Marie Andrevsky Wiener Intermezzo

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Inhaltsangabe zu „Wiener Intermezzo“ von Marie Andrevsky

Rudolf von Krieglach trifft bei einem Jagdausflug die junge Clara von Fallersberg, die er unwissentlich kompromittiert. Der einzig ehrenhafte Ausweg für Rudolf ist eine überstürzte Eheschließung, die er in Wien zu annullieren gedenkt. Da Rudolf Clara ersparen will, in ihr herzloses Elternhaus zurückkehren zu müssen, vereinbaren sie, mit der Annullierung zu warten, bis Clara einen Mann gefunden hat, der ihre Liebe zur Musik teilt. Christina von Winterfeld, die Frau von Rudolfs bestem Freund Stefan – bekannt aus dem Roman „Wiener Menuett“ – verschafft ihr die Möglichkeit, in ihrem Haus ein Cembalo-Konzert zu geben. Unter den Gästen befindet sich auch Willibald von Gluck, der Hofkompositeur der Kaiserin. Falls er sie protegiert, stehen Clara alle Türen offen. Doch dann brechen die Schwarzen Blattern über Wien herein und fordern ihre Opfer …

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  • Rezension zu "Wiener Intermezzo"

    Wiener Intermezzo
    ElkeK

    ElkeK

    02. March 2017 um 06:01

    Inhaltsangabe: Clara von Fallersberg ist trotz ihres jugendlichen Aussehens bereits schon zwanzig, als sie auf Baron Rudolf von Krieglach trifft. Claras Eltern versuchen sie aus egoistischen Gründen an den reichsten Mann zu verschachern, dennoch kommt Rudolf dem elterlichen Komplott in die Quere. Er als Ehrenmann sieht sich nicht anders zu helfen als Clara sofort zu ehelichen. In Wien zurück möchte Rudolf die Ehe gleich annullieren lassen. Allerdings möchte er Clara auch nicht in ihr herzloses Elternhaus zurückschicken. Da für Clara die Musik sehr wichtig ist, vereinbaren sie, das sie sich einen neuen Ehemann aussuchen darf und wenn sie ihn gefunden hat, wird die Ehe annulliert. Rudolfs bester Freund Stefan von Winterfeld lädt das Paar zum Essen ein und Clara gibt ein kleines privates Konzert. Sie weiß nicht, das der Hofkompositeur von Gluck anwesend ist. Als er sie spielen hört, lädt er sie zu ein paar gemeinsamen Stunden der Musik ein und protegiert sie. Clara ist glücklich, denn Cemballo spielen war schon immer ihr größter Wunsch. Während sich Rudolf immer mehr und mehr in seine Frau verliebt, vertieft sie sich in die Musik. Als die unheilvolle Krankheit „Schwarze Blattern“ Wien erreicht, ist es jedoch um Clara geschehen: Sie ist ebenso erkrankt! Kann sie dem Tod von der Schüppe springen? Wird sie ihr Konzert vor der kaiserlichen Familie noch geben können? Rudolf jedoch hat nur eines im Kopf: Das seine Frau die Krankheit überlebt! Mein Fazit: Die Autorin hat wieder mal ein wundervolles Buch um Liebe, Leidenschaft und Dramatik geschrieben. Hätte ich nicht so viel Streß um die Ohren gehabt, hätte ich das Buch wesentlich schneller ausgelesen. Mit einem Hauch von Ironie und einem glaubwürdigen Hintergrund erzählt sie die Geschichte um Clara und Rudolf. Mir hat es sehr auch sehr gut gefallen, das die Sprache durchaus der Zeit angemessen schien. Einige Worte musste ich nachschlagen oder verstand die Bedeutung erst im Satz-Zusammenhang. Auch Rudolf ist meines Erachtens nach ein ausgesprochen ehrenhafter Mann, dessen Beweggründe nachvollziehbar und verständlich sind. Clara erlebte ein Martyrium in ihrem Elternhaus. Sie wurde von lieblosen -gar kaltherzigen- Eltern großgezogen, die im Grunde nur eines wollten: Sie so reich wie möglich zu verheiraten, damit es ihnen besser ging. Der Vater ging sogar so weit und prügelte seine Tochter. Sein Schicksal in dieser Geschichte hat er mehr als nur verdient. Diese unterschiedliche Persönlichkeiten von Clara und Rudolf machen diesen Roman zu einem wahren Hochgenuss. Ein wunderschöner historischer Liebesroman, den ich von ganzem Herzen empfehlen kann. Von mir bekommt er 5 von 5 Sternchen. Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2009.

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  • Rezension zu "Wiener Intermezzo" von Marie Andrevsky

    Wiener Intermezzo
    Tanja Asmus

    Tanja Asmus

    10. January 2010 um 10:46

    Seufz, gerade habe ich das Buch zur Seite gelegt, und das Lesen hat mir doch so viel Spaß gemacht. Wiener Intermezzo beinhaltet wirklich alles, was ein Liebesroman haben muss. Marie Andrevsky wurde zu recht auf den zweiten Platz des Newcomer 2006 im Genre Liebesroman gewählt. Wir befinden uns im Jahre 1762 in Wien. Der Leser findet sich also im Barockzeitalter wieder. Clara von Fallersberg wird von ihren Eltern geschlagen und gedemütigt, und nichts kann sie ihren Eltern recht machen. Nicht mal einen Funken Liebe erfährt sie in ihrem Elternhaus. Der Vater ist ein Spieler, der das ganze Geld verzockt. Die Mutter hält sich regelmäßig Liebhaber und macht sich nichts draus, dass Clara diesem Treiben zusehen muss. Durch die Spielschulden hecken die Eltern einen intriganten Plan aus. Sie sind zu einem Gesellschaftsabend bei Herzog von Weiden eingeladen. Clara soll den Herzog im Zimmer überraschen und ihn in eine verfängliche Situation bringen, wo ihre Eltern ihn dann erwischen. Der Herzog wäre so gezwungen Clara zu heiraten und die Eltern würden weiterhin Geld haben. Aber das Schicksal will es anders und Clara läuft dem Baron Rudolf von Krieglach tränenüberströmt in die Arme. Der Baron will die junge Clara trösten und führt sie in sein Zimmer, doch die Eltern nutzen sofort die Chance und überraschen die beiden. Rudolf muss nun die kindliche Clara heiraten und schwört sich sobald sie zuhause sind, diese Ehe auch zu annulieren. Sein Mitleid hält ihn aber ab und so schließen die beiden einen Pakt. Die Autorin lädt ein zum träumen, hoffen und bangen. Es ist perfekt recherchiert, da die Autorin selber aus Wien stammt und sich dazu für Geschichte, Kunstgeschichte und Völkerkunde interessiert. In dem Roman sind zu der fiktiven Liebesgeschichte auch wahre Begebenheiten eingeflochten, was den Roman lesenswert macht und ihm die besondere Note verleiht. Den geschichtlichen Hintergrund findet man auch auf der Website der Autorin: http://www.andrevsky.com/ andrevsky_WienerIntermezzo.htm l Auch ist das Ganze realitätsnah beschrieben worden. Ob nun die schwarzen Blattern (Pocken), die nicht nur die ärmliche Bevölkerung heimsucht oder die medizinische Versorgung, die ja damals noch nicht so weit entwickelt war, die Musik mit vergessenen Musikinstrumenten wie dem Cembalo - man findet sich wirklich beim Lesen in einem anderen Zeitalter wieder. Marie Andrevsky hat im übrigen einen weiteren Roman aus der gleichen Epoche geschrieben. "Wiener Menuett", den ich mir mit Sicherheit auch zulegen werde! Besonders hat mir die Sprache gefallen, die in der Barockzeit herrschte, und die auch die Autorin verwendet hat. Frauen wurden schon allein durch die Sprache höflich behandelt und der angehauchte Handkuss rundete den Respekt vollendet ab. Ich liebe dieses Zeitalter und konnte mich dem flüssigen Schreibstil völlig hingeben.

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