Die Symphonie des Augenblicks

von Marie Fitzgerald 
4,5 Sterne bei11 Bewertungen
Die Symphonie des Augenblicks
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hi-speedsouls avatar

Wunderschön!

Buecherwurm1973s avatar

Ich kann die Lobeshymnen auf das Buch nicht verstehen. Mich hat es überhaupt nicht erreicht.

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Inhaltsangabe zu "Die Symphonie des Augenblicks"

Mit heiterer Gelassenheit wartet der 80-jährige, blinde Klavierlehrer Claude auf den Tod. In der Zwischenzeit muntern ihn nicht nur Chopin und Beethoven auf – da ist auch dieser Obdachlose, der vor seinem Haus Quartier bezogen hat. Kurzerhand gesellt Claude sich mit Baguette und Wein zu ihm. Alain hat zwar alles verloren, aber die Freundschaft zu Claude gibt ihm neuen Mut. Als er beobachtet, wie Claudes hübsche Nachbarin Carole von ihrem Mann geschlagen wird, beschließen die beiden, sie zu retten. Dafür brauchen sie jedoch die Hilfe von Corentin, Claudes hochbegabtem Klavierschüler. Da der über jede Sekunde froh ist, die er nicht mit seinen ehrgeizigen Eltern verbringen muss, zögert er nicht lang. Gemeinsam begeben sich die vier auf eine ganz besondere Reise und erkennen, dass es nie zu spät ist, um dem Glück zu begegnen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866124349
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Pendo Verlag
Erscheinungsdatum:01.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    buchstabensammlerins avatar
    buchstabensammlerinvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Schöne, ruhige Geschichte
    Schöne, ruhige Geschichte

    Rund ums Buch:
    Titel: Die Symphonie des Augenblicks
    Autorin: Marie Fitzgerald
    Seiten: 281
    Verlag: Pendo
    Buch: Hardcover
    Erscheinungstag: 01.09.2017
    ISBN: 978-3-86612-434-9
    Preis: 20,00 €

    Cover/Titel:
    Das Cover zeigt sich wunderschön in Blautönen und man sieht drei Menschen auf einer Parkbank sitzen. Im Hintergrund sieht es so aus, als würde ein großer Mond scheinen.
    Der Titel passt gut zum Buch, da Musik auch eine Rolle spielt.

    Inhalt:
    Der 80jährige blinde Klavierlehrer Claude geht seinem geregelten Leben nach und wartet auf nichts mehr. Eines Tages sitzt auf einer Bank gegenüber seines Hauses ein Mann mit einer Tasche, auf den Claudes Haushälterin in Aufmerksam macht. Alain hat alles im Leben verloren, sitzt auf der Bank und wartet auch auf nichts mehr. Die beiden freunden sich ein wenig an, picknicken zusammen, reden. Eines Abends wird Alain Zeuge, wie im Nachbarhaus von Claude eine Frau misshandelt wird. Mit Unterstützung des Klavierschülers Corentin helfen die drei Carole aus ihrer furchtbaren Lage und machen sich gemeinsam auf den Weg nach Spanien. Eine besondere Reise, die für alle vier zu einem Wendepunkt in ihren Leben wird.

    Meine Meinung:
    Das Buch ist immer in kurzen Kapiteln, jeweils aus der Sicht der vier Protagonisten, in der ICH-Form geschrieben. So erfährt der Leser die unterschiedlichen Meinungen, Erlebnisse der jeweiligen Person. Claude ist von Beginn an ein Sympathieträger, man schließt ihn sofort ins Herz und die Beschreibungen, wie er als blinder Mensch sein Leben lebt sind sehr klar und verständlich und haben mich nachdenken lassen, wie ich wohl in meinem Haus mich bewegen würde. Claude und die Musik sind eng miteinander verbunden und es werden schöne Stücke im Buch angesprochen, die der alte Herr je nach Stimmung hört, allein oder auch mit seinem Schüler Corentin.
    Im Laufe der Geschichte erfährt man, warum Alain auf einmal auf der Bank sitzt, eine für meine Begriffe etwas zu dramatisierte Story, aber nachvollziehbar.
    Corentin ist zwar hochbegabt, hat aber auch aus diesem Grund keine Freunde und wird von seinen Eltern durchs Leben getrieben. Sie planen und organisieren sein Leben, wie sie es sich vorstellen und Corentin ist glücklich, wenn er Zeit mit Claude verbringen kann, nur um aus den „Klauen“ seiner Eltern zu entkommen.
    Die Freundschaft, die sich aus den drei Männern entwickelt ist schön beschrieben, vor allem, weil sie das gemeinsame Ziel haben, Carole zu helfen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, jeder ist allein, und so erfahren sie durch die Fahrt nach Spanien auf einmal wieder Freude, Gemeinschaft, Wohlfühlen und vergessen ihre Ausweglosigkeiten.

    Fazit:
    Das Buch hat einen wunderbaren Inhalt, doch plätschert die Story ein wenig daher. Es hätte etwas mehr Pfiff gebraucht, um mich komplett vom Hocker zu reißen, doch ist es eine leise und emotionale Geschichte über Freundschaft und Liebe. 

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    Mira20s avatar
    Mira20vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für wohltuende Lesestunde
    Für wohltuende Lesestunde

    Dieses einfach zu lesende Buch beschert dem Leser einige schöne wohltuende Lesestunden. 
    Ich brauchte auch überhaupt nicht viel Zeit mich auf die Geschichte einzulassen. Neugierig, wie es denn mit den liebenswerten Protagonisten weitergeht, las ich mich innerhalb weniger Stunden durch den Roman.

    Vier Menschen, die wenig gemein haben und trotzdem beschliessen für einander da zu sein. Zufällige Begegnungen und eine Frau in Not, schweissen einen jungen Mann (18, weiss, was er im Leben nicht will), einen Obdachlosen (60, ihn hat das Leben enttäuscht) und einen alten blinden Mann (80, zwar blind, blickt aber tief in die Herzen) zusammen. Sie wollen unbedingt die junge Nachbarsfrau vor ihrem gewalttätigen Mann retten.

    Die einfache Sprache konnte mich zwar nicht immer überzeugen. Allerdings hat mich das Buch vor allem inhaltlich angesprochen. Es passt gerade in diese dunkle Jahreszeit und ist ein herzerwärmendes Buch über Träume, Wünsche und Erwartungen. 

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine ruhige, emotionale Geschichte - da klingt eine wundervolle Melodie aus den Zeilen und nimmt den Leser gefangen- ein wundervolles Buch.
    Eine ruhige, emotionale Geschichte - da klingt eine wundervolle Melodie aus den Zeilen

    Das war für mich ein richtig schönes Wohlfühlbuch. Immer abwechselnd erzählen als Ich –Erzähler die vier Figuren dieses Romans und nehmen mich als Leser mit auf die Reise ihrer Geschichte. Gelungen fand ich auch, dass sie manchmal immer jemanden, vermutlich den Leser, direkt ansprechen.
    Ein 17- jähriger, namens Corentin, hochbegabt, seine Mutter will, dass er Klavierspielen lernt, er hat da andere Wünsche.
    Ein Mann, um die 80 Jahre, namens Claude, blind, alleinstehend, der Klavierlehrer des Jungen.
    Ein Obdachloser, namens Alain, der mit seiner Reisetasche auf der Bank gegenüber vom Haus des alten Mannes einzieht.
    Eine Frau, namens Carole, Ende 30, die im Nachbarhaus wohnt. Mit ihrem Mann, der sie schlägt.
    Vier Menschen, deren Schicksale sich kreuzen, die sich begegnen und die dem Leser zeigen, dass Freundschaft alle Grenzen überwindet.
    Manchmal haftet Geschichten eine Art Zauber an. Hier würde ich das mit einer besonderen Melodie vergleichen. Ich habe das Buch nur mal anlesen wollen um zu schauen, wie es ist. Aber es hatte mich nach wenigen Seiten und ich musste unbedingt wissen, wie es mit den 4 Figuren, die doch so lebendig wirken ausgehen wird.
    Dieses Buch ist gut. Es ist etwas Besonderes. Eine schöne, fesselnde Geschichte, bei der ich mich sehr auf das Entdecken der Geschichte freute.
    Wegen der Melodie, die in der Geschichte mitklingt. Ich denke das Claude, der Klavierlehrer, das bestätigen würde und ebenso empfehlen würde, ein wenig klassische Musik im Hintergrund zur Lektüre laufen lassen zu würden.
    Anfangs hatte ich das Gefühl, dass die Figuren immer mit einer Sprache erzählten. Aber ich finde im Laufe des Buches spürt man eine gewisse Individualität in den einzelnen Figuren. Sie bekommen immer mehr Tiefe, in ihre Figur, die Vergangenheit und sie bekommen eine eigene Stimme.
    Ich würde empfehlen, den Klappentext nicht zu lesen. Ich finde, der erzählt zu viel. Das Buch unterteilt sich in 3 Abschnitte und hier wird sogar schon etwas vom 3 Teil erzählt. Ich würde mich einfach so auf die Geschichte einlassen und mich überraschen lassen.
    Es ist ein wundervolles Lesevergnügen. Manchmal schmunzele ich als Leser, bin schockiert, traurig, erleichtert, neugierig, fröhlich, hoffe und leide mit den Figuren.  Sie erzeugt Emotionen beim Leser, die Geschichte.
    Die Geschichte zieht mich in den Bann. Sie zeigt einem Leser Freundschaft über Grenzen hinweg und es hat eine wundervolle Melodie, die mich gefangen nahm und mich begeistert hat.
    Lieblingsbuch.

    Kommentare: 1
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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor einem Jahr
    Es gibt immer Licht am Ende des Tunnels

    Der 80-jährige Pianist Claude ist bereits seit seiner Kindheit blind und lebt allein. Bis auf die Gemeindefrau, die ihn ein paarmal die Woche besucht, hat er nur noch Kontakt zu dem 17-jährigen Corentin, den er im Klavierspiel unterrichtet. Seine beiden Neffen hält er auf Abstand, denn sie warten wie die Aasgeier darauf, dass er endlich das Zeitliche segnet und sie seinen Besitz aufteilen können. Corentin ist ein sehr intelligenter Junge, der von seiner ehrgeizigen Mutter zu den Klavierstunden gedrängt wird, während er sich lieber mit seinen Freunden treffen würde. Dem Druck seiner Mutter ist er allerdings nicht gewachsen. Der obdachlose Alain hat sein Lager auf der Bank vor Claudes Haus aufgeschlagen, nachdem er schwer vom Schicksal gebeutelt wurde und alles verlor. Carol, die Nachbarin von Claude, leidet unter einem aggressiven und handgreiflichen Ehemann, gegen den sie sich nicht zur Wehr setzen kann. Eines Tages leistet Claude Alain auf der Bank Gesellschaft, als sie miterleben, wie Carol wieder den Handgreiflichkeiten ihres Mannes ausgesetzt ist. Schnell ist der Entschluss gefasst, sie aus dessen Fängen zu befreien und Corentin soll dabei helfen. Alle vier zusammen machen sich auf eine Reise in den Süden, währenddessen lernen sie voneinander und auch viel über sich selbst.

    Marie Fitzgerald hat mit ihrem Buch „Die Symphonie des Augenblicks“ einen wunderschönen, poetischen und lebensbejahenden Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und gleichzeitig einfühlsam. Durch die vier verschiedenen Erzählperspektiven, in denen jeder einzelne Protagonist die Dinge auf seine eigene Weise berichtet, angereichert mit Gedanken und Gefühlen, bekommt der Leser einen wunderbaren Rundumblick der Situation und lernt die einzelnen Charaktere sehr gut kennen. Die Autorin gibt dem Leser ebenfalls Einblick über die verschiedensten Themenbereiche wie eheliche Gewalt, ehrgeizige Eltern, Obdachlosigkeit und körperliches Handikap. So ernst diese Themen sind, lässt die Autorin in ihrer Geschichte doch auch immer wieder Hoffnung und Stärke durchschimmern.

    Die Charaktere sind individuell ausgearbeitet und liebevoll platziert. Jeder der Hauptprotagonisten wirkt aufgrund seiner Eigenheiten, seiner Lebensumstände und seinem Alter entsprechend sehr authentisch und lebensnah, so dass der Leser sich in jeden von ihnen auf wunderbare Weise einfühlen kann. Claude ist ein Mann, der dem Ende seines Lebens zugeht. Dass er seit seiner Kindheit blind ist, hat nicht nur sein Gehör geschärft. Claude schaut hinter die Fassaden, hört die Zwischentöne und geht intuitiv richtig auf die Menschen ein. Er ist ein sehr lieber Kerl, der trotz seines Handikaps ein großes Herz für andere besitzt und jedem Hilfe bietet, der sie sucht oder nötig hat. Alain ist durch Schicksalsschläge zum Obdachlosen geworden, doch bisher fehlt ihm die Kraft, sich aus dieser Situation zu befreien, zumal es ihm auch durch die Gesellschaft schwer gemacht wird, wieder Fuß zu fassen. Carol ist eine sympathische Frau, die sich in ihrer eigenen Ehe immer mehr zurücknimmt, um ihrem Mann zu gefallen und jedem Anlass aus dem Weg zu gehen, seinen Unwillen zu erwecken. Durch die gewalttätigen Exzesse ihres Ehemannes hat sie sich immer mehr in sich zurückgezogen und an Selbstvertrauen verloren. Corentin ist trotz seiner recht hohen Intelligenz ein typischer Teenager, der gern mit Freunden abhängen möchte und sich ausprobieren will. Seine Eltern haben sein Leben für ihn allerdings schon vorausgeplant und ihr Ehrgeiz übt auf Corentin einen großen Druck aus, die Erwartungshaltung erfüllen zu müssen.

    „Die Symphonie des Augenblicks“ ist ein wunderschöner Roman über das Leben, die Hoffnung und neue Freunde. Er gewährt dem Leser Einblick in verschiedene Schicksale, wie sie heutzutage überall vorkommen und zeigt auf, wieviel man mit Aufeinanderzugehen, Einfühlungsvermögen und eine helfende Hand viel bewirken kann. Absolute Leseempfehlung!

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    Luciettavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch über die Freundschaft, das zeigt, wie schön das Leben sein kann.
    Ein Buch fürs Herz

    Claude ist 80, blind, Pianist und wartet auf den Tod. Seine Kontakte zur Außenwelt sind seine Haushälterin, die Frau von der Gemeinde, die ihm mehrmals die Woche etwas zu essen bringt, seine zwei Neffen, die nur darauf warten, endlich das Erbe einheimsen zu können sowie der 17-jährige Corentin, der bei Claude Klavierstunden nimmt, diese aber aus tiefstem Herzen hasst.

    Corentin ist hochbegabt und wird von seiner Mutter zu Klavier- und Tennisstunden genötigt, dabei möchte er doch bloß mit seinen Freunden abhängen und Fußballspielen. Doch die Erwartungen seiner Eltern an ihn sind zu hoch, also gibt es dem Druck nach und fügt sich widerwillig in sein Schicksal.

    Alain ist obdachlos und verbringt seine Tage auf der Bank vor Claudes Haus. Durch einen schweren Schicksalsschlag hat er alles verloren- seine Familie, seine Karriere, sein Vermögen. Als Claude sich eines Tages auf seine Bank setzt und Alain zu einem kleinen Picknick einlädt, ahnt Alain noch nicht, dass der blinde alte Mann bereits über ihn Bescheid weiß. Dankend nimmt er die Freundschaft an, die Claude ihm anbietet und die ihm einen Funken Hoffnung schenkt.

    Als die beiden eines Abends Zeuge werden, wie die hübsche Nachbarin Carole von ihrem Ehemann brutal zusammen geschlagen wird, beschließen die beiden, die junge Frau mit der Hilfe des Klavierschülers zu retten. Damit beginnt eine wunderbare Reise in den Süden, auf der alle vier erkennen, dass das Leben immer etwas zu bieten hat, egal wie schwer die Umstände sind und dass es sich immer lohnt, niemals die Hoffnung aufzugeben, denn man weiß nie, was das Schicksal noch für einen bereit hält.

     

    Erzählt wird die Geschichte dieser vier unterschiedlichen Menschen in jedem Kapitel in der Ich-Perspektive einer anderen Person. Die Autorin ist es hier besonders gut gelungen, jeden in einer anderen sprachlichen Art und Weise erzählen zu lassen. Man erkennt Verzweiflung, Resignation, Hoffnung, Unterwerfung, aber auch jugendlichen Leichtsinn und eine gediegene Sprache. Dies macht es besonders einfach, sich in die einzelnen Protagonisten hineinzuversetzen. Jede Figur hat ihre eigenen sympathischen, aber auch seltsamen Eigenschaften. Alle vier wurden sehr liebevoll charakterisiert.

    Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen, dabei lässt die Autorin allerdings nicht an Tiefgang vermissen. An vielen Stellen habe ich innegehalten und gemerkt, wie poetisch und wahr einige Textstellen sind. Oft vergisst man, wie schön das Leben eigentlich ist, auch wenn es manchmal schwer ist. Die Symphonie des Augenblicks hat mich daran wieder erinnert.

    Die Kapitel des Buches sind sehr kurz gehalten, was mir besonders gut gefällt. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, sehr schnell voranzukommen und möchte immer weiter lesen, um herauszufinden, wie jeder der Protagonisten eine Situation sieht und empfindet.

     

    Ich würde Die Symphonie des Augenblicks bedenkenlos jedem weiterempfehlen, der eine Schwäche für leichte und hoffnungsvolle Romane hat und gebe diesem Buch 5 von 5 Punkten.

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    killerprincesss avatar
    killerprincessvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Büchlein, das voller Gefühl das Schicksal von vier unterschiedlichen Menschen erzählt und wie sie ihr Leben in die Hand nehmen!
    Die Symphonie des Augenblicks

    Meinung


    Ich habe mich schon sehr auf das Buch gefreut, denn die Inhaltsangabe verspricht eine ganz ulkige Zusammensetzung von Charakteren auf ihrer Mission, eine Frau vor ihrem prügelnden Ehemann zu retten.


    Wir lernen kennen: Claude, einen alten Mann, der schon seit seiner Kindheit blind ist. Alain, ein Obdachloser, der vor Claudes Haus auf einer Bank sitzt. Corentin, der fast 18 ist, einen sehr hohen Intelligenzquotienten hat, über den seine Mutter auch immerzu sprechen muss. Und Carole, die gar kein schönes Eheleben führt.


    So ulkig und humorvoll die Inhaltsangabe klingt, erfährt man ja doch auch gleich, dass alle Charaktere wirklich schwere Schicksale haben. Bis auf Corentin, der jetzt kein so drastisches Päckchen zu tragen hat, es aber dennoch auch nicht leicht hat. Ich war wirklich froh, dass das Buch auch so viele nachdenkliche Szenen hatte. Gerade die Aspekte Obdachlosigkeit und Gewalt in der Ehe haben mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. 


    Alain sagt selbst, dass er Obdachlose früher als "Penner" bezeichnete und jetzt, wo es ihm selbst so geht, er es "obdachlos" nennt. Gerade bei ihm sieht man auch durch die Reaktion von anderen Leuten, wie schwierig es ist, aus dieser Rolle, in die man unverschuldet geraten kann, wieder rauskommen soll. Gerade, wenn einem sowieso schon der Antrieb fehlt.


    Bei Carole hat es mich erwischt, wie sie Szenen aus ihrem Leben beschreibt. Wie sie sich selbst verbiegt, um ihrem Mann alles Recht zu machen und bloß nicht in sein Visier zu gelangen. Das hat mich wirklich mitgenommen!


    Claude ist die treibende Kraft der Geschichte: er erkennt, dass es Corentin schlecht geht und er geht vorurteilsfrei auf Alain zu und lockt ihn mit etwas Hinterlist aus der Reserve. Claude hat mir wirklich am besten gefallen: ein toller, liebenswerter Charakter, der selbst viel Hilfe benötigt, mit seiner Blindheit aber so gut es geht zurechtkommt und anderen Menschen diese Hilfe gerne zurückgibt.


    Die Geschichte ist locker und leicht zu lesen, ein schöner Schreibstil. Geschrieben wird aus den verschiedenen Perspektiven, wo ich hervorheben möchte, dass ich Corentins Perspektive von der verwendeten Sprache immer sehr lustig fand. Die Autorin hat es gut hinbekommen, dass sich Corentin jugendlich anhört/-fühlt.


    Fazit


    Mir hat das Buch wirklich sehr positiv gefallen. Ich mochte alle Charaktere sehr gerne und habe großen Anteil an ihrem Schicksal genommen, aber auch viel Hoffnung aus der Geschichte mitgenommen. Man kann aus dieser Geschichte mitnehmen, dass man anderen vorurteilsfreier und offener begegnen sollte. Mehr zuhören und auch mehr helfen. Umgekehrt bedeutet es aber auch für einen selbst: Wenn man die richtigen Menschen kennen lernt -und wenn es der Obdachlose von schräg gegenüber ist! können diese einem zu einem besseren Leben verhelfen!


    Einziger kleiner Kritikpunkt, für den es aber kein Abzug der Bewertung gibt: das Büchlein hat man schnell an einem freien Sonntag Nachmittag durchgelesen. Dafür ist mir persönlich ein Preis von 20€ zu viel, allerdings bin ich auch Studentin. Ich setze also Preis und Dauer des Lesevergnügens in Relation, weniger die Qualität (die hier sehr gut ist) ;)


    Allerdings war ich davon jetzt auch nicht betroffen, denn ich darf mich herzlich beim Verlag für mein Rezensionsexemplar bedanken!

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    hi-speedsouls avatar
    hi-speedsoulvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschön!
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    Buecherwurm1973s avatar
    Buecherwurm1973vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ich kann die Lobeshymnen auf das Buch nicht verstehen. Mich hat es überhaupt nicht erreicht.
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    Franzi_Meichsners avatar
    Franzi_Meichsnervor 4 Monaten
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    LovelyPhotosvor einem Jahr

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