Marie Darrieussecq Schweinerei

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Inhaltsangabe zu „Schweinerei“ von Marie Darrieussecq

Eine junge Frau erzählt die unerhörte Geschichte von ihrer langsamen Verwandlung in eine Sau. Als Verkäuferin in einer Parfümerie, die tatsächlich aber ein Luxusbordell ist, muß sie die abwegigsten Wünsche ihrer Kunden befriedigen. Die Verderbtheit ihrer Umgebung berührt aber nicht ihre Naivität, nur ihr Körper reagiert auf die Verrohung und verändert sich. Aus der strahlenden, fülligen, erotischen Frau wird allmählich eine Schweinsgestalt. Sie bekommt Appetit auf Äpfel und Gras, eine dritte Brust fängt an sich zu entwickeln, ihre Haut wird dick und borstig. Zunächst finden die Kunden Geschmack an dieser Metamorphose, doch die fortschreitende Verwandlung läßt sich bald nicht mehr verbergen. Sie kann sich schließlich in den Wald retten - nun ganz Schwein geworden -, wo sie glücklich mit einem Eber lebt.

Wenn Metamorphosen uns erschrecken: Schweinchen Dick mal anders.

— MarkusDittrich

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    Eigentlich sind hier die Männer die Schweine: Die Ich-Erzählerin ist verzweifelt auf Arbeitssuche in Paris und wird von dem Generaldirektor einer Parfumkette zur Hälfte des Mindestlohns eingestellt, nachdem dieser sie beim Vorstellungsgespräch mißbraucht hat und sie das in ihrer Naivität hingenommen hat. Die Parfumfiliale, in der sie arbeitet, verfügt über einen Massagesalon im hinteren Bereich, wo Kunden beiderlei Geschlechts befriedigt werden, was auch zu den Pflichten der Parfumverkäuferinnen gehört. Nachdem die Protagonistin aufs Schlimmste mißbraucht wurde und gezüchtigt wurde, verwandelt sie sich als Reaktion auf die rücksichtslose und sexuell übersteuerte Gesellschaft zum Schwein, ohne daß sie zunächst beschreiben könnte, was ihr passiert. Das alles ist aber nur Vorbote einer Revolution in Frankreich, wodurch das Land in ein Terrorregime verwandelt wird, der Eiffelturm umfällt usw. Ein hochintelligentes Buch, dabei bitterböse. Für Houllebecq-Fans (aber auch für alle anderen) sehr zu empfehlen!

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    Schweinerei

    MarkusDittrich

    23. March 2014 um 20:31

    Seit Darwin die Abstammung des Menschen vom Affen festgestellt hat - besser vom gemeinsamen Vorfahren von Affe und Mensch - ist die Krone der Schöpfung nur noch irgend eine Schöpfung. Und wie lautet die Mutter aller ersten Sätze einer Erzählung? "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungheueren Ungeziefer verwandelt." In beiden Fällen erfahren wir, dass der Mensch vor allem Tier ist, bleibt und immer wieder werden kann. Marie Darrieussecq hat diese Idee in ihrem erstaunlichen Debutroman aufgegriffen und, so scheint es jedenfalls zu Beginn, ins Realistische übertragen. Die Story handelt von einer Vertreterin der Pariser Unterschicht, des white trash. Sie arbeitet in einer sogenannten "Parfumerie" einem Massagelsalon. Für weniger als die Hälfte des Mindestlohnes Männer zum Spritzen zu bringen - und mehr - ist immer noch besser als arbeitslos sein, glaubt sie. Zunächst hat sie sogar großen Erfolg, da sie so rosig, prall und vital ist und sich weniger ekelt als die anderen Mädchen. Nach einer Weile entdeckt sie, und das ist die Ironie, dass genau dieses tolle Gefühl der Beginn ihrer Metamorphose in eine Sau ist; nicht im übertragenen Sinne sondern buchstäblich: Ihr wachsen Zitzen und ein Ringelschwänzchen, ihr Geruchssinn verändert sich, genauso ihre Art sich zu bewegen und Kälte wahrzunehmen. Die Autorin steigert diese ansich schon grandiose Idee nun durch folgendes: Während die Protagonistin immer mehr in die Seelenwelt eines Schweins abtaucht, erlebt das als wenige Jahre in der Zukunft geschilderte Frankreich die Metamorphose von einem demokratischen in einen faschistoiden, von einer elitären Clique regierten Land. Das sowieso schon harte Leben für alle, die nicht gerade zu dieser Führungsclique oder der Polizei gehören, wird immer unerträglicher. Der Clou ist nun, dass gerade sie, die Mensch-Sau, die Außenseiterin, die von Anfang an keine Chance hatte, die immer mehr herunterkommt, die zeitweise zwischen Clochards und sogar in der Kanalisation lebt, dass gerade sie den ganzen Irrsinn überlebt, an dem die Normaleren, noch nicht ganz zur Sau gemachten Menschen zerbrechen. Sie findet sogar eine große Liebe, einen Mann der kein gewöhnlicher Mann ist, ein Mann der... aber nein, mehr will ich nicht verraten, das wäre eine Schweinerei. Ein ungewöhnlicher Roman mit einer naheliegenden Idee, und das saumässig gut geschrieben.

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  • Rezension zu "Schweinerei" von Marie Darrieussecq

    Schweinerei

    Jetztkochtsie

    07. November 2008 um 09:24

    Hach so ein nettes Cover, da mußte ich damals einfach zuschlagen. Dazu diese wirklich witzige Idee..... Naja, ich hab mich durch 140 Seiten gequält, gelangweilt immer in der Hoffnung, daß es doch jetzt endlich irgendwann besser werden muß. Schade, denn der Anfang war wirklich viel versprechend, das Ende einfach nur noch unausgegorener Dummfug. Dazu die Sprache, die wirklich sehr altbacken ist und die irgendwie nicht in unsere Zeit paßt, dazu ein seltsam verqueres Weltbild, ein Versuch des politischen Anspruchs, der leider so absurd ist, daß man keinerlei Zusammenhang zu wirklichen Geschehnissen ziehen möchte.... Nein, kein gutes Buch.

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