Marie Hermanson Muschelstrand

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Inhaltsangabe zu „Muschelstrand“ von Marie Hermanson

Nach vielen Jahren kehrt Ulrika an den Ort zurück, wo sie als Kind jeden Sommer glückliche Ferien mit der Familie Gattman und deren gleichaltriger Tochter verbrachte. Und sie erinnert sich an die Geschehnisse um das kleine indische Mädchen, das die Gattmans irgendwann adoptierten. Maja war anders. Sie sprach kein Wort, war seltsam unnahbar. Daher erfuhr auch niemand, was passiert war, als sie nach sechs Wochen genauso plötzlich und unversehrt wieder auftauchte, wie sie zuvor verschwunden war. Ulrika beschließt, Majas Geheimnis zu enträtseln. Doch da ist auch noch Kristina, die zurückgezogen auf einer Schäreninsel lebt und den Schlüssel zu einer schier unglaublichen Wendung der Geschichte zu kennen scheint – der Geschichte dreier Frauen, deren Leben anders verläuft als erwartet.

Sehr angenehmer, klarer Schreibstil, schöne Stimmung und gute Geschichte.

— innsb

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  • Das Verschwinden eines Kindes beim Urlaub am Meer lässt eine Familie auseinanderbrechen

    Muschelstrand

    GersBea

    30. July 2016 um 18:08

    Inhalt Schweden im Sommer, dort wo die Ferienhäuser vereinzelt am Meer stehen. Ulrika, Ende Dreißig, zeigt ihren beiden Söhnen, wo sie früher als Kind ihre Ferien verbracht hat. An dem abgelegenen „Muschelstrand“ entdecken ihre Söhne in den Felsenhöhlen eine skelettierte Leiche. Die Polizei ermittelt, dass es sich um Kristina handelt, die vor über 20 Jahren, als junger Erwachsenen in der Gegend verschwunden ist. Kurz darauf kehrt Ulrika allein zurück und trifft im Ferienhaus der Familie Gattermann, wo sie als Kind viel Zeit mit deren Tochter Anne-Marie verbrachte, auf deren Bruder Jens. Auch er nach vielen Jahren zum ersten Mal in das nicht mehr genutzte Haus zurückgekehrt. Drei ineinander verwobene Handlungsstränge bestimmen die Geschichte: 1) Ulrika als Erwachsene im Ferienhaus der Gattermanns. 2) Ulrikas Erinnerungen die letzten Ferien, die sie damals in dem Haus als Gast der Gattermanns verbrachte. 3) Kristina, die damals als Anfang 20-Jährige dort in der Gegend allein lebte, da sie Menschen um sich herum als psychisch Gestörte nicht mehr ertragen konnte. Das Adoptivkind Maja der Gattermanns, damals 4 Jahre alt, verkettet die Erzählstränge. Maja, bei einer Indienreise aus einem Kinderheim für elternlose Kinder mitgenommen, ist als Autistin unfähig mit anderen zu kommunizieren. Sie beobachtet alles, versteht vieles, kann und will aber nicht sprechen. Bei einer Feier zur Sommerwende verschwindet Maja und wirft die Familie Gattermann und ihren Feriengast Ulrika in eine große Leere. Nach 6 Wochen wird Maja wiedergefunden unversehrt auf einem Felsen am Meer. Maja ist die „alte“, aber für die Familie Gattermann ist nichts mehr so wie vorher. Es war auch Ulrikas letzter Sommer mit der Familie Gattermann. Die Familie bricht auseinander. Meine Meinung Die Familiengeschichte habe ich mit viel Freude gelesen: angenehme Sprache, gute Strukturierung, ein Plot mit interessanten Persönlichkeiten. Fazit Ich vergebe 4 Sterne für dieses sommerliche Lesevergnügen, das mich am schwedischen Sommer am Meer hat teilnehmen lassen. Ich habe das Buch gelesen als Teil des Doppelbandes „Muschelstrand / Der Mann unter der Treppe“.

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  • Rezension zu "Muschelstrand" von Marie Hermanson

    Muschelstrand

    Dani1046

    05. August 2012 um 21:27

    Dieses Buch wird aus der Sicht zweier Hauptdarsteller beschrieben. Zum einen lernen wir das Leben und die Welt von Ulrika kennen, welche heute eine alleinerziehende Mutter ist. Sie beschreibt in ihrer Geschichte einen Teil ihrer Kindheit, die sie in den Ferien in einem wunderschönen Haus am Meer bei Familie Gattmann verbringt. Sie freundet sich mit der Tochter des Hauses an. Zum anderen zeigt uns die Autorin das Leben von Kristina, einer sehr schüchternen Frau, die sich einen großen Teil ihres Lebens hinter Masken versteckt, um sich nicht zeigen zu müssen. Diese Masken sind nicht rhetorisch gemeint, sondern es handelt sich tatsächlich um Masken, die sie sich vor ihr Gesicht hängt. Sehr skurril und rätselhaft verfolgen wir so das Leben dieser eigenartigen Frau. Anfangs fragt man sich noch, was genau nun diese beiden Frauen verbindet, aber immer mehr kommt man dem Rätsel im Nachhinein auf die Spur. Das Ende ist dann plötzlich ganz anders, als man vielleicht denkt und hinterlässt, zumindest bei mir, einen sehr melancholischen Nachgeschmack.

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  • Rezension zu "Muschelstrand" von Marie Hermanson

    Muschelstrand

    Solifera

    29. November 2011 um 13:20

    „Es gibt Ereignisse, die so wichtig sind, daß das Erlebnis in der Zeit, in der es geschieht, keinen Platz hat. Es benötigt die zusätzliche Zeit verlangsamter Wahrnehmung.“ (Zitat S.56) Als junges Mädchen lernt Ulrika in den Sommerferien die Famile Gattmann kennen und freundet sich vor allem mit deren Tochter Anne-Marie an, die im gleichen Alter wie Ulrika ist. Sie werden zu den allerbesten Freundinnen und verbringen von nun an jeden Sommer miteinander im Ferienhaus der Gattmanns und am Strand. So genießen sie Jahr für Jahr dieses Idyll. Bis die Gattmanns beschließen, ein kleines indisches Mädchen zu adoptieren, Maja. Sie wird von Liebe und Fürsorglichkeit überschüttet, kann sie aber nicht annehmen. (Jahre später stellt sich erst heraus, dass sie Autistin ist!) Es ist nicht leicht, Maja zu integrieren, so fällt es zunächst auch nicht aus, dass sie beim Mittsommerfest plötzlich verschwunden ist, und es für Wochen bleibt. Auch wenn sie unversehrt ist, so hat dieses Ereignis doch einen gewaltigen Rums verursacht und alles scheint auseinander zu brechen. Die Freundschaft von Ulrike und Anne-Marie, als Ulrike aufs Gymnasium geht und auch die Ehe der Gattmanns. Viel viel später, als Ulrika schon erwachsen ist, fährt sie, vielleicht getrieben von Melancholie und Nostalgismus, mit ihren beiden Söhnen aus eben jene Insel zum ehemaligen Sommerhaus der Gattmanns und trifft dort auf Jens, den Bruder von Anne-Marie. Sukzessive deckt sie Vergangenes auf, möglicherweise auch, um dann endlich ihren Seelenfrieden finden zu können. Parallel zur Geschichte von Ulrika, Anne-Marie und Maja wird die der jungen Kristina erzählt. Eigentlich ist die intelligent, hat aber ein großes Problem mit zwischenmenschlichen Beziehungen, zu Kontakt mit anderen Menschen im Allgemeinen. Sie bekommt Tabletten und Therapie, aber erst ein Häuschen auf einer einsamen Schäreninsel in völliger Isolation lässt die zu Ruhe kommen. Was aber hat Kristina mit all den anderen zu tun? Welches Geheimnis ist noch nicht gelüftet? Das Buch punktet mit einer anschaulichen detaillierten Beschreibung der Landschaft Schwedens, sowie den Gefühlen und Gedanken der handelnden Personen. Dadurch verleiht es dem Buch einen leichtfüßigen Charakter, leicht wie eine Sommerbrise. Ob Chick-Lit, Familiensaga oder sogar Krimi, was das Buch auch sei, es bringt seinem Leser vergnügliche und spannende Lesemomente!

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  • Rezension zu "Muschelstrand" von Marie Hermanson

    Muschelstrand

    leserin

    04. August 2011 um 19:19

    Es wurde im Prinzip hier schon gut rezensiert, sodaß ich nicht viel zum Inhalt zu sagen brauche. Nach den ersten Seiten wollte ich das Buch schon fast beiseitelegen, aber aufeinmal wurde es derart interessant und spannend, daß ich nicht mehr aufhören konnte. Die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder sind durch die einfache und klare Sprache bestens bei mir angekommen. Irgenwie liest es sich wie ein Kriminalroman, obwohl es keiner ist. Sehr empfehlenswert, wenn mal etwas anderes sein soll.

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  • Rezension zu "Muschelstrand" von Marie Hermanson

    Muschelstrand

    Die Buchprüferin

    17. January 2011 um 18:44

    Als ich von der Rückkehr zu einem Ferienhaus zu lesen begann, in dem die Protagonistin früher einmal gewohnt hatte, habe ich mich gefragt, wie ich dieses Buch jemals spannend finden, ja wie ich mich jemals hineinfinden sollte. Ich sah es mich schon beiseitelegen. Aber dann, nach wenigen Seiten ... Etwas begann, mich in die Schilderungen der inzwischen erwachsenen Ulrika hineinzuziehen, unwiderstehlich. War es der ruhige Tonfall, den die Autorin anschlägt, oder waren es die Szenen einer Jugend am Meer, mit der angebeteten Freundin Anne-Marie, oder die schrecklichen Wochen, als die kleine adoptierte Maja verschwunden war? Jedenfalls weiß ich, was später daran schuld war, dass ich dabeiblieb: Die Story ist so unaufdringlich und klug aufgebaut, mit so tiefem Verständnis und Mitgefühl geschrieben, führt um so viele (psychologische und andere) Windungen, dass es mir unmöglich war, von diesem Buch nicht fasziniert zu sein. Was man am Anfang für wahr hält, stellt sich als Trugbild heraus – und umgekehrt. Was Fakt zu sein scheint, entpuppt sich als Erfindung, was Einbildung zu sein scheint, als Fakt. Das Verschwinden der kleinen Maja, die von den Gattmanns nur kurze Zeit vorher adoptiert worden ist, wird zum Ausgangspunkt tiefgreifender Veränderungen für die ganze Familie, die erst aus der Sicht der erwachsenen Ulrika wirklich alle entschlüsselt werden können. Wie ein Wirbel sitzt das damalige Ereignis in der Zeit, ein Wirbel, dessen Spiralarme bis in die Gegenwart hineinreichen. Das Verhältnis aller zu allen changiert und verwandelt sich. Natürlich lässt sich so auch beschreiben, was man erlebt, wenn man erwachsen wird: Starke werden schwach, scheinbar Schwache erstarken. Insofern ist der Roman eine große Analogie für das Erwachsenwerden – doch es gibt noch viele andere Ebenen darin. Die zum Teil zerstörerischen Leidenschaften der einzelnen Figuren bringen sie uns nahe, so nahe, dass das Ende des Buches viel zu schnell kommt. Gerade die Mischung aus bodenständigen und abseitigen Ideen, aus später Lebensklugheit und früher Verzweiflung, aus „normaler“ und verrückter Welt ist es, weshalb die Buchprüferin Euch allen ans Herz legen möchte: Lesen!

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  • Rezension zu "Muschelstrand" von Marie Hermanson

    Muschelstrand

    Kossi

    27. July 2008 um 12:39

    Fesselnd, rührend, melancholisch Dieses Buch wird aus der Sicht zweier Hauptdarsteller beschrieben. Zum einen lernen wir das Leben und die Welt von Ulrika kennen, welche heute eine alleinerziehende Mutter ist. Sie beschreibt in ihrer Geschichte einen Teil ihrer Kindheit, die sie in den Ferien in einem wunderschönen Haus am Meer bei Familie Gattmann verbringt. Sie fühlt sich sehr wohl in der Familie und wünscht sich, ein Teil von ihr zu sein. Sie freundet sich mit der Tochter des Hauses, Anne-Marie, an und sieht sie quasi als Vorbild für sich selber. Sie möchte so sein wie sie, möchte so ausschauen wie sie, so reden wie sie. Zum anderen zeigt uns die Autorin das Leben von Kristina, einer sehr schüchternen Frau, die sich einen großen Teil ihres Lebens hinter Masken versteckt, um sich nicht zeigen zu müssen. Diese Masken sind nicht rhetorisch gemeint, sondern es handelt sich tatsächlich um Masken, die sie sich vor ihr Gesicht hängt. Sehr skurril und rätselhaft verfolgen wir so das Leben dieser eigenartigen Frau. Anfangs fragt man sich noch, was genau nun diese beiden Frauen verbindet, aber immer mehr kommt man dem Rätsel im Nachhinein auf die Spur. Familie Gattmann adoptiert zudem eines Tages das schwarze Waisenkind Maja, welches von Anfang an anders ist, als andere Kinder, was sich nicht nur durch ihre Hautfarbe darstellt, sondern vielmehr an ihrem Wesen. Sie versteht, was andere Menschen sagen, doch selber spricht sie kein Wort. Als Maja auf einmal spurlos verschwindet, nimmt die Tragödie ihren Lauf und der Leser wird in den Bann dieser Geheimnisse und Unheimlichkeiten gerissen, die dieses Buch so unheimlich fesselnd machen. Die Autorin versteht es, mit ihrer Sprache und Ausdrucksweise, das Buch so bildhaft zu schreiben, dass man das Gefühl hat, man sei live dabei, als die Ereignisse sich geradezu überhäufen. Das Ende ist dann plötzlich ganz anders, als man vielleicht denkt und hinterlässt, zumindest bei mir, einen sehr melancholischen Nachgeschmack. Es war für mich das erste Buch dieser Autorin, aber ihr Schreibstil hat mich überzeugt. Er ist fesselnd, spannend, aber zugleich auch wunderbar zart und gefühlvoll. Eine tolle Geschichte, die man sicherlich nicht direkt vergisst, nachdem man das Buch zugeklappt hat.

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