Marie Hoehne Mondscheinjammer: 1

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Inhaltsangabe zu „Mondscheinjammer: 1“ von Marie Hoehne

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  • Eine Vampirgeschichte, so gar nicht klischeehaft und spannend

    Mondscheinjammer: 1
    Malibu

    Malibu

    24. September 2013 um 19:38

    Es ist schon schlimm genug, wenn man als Großstadtmädchen künftig als Landei leben muss – was aber, wenn hier gerade als man sich dran gewöhnt, komische Dinge geschehen? Dinge, die nicht real zu sein haben, über welche man nur in Filmen sieht und in Büchern liest? Im ersten Band „Mondscheinjammer“ fängt das Leben für Lily schon einmal gut an, denn um sie herum scheinen komische Sachen zu passieren... Lily muss von New York nach Nebraska ziehen, da ihr Vater eine Maisfarm geerbt hat. Sie hat es anfangs nicht leicht, hat auch eine Nebenbuhlerin in der Klasse, die das beliebteste Mädchen in der Gegend zu sein scheint. Doch auch sie hat ein Geheimnis, welchem Lily immer näher kommt – ihr Bruder ist verunglückt, seitdem ist sie ein anderer Mensch. In dieser kleinen schönen Idylle scheint es aber wieder zu komischen Vorkommnissen zu kommen, es verschwinden nach und nach mehr Leute und ihre Leichen bleiben alles andere als normal zurück. Was hat es mit Ashleys verstorbenen Bruder Xander damit auf sich und wieso weicht der Farmarbeiter Sam nicht mehr von Lilys Seite? Als Lily dem wirren Treiben endlich näher kommt, scheint es schon fast zu spät.... Die Autorin lässt den Leser gekonnt in die Geschichte einfließen. Zuerst erfährt man etwas aus Lilys Leben, sie scheint eine ganz bodenständige Person zu sein. Sie ist weder der Außenseitertyp noch der beliebteste Mädchentyp, doch eine ganz normale Person. Trotzdem ist sie dort erst einmal die Außenseiterin und hat nur eine Freundin: Vanessa. Diese ist hier eher der Außenseiter, was ihr aber nichts auszumachen scheint. Sie hält zu Lily und andersrum, kommt sie ihr aber mit komischen Geschichten. Als Lily dies anfängt zu glauben, ist alles um sie herum schon sehr komisch. Lily hatte in New York einen Freund, in Sam sieht sie aber einen sehr heißen Typen, was die Beschreibungen der Autorin überzeugend auf den Leser wirken lassen. Man hat die Personen direkt vor Augen und ist auch mitten im Geschehen. Die Spannung wird stetig aufgebaut und man wundert sich mit Lily, was wohl als nächstes passiert und ob sich die Gedanken, die sie und Vanessa sich machen, bewahrheiten. Als es so kommt wie es kommen muss, merkt man gar nicht, wie schnell man eigentlich durch das Buch kommt. Der Schreibstil und die ganzen Begebenheiten, durch die man rast, lassen einen schneller Richtung Ende lesen als man möchte. Vor den Augen des Lesers spielt sich ein spannender Film ab, den man nicht so schnell unterbrechen mag. Xaver bzw. Xander ist in diesem Roman eine ausschlaggebende Person und man merkt auch sofort die Magie um ihn. Man weiß anfangs nicht, ob er einem gut oder böse gesinnt ist, selbst wenn man glauben möchte, er ist gut. Sam und er mögen sich gar nicht, was mit den Geschehnissen aus vorheriger Zeit zu tun hat. Sie sind beide etwas schwer einzuschätzen – und beide mögen Lily. Doch wen mag sie mehr? Manchmal weiß man es selbst nicht und weiß auch selbst nicht recht, zu wem man sich selbst mehr hingezogen fühlen sollte. Es ist auf jeden Fall eine andere Vampirgeschichte als die meisten anderen – hier steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, wobei diese in den Folgenbänden bestimmt auch eine Rolle spielen wird. Das Ende war etwas zu schnell da und hätte meines Erachtens etwas besser beschrieben werden können. Es kam einem so vor, als hätte hier ein schneller Abschluss passieren müssen oder aber es ist auf die Schnelle nichts mehr eingefallen. Dennoch – ein gelungener Auftakt einer Trilogie, die man unbedingt weiterverfolgen muss, wenn man den ersten Band schon in den Klauen hatte. Das Schöne an der Geschichte ist, dass sie ohne das ganze Klischeehafte auskommt und einen trotzdem mitreisst, einen mittenhinein schmeisst und erst am Ende wieder loslässt. Für Fantasyfans, die eigentlich genug von Vampiren und Co. Haben, da hier immer nur das gleiche geschieht, genau das Richtige – denn hier passiert nicht das, was man erwarten würde, wenn man „Vampir“ hört!

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