Marie Anhofer

 4,5 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Beziehung Nr.18 und Rabenvieh.

Alle Bücher von Marie Anhofer

Cover des Buches Rabenvieh (ISBN: 9783849573003)

Rabenvieh

 (8)
Erschienen am 22.01.2014
Cover des Buches Beziehung Nr.18 (ISBN: 9783849574093)

Beziehung Nr.18

 (14)
Erschienen am 27.12.2013

Neue Rezensionen zu Marie Anhofer

Cover des Buches Rabenvieh (ISBN: 9783849573003)Buchperlenblogs avatar

Rezension zu "Rabenvieh" von Marie Anhofer

Von Leid und Verlorenheit
Buchperlenblogvor 4 Monaten

Inhalt

Noch im Säuglingsalter wird Marie aus ihrer Familie geholt, zusammen mit ihren fünf älteren Geschwistern. Zwei Jahre alt, wird sie von einer Pflegefamilie aufgenommen. Nach außen hin die perfekte Familie, liebevoll, fürsorglich, glücklich. Doch was sich hinter den Hauswänden abspielt, ist das reinste Grauen.

Augen auf!

Das jahrelange Martyrium eines Pflegekindes

Wir alle sind Weltmeister im Wegschauen. Das sind Marie Anhofers abschließende Worte nach ihrem erschütternden, autobiografischen Roman über ihre Kindheit in einer Pflegefamilie. Wie viel Kraft es sie gekostet haben mag, dieses Buch zu schreiben und zu veröffentlichen, das kann ich mir nur in Ansätzen vorstellen. 

Als Kleinkind kommt sie zu einer Pflegefamilie, die bereits zwei Töchter hat. Richtige Prinzessinnen. Sie werden nach Strich und Faden verwöhnt, mit Liebe und Nachsicht überschüttet. Aber Marie? Ihr wird schnell klargemacht, dass sie nur des Geldes wegen ein Zuhause bekommen hat. Wobei der Begriff Zuhause nicht wirklich passt. Ihr wird der Kellerraum zugewiesen, kalt, nass, voll von Ungeziefer. Die Tür wird abends zugesperrt, wenn sie sich nachts erleichtern will, muss sie es auf dem gestampften Boden im Vorratskeller tun. 

Marie schildert uns etappenweise ihr Leben bis ins Erwachsenenalter, sie erzählt von den Bestrafungen, die sie tausendfach über sich ergehen lassen musste. Bestrafungen, die sich Lichtjahre entfernt jeglicher Vorstellungskraft bewegen. Sie erzählt von ihren Versuchen sich anderen mitzuteilen. Ihre eigene Schwester, die ebenfalls in einer Pflegefamilie unweit von Maries Wohnort aufwächst, glaubt ihr nicht. Deren Pflegemutter möchte gern helfen, jedoch schlägt sie einzig vor, Maries Pflegemutter zu benachrichtigen. Alles, nur das nicht, denkt Marie. Auch später wird sie auf kein Gehör treffen, ganz gleich wie viele Hilfesignale sie in die Welt hinaussendet. Die unzähligen Fehlstunden in der Schule, weil ihre Verletzungen zu groß waren – hat keiner in Frage gestellt. Ihre Versuche zu rebellieren – interessierten niemanden. Das emotionale Loch, in das sie schließlich fällt – geht niemanden etwas an. Schikaniert, drangsaliert, in der Schule von den Mitschülern, daheim von der Pflegemutter, dem Pflegevater und deren Kindern. Das ist ihr Alltag, sechzehn Jahre lang. 

Selbst als sie den Mut aufbringt und zu ihrer Sozialarbeiterin fährt, ihr alles schildert und ihre Narben zeigt, passiert nichts. Wenn sie es jetzt schon so lang ausgehalten habe, so schafft sie auch noch die letzten zwei Jahre bis zu ihrer Vollmündigkeit. Dafür gibt es keine Worte, die die Betroffenheit auszudrücken vermögen, die mich bei diesem Abschnitt befallen hat. 

Auch später ist ihr Leben ein steiniger Weg voller Fallen, Bodengruben, in die sie abzustürzen droht. Immer wieder konfrontiert mit den Ängsten, die ihr in jahrelanger Qual eingepflanzt wurden. Von Reue seitens der Familie keine Spur, keine Entschuldigung vom Jugendamt für das wissentliche Nichteingreifen. Nichts.

Ich weiß, es ist ein hartes Thema, etwas, das unsere heile Welt brüchig werden lässt. Aber wir dürfen nicht länger wegschauen. Wenn jemand zu euch kommt und euch um Hilfe bittet, helft ihm. Wenn ihr bemerkt, dass bei einem Kind irgendetwas nicht so zu sein scheint, wie es sollte, fragt nach. Lasst euch nicht abwimmeln, bleibt dran. Wenn ihr in der Nachbarschaft Schreie von Kindern hört, immer und immer wieder, sagt euch nicht, es geht euch nichts an. Denn es geht jeden etwas an. Wenn wir nicht wegschauen würden, wenn wir für die da wären, die es am dringendsten nötig haben, würden solche Geschichten nicht erzählt werden müssen. Und doch werden sie erzählt. Und ihr solltet sie lesen.

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Cover des Buches Beziehung Nr.18 (ISBN: 9783849574093)N

Rezension zu "Beziehung Nr.18" von Marie Anhofer

sehr ergreifender biographischer Roman
Nicol74vor 6 Jahren

Diese autobiografische Geschichte von Marie Anhofer, welche in eine so starke Abhängigkeit zu einem Mann geraten ist und damit nicht nur Vertrauen sondern beinahe auch ihr Leben verloren hat.
Das Cover hat mir erst gar nichts gesagt, im Nachhinein kann ich aber sagen, es passt sehr gut. Ebenso der Titel!!!
Es ist sehr flüssig und spannend geschrieben und hat und mich total in den Bann gezogen...zumal ich eine sehr sehr ähnliche Lebenserfahrung machen musste...Daher hat es mich besonders ergriffen.
Leider ist es oft so im Leben...Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, vorallem diejenigen, die in einer ähnlichen Situation sind/waren. Ich finde es sehr mutig, dass die Autorin das Buch geschrieben hat, so kann sie vielleicht anderen helfen und ich denke, dass sie so vor allem sich helfen konnte, das Ganze zu verarbeiten. Leider findet man nach solchen Erlebnissen selten Vertrauen zurück.

Die Autorin hat zur eigentlichen Geschichte noch ein Nachwort verfasst, indem sie erzählt, wie es danach weiter ging und wie sie jetzt handeln würde. Mich haben diese Nachworte sehr nachdenklich gestimmt und teilweise "wachgerüttelt"
Danke für dieses tolle ergreifende Buch!

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Cover des Buches Beziehung Nr.18 (ISBN: 9783849574093)lenars avatar

Rezension zu "Beziehung Nr.18" von Marie Anhofer

in sehr ergreifender autobiografische Roman
lenarvor 7 Jahren

Cover:
Das Cover passt mir wirklich gut zum Inhalt des Buches. Das schwarze strömt genau die passende Stimmung aus und auch das Mädchen, dass im Licht sitzt passt sehr gut. Man sieht, dass es dem Mädchen nicht gut geht und das es verzweifelt ist und auch das passt gut zum Inhalt.

Meine Meinung:
Vorweg muss ich sagen, dass ich es sehr schwierig finde, einen autobiografischen Roman zu bewerten, da es vom Autor ja nicht ausgedacht ist, sondern der Autor hat es selbst erlebt.
Als erstes muss ich sagen, dass man das Buch nicht so weg legen kann, denn es ist sehr bedrückend geschrieben und regt zum Nachdenken an. Ich finde es sehr mutig, dass die Autorin das Buch geschrieben hat, so kann sie vielleicht anderen helfen und ich denke, dass sie so vor allem sich helfen konnte, das Ganze zu verarbeiten.
Der Stil der Autorin ist ein leichter Schreibstil, sie lässt die Leser in ihre Gedanken und lässt den Leser mitfühlen. Durch ihren Schreibstil wird die Geschichte noch intensiver und beklemmender, denn man hat das Gefühl in der Situation zu sein. Stellenweise habe ich Gedacht, dass sie sehr naiv gehandelt hat, aber ich glaube, so etwas ist immer schwer zu beurteilen, wenn man nicht selber mal in solch einer Situation war.
Die Autorin hat zur eigentlichen Geschichte noch ein Nachwort verfasst, indem sie erzählt, wie es danach weiter ging und wie sie jetzt handeln würde.

Fazit:

„Beziehung Nr.18“ ist ein sehr ergreifender autobiografische Roman. Es hat eine sehr bedrückende Stimmung. Die Autorin Marie Anhofer hat einen leichten Stil, der dem Leser Einblick in ihre Gedanken bringt.

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Gespräche aus der Community

Ein liebes Hallo an alle Bücherfreunde! 

Ich verlose 15 Bücher von meinem autobiografischen Roman „Beziehung Nr.18“.
Mein Zielpublikum ist zwischen 25 und 55 Jahre alt und (vorwiegend) weiblich. Warum vorwiegend weiblich? Deshalb, weil es in "Beziehung Nr.18" um eine abhängige Liebesbeziehung geht. Besonders häufig sind Frauen von dieser Abhängigkeit betroffen - die Gründe sind vielfältig. Abhängigkeit ist leider ein weit verbreitetes und komplexes Phänomen, ein Zusammenspiel vieler (ungünstiger) Faktoren.

*Wie fühlt es sich an, wenn das Herz „JA“ sagt, der Verstand jedoch ein immer lauteres "NEIN“ ruft?
*Wie fühlt es sich an, wenn man in den Sog der Abhängigkeit geraten ist?
*Wie fühlt es sich an, wenn man plötzlich Dinge in seinem Leben tut, die  gegen jegliche Vernunft spricht?
„Beziehung Nr.18“ gibt Einblick in diesen perfiden Teufelskreis, den man als Betroffener nur selten selber durchschaut und der selbst mit externer Hilfe nur langsam zu durchbrechen ist.


Klappentext:
Eine Frau, ein Mann, ein Flirt im Chat. In der realen Begegnung wird aus Verliebtheit Leidenschaft. Er spricht von Heirat und Kindern, doch sein rätselhaftes Verhalten lässt sie zweifeln. Sie merkt schon bald:
Eine andere Frau ist im Spiel. Dennoch plant sie mit ihm eine gemeinsame Zukunft. Doch auch sie
hat ein Geheimnis vor ihm, das sie mehr und mehr belastet …
Die Autorin zeichnet mit freimütiger Offenheit das Psychogramm der Beziehung zwischen einem Mann und einer ihm völlig ergebenen Frau, die an der immer deutlicher sich entwickelnden Dreiecksbeziehung
zerbricht - und sich unter größten existenziellen und seelischen Nöten wieder auf den Weg ins Leben macht.

Ein autobiografischer Roman über die Destruktion einer Persönlichkeit bis zum völligen gesellschaftlichen Abstieg - ein Lehrstück über obsessive Liebe und ihre möglichen Folgen.


Leseprobe: http://www.amazon.de/Beziehung-Nr-18-Marie-Anhofer-ebook/dp/B00H2N7RBI/ref=tmm_kin_title_0




Für das Gewinnspiel ist folgende Frage zu beantworten:

Wie nennt man in Österreich „die Decke eines Raumes“?

a)
Pafon
b) Plafond
c) Beton


Die 3 besten/ansprechendsten/interessantesten Buchbewertungen erhalten am Ende je einen € 25,-- amazon Gutschein!!


Ich freue mich auf zahlreiches Interesse!

Mit lieben Grüßen
Marie Anhofer

www.marie-anhofer.com

196 BeiträgeVerlosung beendet
aftersunblaus avatar
Letzter Beitrag von  aftersunblauvor 7 Jahren
Mein Gutschein ist auch eingetroffen. Vielen lieben Dank!

Ein liebes Hallo an alle Bücherfreunde!


Ich verlose hier 3 Exemplare von "Rabenvieh".

"Rabenvieh"
soll zu mehr Sensibilität beitragen, die Menschen dazu bewegen, Hilfe zu leisten, sich im Ernstfall an Hilfsorganisationen und Behörden zu wenden – einfach tätig zu werden!


Klappentext:
Basierend auf den grausamen Erlebnissen ihrer Kindheit,
beschreibt Marie Anhofer den Leidensweg eines Mädchens,
das den psychischen und physischen Misshandlungen ihrer
Pflegefamilie ausgesetzt ist. Für sie ist Marie das »Rabenvieh«,
das man ungestraft halb totprügeln darf. Außenstehende
schweigen - Nachbarn stellen sich taub, Lehrer schauen weg,
Ärzte behandeln Wunden, selbst die zuständige Sozialarbeiterin
verwehrt ihr jegliche Hilfe.
Unter der Last des Unerträglichen zersplittert ihre Seele, sie
flüchtet in Tagträume, in bessere Realitäten. Sie gibt nicht auf
und überlebt - die tiefen seelischen Narben jedoch bleiben.

Mit erschütternden Worten erzählt die Protagonistin aus ihrer
Perspektive das schier unglaubliche Geschehen, was unweigerlich
zu der Frage führt: Wie lange dürfen wir die Augen vor der Realität verschließen?

Leseprobe: http://www.amazon.de/Rabenvieh-Marie-Anhofer-ebook/dp/B00IE42IOK/ref=tmm_kin_title_0

 

Gewinnspielfrage:
Wie lautet mein 2. Buch? 

a) Sonne, Mond und Sterne
b) Flitterwochen auf Balkonien
c) Beziehung Nr.18  

 

Mit lieben Grüßen
Marie Anhofer

www.marie-anhofer.com

41 BeiträgeVerlosung beendet

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