Marie Brennan Doppelgänger / Hexenkrieger

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Inhaltsangabe zu „Doppelgänger / Hexenkrieger“ von Marie Brennan

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  • Rezension zu "Doppelgänger / Hexenkrieger" von Marie Brennan

    Doppelgänger / Hexenkrieger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. March 2011 um 17:00

    Doppelgänger und Hexenkrieger, zwei Bände in einem Buch. Doppelgänger erzählt die Geschichte von zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch dieselbe Person sind. Miryo ist 25 Jahre und eine Hexenschülerin. Sie bereitet sich auf ihre Prüfung vor, mit deren Bestehen sie zur richtigen Hexe wird und frei Magie anwenden darf. Das Ziel scheint zum Greifen nah. Der Tag der Prüfung ist gekommen und sie besteht diese mit Bravour. Doch die Anwendung von Magie soll ihr weiterhin verschlossen sein. Neugeborene von Hexen werden einem speziellen Ritual unterzogen, bei dem ein Doppelgänger des Kindes entsteht. Das Kind welches nicht mit dem Talent der Magie ausgestattet ist, muss getötet werden. Durch einen Fehler bei diesem Ritual überlebte Miryos Doppelgängerin. Dieser Umstand macht es Miryo unmöglich Magie anzuwenden ohne sich dabei selbst zu zerstören. Sie wird auf die Reise geschickt um das unnütze Gegenstück zu töten. Mirage ist 25 Jahre und wurde seit ihrem 13. Lebensjahr in einer anerkannten Jägerschule ausgebildet. Ihr bester Freund Eclipse, ebenfalls Jäger derselben Schule, bekommt den Auftrag einen Mord an einer wichtigen Hexe aufzuklären, er beschließt Mirage mit ins Boot zu holen. Ein mysteriöser Fall, der sich anfangs nur sehr schwer aufklären lässt, weil immer wieder neue Faktoren hinzukommen, bis eines Tages Miryo vor ihr steht. Eigentlich hätte Miryo Mirage töten sollen und alles wäre in Ordnung gewesen, doch sie bringt es nicht über das Herz und so kämpfen die beiden Frauen von nun an Seite an Seite um einen anderen Weg zu finden. Auf dieser Reise haben die beiden nicht nur verbündete sondern auch mächtige Feinde. Schnell erkennen beide, dass Mirage zwar die magischen Talente bekommen hat, aber dafür gewisse motorische Fähigkeiten einbüßen musste. Mirage ist ein hoffnungsloser Fall in Bezug auf Magie, dafür hat sie die körperlichen Talente wie z.B. Stärke und Schnelligkeit. Das Buch erzählt die Geschichte der Frauen von Kapitel zu Kapitel abwechselnd bis ca. zur Mitte des ersten Teils, wo die Beiden zum ersten Mal aufeinenadertreffen. Diese Systematik der Autorin kann ich nachvollziehen, obwohl ich manchmal Schwierigkeiten hatte dem Geschehen zu folgen. Ich hatte mich grad wieder auf Miryo eingestellt und schon befand ich mich erneut in der Welt von Mirage. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, einfach und verständlich und doch hat die Autorin auf kurze, abgehackte Sätze verzichtet. Hin und wieder benutzte sie Fremdwörter, die ich, ehrlich gesagt, nicht kannte (nachschlagen und gut war), vielleicht ist das auch auf die Übersetzung zurückzuführen. Das Leseerlebnis wurde durch die komplizierte innere Organisation der Hexengemeinschaft etwas geschwächt. Es sind nicht einfach nur die Hexen, sie werden in die vier Elemente und ein fünftes, selbst erfundenes Element unterteilt. Genannt: Strahlen. Innerhalb dieser Strahlen gibt es weitere Hierarchien und je nach Aufgabe haben die Hexen verschiedene Ehrentitel. Ich konnte mir das wirklich nicht alles merken und wenn dann wieder mal von der Feuer Hand die Rede war, fehlte bei mir einfach das gewisse Verständnis.Eine einfachere Struktur wäre angebrachter gewesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Vergangenheit der beiden Heldinnen nicht von Anfang an komplett dargelegt wurde. Nur nach und nach hat man von Ihnen erfahren, so blieb noch genug Neues für den Leser als sich die beiden endlich getroffen und kennen gelernt haben. Das Ende hingegen, die eigentlich Lösung des Problems, kam mir zu plötzlich und wurde mir auch nicht hinreichend erklärt. Auf einmal war das Problem gefunden und der Leser wurde damit konfrontiert. Im Nachhinein versuchte die Autorin zwar aufzuklären, aber für mich war dies nicht ausreichend. Der Charakter Miryo wird zu Anfang sehr naiv und unsicher dargestellt, aber auch ehrgeizig und entschlossen. Im Grunde ihres Daseins weiß Miryo immer genau was sie will. Sie lebte seit ihrer Geburt unter den Hexen, abgeschottet von der Außenwelt. Auf ihrer ersten Reise durch das Land verliert sie schnell das Kindliche in ihr und entwickelt sich zu einer selbstbewussten starken Frau.Mirage hingegen strahlt durch ihre Kindheit, die alles andere als behütet verlief, und ihre anspruchsvolle Ausbildung zu Jägerin, von Anfang an diese gewisse Selbstsicherheit aus, die andere Leute einschüchtert. Getreu nach dem Motto "harte Schale, weicher Kern" hat auch Mirage eine verletzliche Seite, die sie allerdings gut zu verstecken weiß, nur ihr bester Freund Eclipse erkennt dies. Eclipse ist der beste Freund von Mirage und schnell schließt er auch Miryo ins Herz. Eclipse ist "nur" ein Nebencharakter und somit wird ihm nicht viel Beachtung geschenkt, mMn zu Unrecht. Ich hätte gerne ein bisschen mehr über ihn erfahren. Als Weggefährte beider Frauen spielt er eine erhebliche Rolle. Fazit: Eine schöne Geschichte mit spannenden Wendungen, sympathischen Charakteren und leider einem zu abrupten Ende. ** A C H T U N G - Ich wollte euch Leser nur warnen, dass hier natürlich auf das Ende des ersten Teils eingegangen wird. ** Im zweiten Teil gibt es einen Bruch in der Hexengemeinschaft, die eine Hälfte hält an der alten Tradition fest und will die Doppelgänger weiterhin töten, die andere Hälfte, angeführt von Mirei, der Vereinigung von Mirage und Miryo, will mit der Tradition brechen und ein neues Zeitalter beginnen. Mirei muss nicht nur um ihr eigenes Leben bangen, sie hat auch noch eine Horde Jugendlicher Doppelgängerinnen am Hals, die nach Sternfall gebracht werden müssen. Zu allem Überfluss ist Eclipse auch noch in die Fänger der gegnerischen Hexen gelangt. Die verbliebenen Hexen in Sternfall kämpfen mit aller macht gegen ihre Gegner, die sich nicht nur außerhalb ihrer Reihen befinden. Im zweiten Teil dieser Saga begegnen uns viele neue, aber auch alte Charaktere. Mirei, die Vereinigung von Mirage und Miryo, haben wir im ersten Teil bereits ein wenig kennen gelernt. Im zweiten Teil ist sie eine der Hauptfiguren. Eine eher untypische Heldin, sie ist nicht der Superstar, der alles kann, dem immer alles gelingt und nie etwas schief geht. Sie leidet ein wenig unter der Vereinigung und musste auch gewisse motorische/körperliche Stärken einbüßen. Die neu entdeckte Magie, die im Moment nur sie wirken kann, zerrt an ihren Nerven und Kräften. Obwohl sie eigentlich dadurch im Vorteil ist, merkt sie, dass Magie auch einen Preis fordert und wird dadurch angreifbar und verletzlich. Indera, eine Doppelgängerin und Kind der Kriegerin, sieht in Mirei ihr Vorbild Mirage erst nach und nach merkt sie, dass Mirei anders ist, als Mirei mit der Sprache raus rückt, kann Indera die Wahrheit nicht verkraften. Sie liebt es eine Doppelgängerin zu sein und in sich die geballte Kraft zu haben, sie liebt es stärker, schneller und besser zu sein. Sie will das alles nicht Aufgeben, der Gedanke hart an sich zu arbeiten, nur damit später eine Hexe gewisse Vorzüge besitzt, macht sie krank. Durch diesen Hass auf ihre Situation wird Indera zu einem Spielball der gegnerischen Hexen, mit verheerenden Auswirkungen. Selbst Eclipse erfährt in diesem Teil mehr Bedeutung und wir lernen Eikyo besser kennen. Auch in das Leben der Basen erhalten wir einen größeren Einblick. Wer allerdings im ersten Teil die innere Organisation der Hexen nicht verstanden hat, der wird dies auch im zweiten nicht (jedenfalls ging es mir so). Der Anfang des Teils war mMn etwas schleppend und zäh. Richtig losgelegt hat die Autorin dann auf den letzten 200-300 Seiten. Die Ereignisse überschlugen sich und wenn man gedacht hat, dass man jetzt endlich alles durchschaut hat, kam was Neues hinzu, dass die ganze Geschichte wieder umgeschmissen hat. Dieser Umstand hat aber weder den Lesefluss noch das Lesevergnügen behindert. Das einzig vorprogrammierte ist das Happy End. Eine schöne Fortsetzung, die wieder mal zeigt, dass alte Traditionen, wie lange sie auch schon bestehen mögen, nicht immer gut sind.

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