Marie-Sissi Labrèche ER

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Inhaltsangabe zu „ER“ von Marie-Sissi Labrèche

Emilie-Kiki ist 26 und liebt ihren Literaturprofessor Tchéky K., den Lyrikspezialisten und Kafka-Experten. Er ist dreißig Jahre älter und verheiratet, hat drei Kinder, ein Haus im Grünen und einen festgefügten Zeitplan. Mit Emilie hat er Sex, keinen besonders aufregenden, aber das macht ihr nichts. Sie fiebert den wöchentlichen Treffen im Hotel der Rue Sherbrooke entgegen, zieht die große Erotikshow ab, bis ihr selber zum Heulen ist.
Die ungleiche "amour fou" einer Studentin zu einem älteren Mann: In einer unverwechselbaren Sprache von oft verblüffender Komik inszeniert Marie-Sissi Labrèche ein Spiel, bei dem alle Mittel erlaubt sind.

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  • Rezension zu "ER" von Marie-Sissi Labreche

    ER

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. December 2010 um 13:16

    Émilie-Kiki ist in ihren Literaturprofessor verliebt, und das schon seit über einem Jahr. Als sie schließlich miteinander ausgehen und anschließend in einem Hotelzimmer im Bett landen, könnte alles gut sein. Der Haken: Besagter Professor könnte ihr Vater sein, außerdem ist er verheiratet und hat selbst Kinder. Für Émilie-Kiki ist da eigentlich kein Platz mehr. Diese ist aber dummerweise verrückt nach ihm: Wartet ständig auf seine Anrufe, schwankt zwischen Vermissen und Wut, wenn er sich nicht meldet, wenn er ihre Treffen absagt, wenn er ihr nicht die magischen drei Worte sagen kann. Viel mehr Handlung hat das Ganze eigentlich auch nicht, dafür jede Menge Sex (meistens irgendwas mit Schwänzen, die in Schlitze gesteckt werden). Irgendwie bleibt die Geschichte – jedenfalls für Émilie-Kiki – unerfüllt, auch dann, als sie mehr aus Trotz eine Affäre mit einem gutaussehenden, reichen Typen anfängt, der sie auf Händen trägt. Mir hat’s gut gefallen – klar, ein bisschen weniger Schwänze und Schlitze dürften es schon sein, aber das schien mir dann eher ein Stilmittel und daher Mittel zum Zweck zu sein, um die Eindimensionalität dieser Beziehung darzustellen. Das Buch ist quasi ein einziger innerer Monolog – aber sehr gut und flüssig zu lesen, weil die Sprache wirklich außergewöhnlich ist und Spaß macht. Nur mit dem Ende bin ich ziemlich unzufrieden gewesen. Ich möchte euch dieses recht dünne Büchlein durchaus empfehlen – mit der Einschränkung, dass es den ein oder anderen vielleicht stören könnte, dass hier (stellenweise sogar recht vulgär) über Sex geschrieben wird. Das ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack.

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  • Rezension zu "ER" von Marie-Sissi Labreche

    ER

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. December 2009 um 19:48

    Keine leichte Lektüre! Bei diesem Buch entscheidet die Sprache, ob man es mag oder nicht. Im Grunde passiert recht wenig - und doch ungemein viel, wenn man versucht, sich in das Leiden der Protagonistin einzufühlen. Wahrlich keine leichte Aufgabe - zumal sicherlich der ein oder andere durch den doch recht obszönen und vulgären Schreibstil abgestoßen wird. Ich selbst mochte an einigen Stellen wirklich nicht mehr weiterlesen - es war mir zu offen, zu direkt - und doch - ich bin froh, dieses Buch zu Ende gelesen zu haben, denn die Tragweite der Geschichte wird einem erst auf den letzten 3 Seiten bewusst. Klappentext: Emilie-Kiki ist 26 und liebt ihren Literaturprofessor Tchéky K., den Lyrikspezialisten und Kafka-Experten. Er ist dreißig Jahre älter und verheiratet, hat drei Kinder, ein Haus im Grünen und einen festgefügten Zeitplan. Mit Emilie hat er Sex, keinen besonders aufregenden, aber das macht ihr nichts. Sie fiebert den wöchentlichen Treffen im Hotel der Rue Sherbrooke entgegen, zieht die große Erotikshow ab, bis ihr selber zum Heulen ist. Die ungleiche "amour fou" einer Studentin zu einem älteren Mann: In einer unverwechselbaren Sprache von oft verblüffender Komik inszeniert Marie-Sissi Labrèche ein Spiel, bei dem alle Mittel erlaubt sind.

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