Marie-Sabine Roger Das Labyrinth der Wörter

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Inhaltsangabe zu „Das Labyrinth der Wörter“ von Marie-Sabine Roger

“Mit dem Nachdenken anzufangen ist etwa so, wie wenn man einem Kurzsichtigen ein Brille gibt.“ Ganz besonders gilt das für Ich-Erzähler Germain Chazes, den seine Mutter von Klein auf für einen Dummkopf hält. „Wenn Du unter einer Glasglocke aufgezogen wirst, kannst Du keine großen Höhenflüge machen.“ Dann trifft der großgewachsene Mann im Park die kleine Margueritte Escoffier. Die alte Dame liest ihm Albert Camus’ Die Pest vor. Oder Bücher von glücklichen Mutter-Sohn-Beziehungen und exotischen Amazonas-Indianern. Margueritte schenkt ihm ein Wörterbuch, „ein großartiges Labyrinth, indem man sich voller Glück verirrt!“ Weil sich die 86-Jährige wirklich dafür interessiert, was der 45-Jährige denkt, wird sie zu seiner Vertrauten. Zur alten Muse und zu der zu Lebzeiten gefühlskalten Mutter, die Germain wie einen spitzen Kieselstein in seinem Schuh empfindet, gesellt sich Liebhaberin Annette. Immer wieder treffen oder prallen Mann und Frau aufeinander. Beim ungleichen Paar Margueritte und Germain entsteht Marie-Sabine Rogers ganz eigene Version eines Vorlesers. So reift Das Labyrinth der Wörter zu einem feinen kleinen Entwicklungsroman, für den die französische Autorin in ihrem Heimatland zu Recht viel Lob erhielt. Die Härten des Lebens umgarnt die märchenhafte Geschichte überraschend zart. Was manche Kritiker dabei für glatt gebügelt halten, nennen andere einen optimistischen Blick in die Zukunft. Ganz ohne Zweifel gelingt Roger ein liebevolles Loblied auf die heilende Kraft geschriebener Worte. – Herwig Slezak

Absolut liebenswert und mit ganz viel Herz

— Kelo24

Ich traue mich kaum zu schreiben, dass ich das Buch abgebrochen habe. Germain ging mir wahnsinnig auf die Nerven, es hat mich nicht berührt.

— Bibliomanie

Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die mich nicht fesseln konnte

— schnaeppchenjaegerin

Ich habe es in einem Zug regelrecht verschlungen. Dieses Buch erzählt eine der wohl ungewöhnlichsten und schönsten Liebesgeschichten.

— Catniss

Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Herrlich französisch und wunderbar ehrlich.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, das Leben und Bücher...

— Mary26_87

Eine leise Geschichte mit großartigen Wörtern erzählt.

— barabook

Rührend, weise, wunderbar.

— LeBoudoir

Ohne große Ansprüche, einfach schön!

— Sookie70

Da es aus Germains Sicht geschrieben ist, ist es stellenweise sehr "einfach" gehalten. Dennoch herzerwärmend. Hätte länger sein dürfen.

— beyond_redemption

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  • Das Labyrinth der Wörter

    Das Labyrinth der Wörter

    GothicQueen

    17. June 2017 um 22:24

    "Das Labyrinth der Wörter" von Marie-Sabine Roger ist ein wirklich schöner Roman. Die Geschichte handelt von dem 45-jährigen Germain, der keinen Job hat und nur in einem Wohnwagen wohnt. Zum Zeitvertreib schnitzt er Holzfiguren, baut Gemüse an und ab und zu trifft er sich mit Annette. Im Park lernt er die alte Dame Margueritte kennen, als sie Tauben zählt. Die beiden verstehen sich sehr gut und treffen sich daher fortan öfter. Und dann fängt Margueritte an, Germain vorzulesen. Er entdeckt eine ihm völlig neue Welt. Denn Germain ist Analphabet. Germains Mutter hielt ihn immer nur für einen Dummkopf und Margueritte scheint ihn hingegen zu verstehen. So bringt sie ihm die heilvolle Kraft von Worten bei, indem sie ihm eben vorliest und ihm dann auch sein eigenes Wörterbuch schenkt. Die französische Autorin versteht es, den Leser ebenfalls durch Worte in die Geschichte zu ziehen. Schnell sitzt man neben Germain und Margueritte und sieht und hört die beiden, wie sie da im Park sitzen. Und wenn man das Buch zuklappt, ist es plötzlich so, als wache man in einer anderen Welt wieder auf. Ich fand das Buch sehr schön und kann es daher sehr empfehlen. Auch wenn es keine Liebesgeschichte im eigentlichen Sinne ist. Oder vielleicht auch gerade deshalb. Weil es eben mal eine "andere" schön Geschichte ist. 

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  • Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die mich nicht fesseln konnte

    Das Labyrinth der Wörter

    schnaeppchenjaegerin

    11. March 2017 um 16:37

    Germain Chaze ist 45 Jahre alt und lebt in einem Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter. Schon von jeher wurde er von ihr als dumm und ungewollt abgelehnt und entsprechend vernachlässigt. Nicht nur aufgrund der mangelnden Liebe und Unterstützung seiner Mutter sowie der unzureichenden Schulbildung, ist er geistig unterentwickelt. Mit handwerklichen Gelegenheitsjobs verdient er sein Geld, anonsten beschäftigt er sich mit dem Gemüseanbau in seinem Garten und geht regelmäßig in die Dorfkneipe auf ein Bier, wo er aber auch nicht wirklich ernst genommen wird.Im Park, wo er die Tauben zählt und ihnen sogar Namen gibt, lernt er die 86-jährige Margueritte kennen, die die erste Person ist, die sich unvoreingenommen mit ihm unterhält. Von ihrer gewählten Ausdrucksweise ist er zunächst ein wenig irritiert, freundet sich mit der älteren Dame aber bald an, die für ihn wie eine "Oma" wird. Sie beginnt, ihm aus Büchern vorzulesen, so dass Germain den Ehrgeiz entwickelt, diese verstehen zu wollen. Als Marguerittes Sehfähigkeit dann immer eingeschränkter wird, ist es Germain selbst, der sich aus der Bibliothek Bücher leiht und ihr daraus vorliest. Durch Margueritte hat Germain mit 45 Jahren erstmalig erfahren, wie es ist, geschätzt zu werden und Liebe und Vertrauen zu empfinden. Dieses Gefühl von Geborgenheit, das ihm durch seine neue "Oma" vermittelt wurde, wirkt sich auch positiv auf seine bisher rein auf das Sexuelle reduzierte Beziehung zu der jüngeren Annette aus. Der kurze Roman gibt inhaltlich nicht viel für eine Handlung her, weshalb sie mich nicht fesseln konnte. Der Großteil der Geschichte spielt sich in den Gedanken von Germain ab, was mich irritierte, da er geistig eingeschränkt sein sollte. Er denkt aber so viel über Gesagtes nach, macht sich Gedanken über einzelne Wörter und kann sich viele Details aus Wörterbüchern und Lexika merken, dass ich dies für einen bewusst als sehr einfach dargestellten Menschen unrealistisch empfand. Mit der gutmütigen, zierlichen, sanften Omi konnte der Gegensatz zu dem bulligen Germain mit der Fäkalsprache nicht größer sein, weshalb das Buch etwas Schwarz-Weiß-Malerisch ist. Der Roman zeigt jedoch, dass für die Entwicklung eines Menschen nicht (nur) angeborene, genetische Faktoren ausschlaggebend sind, sondern dass die erste Sozialisation, Familie, Liebe und Vertrauen einen Menschen prägen und fördern oder verkümmern lassen.  

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  • Lesenswert....

    Das Labyrinth der Wörter

    Mary26_87

    07. June 2016 um 08:25

    In der Geschichte geht es um Germain, einen nicht sehr gebildeten Mann und eine ältere Dame namens Margueritte. Die Beiden treffen sich eines Tages im Park und beginnen eine einzigartige Freundschaft. Sie liest ihm Bücher vor und bringt ihn dazu sich Gedanken über sein Leben und seine Mitmenschen zu machen. Sie hört ihm zu und lacht ihn nicht aus, wie einige seiner Freunde das tun... Es ist einfach eine wunderschöne Geschichte die uns zeigt, wie viel Einfluss das geschriebene Wort auf unser Leben haben kann. Eine leichte Lektüre für Zwischendurch, die doch Eindruck hinterlässt und einen auch etwas nachdenklich stimmt... Kann ich nur weiterempfehlen!

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  • Leichte feine französische Lektüre

    Der Hut des Präsidenten

    Nil

    04. May 2016 um 12:47

    Wer liebst sie nicht, diese Romane, die einen forttragen aus dem Alltag mit einer schönen, etwas magischen Geschichte, die nicht kitschig ist, aber einen zum Lächeln bringt. Hier ist mal wieder eine bei mir gelandet und ich bin froh, dass ich sie lesen dürfte: ‚Der Hut des Präsidenten‘ von Antoine Laurain! Besonders Leser, die sich bereits an den französischen Romanen ‚Das Labyrinth der Wörter‘ von Marie-Sabine Roger oder ‚Direkter Zugang zum Strand‘ von Jean-Philippe Blondel erfreut haben, werden hier bestens unterhalten! Es handelt sich bei dem Protagonisten um den Hut von Francois Mitterrand. Die Handlung spielt in den 1980er Jahren als er aktiver Präsident war. Mitterrand vergisst seinen Hut in einer Pariser Brasserie und der Tischnachbar, den der Zufall in dieses Restaurant geführt hat, entscheidet sich den Hut mitzunehmen. Für den Mitnehmer verändert sich etwas in dem Moment wo er mit dem Hut auf dem Kopf die Brasserie verlässt. Nach dem jungen Familienvater folgen noch weitere Charakteren, denen der Hut durch Zufall in die Hände fällt. Bei allen tut sich was im Leben durch oder mit dem Hut. Jeder einzelne Hutfinder rückt mit seiner ganz eigenen Geschichte nach und nach in den Fokus des Romans. Wunderbar geschrieben in einem leichten Tonfall ohne je ins kitschige Abzudriften erzählt Antoine Laurain seine Geschichte. Natürlich ist der Roman durch und durch Französisch. Sei es die Art wie dort in der Brasserie die Meeresfrüchteplatten genossen werden. Wie die Nuance wie man den Namen Mitterrand ausspricht (Mittrrand ohne gesprochenes e oder Mitterand mit e) zu einem Eklat führen kann. Und natürlich auch die Sprache selbst, wobei man der Übersetzung auch ein Lob aussprechen muss. Fazit: Lesen Sie diesen Roman, er wird sie verzaubern!

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  • Berührend

    Das Labyrinth der Wörter

    Gedankenreise

    16. April 2016 um 10:57

    Inhalt [Klappentext vom Verlag]: Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette – ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. die lebenskluge alte Dame ist zudem bald eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt.Meine Meinung:  Wie schon im Klappentext zu lesen ist, erzählt uns Marie-Sabine Roger in „Das Labyrinth der Wörter“, die Geschichte vom schicksalshaften Zusammentreffen, des  45 jährigen sehr einfach gestrickten, ungebildeten und unfähig tiefere Bindungen eingehen zu könnenden Germain Chaise und der 86 jährigen pensionierten Wissenschaftlerin Margueritte Escoffier. Margueritte ist zwar sehr gebildet und belesen, aber durch ihre warmherzige Art schafft sie es Germaine den Zauber von Büchern zu vermitteln und motiviert ihn auf liebevolle Weise zum lesen. Aber mehr noch sie motiviert ihn über sich, sein Aufwachsen, seine Beziehungen und Erfahrungen mit anderen Menschen und sogar über seine Zukunft nachzudenken. Für mich war es schön Germaines Gedanken, Gefühle und Handlungen zu begleiten. Es macht mich traurig zu wissen wie er aufwachsen musste. Liebe und Zuwendung war nicht gerade Bestandteil seines täglichen Lebens. Mitzuerleben, dass er durch Margueritte erfuhr wie es ist wenn jemand da ist, der ihn wertschätzt und genauso mag wie er ist, hat mir sehr gefallen. Eine kurze Geschichte von Liebe und Vertrauen.

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  • Forrest Gump auf Französisch

    Das Labyrinth der Wörter

    letusreadsomebooks

    Germain ist Mitte 40, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und lebt in einem Wohnwagen. Er ist bei weitem nicht die hellste Kerze auf der Torte und bekommt dies tagtäglich von den Leuten in seinem Umfeld zu spüren. Er liebt es, im Park die Tauben zu zählen, zu schnitzen und seinen Gemüsegarten zu pflegen. Ein Buch hingegen hat er noch nie freiwillig in die Hand genommen. Das ändert sich jedoch, als er auf der Parkbank der alten Dame Margueritte begegnet. Auch wenn sie und Germain nicht unterschiedlicher sein könnten, entdecken sie doch nach und nach mehr Gemeinsamkeiten. Und als Margueritte beginnt, ihrem neuen Freund Bücher vorzulesen, verändert sich Germains Welt von Grund auf. Marie-Sabine Roger hat einen unterhaltsamen Roman geschaffen, der von der Grundidee her ein bisschen an Forrest Gump erinnert. Der große, starke und dümmliche Germain, über den man sich oft lustig macht, lässt einen unwillkürlich an Tom Hanks denken. Tatsächlich ist Germain jedoch gar nicht so doof wie es scheint – seine verkorkste Bildung hat er vor allen Dingen seiner Mutter zu verdanken, die sich nie um ihn gekümmert hat, sowie seinen Lehrern, die schlichtweg keine Lust hatten, jemandem unter die Arme zu greifen, der ein bisschen schwer von Begriff ist. Durch seine Gespräche mit Margueritte wird Germain immer mehr zum Nachdenken angeregt, über die einfachsten und alltäglichen Dinge, was dazu führt, dass er die Welt langsam mit anderen Augen sieht. Die Freundschaft zwischen Germain und Margueritte ist wirklich zauberhaft. Sie liest ihm vor und schenkt ihm Bücher, er schnitzt ihr dafür Figuren und begleitet sie, wenn sie ein bisschen wackeliger auf den Beinen ist. Germain hatte nie wirklich viel mit seiner Großmutter zu tun, sodass Margueritte diese bald ersetzt. Und die alte Dame ist ihr Leben lang kinderlos geblieben, wodurch sie in dem jungen Hünen irgendwann einen Sohn zu sehen scheint. Der Charme der Geschichte ist wie auch bei Rogers Roman Das Leben ist ein listiger Kater sehr typisch französisch, was die Witze angeht, konnte Das Labyrinth der Wörter jedoch nicht mithalten. Einige Stellen im Buch sollten den Leser zum lachen oder schmunzeln bringen, bei mir hat sich allerdings kein Mundwinkel verzogen – leider. Ein netter Roman über Freundschaft und die Macht der Worte Mit Das Labyrinth der Wörter ist Marie-Sabine Roger ein lesenswerter Roman über zwei außergewöhnliche Hauptcharaktere und ihre Beziehung gelungen. Was den Humor betrifft, bin ich leider nicht wirklich auf meine Kosten gekommen – da hätte ich mir von der Autorin viel mehr versprochen. Ich glaube, sie hätte die tolle Story aber noch ein bisschen besser umsetzen können.

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    • 2
  • Ein ehrliches Buch

    Das Labyrinth der Wörter

    Fay1279

    " Nachmittage mit Margueritte. Germain Chaze ist eine Seele von Mensch, nur leider nicht der Schlaueste. Als er im Park Margueritte kennenlernt, wird sein Leben auf den Kopf gestellt. Denn die feinsinnige alte Dame beschließt, ihn für die Welt der Bücher zu gewinnen." (Klappentext) Die Autorin schreibt aus der Sicht von Germain in einer so einfachen, plumpen und gerade dadurch liebenswerten und humorvollen Art und Weise. Man kann sich Germain und Margueritte so bildlich vorstellen. Die Art wie sie miteinander umgehen und sich gegenseitig so viel geben. Es ist ein so zartes Geschichtchen trotz der "derben" Ausdrucksweise Germains. Ich hatte jedoch gehofft das es detaillierter um Bücher geht. Aber trotz Allem ein Buch, das man gelesen haben sollte.

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    • 2

    Tigerbaer

    27. August 2015 um 20:05
  • charmante Geschichte

    Das Labyrinth der Wörter

    Maerchenbuch

    24. August 2015 um 18:13

    Marie-Sabine Roger erzählt in ihrem charmanten Roman, „ Das Labyrinth der Wörter“, eine zauberhafte Geschichte, die von einer ungleichen Freundschaft und der Liebe zur Literatur handelt. Der 45jährige Germain ist ein wuchtiger Kerl von grober Statur und lebt als Junggeselle, ohne festen Job, in einem Wohnwaagen am Grundstück seiner ungeliebten Mutter. Er hatte eine schwere Kindheit, ist ohne Vater aufgewachsen und seine Mutter ließ ihn all die Jahre spüren, dass er nicht gewollt war. Germain ist nicht sehr schlau und seine Gedanken und Worte sind einfach gestrickt und äußerst bodenständig. Seine Freunde behandeln ihn wie einen einfältigen Dummkopf aber Germain ist intelligent genug, um zu wissen, dass er nicht der Klügste ist. Immerhin sagt er, was er sich denkt und er nennt die Dinge beim Namen, in der einfachen Sprache, die er kennt. Seine Freizeit verbringt Germain, in seinem Gemüsegarten, bei Wirthausbesuchen mit seinen Kumpels oder bei seiner Bekanntschaft Annette, mit der er eine sehr lockere Beziehung führt. Eines Tages trifft Germain im Park, auf die elegante und gebildete alte Dame Margueritte. Die zierliche und belesene 86jährige Pensionistin wohnt im nahegelegen Altersheim und entspannt gelegentlich auf einer Parkbank beim Taubenzählen. Die Beiden freunden sich an und im Verlauf der Geschichte entsteht eine warmherzige Beziehung zwischen den Beiden. Die passionierte Leserin, beginnt Germain aus Romanen vorzulesen und begeistert ihn, Tag für Tag, für die Welt der Bücher. Margueritte erkennt in Germain einen aufgeweckten und sensiblen Geist und mit einer gewissen Leichtigkeit hilft sie ihm, sich besser in der Welt der Wörter zurecht zu finden. Germain entdeckt seine Merkfähigkeit, seine Freunde an Geschichten und er findet in Marguerite, die Freundin und Großmutter, die er nie hatte. Marie-Sabine Roger erzählt in einem wunderbar poetischen Schreibstil, diese kleine, entzückende Geschichte. Am Beispiel von Germain, verdeutlicht uns die Autorin, dass Worte und Bücher die Macht besitzen können, unsere Gedankenwelt zu entfalten und zu verändern. Germain berichtet als Ich-Erzähler von seinem Leben und wir erhalten viel Einblick in seine Welt und seine Seele. Leider erfahren wir sehr wenig über Marguerittes Vergangenheit. Mich konnte die Geschichte, mit ihren liebenswerten Charakteren begeistern und sie hätte durchaus noch einige Seiten andauern können.

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  • Zauberhaft erzählt

    Das Labyrinth der Wörter

    Aleena

    23. June 2015 um 21:05

    Ich liebe dieses Buch,ebenso wie den Film.Dazu wird es keine ausführliche Rezension geben.
    Eins meiner Lieblingsbücher,das sagt ja schon alles.

  • Humorige Lektüre, die das Herz erwärmt

    Das Labyrinth der Wörter

    disadeli

    Dieses Buch kann man nur ganz schwer beschreiben. Es ist einfach wundervoll! Vermutlich hätte ich es noch am Wochenende durchgelesen, wenn ich nicht erst am Montag einer ziemlich stressigen Arbeitswoche damit angefangen hätte. Die Kapitel sind von sehr überschaubarer Länge. Ständig habe ich mir vorgenommen, das Buch nach dem nächsten Kapitel beiseite zu legen und dann doch weitergelesen. Gerne wüsste ich, ob mir das Buch und die Protagonisten, allen voran natürlich Germain und aus seinen Erzählungen heraus auch Margueritte, genauso sympathisch und herzlich erschienen wären, wenn ich zuvor nicht bereits den Film gesehen hätte. Ich gehe einfach davon aus und halte somit die Verfilmung für sehr gelungen. Germain ist ein sehr nachdenklicher Mensch. Seine Schilderungen sind herzerwärmend und erfrischend zugleich. Einige Male musste ich laut auflachen. Und Margueritte, Margueritte ist so, wie man gerne sein möchte, eine sehr gebildete und herzensgute alte Dame und ein absoluter Bücherwurm. Das Buch und die Beschreibungen legen nahe, dass man vor allem in einem Punkt so sein möchte, wie Margueritte… …derart geliebt. Germains Begeisterung und Dankbarkeit für alles, dass er trotz der anfänglichen Skepsis von ihr lernt, wird wunderschön zum Ausdruck gebracht. Ein Bücherlein zum Verlieben! …und definitiv zum Lesen, gegebenenfalls auch mehrfach J

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    • 2
  • Auf jedenfall Lesenswert!

    Das Labyrinth der Wörter

    Arika

    13. May 2015 um 17:24

    Ich zitiere jemanden, der/die auf buecher.de etwas geschrieben hat (Username: Haserl): "Das Labyrinth der Wörter" ist ein Buch das mir, unheimlich unter die Haut ging. Es berührte mich auf eine Art und Weise... ich kann es kaum in Worte fassen. Wie der Titel es bereits sagt ein Labyrinth der Worte eben. Diese Geschichte kommt mir vor wie ein Pflänzchen... total zart und zerbrechlich und wächst aber dann zu einer großen und prächtigen Pflanze heran. Sie erzählt sehr viel von Menschlichkeit, Verbundenheit und Empfindungen. Einfach nur schön. Das Buch ist lustig, hat viele Raffinessen und Gesichtspunkte, und ist einfach unbeschreiblich süß. Ausserdem kann man sich einfach köstlich amüsieren xD (Für Insider :'D) ...ein hervorragendes auditives Gedächtnis... ...Nachtschattengewächse... ...Filzlauser... ...Eltern sind da, um verlassen zu werden... ...Lesen beginnt mit dem Zuhören... Trotzdem "nur" vier von fünf sternen. Manchmal war mir die Sprache zu derb, außerdem hätte ich auf die Erzählungen aus Germains Intimleben gerne verzcihtet. Und als letzter Punkt: Das Ende hängt mir zu sehr in der Luft. Trotzdem einfach lesenswert! Hammer!! eure Arika :)

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  • Das Labyrinth der Wörter

    Das Labyrinth der Wörter

    Schnutsche

    23. April 2015 um 08:51

    ~Erster Satz~ Ich habe beschlossen, Magueritte zu adoptieren. ~Meine Meinung~ Ein ganz bezauberndes Buch, das uns erzählt, wie zwei völlig verschiedene Menschen zueinander finden. Dieses Buch ist zwar nicht sehr dick, trotzdem habe ich mir recht lange Zeit gelassen, um es zu lesen. Ich glaube das braucht dieses Buch auch. Es ist nicht einfach was für zwischendurch. Ein paar Pausen zwischendurch in denen man über das gerade gelesene Nachdenken kann sind prima. Hätte ich tolle Textstellen mit meinen Post-its markiert, wären diese mir wahrscheinlich recht schnell ausgegangen. Ich fand das Buch sehr schön und würde es weiterempfehlen!

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  • Vermeintlich dumm, und doch fast ein Philosoph: Germain Chazes

    Das Labyrinth der Wörter

    KatrinM

    22. April 2015 um 22:23

    Germain Chazes ist ein Mensch, der sich selbst als dumm und unkultiviert bezeichnet. Er kann zwar ein wenig lesen, aber den Sinn der Sätze nicht verstehen, daher lebt er ein Leben, in dem Bücher keine Rolle spielen, dafür um so mehr der Alkohol, derbe Witze mit seinen Freunden, Gelegenheitsjobs und schneller Sex. Seine Mutter wirft ihm bis heute vor, dass sie ihn ungeplant in jungen Jahren zur Welt gebracht hat. Germain kommt trotzdem nicht von ihr los, immerhin ist er aus dem gemeinsamen Haus in einen Wohnwagen im Garten gezogen. Da trifft er eines Tages im Park eine alte Dame, die ebenso wie er Freude daran hat, die Tauben zu zählen. Margueritte ist eine liebenswerte, intelligente, belesene Frau, die Germain mit Respekt und echtem Interesse begegnet. Durch sie entdeckt der übergewichtige und ungehobelte Germain nach und nach seine eigenen Stärken. Er lernt die Bedeutung bisher unbekannter Wörter, und mit dem wachsenden Wissen verändert sich auch der Blick auf sein Leben, seine Freunde, seine Geliebte. Die wachsende freundschaftliche Beziehung zwischen der kleinen zierlichen Dame und dem groben, 40 Jahre jüngeren Mann wird in "Das Labyrinth der Wörter" behutsam entwickelt, kleine Gesten und wie beiläufig gesprochene Sätze sind von großer Bedeutung. Ich-Erzähler Germain hat von Anfang an die Sympathien des Lesers/der Leserin, und man spürt schnell, dass er gar nicht so dumm ist, wie seine Freunde immer sagen. Wenn er verspottet wird, hat man Mitleid mit ihm, ebenso, wenn er von seiner verkorksten Kindheit erzählt, und manchmal, wenn er wieder einmal einen eigentlich schlichten, aber doch sehr zutreffenden Satz gesagt hat, möchte man diesen am liebsten notieren, um ihn nicht zu vergessen. Germain ist fast ein Philosoph, wenn er Sätze sagt wie "Ich stelle mir Fragen über das Leben und versuche, sie mir zu beantworten, indem ich darüber nachdenke, ohne zu schummeln." Oder: "Sich zu bilden, das ist, wie wenn man versucht, auf einen Berg zu steigen." Und so freut man sich mit ihm, dass er es mit einem Wörterbuch durch das Labyrinth der vielen schwierigen Wörter schafft, so dass er schließlich sogar seiner verehrten Marguerrite gleich mehrfach helfen kann. Ein liebenswertes Buch!

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  • Eine zauberhafte Geschichte über den klaren Blick auf die Welt und die Kompliziertheit der Sprache

    Das Labyrinth der Wörter

    Eternity

    25. March 2015 um 10:51

    Diese Geschichte bringt einen wirklich zum Lächeln, zum Schmunzeln, zum Seufzen, sie rührt das Herz an, erwärmt es und verändert ein wenig die eigene Sichtweise auf die tägliche Welt, die Sprache und die Gesellschaft. Germain ist ein einfach gestrickter Zeitgenosse, er ist nicht der hellste im Kopf, dafür loyal, treu und von sanftem Wesen. Die Geschichte ist aus seiner Perspektive geschrieben und gibt dadurch Einblicke in seine Gedanken. Diese Gedanken sind es, die die Geschichte so rührend machen. Sie offenbaren einen kindlichen, offenen und ehrlichen Blick auf die Welt. Besonders im Bezug auf die Sprache zeigen sich Verwirrungen, die sicherlich auch Kinder häufig erleben.  Warum sprechen wir in Metaphern? Warum umschreiben wir bestimmte Dinge und nennen sie nicht beim Namen? Warum drücken wir uns manchmal so schwierig aus, obwohl es auch einfach geht?

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  • "Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich."

    Das Labyrinth der Wörter

    Vyoletta

    04. March 2015 um 17:40

    Inhalt: Germain Chazes ist Mitte 40 und ein wahrer Hüne. Er führt ein einfaches und tristes Leben, das bisher nicht gerade positiv verlief. Erfolg, Anerkennung und Liebe waren in seinem bisherigen Leben nicht zu finden. Trotzdem ist er zufrieden, denn er hat alles, was er braucht: seinen Gemüsegarten, seinen kleinen Wohnwagen auf dem Grundstück seiner Mutter und die Parkbank, auf der er gerne sitzt und Tauben zählt. Eines Tages lernt er dort die zerbrechlich wirkende Magueritte kennen. Die alte Dame und er freunden sich an und schon nach kurzer Zeit nimmt sie einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Magueritte zeigt ihm, dass sein Leben so viel mehr beinhalten kann, als er sich jemals hätte vorstellen können. Eigene Meinung: Beim Lesen musste ich sofort an ein Zitat von dem kirgischen Autor Tschingis Aitmatov denken, das meinen Blog schon seit Anfang an begleitet: "Du öffnest die Bücher und sie öffnen Dich." Denn Marie-Sabine Roger erzählt die Geschichte von Germain, dessen Leben von Magueritte und ihren Büchern verändert wird. "Das Labyrinth der Wörter" ist ein außergewöhnlicher Roman über Liebe, Freundschaft und eben auch Literatur. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Germain Chazes. Als Leser begleitet man den Protagonisten bei einer einzigartigen Entwicklung. Er macht sich auf, um die fiktive Welt der Wörter und Bücher für sich zu entdecken, was dann auch die reale Welt um ihn herum und schließlich sein ganzes Leben beeinflusst.  Die Autorin bedient sich einer bildhaften und lebendigen Sprache, die perfekt zu dem Roman passt, der sich um die Faszination über Wörter und Sprache dreht. Das gesamte Buch ist einfach zu lesen und wirkt zunächst wie eine kurze und leichte Lektüre für Zwischendurch. Doch auf den zweiten Blick erkennt man, dass "Das Labyrinth der Wörter" viel mehr zu bieten hat: nämlich eine Geschichte mit viel Tiefgang. Marie-Sabine Roger verpackt die Geschichte in kurzen Kapiteln, die mich (ehrlich gesagt) ein wenig an Germain selbst erinnern. Sie wirken einfach und simpel, beinhalten aber so viel Gefühl und bieten reichlich Denkanstöße. Die Charaktere sind wie aus dem wahren Leben gegriffen. Vor meinem inneren Auge sehe ich Germain und Magueritte wirklich auf ihrer Parkbank sitzen und Tauben zählen. Ich habe beide in mein Herz geschlossen.  Durch die Tatsache, dass die Geschichte nicht chronisch verläuft, sondern Germain immer wieder von Ereignissen aus der Vergangenheit erzählt, erfährt man viel über sein bisheriges Leben und kann ihn sehr gut verstehen. Seine Lebensgeschichte hat mich sehr berührt und mein Mitgefühl geweckt. Ich konnte mich selbst gut in ihn hineinversetzen und finde die Entwicklung, die er während des Romans durchläuft, bemerkenswert und einzigartig. Aber auch Magueritte ist liebevoll ausgestaltet und fügt sich perfekt in den Roman ein. Die alte Dame, die so zerbrechlich wirkt, ist ebenso robust und warmherzig und bildet mit Germain eine perfekte Einheit. Fazit: "Das Labyrinth der Wörter" ist absolut lesenswert. Für Literaturfans ist dieser Roman wie gemacht. Marie-Sabine Roger zieht ihre Lesen in ihren Bann.

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