Marie Calloway Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

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Inhaltsangabe zu „Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun“ von Marie Calloway

Marie Calloway ist Anfang zwanzig und lebt in New York. Sie ist Teil der jungen literarischen Szene Brooklyns, veröffentlicht in Onlinemagazinen und führt ein Blog. Der Name Marie Calloway ist ein Pseudonym, unter dem sie über alles schreibt, was ihr im Zusammenhang mit Sexualität widerfährt. In ihren Texten geht es u. a. um ihre Entjungferung oder ihre Affäre mit einem verheirateten Mann, und mindestens ebenso sehr wie ihren Körper legt sie ihre Seele bloß. Sie schont weder sich noch den Leser, wenn sie mit zuweilen teilnahmslos wirkender Präzision nacherzählt, wie sich eine Affäre anbahnt, wenn sie Fotos von ihrem verletzten Körper zeigt, wenn sie die heftigen Reaktionen der Onlineleser unkommentiert hinter ihre Erzählungen stellt. Die fast aggressive Verletzlichkeit, mit der Marie Calloway die Verunsicherung einer jungen Frau zeigt, verleiht ihren Texten eine Wucht und Unmittelbarkeit, der man sich kaum entziehen kann. Eine unvergessliche Lektüre.

Ein Blog in Buch Form über das Leben jungen Frauen

— Leila_James

Heftig. Wichtig? Feminismus?

— photovivie

Sex, und zwar am liebsten kombiniert mit Erniedrigung, ist das liebste Thema von Marie Calloway. Aber ist das Literatur?

— shitesite

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— JulesBarrois

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    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    VroniMars

    02. November 2016 um 19:11

    In Marie Calloways Buch "Es hat überhaupt nichts mit der zu tun" veröffentlicht sie verschiedene Geschichten, die sie bereits auf ihrem Blog veröffentlicht hat. Der Fokus liegt dabei auf ihre sexuellen Erlebnisse, die sie im Alter von 18 bis 22 Jahren gehabt hat. Unter anderem berichtet sie über ihre Entjungferung, Prostitutionsversuche, Cyber Sex usw. Ihre Werke zählen zu der neuen literarischen Strömung "New Sincerity" (Neue Ernsthaftigkeit). Es fiel mir sehr schwer, dem Buch etwas Positives abzugewinnen. Marie ist in ihrem Innern gespalten. Einerseits wirkt sie manchmal recht selbstbewusst und betont, dass sie im Gegensatz zu früher schön ist. Sie stößt durch ihre direkte und teils unfreundliche Art vielen vor den Kopf. Andererseits ist sie absolut unsicher. Sie sucht unbedingt Anerkennung, vor allem in der Männerwelt. Eine Beziehung zu einem Mann kann sie nur über sexuelle Nähe aufbauen. Da sie aber recht schnell Körperkontakt sucht und auch recht schnell zu haben ist, fehlt ihr etwas. Ich denke mal, sie meint damit die emotionale Bindung zu einem Menschen, der erst aufgebaut werden muss und nicht nur durch Sex zustande kommt. Die Schilderung der Sexszenen gehen einem unter die Haut, nicht weil sie besonders antörnend wären, sondern eher aufgrund ihrer Abschreckung. Ich finde, es spricht nichts dagegen, dass eine Frau sich selbst erniedrigt, weil sie das erregend findet. Marie scheint aber gar nicht so viel Spaß daran zu haben. Sie macht das eher, weil sie meint, dass das genau das ist, was Männer wollen. Von dem her muss ich den Titel als "Feministin" absprechen. Lobenswert ist natürlich, dass die Autorin auch die Kritik von diversen Internetusern integriert hat. Das zeigt mir, dass sie zu ihren Werken steht, obwohl sie ja mehrmals im Buch erwähnt, wie unsicher sie eigentlich hinsichtlich ihrer Geschichten ist. Es wäre aber wünschenswert gewesen, wenn sie nicht nur selbstkritisch wäre, sondern auch an sich arbeiten würde. In den vier Jahren kann ich keine positive Entwicklung feststellen. Eigentlich bräuchte sie dringend eine Therapie, um ihre traumatische Kindheit und die Vergewaltigung zu verarbeiten. Letztlich zeigt uns ihr Buch aber doch, wie viele Gedanken sich Frauen machen, wenn es um ihren Körper, Sexualität und Männer geht. In dieser Hinsicht kann sich vielleicht jede Frau mit ihr identifizieren. Davon abgesehen bleibt ansonsten nur eine sehr bemitleidenswerte Frau zurück, die es nicht schafft eine echte Bindung einzugehen und ihr Selbstwertgefühl rein auf ihr Äußeres bezieht. Die Aussage, sie sie froh, dass sie jetzt schön ist, sonst wäre ihr nur der Tod geblieben, finde ich dermaßen falsch und ich kann nicht verstehen, dass eine anscheinend teilweise intelligente Frau nur so eine frauenfeindliche und oberflächliche Denkweise haben kann. Was soll einem das sagen? Soll ich mich jetzt umbringen, weil ich nicht aussehe wie ein Model? Natürlich regt eine solche provokative Aussage zum Nachdenken an und entlarvt unsere heutige Gesellschaft. Ich befürchte nur, dass die Protagonistin wirklich so denkt. Um ein Buch zu beurteilen, sind für mich letztlich zwei Dinge entscheidend: 1. die Autorintention und 2. der Mehrgewinn. Zum Ersteren muss ich sagen, dass ich keine Ahnung habe, was die Autorin eigentlich will. Für mich hört es sich an, als ob sie einfach ihre Gedanken in Form eines öffentlichen Tagebuchs aufgeschrieben hat. Sie betont selbst, dass sie dadurch nicht berühmt werden wollte. Hmm, vielleicht ersetzt das Schreiben einfach teuere Therapiestunden! Zum Zweiten muss ich zugeben, dass mich das Buch durchaus zum Nachdenken angeregt hat. Mich hat erschüttert, welches verzerrtes Selbstbild und soziale Störungen eine Frau haben kann. Aber das war es auch schon!

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  • Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun?

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    photovivie

    12. May 2016 um 08:19

    Dieses Buch enthält Texte aus Marie Colloways Blog. Sie schreibt über ihre sexuellen Erlebnisse (erstes Mal, Prostitution, Vergewaligung) und ihre Männerbekanntschaften. Das Buch ist heftig. Aber ich fand es auch irgendwie wichtig zu lesen, da es um eine Frau meiner Generation geht, die sagt, dass sie all das tun darf, was sie will – wie sonst (vor allem in sexueller Hinsicht) nur Männer.

  • Hemmungslos unmoralisch

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    shitesite

    08. July 2015 um 23:01

    In der ersten Szene dieses Buchs schildert die Ich-Erzählerin ihre Entjungferung als 18-Jährige. In der letzten Szene ist sie 22 und berichtet von einem Dreier mit zwei Kerlen in einem New Yorker Hotelzimmer. In der Zeit dazwischen kommt sie auf 75 Männer, mit denen sie geschlafen hat. Ganz schön rasante Entwicklung? Ja. Ganz schön freizügig? Ja. Ganz schön eindimensional? Ja. Mit den Eckpunkten von Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun ist schon viel von dem benannt, was dieses Buch so faszinierend, aber auch so problematisch macht. Nach der Lektüre dieser 287 Seiten wundert es kein bisschen, dass Marie Calloway (das ist das Pseudonym einer 1990 geborenen Amerikanerin, die in diesem Buch etliche Texte zusammenführt, die sie zuvor in Online-Literaturmagazinen veröffentlicht hat) in den USA damit eine Kontroverse ausgelöst hat: Das Buch ist exhibitionistisch, unmoralisch, wagemutig und hemmungslos. Eine erfreuliche Lektüre ist es deshalb noch lange nicht. http://www.shitesite.de/2015/05/12/durchgelesen-marie-calloway-es-hat-echt-ueberhaupt-nichts-mit-dir-zu-tun/

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  • Nur vom Lesen fühlt man sich beschämt über Marie Calloway, die ihre Selbstzweifel über Sex und Kerle

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    Johannisbeerchen

    20. May 2015 um 13:32

    Meinung: Von Marie Calloway habe ich vor diesem Buch noch nie etwas gehört oder gelesen und hätte ich mich vor dem Lesen des Buchs mit der Autorin auseinander gesetzt, wäre ich wohl auch nicht so extrem enttäuscht gewesen. Marie Calloway ist eine junge Frau, die in ihrem Blog ihre sexuellen Erlebnisse veröffentlich. Nach und nach wird sie immer bekannter, sodass sie es schließlich sogar zum Autor gebracht hat. Eingeteilt ist das Buch in 12 Kapitel, in denen Marie verschiedene Erlebnisse teilt oder auch Kritik ihrer Leser zeigt. Eigentlich ging es ganz ok los. Sie erzählt von ihrer Entjungferung, die nicht ganz so schön war, und dann geht es direkt mit 2 Kapiteln über Prostitution weiter. Auch das ist noch verkraftbar, aber mit jedem Kapitel wird der Sex extremer. Marie lässt sich immer mehr erniedrigen, entwickelt sich zu einer einzigen Sexphantasie und liebt und hasst es gleichzeitig. Nach ihrer Vergewaltigung wird es immer schlimmer damit und man könnte eine scchlimme, psychische Störung vermuten.... Immer wieder werden auch Chatverläufe gezeigt, in denen sie sehr gerne Miau schreibt um ihren männlichen Schreibpartnern zu gefallen. Das ging mir mit der Zeit auf die Nerven und auch die Verläufe selbst sind nicht unbedingt sexy. Ich kann hier weder eine aggressive Verletzlichkeit entdecken und wollte mich dem Buch nach der Hälfte unbedingt entziehen. Nur beim Lesen fühlt man sich als Frau gedemütigt und bei unserer Pornokultur ist es kein Wunder, das es Menschen wie Marie gibt, die Sex mit Liebe verwechseln. Sie wird von mehreren Personen in ihrem Buch als Autorin gelobt, aber ganz ehrlich, ihr Schreibstil ist einfach und könnte von jeder beliebigen Person geschrieben sein. Zum Glück gibt es auch Seiten in denen die Kritk der Leser standen (die ich teilweise voll und ganz nachvollziehen konnte) und auch die Chats nehmen viel Platz ein, ohne viel Text zu haben. Das Buch ist also schnell gelesen und das war auch schon das Einzig Positive daran. Ich hatte mehr eine kritische Erzähl - und Sichtweise über Frauen und Sex erwartet und keine Szene, die sich wohl fast jeder Mann wünschen würde. Wer gerne liest, wie sich Marie mit 2 Typen be"glückt" oder einen literarischen Porno braucht ist hier gut aufgehoben. Wer, wie ich, mehr Tiefgang, und Nein, nicht im sexuellen Sinne, erwartet hat, der ist leider gänzlich falsch. Fazit: Nur vom Lesen fühlt man sich beschämt über Marie Calloway, die ihre Selbstzweifel über Sex und Kerle befriedigt.

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  • Das Buch wird dich von den Füßen reissen

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun

    JulesBarrois

    08. May 2015 um 10:14

    Es hat echt überhaupt nichts mit dir zu tun - Marie Calloway (Autor), Jenny Merling (Übersetzer)– 288 Seiten, Verlag: Ullstein Hardcover (8. Mai 2015), 18 €, ISBN-13: 978-3550080807  Marie Calloway autobiographischer Roman von Geschichten und Collagen porträtiert eine junge Frau, die sich durch das Leben „lebt und liebt“ nach einem vage erwähnten Traumata. Sie ist ein Vergewaltigungsopfer und das prägt ihre sexuelle Handlungen und Reaktionen. "Wir unterrichten Kinder nicht in die Fremde Häuser gehen, also warum tun Sie es als Erwachsener?" (Seite 13) so beginnt Marie Calloway ihr Buch, ihren Roman, ihre insgesamt 12 Geschichten. Sie sind eine Reihe von unterschiedlichen Reflexionen jeweils zu dem Hauptpunkt Sex und Aussehen. „Dass sich die Beschäftigung mit meinem Aussehen wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.“ (Seite 160) Die Texte scheinen autobiographisch und sie sind es wahrscheinlich auch zu einem gewissen Grad. Das Buch entwickelt eine Dynamik, scheint mir angetrieben zu sein durch die Art der Icherzählerin, Mitten in diese 12 Geschichten platziert sie auf 12 Seiten das Kapitel „Kritik“, wo sie Leser ihrer Blogs/ihrer Geschichten zu Wort kommen lässt. Ein Leserkommentar beschreibt aus meiner Sicht wohl am treffendsten Marie Calloway und ihr Anlagen: „Das faszinierende an Marie Calloways Geschichten ist, dass es Geschichten über eine Frau sind, die sehenden Auges in ihr Verderben rennt, eine Verrückte, die sich nur mit Männern und ihrem Aussehen beschäftigt, und keine Spur von Moral hat. Ihre Protagonistinnen sind so verdammt hässlich, dass man nicht weggucken kann. Geschichten, deren Mittelpunkt bemitleidenswerte Menschen sind, haben wohl einfach was.“ (2te Seite im Kapitel Kritik) Ihre Geschichten sind intensiv, manchmal erschütternde, und ihr Schreibstil ist eine seltsame Mischung trivialen Bemerkungen, ungefilterter Offenheit, ja Rohheit. Kein literarisches Feuerwerk. Aber bemerkenswert ihre Fähigkeit, nahtlos zwischen Dialog und ihren Gefühle zu wechseln. Ich kann nicht sagen, dass es eine Freude ist diesen Roman zu lesen, aber auf jeden Fall ist es ein unvergessliches Erlebnis. Die fast aggressive Verletzlichkeit, mit der Marie Calloway die Verunsicherung einer jungen Frau zeigt, verleiht ihren Texten eine Wucht und Unmittelbarkeit, der man sich kaum entziehen kann. Eine unvergessliche Lektüre. Marie Calloway gibt uns nicht nur ein Stück ihrer Seele, sondern ihre ganze Seele - das ist es, was Kunst ausmacht. Respektlose Kommentare und die selbstzerstörerischen Texte von Marie Calloway – ein ständiger Diskurs ist die Stärke von Marie Colloway. Kein Leser wird sich entziehen können. Jeder wird ständig mitfühlen und mitdiskutieren. Maries Arbeit wird umstritten bleiben, weil sie erlebt, was wir nie erleben wollen zu und weil wir verstehen müssen, was wir nicht zu verstehen wollen. Wir brauchen mehr Schriftsteller wie diese, so unangenehm sie auch sein mögen. Dieses prickelnde frustrierende Debüt des enfant terrible der New Yorker Online-Literaturszene ist bezeichnend für zeitgenössische Literatur im besten Sinn des Wortes. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Ullstein Verlages http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/es-hat-echt-ueberhaupt-nichts-mit-dir-zu-tun-9783550080807.html?cHash=f69cd043cae906b35faadc38138445a4 Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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