Ich habe auch dieses Buch im Zuge meines Soziologiestudiums gelesen und ich habe es nicht bereut.
Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel führten eine Studie über die Arbeitslosen von Marienthal durch, einer durch wirtschaftliche Krisen sehr gebeutelten Gegend. Sie wollten herausfinden, welche Auswirkungen Arbeitslosigkeit und damit einhergehende Armut zeigt, warum einige nicht die Möglichkeit ergriffen, in andere Gegenden zu gehen und was diese Umstände für die nachfolgende Generation bedeutet.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen sind gut erklärt, Daten werden angenehm präsentiert aber auch die menschlichen Aspekte gehen nicht verloren, was in vielen anderen Studien leider oft passiert. Trotz der Wissenschaftlichkeit war ich an einigen Stellen gerührt, ergriffen oder fassungslos. Man kann sich gut in die Betroffenen hineinversetzen. Und gerade an der Stelle über die Wünsche der Kinder musste ich mich doch sehr zusammenreißen.
Großartiges Werk, daher 5 Sterne von mir!
Marie Jahoda
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Marie Jahoda
Die Arbeitslosen von Marienthal
Wieviel Arbeit braucht der Mensch?
Neue Rezensionen zu Marie Jahoda
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, mit den Mittel moderner Erhebungsmethoden ein Bild von der psychologischen Situation eines Arbeitslosen Ortes zu geben. Dieser "soziographische Versuch" datiert aus dem Jahr 1933. Die Schrift ist noch heute lesenswert, weil sie viel interssantes historisches Material enthält.
Die Auswirkungen der kollektiven Arbeitslosigkeit auf das Leseverhalten werden wie folgt beschrieben:
"Zunächst hat sich die Zahl der Leser verringert; ber auch die wenigen, die der Bibliothek treu geblieben sind, lesen jetzt viel sseltener als früher." Zeit haben ist nicht ausreichend. Die Leute sagen dazu: "Jetzt lese ich weniger. Mein Gott, man hat jetzt andere Sorgen!"
Das Buch ist wirklich angenehm zu lesen und die Daten und Fakten sind wirklich übersichtlich und anschaulich präsentiert. Das letzte Kapitel zur Geschichte der Soziographie ist etwas langatmig, aber für die Studie selbst nicht so relevant.
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