Marie Fredriksson

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Marie FredrikssonListen to my heart
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Listen to my heart
Listen to my heart
 (6)
Erschienen am 21.11.2016

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Rezension zu "Listen to my heart" von Marie Fredriksson

Ergreifende Gedanken über das Leben und den Tod - nicht für für Roxette-Fans
Nadezhdavor 3 Monaten

Listen to my heart. Meine Liebe zum Leben - Marie Fredriksson


256 Seiten, erschienen im November 2016 im Verlag Edel Germany



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»Ich will nur sagen, was wichtig ist. Ohne Schnickschnack. Gerade heraus, wie es eben war.«
Mit diesen Worten präsentiert Marie Fredriksson ihre Buchidee Helena von Zweigbergk, ihrer Co-Autorin.
Ihr Leben war geprägt von Drama. Sie wuchs in Armut in der schwedischen Provinz auf, die Familie wird nach dem Unfalltod ihrer Schwester schwer von Trauer gezeichnet. Als junge Frau gelingt Marie der Durchbruch als Musikerin in Schweden und kurz danach mit Roxette der internationale Erflog. Bis heute ist Roxette die erfolgreichste schwedische Band, neben ABBA.
Dann schlägt das Leben brutal zu: ein Hirntumor, die Diagnose ist fatal. Marie werden nur wenige Monate zu Leben gegeben. 12 Jahre später berichtet sie eindrucksvoll von ihrer Liebe und ihrem Kampf fürs Leben.
Listen to my heart ist eine Geschichte von großer Liebe, von Trauer, großen Erfolgen und Rache am Schicksal – der Liebe zum Leben sei Dank.



Meine Leseeindrücke:


Die Frontfrau von Roxette gibt (mit professioneller Unterstützung beim Schreiben) einen emotional sehr bewegenden Einblick in ihr Leben insgesamt, v.a. aber die Jahre ihrer schweren Krebserkrankung. Je nach Kapitel konnte ich manchmal nur wenige Seiten am Stück lesen und war dann mit den Gedanken erstmal bei diversen lieben Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden oder, mit unterschiedlichem Ausgang, befunden haben. Wenn das Thema gerade zu nah an einem persönlich dran ist, kann das Buch eine schwierige Lektüre sein, weil Marie Fredriksson sehr offen ihre körperlichen Befindlichkeiten und inneren Abgründe in dieser Lebensphase schildert. Auch ihr persönliches und berufliches Umfeld kommt ausführlich zu Wort.


Allerdings ist das Buch etwas chaotisch aufgebaut, springt immer mal wieder wild durch die Chronologie und die Perspektiven, sodass ich manchmal verwirrt zurückgeblättert und mich gefragt habe, aus wessen Sicht nochmal jetzt gerade zu welchem Thema bitte geschrieben wird. Auch stilistisch war es manchmal holperig. Aber da ich das Buch eh nur in kleinen Dosen lesen konnte und bei einer Biografie keine nobelpreisverdächtige Literatur erwarte, ist das nicht so schlimm.


Es finden sich viele Insider-Informationen rund um Roxette, die vielleicht diejenigen interessieren, die Roxette mögen, aber nicht so tief in die Fankultur eingetaucht sind, dass sie sich an Fanforen beteiligen oder der Band seit Jahren auf Facebook folgen usw. Viel mehr beschäftigt sich das Buch aber intensiv mit dem Thema der Krebserkrankung von Marie Fredriksson und wie sie sich ihr Leben zurückerkämpft hat - man braucht also kein Roxette-Fan zu sein, um dem Buch etwas abgewinnen zu können.


Wie schon oben erwähnt, konnte ich persönlich das Buch nicht in einem Rutsch lesen, es war also keinesfalls ein Pageturner, sondern im Gegenteil ein Pagestopper - aber dieses Innehalten und Nachdenken, Nachfühlen braucht es eben manchmal auch.

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kleeblatt2012s avatar

Rezension zu "Listen to my heart" von Marie Fredriksson

Eine starke Frau
kleeblatt2012vor 2 Jahren

Marie Fredrikkson, bekannt als Sängerin der schwedischen Popband Roxette, beschreibt in ihrer Biografie ungeschönt die Folgen ihrer schweren Erkrankung. Doch nicht nur ihr aktuelles Leben wird beleuchtet, auch ihre berufliche Karriere. Ihre Anfänge als Solokünstlerin bis hin zu der Erfolgswelle, die mit Roxette gestartet ist. Marie führte ein wahres Luxusleben bis zu dem verhängnisvollen Tag, an welchem sie die Diagnose Hirntumor bekam.
Mit Roxette verbinde ich meine Jugend. Songs wie "The Look", "Joyride" oder "It must have been Love" gehören genauso dazu, wie auch "Dangerous" oder "Sleeping in my car". Ich habe alle CDs zu Hause und höre diese auch heute noch sehr gerne. Es gab Zeiten, da sammelte ich jeden Schnipsel über die Band, war natürlich in Per verliebt, fand Marie einfach super und immer, wenn ich in einer Zeitschrift (bevorzugt die Bravo) einen Artikel fand, wurde dieser ausgeschnitten und aufgehoben. Ich war froh, etwas über meine Lieblingsband zu lesen, auch weil ich so etwas Neues erfuhr. Internet war ja damals noch nicht so. Ich verließ mich auf Fernseh, Radio und Zeitungen.
Jahre später traf mich Maries Diagnose, die 2002 gestellt wurde, sehr hart. Ihren Leidensweg konnte man mitverfolgen, diesmal ausführlicher Dank des Internets. Doch man erfuhr eben nicht alles oder gar falsche Dinge.
Nun liegt ihre Biografie vor. Schweren Herzens bin ich an dieses Buch herangegangen, wollte ich einerseits natürlich wissen, wie es Marie ergangen ist, andererseits wollte ich das Bild, das ich von Marie hatte, nicht zerstören. Die quirlige, stimmgewaltige Frau, die es schafft, auf der Bühne ganze Säle zum Rocken zu bringen. Und nun sollte ich lesen, wie eine Krankheit ihr Leben zerstört? Doch ich wurde eines besseren belehrt. Auch wenn Marie schonungslos ehrlich ist und mit nichts hinterm Berg hält, so hat man fast niemals das Gefühl, dass Marie sich ganz aufgegeben hat. Natürlich gab es Zeiten, in denen Marie schwere Gedanken hatte, doch stets hatte sie auch zwei besondere Worte in ihrem Kopf: Kämpfen und Leben. Und Marie ist eine Kämpfernatur. Sie kämpft, um zu leben. Und versucht auch, ihr Leben als Sängerin mit dem Leben als Kranke zu verbinden. Was ihr teilweise auch sehr gut gelungen ist.
Doch ihr Körper macht einfach den Streß nicht mehr mit. Es war nicht der Tumor, der letztendlich gesiegt hat, sondern die nachfolgenden Behandlungen, wie die Bestrahlung des Gehirns. Die Folgen führen dazu, dass Marie nicht mehr lange stehen kann, ihr Bein macht nicht mehr mit. Ihr Fuß krampft und sie muss sitzen. Dies war auch der Grund, dass sie die letzte Tour sitzend gesungen hat.
Marie war aufgeweckt, quirlig und rotzfrech. Sie stand gerne im Mittelpunkt, suchte Aufmerksamkeit. Dies wurde ihr von der Krankheit genommen. Nunmehr liebt sie die Stille, zieht sich zurück und genießt das Familienleben mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern.
In ihrer Biografie geht es aber auch um ihre Anfänge als Sängerin. Um den Kampf um Erfolg und auch darum, als Frau ernst genommen zu werden. Als sie Per Gessle kennenlernt, gründet sie mit ihm zusammen die Band Roxette. Und wird zum Überflieger. Der Erfolg setzt ein und ein turbulentes Leben beginnt. Aber nicht nur mit Roxette ist Marie erfolgreich, auch als Solokünstlerin konnte sie vor allem in Schweden viel Erfolg verbuchen.
Marie führte ein bewegtes Leben. Sie bereut nichts, würde alles wieder so machen. Sie ist eine bewundernswerte und vor allem starke Frau. Ich wünsche ihr nur das Allerbeste.
Fazit: Eine wortgewaltige Biografie über eine bewegende Frau.

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