Alba sitzt auf ihrer Fensterbank und lässt das Leben an sich vorbeiziehen. Ihre starke Sozialphobie hält sie davon ab, ihren eigenen Träumen nachzugehen. Dabei ist es ihr größter Wunsch, auf der Bühne zu stehen und ihre selbst geschriebenen Lieder zu singen. Doch dann begegnet ihr der Tod und eröffnet ihr, dass dies ihr letzter Sommer sein wird. Außer sie erfüllt die fünf Aufgaben, die er ihr stellt. Also muss Alba sich endlich ihren Ängsten stellen -mit ihrer besten Freundin Rei an ihrer Seite.
Insgesamt fand ich die Geschichte wirklich süß und herzerwärmend. Sie kommt zwar mit einigen Klischees daher, gerade was Berlin und die Berliner betrifft, aber vieles davon wird mit einem Augenzwinkern erzählt. Besonders die Botschaft, die hier transportiert wird, hat mir sehr gefallen: Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, um sich auf den eigenen Weg zu machen. Egal, ob man laut oder leise ist, man hat seinen Platz im Leben verdient.
Alba mochte ich gerne und ihre Ängste konnte ich gut nachvollziehen. Auch Rei fand ich toll. Sie ist positiv, quirlig, liebt Manga und Anime und war für Alba eine wirklich gute Freundin.
Marlon war mir ebenfalls sympathisch. Er akzeptiert Alba so, wie sie ist, und hat viel Geduld mit ihr und ihren Unsicherheiten. Die langsame Annäherung zwischen den beiden hat mir gut gefallen. Er hilft Alba dabei, ein neues Gefühl fürs Leben und auch für die Liebe zu entwickeln.
Mein größter Kritikpunkt war, dass mir die Überwindung von Albas Sozialphobie teilweise zu leicht vorkam. Sie leidet schon seit ihrer Kindheit darunter, geht deswegen sogar zur Therapie und ihre Angst schränkt ihr Leben stark ein. Natürlich kann eine Situation, in der plötzlich der Tod selbst hinter einem steht, einen dazu bringen, Dinge zu tun, die man sich vorher nicht zugetraut hätte. Trotzdem ging mir ihre Entwicklung an manchen Stellen zu schnell. Gerade wenn man bedenkt, wie stark ihre Sozialphobie ihr Leben eigentlich einschränkt, wirkte es für mich manchmal etwas zu einfach.
Ein paar Stellen und Beschreibungen waren mir auch etwas zu kitschig. Das ist allerdings eher eine Frage meines eigenen Geschmacks.
Alles in allem hatte ich aber eine schöne Zeit mit dem Buch. Es ist ein süßes, teilweise melancholisches Wohlfühlbuch mit einer wirklich schönen Botschaft, aus dem auch ich mir etwas mitnehmen konnte.
*Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar







