Marie Buchinger

 4.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Marie Buchinger

Lebenslauf von Marie Buchinger

Marie Buchinger ist das Pseudonym der Autorin Diana Menschig (*1973). Sie lebt und arbeitet am Niederrhein, wo die höchsten Erhebungen Autobahnbrücken sind. Da sie aber Berge sehr mag, hat sie 2006 auf der "Maratona dles Dolomites" ihr Herz an diese sagenhafte Region verloren. Wie sich das in den Siebzigern gehörte, haben ihre Eltern sie mit Italien-Urlauben sozialisiert - wobei eine ihrer lebendigsten Erinnerungen ist, mit nackten Beinen an den Kunstledersitzen des Autos klebenzubleiben. Geblieben sind außerdem die Liebe zu Eis und Mulino-Bianco-Keksen sowie Neugier auf die Geschichte Norditaliens und der Alpenregion. "Ein Tal in Licht und Schatten" ist ihr erster historischer Roman. Mehr über ihr aktuelles Projekt unter: www.seitenrauschen.de

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Marie BuchingerEin Tal in Licht und Schatten
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Ein Tal in Licht und Schatten
Ein Tal in Licht und Schatten
 (11)
Erschienen am 01.08.2016

Neue Rezensionen zu Marie Buchinger

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Kerstin_Lohdes avatar

Rezension zu "Ein Tal in Licht und Schatten" von Marie Buchinger

Ein intressanter und gut geschriebener Südtirol Roman
Kerstin_Lohdevor einem Jahr

Bei diesem Roman hat mir der Klappentext gut gefallen und auch das Cover hat mir zugesagt, so dass ich das Buch angefragt habe.
Als ich es dann erhalten hatte, und mit dem Lesen begonnen hatte konnte ich es am Anfang noch ab und zu aus der Hand legen. Aber je weiter ich gelesen habe, desto weniger habe ich es weglegen können. Und zum Schluss konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe den Rest in einem Rutsch durch gelesen.
Ich kann diesen Roman jedem Südtirol Fan nur ans Herz legen.

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Rezension zu "Ein Tal in Licht und Schatten" von Marie Buchinger

Leben in Südtirol vor und während dem Krieg
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Inhalt:
Südtirol, am Anfang des 20. Jahrhunderts. Elisa lebt mit ihrer Familie in einem lebendigen Dorf und wächst dort behütet auf. Ins Nachbarhaus zieht Vito mit seinen Eltern und Geschwistern. Schnell freunden sich die beiden Familien an und das Leben könnte so schön weitergehen. Dann kommt das Jahr 1914 und mit ihm der Beginn des ersten Weltkrieges. Für alle Familien im Dorf hat der Krieg fatale Folgen. Fast alle Männer ziehen an die Front, die Frauen müssen alleine klarkommen.

Meine Meinung:
Marie Buchinger schildert wunderschön und zu Herzen gehend das Leben in dem ladinischen Südtirol. Elisa, die Hauptperson der Geschichte, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Aber auch alle anderen Protagonisten werden liebevoll und authentisch beschrieben, ich fühlte mich, als wäre ich dabei gewesen. Der Krieg mit all seinen Schrecken und all dem Leid spielt natürlich eine tragende Rolle, das Hauptaugenmerk liegt aber eindeutig auf den Personen. Wir lernen Elisa als zehnjähriges Mädchen kennen und dürfen miterleben, wie sie sich zu einer mutigen und starken jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie will. Auch die anderen Beteiligten begleiten wir durch die Jahre und erleben die Veränderungen, die der furchtbare und sinnlose Krieg nach sich zieht. Es wird aber auch deutlich, wie wichtig Familie und Freundschaft ist. Ohne den Zusammenhalt im Dorf wäre es sicher noch schlimmer geworden. Und auch an der Front erleben wir, dass Feinde zu Freunden werden können.
Als sehr positiv habe ich empfunden, dass die Geschichte nicht mit dem ersten Weltkrieg anfängt. Wir erleben schon ein paar Jahre vorher das Leben und den Alltag, ein Stückchen "heile Welt" in diesem wunderschönen Tal. Da ich die Gegend gut kenne, haben die wundervollen Landschaftsbeschreibungen Jugenderinnerungen in mir hervorgerufen.
Besonders gut hat mir gefallen, das die Kapitel die Geschichte jeweils aus wechselnden Perspektiven erzählen, das macht das Lesen abwechslungsreich und interessant. Mal sind wir im Val Badia, mal an der Kriegsfont. Als "roter Faden" zieht sich die Liebesgeschichte zwischen Elisa und Vito durch das Buch. Bis zum Ende bangt und hofft man, ob und wie die beiden zusammenfinden. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung. Eine Geschichte, die fesselnd, spannend und mit viel Gefühl geschrieben ist. Sie hat mich berührt und wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

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odenwaldcolliess avatar

Rezension zu "Ein Tal in Licht und Schatten" von Marie Buchinger

Tirol vor und während des Ersten Weltkriegs
odenwaldcolliesvor 2 Jahren

Die junge Elisa Kastlunger wächst behütet innerhalb ihrer Familie im Val Badia, dem Gadertal im heutigen Südtirol auf. Die große Welt außerhalb ihres Tals scheint fern, bis die Front des Ersten Weltkrieges auch Elisas Heimat erreicht und sie nicht nur um ihre Familie, sondern auch um ihre Liebe fürchten muss.

Mit diesem Buch nimmt Marie Buchinger die Leser auf eine Zeitreise in das ladinische Herz, dem Val Badia bzw. Gadertal, in dem die ladinische Lebensweise und Sprache bis in die Gegenwart lebendig geblieben sind. Der Leser bekommt einen Einblick in die familiären und gesellschaftlichen Strukturen der Bewohner des Tals in den Dolomiten. Was mir gut gefallen hat, dass das Buch nicht am Vorabend des Großen Krieges beginnt, sondern schon einige Jahre zuvor, so dass wir die Familie Kastlunger und ihre Nachbarn, die Costas, über die Jahre besser kennenlernen und ihr Schicksal während des Krieges umso ergreifender wird.

Josef Kastlunger führt ein strenges Regiment als Familienoberhaupt der relativ wohlhabenden Familie, lediglich bei Elisa, seiner einzigen Tochter, ist er weicher und nachgiebiger. Während Josef mit seinem zweitältesten Sohn Anton ständig im Streit liegt, ist der Zusammenhalt unter den fünf Kastlunger-Geschwistern umso besser. Die Charaktere fand ich sehr treffend und vielschichtig dargestellt.

Der Einzug der Familie Costa, den neuen Nachbarn, mit ihren drei Kindern bringt frischen Wind in die Vila Kastlunger. Der Vater der Costas ist Österreicher, während seine Frau Lucia Italienerin ist – was ihren Sohn Vito während des Krieges in einen schweren Gewissenskonflikt stürzt, für welche Seite er sich einsetzen soll. Vitos Schwester Chiara mit ihrer zickigen und kratzbürstigen Art mauserte sich während der Lektüre zu einer meiner Lieblingsfiguren.

Elisa wird durch den Krieg gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Sie, die sich bisher überhaupt nicht für das Geschehen außerhalb des Gadertals interessiert hat, wächst an ihren Aufgaben und übernimmt zunehmend die Verantwortung für die auseinandergerissene Familie und den Hof. Der Leser gewinnt hier einen guten Einblick, wie sich die Frauen, deren Männer in den Krieg zogen, im Alltag behaupten mussten, um über die Runden zu kommen.

Das Buch zeigt auf, welchen gravierenden und nachhaltigen Einfluss der Krieg auf die familiären und gesellschaftlichen Strukturen des Val Badia nahm, welche Gräuel er für die Menschen bereithielt und wie sie mehr oder weniger lernen mussten, damit umzugehen. Aber es gibt auch immer wieder Momente der Hoffnung und des Glücks sowie berührende und besondere Freundschaften, die im Krieg geschlossen wurden. Sehr schön finde ich dabei, dass die Autorin zahlreiche reale Fakten in die Handlung einfließen lässt.

Der Epilog rundet mit seinem Ausblick auf die Zukunft die Geschichte perfekt ab und regt zum Nachdenken an. Ein sehr gelungener Roman und ich hoffe, dass wir von der Autorin noch mehr in dieser Richtung lesen werden.

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