Marie Darrieussecq

 2.5 Sterne bei 17 Bewertungen
Autorin von Schweinerei, Prinzessinnen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marie Darrieussecq

Die französische Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Marie Darrieussecq wurde 1969 in Bayonne geboren und studierte in Paris Literaturwissenschaften. Ihr erster erschienener Roman "Schweinerei" (Orig.: "Truismes") machte sie schalgartig bekannt. Ihr aktueller Roman "Man muss die Männer lieben" wurde 2015 ebenfalls bei Hanser veröffentlicht.

Alle Bücher von Marie Darrieussecq

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Schweinerei

Schweinerei

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Erschienen am 16.12.2011
Prinzessinnen

Prinzessinnen

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Erschienen am 28.01.2013
Das Baby

Das Baby

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Erschienen am 06.12.2011
Schweinerei

Schweinerei

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Erschienen am 28.04.2017
Gespenster sehen

Gespenster sehen

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Erschienen am 01.09.2001
Man muss die Männer sehr lieben

Man muss die Männer sehr lieben

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Erschienen am 28.09.2015
Prinzessinnen

Prinzessinnen

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Erschienen am 12.02.2013
Prinzessinnen

Prinzessinnen

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Erschienen am 12.02.2013

Neue Rezensionen zu Marie Darrieussecq

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Manja82s avatar

Rezension zu "Prinzessinnen" von Marie Darrieussecq

ungewöhnlich, ich hatte etwas anderes erwartet
Manja82vor 3 Jahren

Kurzbeschreibung
Die blutjunge Solange wächst in dem baskischen Provinznest Clèves auf. Während die meisten ihrer Freundinnen es schon gemacht haben, ist sie noch Jungfrau. Marie Darrieussecq beschreibt das Sich-Ausprobieren, die Neugierde, die Höhen und Tiefen der Sexualität eines Mädchens, das seine Unschuld verliert und sich erprobt. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über Sex - aufregend und unverblümt.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)

Meine Meinung
Die junge Solange lebt in der französischen Kleinstadt Cléves. Ihre Jugend verlebt sie in den 80-zigern. Als sie von ihren Freundinnen immer mehr Berichte über deren sexuelle Erfahrungen hört, fühlt sie sich gedrängt und will so schnell es geht selbst Erfahrungen sammeln. Also lässt sie sich auf ihrem wesentlich älteren Ziehvater Biholz ein. worauf das von der Familie mühsam aufrechterhaltene gesellschaftliche Bild ziemlich ins Ungleichgewicht gerät …

Der Roman „Prinzessinnen“ stammt von der Autorin Marie Darrieussecq. Mir war die Autorin bis zu diesem Buch gänzlich unbekannt und ich war, aufgrund dessen der Roman besonders in Frankreich sehr umstritten ist sehr gespannt auf das Buch.

Solange steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sie ist noch unerfahren was Männer angeht, will aber schnellstmöglich Erfahrungen sammeln um mit ihren Freundinnen mithalten zu können. Sie steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, erlebt ihre eigene Entwicklung gerade sehr intensiv- Auf mich wirkte es jedoch ein wenig übertrieben, dass sie Erfahrungen sammelt um mitreden zu können.

Die weiteren Charaktere, Jungs, die Motorrad fahren und halbstark wirken, oder auch die Eltern, sind an sich gut gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann das Buch recht flott lesen. Sie schreibt jedoch sehr unverblümt, man muss es mögen.
Und auch wenn das Buch nicht so viele Seiten hat, so ist die Handlung schon gewöhnungsbedürftig. Der Roman hat besonders in Frankreich Aufsehen erregt und auch ich muss zugeben, so ganz mein Fall war es nicht. Es geht hier um eine Heranwachsende, die ziemlich unter Gruppenzwang steht. Immer wieder werden die Gedanken wiedergegeben, das geschieht hier sehr offen und ja auch schonungslos. Marie Darrieussecq zeigt auch Mädchen können hormongesteuert sein und dabei geht die Fantasie meist ihre ganz eigenen Wege.
Es gibt zwar einen roten Faden, doch wirklich verständlich ist dennoch nicht alles.
Die Altersempfehlung des Verlags von 16 Jahren halte ich hier für mehr als angemessen.

Fazit
Zusammenfassend gesagt ist „Prinzessinnen“ von Marie Darrieussecq ein gewöhnungsbedürftiger Roman.
Eine Protagonistin, die zwar gut beschrieben ist, mit der ich aber aufgrund ihrer hormongesteuerten Handlungen doch meine Probleme hatte, ein flüssiger aber schonungsloser Stil und eine Handlung, die mich zum Teil sehr verwirrt hat und die offen und ungewohnt ist, konnte mich hier nicht gänzlich überzeugen.
Ich hatte etwas anderes erwartet.
Schade!

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Holdens avatar

Rezension zu "Schweinerei" von Marie Darrieussecq

Oink oink!
Holdenvor 3 Jahren

Eigentlich sind hier die Männer die Schweine: Die Ich-Erzählerin ist verzweifelt auf Arbeitssuche in Paris und wird von dem Generaldirektor einer Parfumkette zur Hälfte des Mindestlohns eingestellt, nachdem dieser sie beim Vorstellungsgespräch mißbraucht hat und sie das in ihrer Naivität hingenommen hat. Die Parfumfiliale, in der sie arbeitet, verfügt über einen Massagesalon im hinteren Bereich, wo Kunden beiderlei Geschlechts befriedigt werden, was auch zu den Pflichten der Parfumverkäuferinnen gehört. Nachdem die Protagonistin aufs Schlimmste mißbraucht wurde und gezüchtigt wurde, verwandelt sie sich als Reaktion auf die rücksichtslose und sexuell übersteuerte Gesellschaft zum Schwein, ohne daß sie zunächst beschreiben könnte, was ihr passiert. Das alles ist aber nur Vorbote einer Revolution in Frankreich, wodurch das Land in ein Terrorregime verwandelt wird, der Eiffelturm umfällt usw. Ein hochintelligentes Buch, dabei bitterböse. Für Houllebecq-Fans (aber auch für alle anderen) sehr zu empfehlen!

Kommentare: 2
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MarkusDittrichs avatar

Rezension zu "Schweinerei" von Marie Darrieussecq

Die versaute Bestie
MarkusDittrichvor 5 Jahren

Seit Darwin die Abstammung des Menschen vom Affen festgestellt hat - besser vom gemeinsamen Vorfahren von Affe und Mensch - ist die Krone der Schöpfung nur noch irgend eine Schöpfung. Und wie lautet die Mutter aller ersten Sätze einer Erzählung? "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungheueren Ungeziefer verwandelt." In beiden Fällen erfahren wir, dass der Mensch vor allem Tier ist, bleibt und immer wieder werden kann.
Marie Darrieussecq hat diese Idee in ihrem erstaunlichen Debutroman aufgegriffen und, so scheint es jedenfalls zu Beginn, ins Realistische übertragen. Die Story handelt von einer Vertreterin der Pariser Unterschicht, des white trash. Sie arbeitet in einer sogenannten "Parfumerie" einem Massagelsalon. Für weniger als die Hälfte des Mindestlohnes Männer zum Spritzen zu bringen - und mehr - ist immer noch besser als arbeitslos sein, glaubt sie. Zunächst hat sie sogar großen Erfolg, da sie so rosig, prall und vital ist und sich weniger ekelt als die anderen Mädchen. Nach einer Weile entdeckt sie, und das ist die Ironie, dass genau dieses tolle Gefühl der Beginn ihrer Metamorphose in eine Sau ist; nicht im übertragenen Sinne sondern buchstäblich: Ihr wachsen Zitzen und ein Ringelschwänzchen, ihr Geruchssinn verändert sich, genauso ihre Art sich zu bewegen und Kälte wahrzunehmen. Die Autorin steigert diese ansich schon grandiose Idee nun durch folgendes: Während die Protagonistin immer mehr in die Seelenwelt eines Schweins abtaucht, erlebt das als wenige Jahre in der Zukunft geschilderte Frankreich die Metamorphose von einem demokratischen in einen faschistoiden, von einer elitären Clique regierten Land. Das sowieso schon harte Leben für alle, die nicht gerade zu dieser Führungsclique oder der Polizei gehören, wird immer unerträglicher. Der Clou ist nun, dass gerade sie, die Mensch-Sau, die Außenseiterin, die von Anfang an keine Chance hatte, die immer mehr herunterkommt, die zeitweise zwischen Clochards und sogar in der Kanalisation lebt, dass gerade sie den ganzen Irrsinn überlebt, an dem die Normaleren, noch nicht ganz zur Sau gemachten Menschen zerbrechen. Sie findet sogar eine große Liebe, einen Mann der kein  gewöhnlicher Mann ist, ein Mann der... aber nein, mehr will ich nicht verraten, das wäre eine Schweinerei.
Ein ungewöhnlicher Roman mit einer naheliegenden Idee, und das saumässig gut geschrieben.

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Zusätzliche Informationen

Marie Darrieussecq wurde am 03. Januar 1969 in Bayonne (Frankreich) geboren.

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