Marie-Sissi Labreche Borderline

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Inhaltsangabe zu „Borderline“ von Marie-Sissi Labreche

Krank nennen das die Ärzte, diese Sucht nach Nähe, diesen Hunger, sich geliebt zu fühlen oder zumindest gebraucht. Weswegen Sissi gerade mit diesem ekligen Typen auf ein schäbiges Hotelzimmer gegangen ist. Doch wenn das Leben zum Verrücktwerden ist, stürzt man sich besser hinein. Und deshalb rennt Sissi los, immer mit ihrer Fantasie-Bazooka bewaffnet, denn überall lauern Monster - etwa in Gestalt ihrer Mutter mit dem glasigen Blick, oder ihrer Großmutter mit der eisernen Hand, die Sissi unermüdlich vor Serienkillern, Kinderschändern und anderem warnt. Solche Bilder fressen einen auf, und so schaltet Sissi auf Schnellvorlauf und bannt die Flut der Bilder, indem sie in sie hineinschlüpft.

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  • "Wenn das Leben zum Verrücktwerden ist, stürzt man sich besser hinein!"

    Borderline

    Shadowgirl

    08. March 2014 um 00:49

    "Aber am allermeisten, mehr als vor allem anderen, habe ich Angst, nicht geliebt zu werden. Also mache ich die Beine breit, um den Himmel zu sehen oder ein kleines Stückchen Paradies. Ich mache die Beine breit, um zu vergessen, wer ich bin, ich mache die Beine breit, um zu funkeln wie ein kleiner Stern. Ich liebe mich so wenig, da kann ich ebenso gut die Beine breit machen für alle, die aussehen, als würden sie mich wenigstens ein bisschen lieben." Zitat aus: "Borderline" von Marie-Sissi Labréche  WOW. Mehr braucht man zu dem Buch eigentlich gar nicht sagen. Es ist einfach genial. Authentisch. Berührend. Einfach WOW halt. Anfangs war ich noch etwas skeptisch. Der Schreibstil ist.. gewöhnungsbedürftig. Es scheint, als ob Marie-Sissi Labréche einfach direkt aus der Seele schreibt. Einfach das, was sie gerade denkt oder fühlt. Manchmal chaotisch - doch genau so fühlen sich Borderline-Persönlichkeiten halt fast immer. Wieso soll der Leser also nicht auch etwas davon mitbekommen? Nicht nur wegen dem Schreibstil war ich skeptisch, sondern auch, weil es zu Beginn den Eindruck erweckt, es ginge in dem Buch hauptsächlich um Bettgeschichten. Ich lese zwar gerne Erotikbücher, aber hier habe ich halt was anderes erwartet. Und auch bekommen. Zwar geht es im Laufe des Buches mehrmals um Sex - und dies auch mit einer so eindeutigen Ausdrucksweise, dass es vielleicht manchen Leser schockiert -, doch wird auch schnell deutlich, dass es hierbei eigentlich nur um die Sucht nach Liebe der Protagonistin geht. Die Angst, nicht geliebt zu werden, ist eine der größten Ängste der meisten Borderliner. Und genau diese Angst kommt auch in Marie-Sissi Labréches Buch "Borderline" sehr gut rüber. Wenn man sich Rezensionen zu diesem Buch durchliest, stellt man sehr schnell fest, dass die Meinungen zweigeteilt sind. Während die einen Leser von dem Buch begeistert sind, finden andere es überhaupt nicht gut und meinen, es würde zu wenig über Sissis Gefühlswelt geschrieben. Die Gefühlswelt einer Borderlinerin. Diese Kritik kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. "Sie werden rausbekommen, dass ich eine Schwindlerin bin, eine Fastnachtschwindlerin, eine maskierte Schwindlerin, eine Schwindlerin, die sich für Cinderella hält und denkt, sie kann sich selber mit dem Zauberstab der anderen magische Nächte bereiten." "Ich bin meine eigene Bombe. In meinem Kopf ist immer Hiroshima. (...) Ich bin mein schlimmstes Drama. Noch schlimmer: Ich habe mich gefunden, bevor ich mich gesucht habe. Ich habe mich gefunden, und seitdem werd ich mich nicht mehr los. Wenn ich doch nur ein Leben ausleihen und mich darin ausruhen könnte; mich ausruhen davon, dass ich mich immer so runtermache, immer so an mir selber klebe." "Ich lasse mich gehen, ich lasse mit mir machen. Ich wähle nicht, ich lasse die anderen wählen, wer mich will, der nimmt mich, wie eine Puppe." "Mir ist es, als könnten alle Leute in mich hineinsehen. Ich bin durchsichtig. So durchsichtig, dass ich schreien muss, damit man mich sieht. Ich muss Lärm schlagen, damit man mich beachtet. Darum weiß ich auch nie, wann es genug ist. (...) Nichts ist festgelegt in meinem Leben: wer ich bin, was ich mal tun werde, was ich wert bin, worauf ich stehe (...)"         Zitate aus: "Borderline" von Marie-Sissi Labréche Dies sind nur ein paar Zitate, die als Beispiele dienen, wie die Autorin ihr Gefühlsleben beschreibt. Die meisten (Auto-)Biografien zielen darauf ab, eher nüchtern und sachlich zu erzählen, wie man sich fühlt(e) und wie man es geschafft hat, sich besser zu fühlen. Marie-Sissi Labréches Schilderungen hingegen schlugen zumindest bei mir sozusagen ein wie eine Bombe. Ich war gefesselt, berührt, bedrückt, traurig und so vieles anderes zugleich. Sie trifft mit ihren Beschreibungen einfach direkt ins Schwarze und schildert ungeschönt und klar, wie sich viele Borderliner fühlen. Ob die Sucht, sich geliebt zu fühlen, die fehlende Identität oder die eigene Herabsetzung - es ist einfach perfekt beschrieben! Wer gar nicht weiß, was Borderline überhaupt ist, wird mit diesem Buch allerdings nicht unbedingt so gut beraten sein. Labréche verzichtet auf die üblichen Erklärungen und Beispiele für die Symptome, die zu einer Borderline-Diagnose führen. Vielleicht würden komplett Unwissende sich bei der Lektüre eher denken "Was ist das denn für eine Verrückte?". Doch mindestens für Betroffene ist "Borderline" eines der besten Bücher, denke ich. Eindrucksvoll sind auch die Episoden aus Sissis Kindheit. Der Leser kann nachvollziehen, woran sie kaputt gegangen ist. Wie die verzweifelte Frau entstanden ist. Sehr emotional ist auch ihr Verhältnis zur Großmutter, die ihr manches Mal das Leben zur Hölle gemacht hat und die Sissi trotzdem so sehr braucht. Trotzdem erfolgt die Schilderung der Ereignisse ohne jegliche Schuldzuweisung. Labréche schildert einfach nur. Emotional. Offen. Aber ohne jemandem die Schuld zu geben. Sissi ist immer auf der Suche nach Liebe. Oder zumindest nach dem Gefühl, geliebt zu werden. Sich geliebt zu fühlen. Obwohl sie sich immer schlecht dabei fühlt, hat sie kaum Männer im Bekanntenkreis, mit denen sie noch nicht geschlafen hat. Denn dann fühlt sie sich geliebt. Gebraucht. Die innere Leere wird für einen Moment gefüllt. Bis im Anschluss die Suche weiter geht. Ich habe schon viel zu viel geschrieben und könnte noch so viel mehr schreiben. Dabei hätte wirklich ein einfaches "WOW" gereicht. Sämtliche Worte können sowieso nicht dem gerecht werden, was ich bei dem Lesen dieses Buches empfunden habe. Es ist ein fantastischer Einblick in das Seelenleben einer Borderline-Persönlichkeit. 

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  • Rezension zu "Borderline" von Marie-Sissi Labreche

    Borderline

    GrauerVogel

    09. January 2012 um 03:08

    Sehr krass geschrieben, für den einen oder anderen wohl auch erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber extrem eindrucksvoll!
    Eine Biografie mit derber Sprache, die kein Blatt vor den Mund nimmt.

    Allerdings geht es mehr um die Vergangenheit der Autorin, als um Borderline, von daher verfehlt der Titel etwas das Thema... aber das Buch bekommt von mir definitiv eine Empfehlung!

  • Rezension zu "Borderline" von Marie-Sissi Labreche

    Borderline

    Eisnelke

    09. May 2011 um 18:32

    So wirklich weiß ich nicht, was ich über dieses Buch berichten soll. Worte zu finden fällt mir schwer, denn die Geschichte von Sissi ist schrecklich, komisch und absurd zugleich. “Borderline” zeigt, wie der kurze Klappentext schon sagt, eine Frau am Rande der Verzweiflung. Sissi erzählt ihre Geschichte der Obszönität und Wahnsinn mit einfachen Worten, die jedoch oft Sinnbilder verkörpern. Die psychische Krankheit zeigt sich in fast jeder alltäglichen Situation. Geräusche die zu laut scheinen, ein falsches Wort, eine unerwartete Begegnung sowie der Drang nach Aufmerksamkeit machen Sissi das Leben schwer. Die Sucht nach Nähe sowie Angst des Allein seins und auf der anderen Seite der unermüdliche Freiheitsdrang wirken wie eine Waage die nie ausgeglichen ist. Dieses Buch ist inhaltlich harter Tobak und somit keine leichte Lektüre für “mal zwischendurch”. Die richtige Stimmung sollte vorhanden sein, da es einen sonst womöglich schwer fällt die suspekte Darstellungsweise der Autorin zu verstehen. Borderline ist eine psychische Persönlichkeitsstörung die vor allem durch die Instabilität der Persönlichkeit gekennzeichnet ist. Bei einer solchen Störung sind bestimmte Bereiche von Gefühlen, des Denkens und des Handelns beeinträchtigt, was sich durch negatives und teilweise paradox wirkendes Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie in einem gestörten Verhältnis zu sich selbst äußert. (Quelle wikipedia.de).

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  • Rezension zu "Borderline" von Marie-Sissi Labreche

    Borderline

    Mynja

    03. December 2008 um 22:13

    eins der besten und extremsten borderline bücher das ich bisher gelesen hab

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