Frau Einstein

von Marie Benedict 
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Frau Einstein
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Beeindruckende Geschichte über Frau Einstein - das wahre Genie!

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Kitschig und über weite Strecken langweilig

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Inhaltsangabe zu "Frau Einstein"

War Albert Einsteins erste Frau Mileva Marić das eigentliche Genie in der Familie?
Dieser Roman rückt zum ersten Mal Mileva Marić in den Mittelpunkt der Geschichte um die Entdeckung der Relativitätstheorie. Die erste Frau des Nobelpreisträgers war maßgeblich beteiligt an seinen wissenschaftlichen Errungenschaften. Marie Benedict zeichnet eine atemberaubende Liebes- und Emanzipationsgeschichte nach, die Albert Einstein in ein völlig anderes Licht stellt.
Zürich 1896: Mileva Marić, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist.
Marie Benedict erzählt in ihrem biografischen Roman die wahre Geschichte einer Frau, die mit ihrer Forschung Bahnbrechendes geleistet hat und dennoch bis heute eine Unbekannte ist.'Die bewegende Geschichte von Albert Einsteins erster Frau, einer brillanten Wissenschaftlerin, die ihr Leben in seinem Schatten fristen musste.' Sue Monk Kidd, Autorin von 'Die Bienenhüterin'

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462049817
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:15.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Bambisusuus avatar
    Bambisusuuvor 12 Tagen
    Kurzmeinung: Beeindruckende Geschichte über Frau Einstein - das wahre Genie!
    Die Frau im Schatten von Albert Einstein

    Der Roman "Frau Einstein" wurde von der Autorin Marie Benedict geschrieben und ist im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Hierbei handelt es sich um eine gefühlvolle und beeindruckende Geschichte, die Einblicke in das Leben von Frau Einstein bringen.


    Mileva Maric ist in einer ärmlichen Familien in Serbien aufgewachsen. Sich unter Männer zu behaupten ist im 19. Jahrhundert nicht einfach, doch Mileva kämpft für die Emanzipation und beginnt als einer der ersten Frau Polytechnikum zu studieren. Gegen alle Vorturteile schafft es Mileva ehrgeizig an ihr Ziel, zu den besten ihres Faches zu werden. Dabei lernt sie den Physikstudenten Albert Einstein kennen. Nach vielen Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Arbeit werden sie schnell zu einem Paar und beschäftigen sich gemeinsam mit der Relativitätstheorie. Obwohl Mileva ihr ganzes Wissen in ihre Arbeit steckt, rückt sie trotzdem immer weiter in den Schatten von Albert Einstein und bleibt bis heute eine Unbekannte.

    Marie Benedict hat einen lebendigen und unterhaltsamen Schreibstil. Das Leben um Mileva Maric habe ich auf Anhieb vor Augen und kann mich gut in ihre Lage hineinversetzen. Die Emanzipation ist zu dieser Zeit noch lange nicht etabliert und schreckte viele Frauen vor der Arbeitswelt zurück. Mileva jedoch ergreift die Chance und hat von Klein auf Interesse an der Mathematik und Physik. 

    Die Mischung aus Roman und Biografie ist in der Geschichte gelungen. Gespannt habe ich das Leben der eigentlich eher unbekannten Frau verfolgt. Auch Albert Einstein wird in dieser Handlung mal von einer anderen Perspektive aufgegriffen, was ich sehr interessant fand. Dadurch habe ich besonders von ihm nach diesem Roman ein anderes Bild. Frau Einstein hatte es tatsächlich nicht einfach mit Albert, was man als Leser hautnah miterlebt.

    Die Anfänge der Wissenschaft werden ebenfalls geschickt verpackt, ohne dass es allzu langatmig wurde. Die Theorien sind vereinfacht dargestellt und zeigen den Beginn ihrer Karriere. Aber auch das Familienleben rückt häufiger in den Vordergrund. Auch wenn die Unterhaltung zum Schluss eher abgeflacht ist, habe ich Spaß beim Lesen gehabt.

    Aufregende Zeiten, die Emanzipation und das Leben im Schatten von Albert Einstein sind nachvollziehbar und interessant in diesem Roman zusammengefügt worden. Tolle Empfehlung!

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    Kajsavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr schönes Buch, eine bewegende Frauengeschichte gefühlvoll erzählt
    Eine sehr starke Frau die ich nur bewundern kann

    Die Geschichte von Mileva Maric hat mich tief bewegt und lässt mich Albert Einstein in einem ganz anderen Licht sehen. Natürlich ist dies keine belegbare Biografie, aber an jeder erfundenen Geschichte ist auch etwas Wahres dran. Vielleicht rege ich mich über dieses egozentrische, narzisstische, soziopathische und selbstverliebte Männerexemplar so besonders auf, weil ich am eigenen Leib erfahren habe, was diese Männer mit einem anstellen können. Um so mehr bewundere ich Mileva, dass sie die Kraft fand, in dieser für Frauen doch harten Zeit, sich scheiden zu lassen und zumindest ihren finanziellen Anteil des Nobelpreises zu bekommen, wenn schon nicht das Ansehen, das Einstein ganz allein für sich beanspruchte. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben. Volle 5 Sterne und Danke Marie Benedict für diese tolle Lesezeit.

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    tabea_1212vor 3 Monaten
    Die Geschichte einer unterdrückten Wissenschaftlerin

    Mileva Maric studiert Ende des 19. Jahrhunderts al eine der ersten Frauen Mathematik und Physik in Zürich. Es war nicht üblich als Frau zu studieren, deshalb wurde sie von vielen belächelt. Und doch freundet sie sich mit dem jungen, charismatischen Albert Einstein an. Er erkennt ihre Begabung und verspricht ihr eine romantische und zugleich auch wissenschaftliche Beziehung. Sie arbeiten zusammen an der Relativitätstheorie. Doch nach und wird Albert immer kälter und unfreundlicher, er streicht ihren Namen aus gemeinsamen Projekten und hintergeht sie. Albert drängt Mileva immer weiter weg von der Wissenschaft und hinein in die Rolle der häuslichen Mutter.

    Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Roman liest sich schnell und flüssig. Der Autorin ist es gelungen einen interessanten Roman zu verfassen ohne dass er langweilig wird. Das Buch ist aus dem Blickwinkel von Mileva Einstein geschrieben, dadurch wird es umso interessanter. Man bekommt einen guten Einblick in Milevas Leben und den Schwierigkeiten, denen sie sich als Frau in einer von Männern dominierten Welt stellen muss. Der Roman verschafft nicht nur einen guten Einblick in das Leben von Mileva, sondern auch allgemein in die damalige Zeit. Hochinteressant !

    Fast jeder kennt den berühmten Wissenschaftler Albert Einstein, doch nur die wenigsten wissen, das seine Frau Mileva ebenfalls eine Wissenschaftlerin war. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Nach Beendigung des Buches wusste ich nicht, was Realität und was Fiktion war.

    Die Figuren sind sehr realistisch dargestellt. Man kann sich gut in Mileva hineinversetzen und fiebert stets mit ihr mit.
    Eine klare Leseempfehlung!

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    walli007s avatar
    walli007vor 3 Monaten
    Einsteins erste Frau

    Als junge Studentin ist Mileva Kommilitonin von Albert Einstein. An Intelligenz steht sie ihm in nichts nach, schließlich ist sie eine der ersten Frauen, die in Zürich Physik und Mathematik studieren darf. Albert ist zunächst der Einzige im Seminar, der sich mit ihr abgibt. Die Umstände während des Studiums sind für Mileva nicht ganz einfach. In ihrem Wohnheim leben noch drei weitere Studentinnen, mit denen Mileva, die eigentlich eher zurückhaltend ist, guten Kontakt. Zum ersten Mal hat sie so etwas wie einen Freundeskreis und in dessen Gesellschaft blüht sie förmlich auf. Kein Wunder, dass der charismatische Albert ihr immer mehr Aufmerksamkeit schenkt.


    Die Zeit der Jugend, des Studium, eine erste Liebe - es ist wohl für beinahe jeden Menschen die schönste Zeit. Und So geht es wahrscheinlich auch Mileva. Ihre sympathischen Freundinnen, die sie ermutigen, ihre Nase auch mal aus den Büchern zu heben. Gemeinsames Musizieren, Spaziergänge, Besuche in den Cafés der Studenten. Ganz anders als gedacht für Mileva, die erwartete, nur zu lernen, um den heißbegehrten Abschluss zu erhalten. Immer mehr jedoch flaniert Albert Einstein in ihr Leben. Mit großer Geduld und Zielstrebigkeit umwirbt er sie. Doch kann im Jahr 1896 eine junge Frau als Wissenschaftlerin bestehen?


    Mit empfindsamen Worten schildert die Autorin Mari Benedict wie sie Milevas Leben interpretieren würde. Die wenigen bekannten Fakten kleidet sie in eine interessante und fesselnde Fiktion, der eine immense Tragik innewohnt. An Einstein gekettet, kann Mileva sich nicht selbst entwickeln. Was wäre aus ihr geworden, hätte sie alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen können. Zwar ist sie mit Einstein eine Weile glücklich, doch schon bald merkt sie, dass sie sich nicht auf ihn verlassen kann. Und so scheint der Beziehung keine allzu lange Beständigkeit gegeben zu sein. Und doch ist Mileva eine starke Frau, die ihr Schicksal schließlich in die eigene Hand nimmt. Von der Tragik des Lebens lässt sie sich schließlich nicht entmutigen, auch wenn es immer wieder schwere Zeiten gibt. Ob Einstein wirklich einen schlechten Charakter hatte, kann nicht beurteilt werden, einige Tatsachen könnten jedoch dafür sprechen.


    Dieser Roman ist einer, der seine Leser mit packender Unterhaltung versorgt, und gleichzeitig dazu anregt, selbst noch etwas weiter zu forschen, wie es denn wirklich zugegangen sein könnte.

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    buchstabentraeumerins avatar
    buchstabentraeumerinvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein faszinierender Roman über die Frau neben Einstein. Emanzipation, Abhängigkeit und das Rollenbild der Frau - alles wird thematisiert!
    Ein faszinierender Roman über die Frau neben Einstein

    WENN GOTT NUR ZULIESSE, DASS ICH DIE ZEIT ANHALTE ODER SIE ÄNDERE. ABER NEIN, ICH SASS FEST, GEFANGEN IN DEN STARREN NEWTONSCHEN GESETZEN DES UNIVERSUMS.
    ODER? (SEITE 243)

    Dies ist ein Roman für alle, die mehr über Albert Einstein erfahren möchten, und die Freude an einer tragisch-faszinierenden Lebensgeschichte einer starken Frau haben. Denn „Frau Einstein“ von Marie Benedict handelt von Mileva Maric, der ersten Ehefrau von Albert Einstein, die vielen vermutlich weitestgehend unbekannt ist. Maric lernte Einstein als jungen Studenten kennen, Jahre bevor er seine Theorien veröffentlichte und ehe er weltberühmt wurde. Der unmittelbare Reiz, diesen Roman zu lesen, liegt daher sicherlich darin, Privates über den bekannten Physiker zu erfahren. Doch das ist bei Weitem nicht alles, was „Frau Einstein“ bietet, denn Mileva Maric war eine bemerkenswerte Persönlichkeit.

    Also vergessen wir fürs Erste die Relativitätstheorie und den klugen Kopf Einsteins und widmen uns der Serbin Mileva Maric, die sich ganz und gar der Mathematik und Physik verschrieben hatte. Heiraten würde sie wegen einer Gehbehinderung sowieso niemand, glaubt sie. So begann sie als junges Mädchen ein Studium am Polytechnikum in Zürich. Eine Chance auf Bildung, die Ende des 19. Jahrhunderts nur wenigen Frauen vorbehalten war. Entsprechend exotisch war Maric und entsprechend wenig hielten die Kommilitonen und Professoren von ihr. Alle, bis auf eine Ausnahme: Albert Einstein. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, der jedoch schon früh eine gewisse Schwere und Unbeständigkeit anhaftet.

    SOSEHR ICH MICH NACH AUSSEN AUCH IN MEINE ROLLE ALS HAUSMÄDCHEN FÜGTE – ES GING MIR AUF DIE NERVEN, STÄNDIG DAS HAUSMÄDCHEN FÜR IHN ZU SPIELEN. WIE HATTE ES NUR SO WEIT KOMMEN KÖNNEN? (SEITE 314)

    Denn durch Mileva Maric erfährt man nicht nur pikante und haarsträubende Details aus dem Leben von Einstein, sondern auch, wie schwer es für Frauen in dieser Zeit war, eine Ausbildung zu beginnen, geschweige denn zu arbeiten oder zu forschen. Dabei war Maric ebenso klug wie ihr berühmter Ehemann, vor allem war sie eine begnadete Mathematikerin. Von Beginn an tauschten sich die beiden über physikalische Theorien aus und arbeiteten zusammen an neuen Thesen, was einige Briefwechsel zwischen den beiden belegen. Es wird sogar spekuliert, dass Mileva Maric eine tragende Rolle bei der Formulierung der Relativitätstheorie spielte. Auf diese Frage und diese Zeit in Albert Einsteins Leben spitzt sich „Frau Einstein“ immer weiter zu.

    IZGUBIO SAM SE. ICH WAR VERLOREN. ABER DAS WAR EIN ZUSTAND, DEN ICH MIR NICHT MEHR LEISTEN KONNTE. (SEITE 318)

    Und so wandelt sich „Frau Einstein“ unmerklich zu einer tragischen Geschichte, denn zerstörte Hoffnungen, missbrauchtes Vertrauen und Schicksalsschläge bleiben nicht aus. Trotz alledem ist „Frau Einstein“ kein durchweg beschwerliches und trauriges Buch. Mileva Maric hat zwar vieles ertragen, ich litt sehr mit ihr und brauchte bisweilen Pausen vom Buch, doch ungeachtet dessen blieb sie immer standhaft und fand letzten Ende ihren eigenen Weg. Diese enorme Kraft schwingt in jeder Zeile mit und macht die Lektüre zu einem lange nachwirkenden Erlebnis. Übrigens blieb Marie Benedict nah an den Fakten. Fiktive Teile wurden nur dann ergänzt, wenn keine Tatsachen bekannt waren.

    Fazit

    „Frau Einstein“ von Marie Benedict ist ein biografisch angehauchter Roman, in dem die Autorin vom Leben von Albert Einsteins erster Ehefrau Mileva Maric erzählt. Sie ist intelligent, sie hat berufliche Ambitionen und möchte arbeiten. Ziele, die sich Ende des 19. Jahrhunderts jedoch nicht selbstverständlich verfolgen lassen. Und so begleiten wir Maric auf ihrem mit vielen Schwierigkeiten verbundenen, abenteuerlichen Weg als Frau von Albert Einstein. Ein spannender und erhellender Einblick sowohl in die Welt der Physik, als auch in die Lebensbedingungen von Frauen der damaligen Zeit.

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    Feelina06vor 4 Monaten
    Eine starke Frau

    Ende des 19.Jahrhunderts: die junge Mileva kommt nach Zürich um hier als eine der ersten Frauen Physik und Mathematik zu studieren. Ihr ganzes Leben lang hat sie auf diesen Moment hingearbeitet. Hier lernt sie den jungen Albert Einstein kennen. Er ist der einzige, der ihre Begabung erkennt und die beiden werden ein Paar. Zusammen arbeiten die beiden an der Relativitätstheorie und erlangen schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad. Doch als Mileva schwanger wird, drängt Albert sie mehr und mehr in die Rolle der Hausfrau und Mutter, um ja nicht von der hochintelligenten Frau übertroffen zu werden.

    Die Autorin Marie Benedict hat es mit ihrem fiktiven Werk geschafft die historische Figur Mileva Maric lebendig werden zu lassen. Mir ist bis zu diesem Roman gar nicht bewusst gewesen, das Albert Einstein überhaupt verheiratet gewesen ist, geschweige denn, das er Kinder hatte. 
    Während des Lesens habe ich zeitgleich noch viel über Einsteins Hintergründe recherchiert und konnte mir am Ende sehr gut vorstellen, das es sich vielleicht genau so zugetragen haben könnte, wie es im Roman erzählt wird. 
    Mir hat das lesen des Buches sehr viel Freude bereitet und gibt zudem Einblicke in das Leben der Frauen damals und wie schwer es für sie war unabhängig zu sein und auf eigenen Beinen zu stehen. Eine Tatsache, die für uns heute selbstverständlich ist. 

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein bewegendes Frauenschicksal, das zu Tränen rührt...
    Das Schicksal einer starken Frau...

    Dieses Buch kam aufgrund einer Empfehlung zu mir und da ich nicht einmal wusste, dass Einstein je verheiratet war, begann ich voller Neugier mit der Lektüre.

    In der Geschichte geht es um die junge Mileva Marić, die es durch ihren Vater ermöglicht bekommt Physik und Mathematik studieren zu dürfen, was zur damaligen Zeit äußerst ungewöhnlich war für eine Frau. Während ihres Studiums lernt sie Albert Einstein kennen, vor dessen Schmeicheleien sie sich vehement wehrt. Irgendwann erliegt sie dann doch seinem Charme und wird zu seiner ersten Frau. Was wird ihr diese Verbindung für ihr Leben bringen?

    Die Handlung wird uns über Mileva als Ich- Erzählerin nahe gebracht, so dass wir als Leser nicht nur ganz nah an der Hauptfigur dran sind, sondern auch ihre Gefühls- und Gedankenwelt live miterleben.

    Mir ist bewusst, dass der Roman zum Großteil fiktiv ist, da es nur wenig Informationen über Einsteins erste Ehefrau gibt, aber Frau Benedict schreibt so realitätsnah, dass man sich durchaus vorstellen kann, dass es genau so gewesen sein könnte.

    Am Anfang war ich doch sehr beeindruckt von Mileva, einfach weil sie so clever ist und trotz ihrer beschädigten Hüfte das Beste aus ihrem Leben macht und sich von den männlichen Kollegen nicht unterkriegen lässt. Sie weiß was sie kann und setzt dies auch ein, auch wenn die Professoren nicht wirklich darüber erfreut sind und es ihr als Frau schwerer machen als allen männlichen Mitstudenten. Da gehört eine ordentliche Portion Mut und Selbstvertrauen dazu.

    Die Beziehung zu Albert Einstein empfand ich anfänglich als sehr gleichberechtigt und auf Augenhöhe, erst mit der Heirat und der Geburt der Kinder ändert sich dies massiv. Gerade dieser Wandel hat mich tief bewegt, fühlte ich mich doch stark an meine eigene Ehe erinnert, in der er alles durfte und sich alles herausgenommen hat, wie es auch Albert Einstein tut und der Frau ist nichts erlaubt.

    Besonders gelungen empfand ich, wie beschrieben wird, wie sich das Leben mit der Geburt eines Kindes ändert und was man als Mutter für Empfindungen und Emotionen zu den eigenen Kindern hat. Gerade das Schicksal von Lieserl hat mich doch tief bewegt und zu Tränen gerührt. Ich kann absolut nicht verstehen wie ein Vater so kaltherzig werden kann.

    Zudem  gibt der Roman einen guten Einblick in die damalige Zeit und was Frauen alles für Steine in den Weg gelegt wurde, einfach nur weil sie Frauen waren. Da bin ich froh, dass dies heute nicht mehr so ist.

    Fazit: Ein Buch voller Gefühl, das mich tief berührt hat und mich noch lange nachdenklich stimmen wird. Ich kann nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, klasse!

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    MickyParisvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne Geschichte über das Leben einer bewundernswerten Frau mit einem Mann wie Albert Einstein.
    Ein Buch welches die Gefühle von Melieva Marić sehr schön zum Ausdruck bringt

    Dieses Buch beschreibt die Erfolge, einer jungen Frau, welche sich Ende des 19. Jahrhunderts an einer Universität in Zürich eingeschrieben hat, um Physik und Mathematik zu studieren, damit sie Lehrerin werden kann oder eine bedeutsame Wissenschaftlerin. 

    Sie ist total fokussiert auf ihr Studium und nimmt einen gewissen Herrn Einstein, der ebenfalls an der Uni und in ihrem Lehrgang ist überhaupt nicht war, bzw. versucht ihn auf Distanz zu halten. Doch Einstein bleibt hartnäckig und schleicht sich so langsam in Milevias Leben...

    Kurz darauf heiraten die beiden und es wird die Lebensgeschichte von zwei Menschen erzählt, die nach dem Studium versuchen in der Gesellschaft Fuß zu fassen und eine Familie zu gründen.

    Meine Meinung:

    Zum Anfang dachte ich, dass dieses Buch eher die wissenschaftliche Seite aufzeigt, also wie die beiden es geschafft haben die Relativitätstheorie zu entdecken und auch eher den physikalischen Bereich abzudecken, aber darauf geht das Buch sehr minimal ein.
    Es dreht sich eher um die Gefühle von Meliva und darauf, wie sich ihr Leben verändert hat, nachdem sie mit Einstein eine Beziehung unterhält. Auch erfahren wir, warum sie leider ihren Abschluss nicht schafft und das Einstein sehr viele Opfer von ihr verlangt. 
    Es bringt einen eher zum Nachdenken, denn man weiß, dass sie eine sehr intelegente junge Frau war und dann ihr Leben lediglich als Hausfrau und Mutter fristet, um dann zu erkennen dass ihr Liebster eine jüngere bevorzugt.

    Zum Stil und der Sprache des Buches sei anzumerken, dass es sehr flüssig und nicht kompliziert geschrieben ist. Es ist sogar so , dass man einmal angefangen gar nicht mehr aufhören kann zu lesen, bis das Buch beendet ist.

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    Naylas avatar
    Naylavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein berührendes Buch über die erste Frau Einsteins
    Ein berührendes Buch über die erste Frau Einsteins

    Marie Benedict erzählt in ihrem biografischen Roman "Frau Einstein", erschienen im Januar 2018 bei Kiepenheuer&Witsch, die wahre Geschichte einer Frau, die mit ihrer Forschung Bahnbrechendes geleistet hat. Die Geschichte von Mileva Maric, der ersten Frau Albert Einsteins.

    So kommt die aus Serbien stammende und wegen einem Hüftleiden gehbehinderte Frau 1986 nach Zürich, um am Polytechnikum Mathematik und Physik zu studieren. Mileva, die von ihrem Vater gefördert wurde, ist hochintelligent.


    Beides ist zur damaligen Zeit die Ausnahme. Frauen gehören zu ihrem Ehemann und an den Herd ist die damals übliche Meinung.

    Während ihres Studiums lernt sie den Mitstudenten Einstein kennen und nach einiger Zeit auch lieben. Einstein, ein charismatischer Mann wirbt lange um sie, aber als er ihr eine Ehe auf Augenhöhe verspricht mit gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit, steht sie zu ihm.
    Leider hält Einstein nicht, was er Mileva verspricht.

    Als sie von ihm schwanger wird lässt er sie und seine Tochter alleine und unverheiratet bei ihren Eltern. Selbst Besuche sind ihm lästig. Eine Heirat findet erst statt, nachdem das Mädchen (wahrscheinlich) gestorben ist.
    Beide arbeiten zusammen und verfassen gemeinsame Aufsätze. Es ist zwar historisch nicht belegt, dass Mileva die Relativitätstheorie 1905 erfand, aber mitgearbeitet hat sie auf jeden Fall. 
    Einstein aber unterschlägt einfach ihre Unterschrift und gibt sich als alleiniger Herausgeber an.
    Die Ehe wird langsam zum Desaster, Mileva´s wissenschaftliche Arbeit wird von Einstein immer mehr eingeschränkt.
    Sie bekommen noch zwei Söhne und Mileva Maric, die hochbegabte Wissenschaftlerin wird von Einstein immer weiter und weiter in die Rolle des Hausmütterchens gedrängt. 
    Sein Erfolg steigt ihm immer mehr zu Kopf, er verändert sich, lässt sich als genialen und charismatischen Mann feiern, betrügt, verachtet und erniedrigt seine Frau immer mehr, bis ihm sogar nach einem Streit die Hand ausrutscht. 
    Zum Schluss macht er mit ihr einen Vertrag, wie sie ihm den Haushalt zu führen habe, dass sie ihn aber nicht ansprechen dürfe usw. 
    Ein menschenverachtendes Verhalten!
    Da erst geht Mileva mit ihren Söhnen nach Zürich zurück und die Scheidung wird eingereicht.

    Marie Benedict ist ein mitreissender Roman gelungen. 
    Als Leser fragt man sich zwar die meiste Zeit, was ist Fiktion und was ist Realität, aber vieles ist ja bewiesen, und über anderes wird noch heute heftigst diskutiert. 

    Die Autorin lässt Mileva Maric in der Ich-Perspektive erzählen, so hofft, bangt und leidet man Seite für Seite mit ihr mit. 
    Ich bin oft sprachlos gewesen über die Unverfrorenheit und Niedertracht Albert Einsteins ihr gegenüber und traurig über Mileva`s Schicksal. 
    Dass sie nicht die Kraft hatte, sich zur damaligen frauenfeindlichen Zeit als intelligente Wissenschaftlerin durchzusetzen. 
    Statt dessen hat sie ihrem Mann zu grossem Ruhm verholfen, wie so viele Frauen zu dieser Zeit und blieb selber auf der Strecke!

    Unbedingte Leseempfehlung!

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    dj79s avatar
    dj79vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Das betrachtete Leben der Frau Einstein ist gleichzeitig ein Blick hinter die Kulissen des hochgelobten Albert Einstein.
    Opfer im Schatten einer Karriere

    Frau Einstein beschreibt die Geschichte von Mileva Marić, die es als eine der wenigen Frauen ihrer Zeit trotz aller Widrigkeiten schafft, in Zürich Mathematik und Physik zu studieren. Schnell entwickelt sie sich zur Besten ihres Fachs und wird von ihren Kommilitonen geschätzt. Trotzdem bleibt ihr ein Abschluss verwehrt. Als sie von Albert Einstein unverheiratet schwanger wird, ist Mileva gezwungen, ihr Studium zu unterbrechen. Obwohl sie es später wieder aufnimmt, gelingt der Abschluss nicht. Anstatt an wissenschaftlicher Arbeit und Diskussionen teilzuhaben, führt sie Albert Einstein und ihren gemeinsamen Kindern zuliebe das Leben einer spießbürgerlichen Hausfrau.

    Mileva Marić war von Kindesbeinen an eine mathematisch begabte, kluge Persönlichkeit, die sich vor allem nach Liebe und Anerkennung sehnte. Zwei ältere, früh verstorbene Geschwister und Milevas Behinderung, eine schiefe Hüfte, trübten die Beziehung zu ihrer Mutter. Ihr Vater unterstützte sie leidenschaftlich in ihrem Streben nach Wissen. Ein Hintergrund dürfte hier jedoch auch die Befürchtung gewesen sein, dass Mileva unverheiratet bleiben würde. Weil sie nicht in das Mädchen-/Frauenbild zum Ende des 18ten Jahrhunderts passt, bleiben ihr Freundschaften zunächst verwehrt. Im Laufe ihrer Kindheit entwickelt Mileva ihre Kämpfernatur, die sie ein Leben lang nicht mehr ablegt. Ich war sehr beeindruckt von ihrer Hingabe und Zielstrebigkeit, von ihrem Durchhaltevermögen und schließlich von ihrem Mut.

    Albert Einstein, Physikstudent am Polytechnikum in Zürich und später gefeierter Wissenschaftler, stammt aus gutem Hause. Seine Eltern halten ihm den Rücken frei, damit er sich voll und ganz seinem Studium widmen kann. Er ist für mich der kritische Charakter dieser Geschichte, der sich vom zuvorkommenden Prince Charming, über einen erfolgshungrigen, die wirklich wichtigen Dinge im Leben ausblendenden Narzissten, hin zu einem ignoranten, herrischen Wesen entwickelt hat. Wenn auch nur die Hälfte der Abscheulichkeiten wahr ist, die er seiner Frau Mileva abverlangt bzw. mit denen er sie bedacht hat, dann bin ich, erschüttert in meinen Grundwerten massiv enttäuscht von ihm.

    Milana, Ruzica und Helene sind Milevas Freundinnen aus der Pension Engelbrecht. Sie lassen Mileva eine Pause machen, indem sie gemeinsam musizieren oder Ausflüge unternehmen. In diesem Umfeld, insbesondere gegenüber Helene, gelingt es ihr sich bezüglich Problemen, Empfindungen und Selbstzweifeln zu öffnen. Die Freundinnen motivieren Mileva ihr Schneckenhaus zu verlassen und ihr Wissen auch preis zu geben. Nur dadurch erlangte Mileva den Respekt ihrer Kommilitonen.

    Frau Einstein ist ein aufschlussreiches, aber auch sehr trauriges Buch. Zeitweise musste ich mich zusammenreißen, dass mir nicht die Tränen kommen. Während es mir im ersten Drittel mit den vorsichtigen Annäherungsversuchen von Albert Einstein wie ein Liebesroman erschien, wurde es zum Ende hin durch seine Psychospielchen fast noch ein Thriller. Ein Drama ist es in jedem Fall, wenn eine so begabte Frau ein Dasein im Schatten eines undankbaren Ehemannes fristen muss.

    Die fesselnde Darstellung von Marie Benedict hat mir gefallen. Ihr Schreibstil war sehr verständlich und flüssig zu lesen. Zur Formvollendung wurde jedem der drei Teile, in die das Buch aufgeteilt ist, das passende Newtonsche Gesetz vorangestellt. Ich kann es nur weiterempfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Von der Theorie der Liebe

    E = mc² – wohl jeder kennt diese berühmte Formel der Relativitätstheorie und ihren Vater im Geiste Albert Einstein.
    Doch was ist mit Mileva Marić? Einsteins erste Ehefrau verschwindet völlig im Schatten des berühmten Gatten, hat aber einen großen Anteil an der Relativitätstheorie. Statt ihre Leistungen anzuerkennen, versucht Albert Einstein seine Frau in die Rolle als Hausfrau zu drängen. 
    Marie Benedict erzählt uns vom außergewöhnlichen Leben von Mileva Marić in ihrem biografischen Debütroman "Frau Einstein", den wir euch in unserer Leserunde präsentieren. Macht mit und gewinnt mit etwas Glück eines von 30 Exemplaren und lernt die Frau hinter Einsteins Genie kennen!

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    War Albert Einsteins erste Frau Mileva Marić das eigentliche Genie in der Familie?
    Dieser Roman rückt zum ersten Mal Mileva Marić in den Mittelpunkt der Geschichte um die Entdeckung der Relativitätstheorie. Die erste Frau des Nobelpreisträgers war maßgeblich beteiligt an seinen wissenschaftlichen Errungenschaften. Marie Benedict zeichnet eine atemberaubende Liebes- und Emanzipationsgeschichte nach, die Albert Einstein in ein völlig anderes Licht stellt.
    Zürich 1896: Mileva Marić, aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Serbien, ist eine der ersten Frauen, die am Polytechnikum studieren dürfen. Gegen alle Vorurteile und Widerstände gehört die ehrgeizige junge Frau bald zu den Besten ihres Faches. Ihr großes Talent für Mathematik bleibt auch einem ihrer Kommilitonen, dem charismatischen Physikstudenten Albert Einstein, nicht lange verborgen. Die beiden tauschen sich über ihre Arbeit aus, verlieben sich und werden ein Paar. Zusammen arbeiten sie an der Relativitätstheorie, zunächst weitgehend gleichberechtigt. Doch als Mileva schwanger wird und ihre gemeinsame Forschung die erste öffentliche Aufmerksamkeit erhält, wird sie immer unsichtbarer im Schatten ihres Mannes, der als strahlendes Genie bis heute weltberühmt ist. 


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    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen!

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