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Cover des Buches Klosterkind: Meine Mutter brachte mich ins Waisenhaus (ISBN: B07RP3R419)Queenofbutterfliess avatar

Rezension zu "Klosterkind: Meine Mutter brachte mich ins Waisenhaus" von Marie A. Böhm

Großen Respekt für dieses grandiose Buch
Queenofbutterfliesvor einem Jahr

Inhalt:
Frühjahr 1953, nördlich von Berlin: Elisabeth ist vier Jahre alt, als sie von ihrer Mutter in einem Nonnenkloster abgegeben wird, dem ein Waisenhaus angeschlossen ist. Die kleine Elli weiß weder, warum sie dort sein muss, noch hat sie eine Ahnung, ob sie jemals wieder nach Hause darf. Sie erträgt Prügel, schlechtes Essen, stundenlanges Beten auf den Knien und andere Quälereien der "barmherzigen" Schwestern. Sie versteht nicht alles, was ihr passiert, sie hält es einfach nur aus und wartet ... Nach einem reichlichen Jahr ist die Qual vorbei, Elisabeth wird abgeholt und zurück ins Elternhaus gebracht. Auch jetzt gibt es keine Erklärungen. Scheinbar ist nun alles wie früher, Elli darf wieder Teil einer ganz normalen Familie sein. Doch bald stellt sich heraus, dass nichts ist wie früher, nichts ist normal und wird es auch nie wieder sein ...

Meine Meinung:
Es gibt Bücher, bei denen ich gefühlt Ewigkeiten brauche, um sie auszulesen. Keinesfalls weil mich die Geschichte langweilt, sondern weil ,ich das Thema so mitnimmt! Dies war auch bei Klosterkind von Marie der Fall, die hier unter einem Pseudonym schreibt. Natürlich mag ich solche Themen gerne, daher habe ich auch von Marie bereits Kindheitshölle gelesen.

Tatsächlich mag ich Bücher, die man nicht sofort auslesen kann, an denen man zu knappern hat, da es zeigt, dass so eine Lebensgeschichte nicht spurlos an einem vorbeigeht. Als ich dann aber Klosterkind angefangen habe, habe ich es dann doch in 2 Tagen ausgelesen, weil mich die Geschichte so bewegt hat, und ich unbedingt weiteres über das Schicksal von Marie wissen wollte. Am Ende des Buches schreibt Marie "Ich selbst will vor allem deshalb anonym bleiben, weil ich in der Vergangenheit feststellen musste, dass ehemalige Heimkinder allzu kritisch und oft auch ohne das nötige Verständnis betrachtet werden. Ich hörte schon Bemerkungen wie: Stimmt das überhaupt alles" (Quelle: Klosterkind Kindle- Format Position 2649. Maries klarer, aber eindringlicher Schreibstil, die Episoden von physischer und psychischer Misshandlung, die auch Jahre danach noch Nebenwirkungen haben- all dies ist so geschrieben, dass ich Ekel und Gänsehaut hatte. Aber auch Scham, weil ich mich dafür schämte, was andere Menschen einem kleinen Kind antun können. Lest dieses Buch und verbreitet es! Es ist eine Mahnung- Geht respektvoll miteinander um, ihr wisst nicht, ob die andere Person nicht doch Dämonen hat, mit denen er/sie zu kämpfen hat. Großen Respekt für dieses grandiose Buch!

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Cover des Buches Kindheitshölle: Vom Vater verprügelt und missbraucht (ISBN: B07ZXMF5L1)gedankenchaotiins avatar

Rezension zu "Kindheitshölle: Vom Vater verprügelt und missbraucht" von Marie A. Böhm

Ein Buch, dass verstört und berührt zugleich.
gedankenchaotiinvor einem Jahr

In den Fünfzigerjahren in der DDR ändert sich für Susanne alles, kaum dass sie sechs Jahre alt geworden ist.
Ihr eigener Vater nähert sich ihr auf eine Art und Weise, die Susanne noch nicht versteht. Er missbraucht sie, wann immer es ihm passt und als sich das Mädchen endlich traut, darüber zu reden, glaubt ihr keiner.
Von da an wird alles nur noch schlimmer und der Vater bleibt nicht der einzige, der die Seele des jungen Mädchens zerstört.

Ich muss gestehen, dass ich sehr lange gebraucht habe, um diese Rezension zu verfassen. Dennoch ist mir das Buch im Kopf geblieben.
Es ist ein Tabu Thema, dass Marie A. Böhm aufgreift und doch ist es sehr präsent in unserer heutigen Gesellschaft.
Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, wieviele unaufgedeckte Fälle es gibt, in denen Kindern so etwas passiert.
Egal, ob Mädchen oder Junge.
Das Buch ist bedrückend und fesselnd zugleich. Der Schreibstil ist flüssig und lässt einen als Leser nicht los.
So erschreckend Susannes Schicksal auch ist.
Es macht mich wütend und fassungslos zu gleich. Es erschreckt mich und lässt mich
Ein Kind, dass sich nicht wehren kann, zu missbrauchen.
Ein Kind, dass sich nicht wehren kann, als Lügnerin hinzustellen und dafür zu sorgen, dass ihm noch mehr Leid widerfährt.
Ich kann und will es einfach nicht verstehen.
Nicht nur Susannes Vater, auch ihre Mutter oder ihre Tante. Alle hinterlassen sie Narben auf der Brust eines kleines Mädchens, dass einfach nur eines will: Glücklich sein und ihrer persönlichen Kindheitshölle zu entkommen.
Das Buch beschönigt dabei nicht, absolut gar nichts und das ist - so krass es klingt - auch gut so.
Es fiel mir manchmal schwer zu akzeptieren, dass es dort eine Person gibt, die dieses Martyrium über sich ergehen lassen musste.
Ich könnte mich hier regelrecht in Rage schreiben, aber das soll nicht Sinn und Zweck dieser Rezension sein.
Dieses Buch beinhaltet soviel Gefühl, soviel Emotionen und aus Sicht eines Kindes macht es dieses Buch wirklich zu etwas besonderem.
Ich mag gar kein richtiges Fazit abgeben, aber ich finde, dieses Buch ist ein Buch, dass viel mehr Gehör finden sollte.
Auch, wenn es nicht für jeden geeignet ist.

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Cover des Buches Kindheitshölle: Vom Vater verprügelt und missbraucht (ISBN: B07ZXMF5L1)Peanut91s avatar

Rezension zu "Kindheitshölle: Vom Vater verprügelt und missbraucht" von Marie A. Böhm

Tolle Biografie
Peanut91vor einem Jahr

Mehrmals musste ich das Buch auf Seite legen, weil mich das Geschehene so unfassbar wütend machte. Wie kann jemand so etwas seinen eigenen Kindern antun? Und vor allem wie kann man so etwas als Mutter nicht merken? Und vor allem wie kann man als Erwachsene Person die Aussagen des Kindes dermaßen in Frage stellen, nur weil einem scheinbar die Konsequenz daraus nicht passt? Was mich auch noch fassungslos gemacht hatte ist, dass Susanne obendrein noch für ihre Geschwister zu oft die Mutterrolle übernehmen musste. So etwas gibt es heutzutage auch noch, jedoch finde ich sollte ein 6-jähriges Kind nicht mehrfach über Stunden auf die kleinen Geschwister aufpassen müssen. So etwas macht mich einfach nur fassungslos und ich frage mich echt, wie Susannes Mutter das alles gegenüber sich selbst rechtfertigen konnte.


Der Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen und spiegelt an vielen Stellen die Gedanken eines Kindes wider. Und genau das macht das alles noch beklemmender, denn Susanne war zu dem Zeitpunkt kurz vor der Grundschule bzw. 1. Klasse.


Um ehrlich zu sein fällt es mir wirklich schwer das alles zu bewerten. Einigen Szenen waren mir zu explizit und ich kann auch nachvollziehen was der Sinn und Zweck des Ganzen war. Ich weiß nicht ob es wirklich Sinn macht so etwas noch mehr zu umschreiben, denn der ausgelöste Ekel bei einem ist ja gewollt. Trotzdem möchte ich hier ausdrücklich erwähnen wie wichtig es ist solche Szenen eben nicht zu schönen, nur weil es den Leser ekeln/verstören könnte. Denn dann würde man diesen auch die Grausamkeiten nehmen und damit würde man dem Ganzen nicht gerecht werden. Denn es gehört als Betroffener schon sehr viel Mut dazu über solche Taten in diesem Detail zu berichten. Mich hat es auf alle Fälle geschaudert und ich kann niemanden verstehen, der so etwas verharmlost.



Fazit


Es ist so wichtig, dass Betroffenen eine Plattform gegeben wird, denn die Dunkelziffer von sexuellen Missbrauch während der Kindheit ist leider viel zu hoch und Betroffene finden kaum Gehör. Mir fehlen einfach die Worte um über das Buch viel schreiben zu können. Es ist auf jeden Fall eine gut umgesetzte Biografie und der Titel passt auch zu 100 % dazu. 

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