Marie Jahoda

 3.6 Sterne bei 14 Bewertungen

Lebenslauf von Marie Jahoda

Marie Jahoda, geboren 1907 in Wien, studierte Lehramt und Psychologie in Wien. Gemeinsam mit ihrem Mann führte sie verschiedene sozialpsychologische Studien durch. 1936 wurde sie wegen ihrer Untergrundtätigkeiten für die Revolutionären Sozialisten verhaftet. Nachdem sie nach 9-monatiger Haft freikam, emigrierte sie nach England. Später war sie zunächst an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten als Dozentin tätig, bevor sie erneut nach England zog und dort weiter der Dozententätigkeit nachging. Marie Jahoda verstarb 2001 in Sussex (England).

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Marie Jahoda

Nicht umsonst ein Grundpfeiler der Soziologie
Edelnickelvor 7 Jahren

Ich habe auch dieses Buch im Zuge meines Soziologiestudiums gelesen und ich habe es nicht bereut.
Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel führten eine Studie über die Arbeitslosen von Marienthal durch, einer durch wirtschaftliche Krisen sehr gebeutelten Gegend. Sie wollten herausfinden, welche Auswirkungen Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Armut zeigt, warum einige nicht die Möglichkeit ergriffen, in andere Gegenden zu gehen und was diese Umstände für die nachfolgende Generation bedeutet.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen sind gut erklärt, Daten werden angenehm präsentiert aber auch die menschlichen Aspekte gehen nicht verloren, was in vielen anderen Studien leider oft passiert. Trotz der Wissenschaftlichkeit war ich an einigen Stellen gerührt, ergriffen oder fassungslos. Man kann sich gut in die Betroffenen hineinversetzen. Und gerade an der Stelle über die Wünsche der Kinder musste ich mich doch sehr zusammenreißen.

Großartiges Werk, daher 5 Sterne von mir!

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Rezension zu "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Marie Jahoda

Rezension zu "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Marie Jahoda
Kurilevor 11 Jahren

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, mit den Mittel moderner Erhebungsmethoden ein Bild von der psychologischen Situation eines Arbeitslosen Ortes zu geben. Dieser "soziographische Versuch" datiert aus dem Jahr 1933. Die Schrift ist noch heute lesenswert, weil sie viel interssantes historisches Material enthält.
Die Auswirkungen der kollektiven Arbeitslosigkeit auf das Leseverhalten werden wie folgt beschrieben:
"Zunächst hat sich die Zahl der Leser verringert; ber auch die wenigen, die der Bibliothek treu geblieben sind, lesen jetzt viel sseltener als früher." Zeit haben ist nicht ausreichend. Die Leute sagen dazu: "Jetzt lese ich weniger. Mein Gott, man hat jetzt andere Sorgen!"

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Rezension zu "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Marie Jahoda

Rezension zu "Die Arbeitslosen von Marienthal" von Marie Jahoda
Phoebevor 12 Jahren

Das Buch ist wirklich angenehm zu lesen und die Daten und Fakten sind wirklich übersichtlich und anschaulich präsentiert. Das letzte Kapitel zur Geschichte der Soziographie ist etwas langatmig, aber für die Studie selbst nicht so relevant.

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