren Weg zu finden... Meinung Unter "Vielleicht sogar wir alle" konnte ich mir zunächst gar nichts vorstellen. Die Geschichte lässt sich schwer zusammenfassen und auch das Genre ist kaum bestimmbar.  Man muss sich also einfach überraschen lassen und das hat bei mir definitiv geklappt, denn dieser Roman ist eine kleine Wundertüte. Von der ersten Seite an war ich gefangen von Marie-Aude Murails einfühlsamem, aber auch sehr humorvollem Schreibstil, der einem hilft, sich sofort in ihre Figuren hineinzuversetzen. Man merkt, dass die Autorin eine gute Menschenkenntnis und einiges an Lebenserfahrung besitzt und immer wieder ertappt man sich dabei, wie man kichert, oder auch über einen Satz nachdenkt und sich sagt: "Wie Recht sie doch hat.". Die Charaktere haben mich ebenfalls durch ihre lockere Authentizität und Tiefe beeindruckt. Jeder der vier Familienmitglieder ist einzigartig, auf seine Art sympathisch, hat aber auch seine Ecken und Kanten und Marie-Aude Murail gelingt es fantastisch, sich in jeden von ihnen hineinzuversetzen. Einzig und allein Charlie hat mich manchmal ziemlich gestört, weil sie sich für ihr Alter oft viel zu kindisch benommen hat. Dass man die Geschichte aus den Perspektiven verschiedener Personen liest, macht das Genre des Romans so schwer bestimmbar, denn im Grunde spricht die Geschichte alle Altersklassen an. Es geht sowohl um die typischen Probleme von Kindern und Teenagern, sich in der Schule einzugliedern und Freunde zu finden, als auch um die Frage nach dem Sinn und dem Platz im Leben, den man vielleicht immer noch nicht gefunden hat, die manch Erwachsener sich vielleicht stellt. Gerade gegen Ende hin wurde das Buch aber immer mehr zu der Geschichte Marc Doinels, was mich ein bisschen gestört hat, da ich auch über die anderen gerne mehr erfahren hätte. Die Handlung ist, obwohl sie im Grunde nur vom Alltag der Doinels erzählt, durch die verschiedenen Perspektiven recht abwechslungsreich gestaltet und zeigt dem Leser, dass es nicht schlimm ist, an seinem Leben zu zweifeln und sich nach Veränderung zu sehnen, solange man nicht tatenlos rumsitzt, sondern versucht, etwas zu ändern. Das Ende hat mich dann aber ziemlich enttäuscht, denn so langsam wurde die Geschichte immer aberwitziger und auf den letzten Seiten einfach nur schräg und unglaubwürdig. Gerade das ist so schade, denn ich hatte erwartet, dass das Buch einem zeigt, wie man auf realistische Weise seiner Winterdepression entkommt, sein Leben ändert und seine Träume verwirklicht. Fazit "Vielleicht sogar wir alle" ist ein einfühlsam und weise geschriebener Familienroman, der einem die kleinen und großen Probleme des Alltags und ihre möglichen Lösungen näherbringt, dessen Ende jedoch recht enttäuschen ist, weshalb ich ihm einen von fünf Sternen abziehen muss.

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  • Rezension zu "Vielleicht sogar wir alle" von Marie-Aude Murail

    Vielleicht sogar wir alle
    Lialiest_

    Lialiest_

    18. November 2012 um 12:07

    Das Cover sieht sehr hübsch aus. Es ist in Grün und Blau gestaltet. Man sieht eine Familie auf einem Berg, Mutter, Vater, Tochter und kleiner Sohn mit einem Teddy in der Hand. Der Titel klingt gut. "Vielleicht Sogar Wir Alle" ist originell, abwechslungsreich und macht mit dem Klappentext zusammen neugierig. Die Kapitel werden von den Charakteren abwechselnd erzählt, die Protagonisten sind alle 4 Familienmitglieder, jedoch würde ich Charlie als Hauptperson bezeichnen. Der Inhalt ist sehr schön. Alle sind verzweifelt und alle entdecken einen Zeitungsartikel, durch den sie immer wieder träumen und hoffen. Der Schreibstil von Marie-Aude Murail hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich würde es euch ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Vielleicht sogar wir alle" von Marie-Aude Murail

    Vielleicht sogar wir alle
    catbooks

    catbooks

    31. July 2012 um 08:01

    Mit “Vielleicht sogar wir alle” ist ein Geschichte mitten aus dem Leben einer ganz normalen französischen Familie gelungen, die mich von Anfang an voll mitgenommen hat ohne mich in irgendeiner Weise zu langweilen. Die Familie heißt Doinel und besteht aus der Mutter Nadine, eine Vorschullehrerin, die von ihren Schülern ziemlich gefordert wird, doch ihre Kräfte entgleiten ihr von Tag zu Tag mehr, den Vater Marc, ein leitender Angestellter, der eine sehr schwere Phase in seinem Betrieb durchstehen muss und den beiden Kindern Charline, die eigentlich nur Charlie genannt wird und deren Welt sich rund um Mangas dreht und den jüngsten Esteban, der hochbegabt ist, jedoch einige Probleme beim Finden von sozialen Kontakten hat… Jedes Familienmitglied hat in diesem Buch die Chance seine eigene Geschichte zu erzählen, auch wenn einige Probleme für Außenstehende als eher weniger dramatisch eingeschätzt werden, so merkt man sehr schnell, welche Auswirkung diese auf die Persönlichkeit der einzelnen Familienmitglieder hat. Das Leben wächst der kleinen Familie einfach über den Kopf… Jedes Mitglied der Familie Doinel muss auf seine Art einen harten Kampf um Leistung und das Funktionieren in der Gesellschaft durchleben, der an die Substanz geht und es droht, dass sich die eigene Persönlichkeit stark verändert. Besonders die Probleme des Vaters Marc konnte ich voll und ganz nachvollziehen. Sein Betrieb wurde von einem riesen internationalen Konzern aufgekauft und wird nun ausgeschlachtet, sodass Marc als Leiter seines Teams an der Reihe ist gegen seinen Willen Mitarbeiter zu entlassen. Dabei ist Marc, für mich, ein Vorzeige Teamleiter, der allen Menschen, egal welche Vergangenheit sie haben, eine Chance gibt, sei es ein geistig Behinderter, eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind, dass stets und ständig krank ist oder gar ein vorbestrafter Gewalttäter. Marc sieht in jedem Menschen etwas Gutes und vor dieser tollen Eigenschaft kann man einfach nur den Hut ziehen. Es wirkt die ganze Zeit als ob die komplette Familie sich nach und nach auseinander lebt und sie nie wieder zu einer Einheit verschmelzen werden. Doch durch einen Zufall werden alle 4 auf einen bestimmten Zeitungsartikel aufmerksam, der ihnen scheinbar die Chance gibt aus ihrem Schlamassel zu entrinnen. Eine spannende und gefühlvolle Flucht aus der engen Gesellschaft beginnt! Marie-Aude Murail hat eine ganz besondere Art ihre Geschichten zu erzählen. Es ist eine sehr bedrückende und traurige Geschichte, die trotzdem mit voller Leben und Energie gefüllt ist. Marie-Aude Murails Galgenhumor macht die ganze verfahrene Situation etwas lockerer und erträglicher für alle Beteiligten. Durch ihre direkte und indirekte Art merkt man als Leser stark, wie kritisch sie mit der Gesellschaft umgeht. Das Schulsystem in Frankreich ist noch leistungsbezogener als in Deutschland und das spüren besonders Esteban, Charlie und Nadine. Dieser ständige Druck scheint teilweise kaum aushaltbar… Und das betrifft nicht nur die Familie Doinel. Denn es sind “vielleicht sogar wir alle” von diesem Gesellschaftlichen Problemen betroffen… Das Cover ist sehr schlicht gehalten und spiegelt die Familie Doinel wider, die als Vorzeigefamilie in diesem Buch dargestellt wird. Mir gefällt es sehr gut und passt hervorragend zu den anderen Büchern von Marie-Aude Murail. Fazit: “Vielleicht sogar wir alle” ist ein sehr gefühlvolles, starkes und kritisches Buch, das mich voll und ganz in seinen Bann gezogen hat. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und fand es sehr beeindruckend einen Einblick in den Alltag einer französischen Familie zu bekommen, der sich doch gar nicht so sehr von der einen deutschen unterscheidet. Ich freue mich schon sehr darauf weitere Bücher der talentierten französischen Schriftstellerin zu lesen! ♥

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