Marie-Therese Cuny , Sabine Dardenne Ihm in die Augen sehen

(45)

Lovelybooks Bewertung

  • 48 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(13)
(23)
(8)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Ihm in die Augen sehen“ von Marie-Therese Cuny

Für Sabine Dardenne wurde grausame Wirklichkeit, was andere nur aus dem Kino kennen. Als sie am 28. Mai 1996 auf dem Weg zur Schule entführt wird, ist ihre Kindheit mit einem Schlag zerstört. Der Mann, der ihr das antut, ist für die Polizei kein Unbekannter: Marc Dutroux war bereits einschlägig verurteilt und wegen "guter Führung" vorzeitig entlassen worden. Als man ihm endlich auf die Spur kommt, macht die "Affäre Dutroux" europaweit Schlagzeilen - doch über dem Skandal droht in Vergessenheit zu geraten, welches Schicksal Sabine Dardenne und die anderen Opfer von Dutroux erlitten haben. Mit einer an Infamie nicht zu überbietenden Legende hat Marc Dutroux Sabine nicht nur physisch, sondern auch seelisch zu seiner Gefangenen gemacht: Er machte ihr weis, sie sei gekidnappt worden, um von ihren Eltern 3 Millionen Francs zu erpressen. Weil die Eltern die geforderte Summe nicht aufbringen könnten, wolle "der Chef" Sabine töten. Nur er, Dutroux, könne sie beschützen. Sabine vertraut dem Mann, der bereits vier andere Mädchen getötet hat, und versucht sich mit der Lage zu arrangieren, achtzig schreckliche, endlose Tage lang. Sie ahnt nicht, dass alles nur eine Lüge ist, dass er nicht ihr Schutzengel ist. Täglich macht Sabine Dardenne Notizen und hält fest, was mit ihr geschieht. Sie schreibt Briefe an ihre Eltern, Hilferufe, Beschwörungen. Es sind Briefe, die nie ankommen, Briefe, in denen sie auf kindliche Weise erzählt, was sie erlebt. Sie ist krank, ihr tut alles weh, sie wird gehalten wie ein Tier... Acht Jahre hat es gedauert, bis Sabine Dardenne von der schlimmsten Erfahrung ihres Lebens sprechen kann. Jetzt bricht sie das Schweigen. Sie will aufklären, will aufrütteln, damit sich nie wiederholt, was sie durchmachen musste.

Ein Buch was unter die Haut geht

— Diezwinkerlinge
Diezwinkerlinge

Man muss schon hart sein um das Leben zu können. Rezension folgt

— Diezwinkerlinge
Diezwinkerlinge

Ein Buch das tief bewegt und einen entsetzt auf die Taten von Marc Dutroux sehen lässt. Respekt an Sabine für ihre klaren Worte!

— Buecherseele79
Buecherseele79

Bedrückend, unvorstellbar - und unglaublich mutig von Sabine Dardenne, das Erlebte niederzuschreiben.

— SitataTirulala
SitataTirulala

Bedrückend, lesenswert

— glini
glini

Erschreckend und das, obwohl die schlimmsten Einzelheiten weggelassen wurden.

— Saari
Saari
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sabine Dardenne - Ihm in die Augen sehen

    Ihm in die Augen sehen
    Diezwinkerlinge

    Diezwinkerlinge

    28. November 2016 um 09:27

    Sehr gut geschriebenes Buch. Ich war beim Lesen sehr gefesselt. Die Geschichte ist hart, aber das Buch ist so geschrieben, dass es nicht zu sehr an die Nieren geht. Es gibt einen super Einblick in die Gedanken des Mädels. Ich kann es nur empfehlen

  • Eine Tat die nicht nur Belgien tief bewegte

    Ihm in die Augen sehen
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    26. September 2015 um 23:51

    Sabine Dardenne wird mit 12 Jahren auf dem Weg zur Schule von Marc Dutroux entführt. Ab da beginnen für sie 80 Tage Leiden, Selbstzweifel, Angst, Scham, Ekel und die grausamen, sexuellen Übergriffe durch Marc Dutroux. Tief bewegend, schonungslos und ehrlich beschreibt Sabine was sie erleben musste, vieles lässt sie weg da sie daran nicht mehr denken möchte geschweige es zu schlimm ist um auf Papier verfasst zu werden. Und wie geschickt Marc Dutroux sie manipulierte und sie glauben ließ dass alles mit dem Einverständnis ihrer Eltern geschehe, ihre Familie durch einen Fehler von einem "Grossen Boss und eine Gang" in Todesgefahr seien, genauso wie Sabine selbst. Als Sabine nach 80 Tagen mit ihrer "Mitgefangenen" Laetitia befreit wird muss sie die Lügen von Dutroux erstmal verarbeiten und sich wieder in ihrem Leben zu Recht finden, was alles andere als leicht ist. Und trotzdem hat sie es geschafft und ist ihren Weg gegangen und sich selbst treu geblieben. Dieses Buch geht wirklich tief unter die Haut, jeder hat damals mit Schrecken die Nachrichten von diesem Monster verfolgt und man wollte/konnte es nicht glauben! Sabine war 12 als sie entführt wurde und es mag ihr kindlicher Leichtsinn gewesen sein, aber sie hat nie aufgegeben, hat ihren Peiniger zur Weißglut gebracht und immer an die Hoffnung und die Rettung geglaubt. Auch nach ihrer Befreiung will sie ihr Leben einfach wieder normal aufnehmen und zeigt einen starken, unabhängigen Willen. Mich hat dieses Buch tief berührt und ich bewundere Sabine zutiefst für ihren Mut um das alles aufzuschreiben, ihr Leben so zu leben wie sie es möchte auch wenn ihr so Schreckliches widerfahren ist. Für mich eine absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    Kerry

    Kerry

    10. April 2011 um 15:31

    Sabine Dardenne schrieb dieses Buch im Sommer 2004, zu diesem Zeitpunkt war sie 20 Jahre alt. Sabine erzählt in diesem Buch sehr detailliert, was damals geschehen ist, mit welchen Szenarien Marc Dutroux sie getäuscht hat und woran sie sich festgehalten hat, um nicht den Verstand zu verliegen, sich nicht ihren Willen brechen zu lassen. In diesem Buch schildert sie die Vorgänge, von der Entführung, über die Gefangenschaft, die Befreiung, das Leben danach und den Prozess. Sie hat in diesem Buch alles aufgearbeitet, was geschehen ist, um diese Erlebnisse endgültig hinter sich zu lassen, denn sie haben in ihrem jetzigen Leben nichts mehr verloren. - Ein Buch, dass unter die Haut geht -

    Mehr
  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    mausimotte

    mausimotte

    13. January 2010 um 13:15

    dieses buch war für mich ein muß.
    jeder der die geschichte um marc dutroux in den medien verfolgt hat, hat sich irgendwann gefragt wie fühlte und was dachten die opfer.
    hier ist die antwort. es ist ein unglaublich starkes stück von sabine ihre erlebnisse aufzuschreiben und für alle die kinder haben noch ergreifender.

  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    luci

    luci

    24. October 2009 um 18:32

    Ein sehr bewegendes Buch, mit einer sehr schwerwiegenden Thematik. Ein sehr interessanter Rückblick in die Zeit der Gefangenschaft des kleinen Mädchens von damals und der Erwachsenen Frau von heute, die uns darüber berichtet.

  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    Zoe

    Zoe

    10. September 2008 um 12:44

    Aufwühlend und erschütternd!

  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    variety

    variety

    04. February 2008 um 12:11

    Auch ich war ziemlich irritiert..., und zwar darüber, dass Sabine Dardenne die erlittenen, unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Qualen dieses Folterers so sachlich und fast distanziert beschreibt. Für mich ist das der Tatsache zuzuschreiben, dass sie erst dadurch Distanz zu den Schandtaten eines Dutroux gewinnen kann. Wäre sie nämlich zu nahe am Geschehen geblieben, würden sie diese tragischen 80 Tage wohl noch länger und intensiver verfolgen. Allerdings wird sie sich auch so immer wieder an die Zeit im Kellerloch und im oberen Zimmer mit den Etagenbetten erinnern. Als Aussenstehender wirkt die Schilderung Dardennes sowieso fremd und irritierend. Kann ein Mensch (?) einen anderen Menschen so quälen? Es scheint leider so. Der Wunsch nach mehr Nähe bzw. mehr Details ist zudem sehr zweischneidig zu sehen: Einerseits möchte man als Leser/in möglichst nahe beim Geschehen bzw. bei der Erzählerin sein, anderseits könnten zu viele genaue Beschreibungen in erster Linie Voyeure und Gewaltverherrlicher animieren ähnliche Schandtaten zu begehen. Und Hand aufs Herz: Wem hätten genauere Schilderungen im Buch wirklich gedient? Ich hoffe, dass sich ihr Wunsch, das Puzzle aus ihrem Gedächtnis zu «sortieren» bzw. die niedergeschriebenen Gedanken zu vergessen, erfüllt. So wie sie es am Schluss beschreibt: «Auf eine endgültige Art und Weise. Einfach ein Buch in einem Regal. Und alles vergessen können.»

    Mehr
  • Rezension zu "Ihm in die Augen sehen" von Marie-Therese Cuny

    Ihm in die Augen sehen
    Lorelai

    Lorelai

    26. November 2007 um 13:17

    Geht unter die Haut!