Marie Brunntaler

 3.3 Sterne bei 10 Bewertungen
Autorin von Das einfache Leben.

Lebenslauf von Marie Brunntaler

Eine Lebensgeschichte in Romanform: Die gebürtige Schwarzwälderin Marie Brunntaler studierte Biologie und setzte sich in den Siebziger Jahren stark für die Umwelt und ein respektvolleres Umgehen mit der Natur ein. In Heidelberg und Bonn war sie als Sachbearbeiterin in der Landschaftsplanung tätig. Heute lebt Brunntaler mit ihrem Sohn in der Nähe der Schweizer Grenze. 2018 debütiert sie als Schriftstellerin mit ihrem ersten Roman „Das einfache Leben“. Darin spiegelt sich der Lebenslauf der Autorin stark wider. Die Schwestern Adele und Elisabeth wachsen im Schwarzwald auf, verlassen ihre Heimat jedoch zugunsten eines vermeintlich glücklicheren Lebens in der großen Welt. In mittleren Jahren kehren sie schließlich zurück und wollen der Natur etwas wiedergeben: Dort wo zuvor noch die Verpackungsfirma ihres Bruders stand, die wegen eines Umweltskandals schließen musste, planen die beiden entgegen aller Stimmen, die ihnen abraten wollen, einen prächtigen Rosengarten anzulegen und – entsprechend dem Titel – ein einfaches Leben zu führen.

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Das einfache Leben

Das einfache Leben

 (10)
Erschienen am 11.05.2018

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Rezension zu "Das einfache Leben" von Marie Brunntaler

Das einfache Leben
Erdhaftigvor einem Monat

Was wie der Einstieg in einen modernen Heimatfilm klingt, entpuppt sich als Familienroman mit Anspruch. Das betrifft die Sprache von Marie Brunntaler ebenso wie ihren flüssigen und zugleich kernigen Schreibstil mit dem sie das Leben der Landwirte im Schwarzwald beschreibt. Und ihre Figuren etwas wagen lässt, wobei nicht nur Bergbauern den Kopf schütteln würden.

Zwei Schwestern, wie sie tatsächlich existieren könnten mit einer Gründungsidee, die viele für eine Schnapsidee halten. Rosen duften und sie haben Stacheln, sie können Speisen und Getränke veredeln, Leute zum Lächeln und Fluchen bringen – je nachdem. Genauso spielt das Leben, manchmal verläuft alles nach Plan, manchmal funken stachlige Zeitgenossen und Umstände dazwischen. So liest sich diese Geschichte komplett in der Gegenwart, zieht mit Sprachwitz und guten Beschreibungen sowie erfrischenden Dialogen Leser in ihren Bann. Ein echter Schmöker ab der ersten Seite!

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Irves avatar

Rezension zu "Das einfache Leben" von Marie Brunntaler

*+* Marie Brunntaler: "Das einfache Leben" *+*
Irvevor 6 Monaten

Adele und Elisabeth werden im Südschwarzwald groß – in einem kleinen Dorf, das ihnen zu klein, zu eng und zu verstaubt wird, als sie heranwachsen. In den Sechzigerjahren folgen sie dem Ruf des Wirtschaftswunders, verlassen ihre Heimat und lernen ein ganz anderes Leben kennen. Aber ob sie wirklich ein besseres Leben gefunden haben?

Als sich die Schwestern in etwas gesetzterem Alter wieder in der Heimat treffen, erfährt der Leser nach und nach, wie Adele und Elisabeth getroffen haben. Sie erzählen aus ihren Jahren nach dem Verlassen des Dachsbergs, arbeiten aber auch einige Dinge aus ihrer Kindheit auf. Man hat fast den Eindruck, als lernten sie sich erst jetzt nach einer gewissen Zeit des Abstands richtig kennen.

„Manchmal tut man in seiner Ratlosigkeit und Unsicherheit seltsame Dinge, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und seinem Platz darin.“

Elisabeth kehrt auf das elterliche Gehöft zurück, nachdem ihr langjähriger Geliebter verstorben ist. Sie braucht eine Auszeit, muss sich über einiges klar werden und ist auf der Suche nach einer Aufgabe, einer Herausforderung. Diese findet sich in Form der zurückgelassenen Industriebrache ihres Bruders, der völlig unverantwortlich gehandelt hat, denn er ließ Grund und Boden kontaminiert zurück. Unter dieser Nestbeschmutzung leiden seine Schwestern, als sie zurückkehren. Nach einem Traum kommt Elisabeth die Idee, wie sie ihre Zeit, Kraft und auch ihre Ersparnisse einsetzen möchte:
Auf diesem verseuchten Gelände soll ein wunderschöner Rosengarten entstehen. Adele ist zunächst skeptisch und widerspenstig, unterstützt aber schließlich ihre Schwester bei ihrem Plan und die beiden lassen sich auch durch Widrigkeiten und Rückschläge nicht davon abhalten, diesen Traum lebendig werden zu lassen.

Soweit der rote Faden des Romans, der mir sehr gut gefiel. „Back to the roots“, Schlichtheit, Gemeinsamkeit, Wiedergutmachung, Frieden, Natur, das sind alles Schlagworte, die mir zusagen. Die Schlichtheit wurde leider kontraproduktiv durch häufig mir zu extreme, exzentrische Ausschmückungen der Charaktere und teilweise auch der Handlung gestört. Die Harmonie während des Lesens geriet immer wieder ins Ungleichgewicht. Damit meine ich nicht die Meinungsverschiedenheiten, die die sehr unterschiedlichen Schwestern hin und wieder austragen.

Die Charaktere sind zwar – vor allem bei den beiden Hauptfiguren – recht intensiv ausgearbeitet. Dennoch blieben sie für mich blass und unnahbar. Durch den extremen Touch, der einigen anhaftete, stiegt das Gefühl der Fremdheit noch und ich konnte mich nicht wirklich mit auch nur einem von ihnen identifizieren.

Diese Art der Charakterzeichung ist sicher genauso Geschmackssache wie der Schreibstil. Dieser gefiel mir wiederum sehr. Die Autorin hat einen ganz individuellen Stil der Erzählens. An einigen Stellen wird sie fast poetisch und ich mag es, wie sie ihre Weisheiten formuliert und sie im Roman unterbringt.

Fazit:
Trotz meiner Kritikpunkte halte ich „Das einfache Leben“ für ein gutes Debut. Denn Stil und Ausarbeitung hängen oft vom persönlichen Gusto ab. Der Roman ist rund und schlüssig, thematisch interessant, hat aber in seiner Umsetzung nicht immer meinen Geschmack getroffen.

Inhalt
Die Schwestern Adele und Elisabeth Kohlbrenner verlassen ihre Heimat jung, um an der Aufbruch­stimmung des Wirtschaftswunders teilzuhaben. In der Mitte ihres Lebens bereuen sie jedoch, ihre Wurzeln abgeschnitten und das Glück an Orten gesucht zu haben, wo es für sie nicht zu finden war. Sie kehren nach Dachsberg im Südschwarzwald zurück und beschließen, einen alten Traum Wirklichkeit werden zu lassen, ihren Traum vom Rosengarten. Gemeinsam bewirtschaften sie ein Brachland in den Hügeln, ausgerechnet dort, wo zuletzt die Verpackungsfirma ihres Bruders stand, der nach einem Umwelt­skandal schließen musste. Adele und Elisabeth wollen dieses Land der Natur zurückgeben und den schönsten Rosengarten des Schwarzwalds anlegen. Jeder, der etwas davon versteht, rät ihnen ab: Die Höhenlage sei nichts für Rosen, der Boden zu steinig. Doch die beiden lassen sich nicht beirren.
Quelle: Eisele Verlag 

Autorin
Eine Lebensgeschichte in Romanform: Die gebürtige Schwarzwälderin Marie Brunntaler studierte Biologie und setzte sich in den Siebziger Jahren stark für die Umwelt und ein respektvolleres Umgehen mit der Natur ein. In Heidelberg und Bonn war sie als Sachbearbeiterin in der Landschaftsplanung tätig. Heute lebt Brunntaler mit ihrem Sohn in der Nähe der Schweizer Grenze. 2018 debütiert sie als Schriftstellerin mit ihrem ersten Roman „Das einfache Leben“. Darin spiegelt sich der Lebenslauf der Autorin stark wider. Die Schwestern Adele und Elisabeth wachsen im Schwarzwald auf, verlassen ihre Heimat jedoch zugunsten eines vermeintlich glücklicheren Lebens in der großen Welt. In mittleren Jahren kehren sie schließlich zurück und wollen der Natur etwas wiedergeben: Dort wo zuvor noch die Verpackungsfirma ihres Bruders stand, die wegen eines Umweltskandals schließen musste, planen die beiden entgegen aller Stimmen, die ihnen abraten wollen, einen prächtigen Rosengarten anzulegen und – entsprechend dem Titel – ein einfaches Leben zu führen.
Quelle: Lovelybooks 


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AvaMairinKants avatar

Rezension zu "Das einfache Leben" von Marie Brunntaler

Ein naturnaher, gedankenvoller Roman??
AvaMairinKantvor 6 Monaten

Die Autorin hatte eine schöne Idee für einen naturnahen, stillen Roman. Die Landschaftsbeschreibungen gefallen gut. Meiner Meinung nach sind die Charaktere jedoch allesamt viel zu aufgesetzt konstruiert, jeder hat natürlich eine ganz eindringliche, schwerwiegende Vergangenheit, jedermann ganz markante Charakterzüge. Und den Grund für die Entstehung des Rosengartens finde ich weder glaubwürdig noch nahegehend oder begründend.  Schade :(

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