Alles was glänzt

von Marie Gamillscheg 
3,2 Sterne bei55 Bewertungen
Alles was glänzt
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (23):
killmonotonys avatar

Unaufgeregt, leise, melancholisch — genau meins!

Kritisch (12):
niknaks avatar

Sehr düstere und melancholische Stimmung.

Alle 55 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Alles was glänzt"

Marie Gamillscheg nimmt den Leser mit in eine allmählich verschwindende Welt. Vielstimmig und untergründig erzählt ihr Debüt von einer kleinen Schicksalsgemeinschaft im Schatten eines großen Bergs und vom Glanz des Untergangs wie des Neubeginns.
Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Die Wirtin Susa zum Beispiel, wenn sie im „Espresso“ nachts die Pumpen von den Ketchup-Eimern schraubt. Oder der alte Wenisch, ihr letzter Stammgast. Sogar der Bürgermeister, wenn er nicht gerade auf Kur ist. Zuallererst aber hat es der schweigsame Martin gespürt, bis er dann eines Morgens die Kontrolle über sein Auto verlor. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen. Für die junge Teresa und den Neuankömmling Merih ist die Sache klar: Sie will sich endlich absetzen aus dem maroden Ort, er hingegen sucht einen Neuanfang - ausgerechnet hier.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783630875613
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:Luchterhand
Erscheinungsdatum:19.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    Gisevor 3 Monaten
    Stroboskop-Bilder

    Im Schatten eines Berges versucht eine kleine Dorfgemeinschaft ihr Auskommen. Man kennt sich und kann sich einschätzen. Doch mit dem Zittern des Bergs künden sich Veränderungen an.

    Stroboskopartig fokussiert die Autorin Marie Gamillscheg Begebenheiten zu den Menschen dieses Ortes. Um den Tod eines Bewohners gruppieren sich Menschen, Meinungen, Hoffnungen, berechtigt oder unberechtigt. Keines dieser Schicksale geht wirklich in die Tiefe, so dass ich als Leserin kaum einen Bezug zu ihnen erhielt. Jedes dieser Stroboskop-Bilder bleibt für sich, einen Zusammenhang konnte ich nicht herstellen. Die teilweise lapidare Satzbildung unterstützt dies noch.

    Dieser Schreibstil ist mir zu modern, ich kann damit leider nichts anfangen. Bis zum Ende des Buches habe ich mich bemüht, in dieser Geschichte einen Sinn zu finden, es wollte mir nicht wirklich gelingen.

    Dafür kann ich leider nur 2 Sterne vergeben. Möge es andere Leser geben, die mit dieser Geschichte besser klar kommen als ich.

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    Anne-Sophie_Fuchss avatar
    Anne-Sophie_Fuchsvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Verschroben und feinfühlig!
    Besonders feinfühliges Romandebüt

    Obacht, Klappentext:
    „Tief in den Stollen des alten Bergwerks tut sich was – und alle im Dorf können es spüren. Es ist, als würde der Berg zittern, als könne er jeden Augenblick in sich zusammenbrechen.“

    Marie Gamillschegs Romandebüt „Alles was glänzt“ hält die Lupe auf ein kleines Dorf, dessen Bewohner sich mit Leibeskräften am Gewohnten, Bekannten und Bewährten festkrallen, während der Wandel unaufhaltsam bebend auf sie zurollt.

    Ein tödlicher Unfall erschüttert die Gemeinde, Autounfall. Der Martin ist tot. Wie konnte das passieren?

    „Man kann wiederholen, was der Bürgermeister zur Zeitung gesagt hat: In der Stadt wäre das nichts, aber hier, bei uns, das trifft uns direkt ins Herz.“

    Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht diverser Dorfbewohner. Von der verschrobenen Susa, die seit immer schon hinter der Theke der Dorfwirtschaft steht und jeden einzelnen Bewohner kennt. Wir betrachten die „Hinterwäldler“ durch die Augen von Merih, dem gesandten Regionalmanager, der für Wandel, Umzug und Update kämpft. Da ist Wenisch, der Alte, der sich noch gut an den jungen Martin und sein Chamäleon Franz erinnert. Teresa, ein junges Mädchen, deren Schwester Esther endlos unter dem Tod von Martin leidet. Sie selbst will einfach nur weg, raus in die Stadt. Die Erlösung von der Unsichtbarkeit.

    „In der Stadt muss es so fad sein“, sagt Susa zu Wenisch und stellt eine Kiste Mineralwasserflaschen auf den Boden hinter der Theke. „Wenn die herkommen, tun sie so, als wäre es das Aufregendste, was sie je erlebt haben, dass es hier Berge vor der Tür gibt, der Bus nur zweimal täglich kommt und dass man bei mir rauchen darf.“

    Ich musste mehrmals herzlich schmunzeln über die sehr ehrliche, detaillierte und sensible Beobachtungsgabe der Autorin. Sie schreibt unheimlich reif, welche inneren und äußeren Veränderungen jeder der Charaktere durchmacht, ob impulsiv oder langfristig. Einen „richtigen“ Plot gibt es nicht, man ahnt, dass vielleicht irgendwann der Berg einstürzt. Die Sprache ist von einem Beben, ein Zittern, einem Spalt, der wächst. Parallel zur unaufhaltsamen Katastrophe wagt Merih den Neuanfang und baut sich mit dem Dorffest gleich einen neuen Ruf auf. Aber auch da ahnt der clevere Leser bereits: Das kann doch nur schiefgehen.

    „Der Regionalmanager wird richtig dumm sterben, stellt sich Susa vor. Ihm wird der Föhn ins Badewasser fallen oder er wird die Hand in den Toaster stecken oder er wird von einer Drehtür zerquetscht, weil er zu langsam durchgeht, in irgendeinem Kaufhaus der Stadt, am helllichten Tag, die Leute treten einen Schritt zurück und schauen zu.“

    Während man also am stillen Plot teilnimmt, fühlt man sich wie ein heimlicher Beobachter, wie ein stummer Dorfbewohner. Einer, der zustimmend nickt und dann an seinem Weißbier nippt. Ja, so kennt man das, das stimmt. Hast ja Recht.

    „Sie haben Kinder und Enkel, die ihnen von ihren Reisen erzählen, ohne dass sie selbst wegfahren müssen. Sie müssen sich nicht für Politik interessieren, weil wenn irgendwo was Schlimmes passiert, dann passiert das immer sehr weit weg von hier.“

    FUX-FAZIT:

    🦊🦊🦊🦊
    4 von 5 Füxen.

    Mich hat’s berührt. Weil ich so vieles nachvollziehen konnte, weil ich oft wirklich schmunzeln musste, weil ich mich kein einziges Mal langweilen konnte. Ja, es bleiben Dinge ungeklärt. Ja, es passiert viel zwischen den Zeilen, ja man muss a weng mitdenken. Aber für mich ist es ein ganz besonderes Romandebüt und ich freue freue freue mich auf mehr von Marie Gamillscheg. Bitte.

    „Das Gefühl, in einer Höhle zu sitzen und auf die Detonation zu warten. Der kurze Druck im Körper.“

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    F
    ferrucciovor 3 Monaten
    Ein Berg und seine Menschen

    Die bergige Natur spiegelt sich gleichermaßen im Auf und Ab der Menschen, die darin leben, lieben, hassen, zweifeln, wider. Zwar sanft doch zügig wird der Leser in die Handlung eingeführt. Gespannt und aufmerksam erklimmt er die Höhen, sieht in tiefe Schluchten. Wenn die Natur kollabiert, was geschieht dann mit den Menschen? Reue? Wie sensibel ist man als Leser? Wie tangiert einen das Leben anderer wirklich?

    Viele Nebenschauplätze, dramatische, heitere und nachdenklich stimmende Begebenheiten. Ein Wechselbad der Eindrücke. Mal fesselnd, mal interessant aber auch mitunter banal und langatmig. Man nimmt es gern in Kauf, will man selbst doch wissen, was eigentlich geschah und vor allem, was mit den Dorfbewohnern in Zukunft geschehen wird.

    Die gute alte Zeit. Vorbei. Doch wie mit der einschneidenden Veränderung umgehen? Gehen? Wohin? Bleiben? Wofür? Jeder Bewohner des kleinen Bergdorfes reflektiert sein Leben und das Miteinander. Charaktere und der Begriff Gemeinschaft werden so indirekt mit unter die Lupe genommen.

    Nach außen hin ist der Roman daher eher handlungsarm. Der Hauptteil spielt sich in den Köpfen der Menschen ab. Ebenso ergeht es dem Leser, der sich auf einiges ganz allein seinen Reim machen muss. Die Autorin überlässt ihn ebenso seinen Gedanken, wie sie es bei den Protagonisten tut. Dieser Umstand wird zu manch Enttäuschtem führen, da nicht immer eine eindeutige Handlungsrichtung vorgegeben wird, macht den Roman aber zugleich wiederum speziell, wenn auch gewöhnungsbedürftig.

    Ein Roman, bei dem man nicht alles vorgebetet bekommt sondern der dazu anregt, mit- und vor allem weiter zu denken. 

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    M
    michaela_naumannvor 4 Monaten
    Berg - Alles was glänzt


    Im Mittelpunkt des Buches steht ein Berg, der über ein kleines Dorf wacht. Früher ernährte er die Bevölkerung durch Bergbau, doch inzwischen ist er sehr marode und die Arbeit dort nicht mehr möglich, auch mit dem Tourismus geht es eher schleppend voran. Ein negativer Artikel in einer Zeitung über den Berg macht es nicht besser. Nun kommt es, wie es kommen muss, viele Anwohner ziehen weg und um die wenigen, die bleiben, geht es in der Geschichte. Die Schicksale sind berührend, aber nicht sentimental, so dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Ich finde den Roman sehr gelungen und er ist anders als andere Bücher, was einen neugierig macht. Das Cover fand ich dazu auch sehr schön und der Schreibstil ist angenehm.

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nur bei gutem Wetter lesen ;-) Bemitleidenswerte Menschen in einem untergehenden Dorf. Definitiv keine gute-Laune-Lektüre!
    Deprimierende Schicksale in einem trostlosen Dorf

    Seitdem ein Journalist dem Bergdorf den Untergang vorhersagte, ging es nur noch bergab. Die Touristen blieben aus, Menschen zogen weg, die Häuser begannen zu verfallen. Die die blieben, halten stur am Bestehenden fest, hoffen auf bessere Zeiten oder warten nur darauf, wegzukommen. Da geschieht ein großes Unglück und zeitgleich kommt Merih, ein Regionalmanager, der einen Anfang machen möchte: für das Dorf und für sich.
    Im Großen und Ganzen ist dies schon die gesamte Handlung des etwas mehr als 200 Seiten umfassenden Buches. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der einzelnen Bewohner, aus deren Sicht abwechselnd ihre eigene Situation geschildert wird. Alle vereint Resignation, was das Dorf betrifft. Was sie unterscheidet, ist der Umgang damit. Da ist Therese, die unbedingt weg möchte; Wenisch, der darauf hofft, dass seine Tochter mit Familie zu ihm zieht; Susa, die alles so lassen möchte wie es ist. Und Merih, der Neuhinzugekommene, der ebenfalls die Trostlosigkeit sieht, aber auch ein Potential - weshalb er ja hier ist. Ihre Wege kreuzen sich, aber außer Oberflächlichkeiten findet kein Gespräch statt.
    Marie Gamillscheg erzählt dies in einer sehr speziellen Sprache. Kurze Sätze, mit einem Blick für Kleinigkeiten, sehr detailliert; überdurchschnittlich viele Aufzählungen; Gedanken wechseln sich ab mit Beschreibungen ohne Kennzeichnungen. Anfangs empfand ich diesen Stil als ungewöhnlich und passend für diesen Ort und die Atmosphäre; für dieses Unglück, das sich gleich zu Beginn ereignet. Doch da die Handlung praktisch vor sich hin plätschert, wurde dieser Stil zusehends ermüdend. Die Charaktere waren mir fern, sie kamen mir mit keiner Seite näher und als ich das Buch beendet hatte, verlor ich keinen weiteren Gedanken an die beschriebenen Personen. Wenn es der Autorin gelungen wäre, ihren ProtagonistInnen richtiges Leben einzuhauchen und nicht nur von außen zu betrachten, wäre es wirklich tolles Buch geworden.

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    B
    blauer_Regenvor 4 Monaten
    Ein tolles Buch!

    Das Buch "Alles was glänzt" stammt aus der Feder von Marie Gamillscheg, erscheint im Frühjahr 2018 im Luchterhand Verlag und umfasst 221 Seiten.
    Dieser ungewöhnlich geschriebene Roman spielt in den Bergen, genauer in einer kleinen Gemeinde. Vormals wurde hier Bergbau betrieben und der Ort erblühte im wirtschaftlichen Aufschwung. Doch nun, da die Stollen verwaisen, erstirbt das Leben im Ort. Hinzu kommt, dass die Gemeinde von einer selbstgemachten Naturkatastrophe bedroht wird, denn der ausgehöhlte Berg droht zusammenzubrechen und das Dorf zu begraben. Einfühlsam beschreibt Gamillscheg an wenigen exemplarischen Bewohnern den Umgang mit der Bedrohung. Ihnen gegenüber stellt sie Merih, der einen Sommer oben bei den Bewohnern im Ort verbringt und dem drohenden Untergang etwas Positives entgegenstellen soll.
    Wir haben es hier mit einem Roman zu tun, den man nicht mal ebenso schnell durchliest. Der Autorin ist es gelungen, die handelnden Charaktere sehr gut zu beschreiben und durch ihr Schicksal wird man regelrecht mitten ins Geschehen gezogen. Da zwischen den Protagonisten hin- und hergeswitcht wird, schwankt man von euporischem Tatendrangen über Fluchttendenzen bis hin zu totaler Ignoranz - für den Leser eine wahre Achterbahn der Gefühle.
    Genießer stilistischer Mittel kommen in diesem Roman genauso auf ihre Kosten wie Freunde von sozialkritischer Literatur. Beides vereint die junge Autorin in ihrem Werk und bekommt daher von mir eine klare Leseempfehlung!
           

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 4 Monaten
    Zutiefst enttäuschend

    Dieses Buch hatte mich allein aufgrund seines schönen Covers mit der comichaften zeichnung und seines spannend klingenden Klappentextes für sich gewonnen.

    Die Vorstellung, dass die Menschen des Dorfes am Fuße des Berges dessen Veränderung oder drohenden Zusammenbruch spüren können und darauf reagieren, versprach ein spannendes Buch.

    Die Umsetzung dieses Plots ist der Autroin allerdings leider für meinen Geschmack überhaupt nicht gelungen. Angefangen mit dem Schreibistil, der aus einfachen, kurzen Sätzen und leider viel zu vielen Wiederholungen besteht. Und fortgeführt durch den fehlenden Sinn der Erzählung: Das Buch beschreibt (wobei beschreiben schon zu viel gesagt ist) das Leben der Bewohner eines durch den wegfallenden Bergbau aussterbenden Ortes, ohne dass dabei viel passiert. Bis zum Schluss erschließt sich mir nicht so wirklich, worauf die Geschichte überhaupt hinaus will, zumindest zeigt sie aber keinen Bezug zum Klappentext.

    Fazit:
    Die Geschichte wird mit Sicherheit ihre Fans finden, mich hat sie aber leider nciht für sich gewinnen können.

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    K
    katze102vor 4 Monaten
    nicht wirklich spannend, dafür mit schwarzem Humor gespickt

    Marie Gamillscheg erzählt ihren Debutroman in einem ganz eigenwilligen Stil; jeder der Dorfbewohner im Schatten des großen, ausgehöhlten Berges, der kleine Erdbeben und -risse hervorruft, erzählt stückchenweise seine und die Geschichte des Ortes.
    Demzufolge wechselt auch der Erzählstil; es finden sich Zweiwortsätze genauso wie bandwurmlange Verschachtelungen sowie viele Wiederholungen, wenn die einzelnen Erzähler eine bestimmte Situation aus ihrer Sicht beschreiben. Gerade diese Wiederholungen waren anfangs noch interessant, ließen den Roman und damit das geschilderte Dorfleben auf mich aber immer langweiliger und reizärmer wirken.

    Eine ganze Zeit dachte ich, dass diese dörfliche Tristesse sehr überzeugend in der Erzählweise gespiegelt wurde; aber letztendlich war dieses dann auch mal ausgereizt und ich habe auf die vielen, vollkommen skurrilen schwarzhumorigen Witze in den Erzählungen gelauert, die mich fast haben Tränen lachen lassen: von der überfahrenen Katze, der Hüftgelenk noch fast neu war..., davon, dass es in diesem Ort einen Zeitungsbericht wert ist, wenn jemand im Nachthemd auf der Straße gesehen wird..., von Susas Eindruck der Städter, die ein ödes Leben führen müssen, wenn sie so begeistert sind, hier u.a. in der Kneipe rauchen zu dürfen...., vom alarmauslösenden Seismographen, der seit einiger Zeit defekt ist, völlig egal, denn die Telefonnummer, an die er die Warnung absetzen würde, existiert nicht mehr.... Hier habe ich nur Auszüge einzelner Geschichten verraten, von denen es noch viel mehr gibt und die für mich genaugenommen die Highlights dieses Romans waren.

    Die Geschichte um den Untergang des Dorfes spielte sich für mich eher im Hintergrund ab, hat mich nicht wirklich packen können und war für mich recht anstrengend zu lesen. Für mich lag der Reiz dieses Buches eindeutig in den skurrilen kurzen Darstellungen von Nebensächlichkeiten der Geschichte.

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 4 Monaten
    glänzt leider nicht

    Wie ist das, wenn man sich an einem Ort befindet, der dem Untergang geweiht ist?



    Ein Journalist hat dem einsamen Bergdorf den Untergang vorhergesagt und genauso scheint es zu kommen. Die Touristen bleiben fern, Einwohner zogen weg, Die Häuser verfielen und die, die noch da sind, halten an dem fest, was mal war, hoffen, daß es wieder besser wird.

    Ein Unglück geschieht. Und zur gleichen Zeit kommt eine neuer Bewohner, Merih, in den Ort. Er möchte einen neuen Anfang wagen, für sich und auch für das Dorf.


    Als Leser begleitet man die noch im Dorf lebenden Bewohner, alle eint eine Art Resignation. Wenn auch jeder seine eigene Sicht auf diese „ausweglose“ Situation hat. Therese, die am liebsten aus dem Dorf weg will. Wenisch, der hofft, dass seine Tochter und ihre Familie zu ihm zieht. Und Susa, für die Alles so bleiben soll wie es ist. Und dann ist das Merih, der als Neuling mit einem unverbrauchtem Blick zwar die Trostlosigkeit spürt/sieht und gleichzeitig das Potential im Ort und seinen Bewohnern erkennt. 


    Doch mehr als ein oberflächliches kennenlernen und beschnuppern  gibt es nicht. Alles die Charaktere, die Handlung bleibt an der Oberfläche und schließt sich dem reduzierten Sprachstil der Autorin an.

    Am Anfang glaubte ich, dass es Absicht der Autorin ist, damit man als Leser noch mehr die Kargheit und die Ausweglosigkeit bewußt wird. Doch je mehr Seiten ich laß, umso mehr fehlte mir etwas, mehr Handlung, mehr Tiefe bei den Charaktere. 


    So bleibe ich als Leser etwas ratlos zurück. Was will die Autorin mir mit diese Geschichte sagen? Habe ich alles verstanden? Etwas überlesen?

    Ich weiß es nicht, diese Geschichte, das Buch glänzt für mich nicht, bleibt blaß und unterrührend nach dem Zuklappen des Buches zurück.


    3 Sterne.

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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 5 Monaten
    Das Schicksal des Berges

    Der angrenzende Berg ist das Lebenselixier für ein kleines Dorf. Der Bergbau sorgte für das sorgenfreie Leben der Bewohner, nur die Ertragskraft der Natur ist nicht unerschöpflich. Weit entfernt von nachhaltigem Bergbau wurden tiefe Stollen in den Berg gegraben, die ihm nun seinen Statik nehmen und er droht einzustürzen. Mit dem kränkelnden Berg nimmt auch das Schicksal der Anwohner seinen Lauf...

    "Alles was glänzt" ist der Debütroman der jungen aber schon mehrfach ausgezeichneten Autorin Marie Gamillscheg. Sie erzählt die Geschichte in einem außergewöhnlichen und durchaus anspruchs-vollen Schreibstil, der ihr großes Potential andeutet. Mit dem Buch wurde ich aber leider nicht wirklich warm. Mir bleibt auch nach dem Ende des Buches die beabsichtigte Aussage der Autorin verborgen. Es ist interessant, den Entwicklungen der beschriebenen Prota-gonisten zu folgen und es macht Spaß, die kreative Umsetzung zu erleben, aber für mich stellte sich zum Schluss keine Aha-Erlebnis ein und ich blieb ein wenig ratlos zurück. Das Thema war sehr gut gewählt und spricht mich als Kletterer und Naturfreund sehr an, dennoch konnte mich das Werk nicht wirklich überzeugen. Ich bin aber sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin, die ein sehr großes erzählerisches Talent zu haben scheint.

    "Alles was glänzt" konnte mich leider nicht überzeugen, vielleicht war ich aber auch nur der falsche Adressat für das Buch. Meine Bewertung lautet daher drei von fünf Sternen!!

    Kommentare: 1
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    elane_eodains avatar
    Ein neues Jahr, in dem wir gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken können!
    Ich bin es wieder, die Debüttante. ;-) und möchte wieder mit Euch gemeinsam Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

    Ablauf der Debütautorenaktion:

    Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2018 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
    Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

    Begriffsdefinition: 'Debütautor/in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2018 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
    Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2018 lag.
    Wichtig:
    Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


    Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 25. Januar 2019 zu lesen und zu rezensieren.


    Wie kann man mitmachen?

    Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

    Informationen/Regelungen:

    • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
    • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
    • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
    • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
    • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
    • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
    • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
    • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
    • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
    • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
    Ich wünsche uns allen wieder viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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    Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

    - Leserunde zu "Blaubeeren vergisst man nicht" von Ina Rom (Bewerbung bis 10. September)
    - Buchverlosung zu "Mama hat Recht" von Andrea Matthews (Bewerbung bis 14. September) 
    - Leserunde zu "Tardigrada" von Alexander Meining (Bewerbung bis 16. September)
    - Leserunde zu "Hochsommer für die Liebe" von Jule Fuchs (ebook, Bewerbung bis 23. September)
    - Leserunde zu "Isargrauen" von Max Winter (Bewerbung bis 17. September)
    - Leserunde zu "Der Kreis des Blutes: Die Schatten des Krieges" von Tobias Damaschke (Bewerbung bis 28. September)

    (HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber unten angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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    Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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    Für Autorinnen & Autoren:

    Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
    Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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    PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.  
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