Marie Jalowicz Simon Untergetaucht

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Inhaltsangabe zu „Untergetaucht“ von Marie Jalowicz Simon

+++ Der Spiegel-Bestseller als Taschenbuch – die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die 1942 als Jüdin in Berlin untertaucht +++Über 50 Jahre danach erzählt Marie Jalowicz Simon erstmals ihre ganze Geschichte. 77 Tonbänder entstehen – sie sind die Grundlage dieses einzigartigen Zeitdokuments. Offen und schonungslos schildert Marie Jalowicz, was es heißt, sich Tag für Tag im nationalsozialistischen Berlin durchzuschlagen: Sie braucht falsche Papiere, sichere Verstecke und sie braucht Menschen, die ihr helfen. Vergeblich versucht sie, durch eine Scheinheirat mit einem Chinesen zu entkommen oder über Bulgarien nach Palästina zu fliehen. Sie findet Unterschlupf im Artistenmilieu und lebt mit einem holländischen Fremdarbeiter zusammen. Immer wieder retten sie ihr ungewöhnlicher Mut und ihre Schlagfertigkeit – der authentische Bericht einer außergewöhnlichen jungen Frau, deren unbedingter Lebenswille sich durch nichts brechen ließ.Mit einem Nachwort von Hermann Simon, Sohn von Marie Jalowicz Simon, Historiker und Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.

Der Interessante, aufschlussreiche Bericht einer nicht immer sympathischen Frau.

— FabAusten
FabAusten

Die bewegende Geschichte einer jungen Jüdin im Berlin der Nazi-Zeit. Bedrückend und doch optimistisch. Aufgeschrieben von ihrem Sohn.

— markus1708
markus1708

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  • Marie Jalowicz Simon: Untergetaucht

    Untergetaucht
    FabAusten

    FabAusten

    08. July 2017 um 22:37

    Marie Jalowicz ist 19 Jahre alt, als ihr Vater 1941 stirbt und seine Tochter in Berlin zurücklässt. Während nach und nach ihre Verwandtschaft deportiert wird, entscheidet sich die junge Frau, dem Deportationsbefehl nicht zu folgen. Sie will sich retten und leben. Also geht sie in den Untergrund. Immer auf der Suche nach einer Bleibe und Nahrungsmitteln schlägt Marie sich durch. Mal hilft ihr der Zufall, mal ihre rasche Auffassungsgabe und Anpassungsfähigkeit gefährlichen Situationen zu entkommen. Aber auch viele mehr oder weniger vertrauenswürdige Menschen helfen ihr. Einmal schafft sie es sogar bis nach Bulgarien zu reisen, in der Hoffnung über die Türkei nach Israel flüchten zu können. Doch leider muss sie wieder nach Berlin zurückkehren. Marie Jalowicz Simon hat ihre Erlebnisse fünfzig Jahre später auf 77 Tonbänder festgehalten. Ihr Sohn hat auf dieser Grundlage Untergetaucht verfasst, in dem er ebenfalls seiner Mutter das Wort überlässt. Es ist sehr interessant, wie unterschiedlich die Helfer und ihre Milieus waren. Sehr prägnant werden sie beschrieben. Jalowicz Simons Rückschau zeigt außerdem, dass weder Schwarz noch Weiß existiert. So gab es Helfer, die durchaus eine rechte Gesinnung hegten. Jene, die sich durch ihre Hilfe selbst erhöhen  oder etwas Spannendes erleben wollten. Oder solche, die aus finanziellen Interessen handelten. Auch auf sich selbst wirft die Erzählerin einen unverstellten, ehrlichen Blick. Dass moralische Bedenken wenig Platz in ihrem Dasein als Untergetauchte hatten, lässt sich leicht nachvollziehen. Permanent stellt sich der Leser die Frage, wie er  wohl selbst in dieser oder jener Situation gehandelt hätte. Marie Jalowicz Simon zeigt große Fähigkeit zur Selbstreflexion, wenn sie ihre eigene Entwicklung während dieser Verfolgungsjahre nachvollzieht. Häufig wirkt es auf den Leser, als hätte Marie aufgrund ihrer Herkunft auf weniger Gebildete herabgeblickt. Sie beschreibt deren Äußeres und ihre Lebensumstände mit harschen Worten, macht sich auch über sie lustig. Die Erzählerin entstammte einer gutbürgerlichen Familie, ihr Vater war Rechtsanwalt und sie selbst hatte eine höhere Schule besucht. Ihre Herkunft und Bildung haben ihr vielfach geholfen, machten sie aber wohl auch etwas hochmütig. Vielleicht war es auch der Versuch, ihr altes Ich zu bewahren, sich nicht mit dieser fremden und für sie abstoßenden Welt gemeinzumachen. Marie Jalowicz Simon hat ihre Erinnerungen viele Jahre später festgehalten, so dass eine etwas differenzierter Blick auf die armseligen, bildungsfernen Milieus möglich gewesen wäre. Zumal sie einmal erklärt, dass das Bürgertum während der Judenverfolgung versagt habe, während die Arbeiterschaft den Betroffenen vielfach geholfen habe. Andererseits soll das Buch vielleicht möglichst genau Maries Einstellung während der Verfolgung zeigen. Vermutlich ist die Gesamtsituation für Maries harten Blick hauptverantwortlich. Wie soll jemand Verständnis aufbringen, der sich selbst in einer erbarmungslosen Situation befindet und von anderen abhängig ist? Vielleicht hat sie ihre Emotionen eingeschlossen, um mit den brutalen Gegebenheiten fertigzuwerden. Dass sie auch nach dem Krieg selten über die betreffende Zeit sprach, stützt diese Vermutung. Und es ist für die Authentizität jedweder Erinnerungen wichtig, dass auch für den Berichtenden weniger vorteilhafte Passagen nicht „begradigt“ werden. Es gehört eben zur Realität dazu, dass Menschen sowohl positive als auch negative Eigenschaften haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass viele Personen in Erscheinung treten. Es ist nicht immer leicht für den Leser, bei einem späteren Auftauchen die Namen den Personen wieder richtig zuzuordnen. Dies kann dem Buch jedoch nicht zum Nachteil gereichen. Untergetaucht macht es dem Leser also nicht leicht. Weder in Bezug auf das Thema noch auf die Hauptperson. Nichtsdestotrotz sind Marie Jalowicz Simons Erinnerungen in jedem Fall ein aufschlussreiches Zeugnis über die Motive der Helfer, die Nöte der Verfolgten, die Entwicklung von Beziehungen und was geschichtliche Abläufe im Leben Einzelner bewirken. Es wird klar, dass der Zufall, die Hilfe anderer und das eigene Geschick, sich Situationen anzupassen, für’s Überleben entscheidend waren.

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  • Rezensions "Untergetaucht" von Maria Jalovicz Simon

    Untergetaucht
    Arabrab0310

    Arabrab0310

    Untergetaucht Cover: Das Viertelporträt einer jungen Frau verdeutlicht die inkomplette              Existenz und illustriert das Thema ganz vortrefflich. Marie Jalowicz Simon, Überlebende der Judenverfolgung während des Naziregimes, entschloss sich erst sehr spät, dem Drängen ihres Sohnes Hermann Simon nachzugeben, die Jahre 1940 bis 1945 - insbesondere ihre Zeit als U-Boot in Berlin1942 bis 1945, auf 77 Tonbandkassetten zu erzählen. Hermann Simon recherchierte Hintergründe und Fakten, und gemeinsam mit der Autorin Irene Stratenwerth erarbeitete er das Manuskript des vorliegenden Buches. Ich habe viel zu diesem Thema gelesen, aber noch nie ist mir eine derart offene, ja schonungslos ehrliche Schilderung der abstrus erscheinenden Lebensumstände einer Untergetauchten begegnet. Ich selbst bin mit meinen Eltern als Kind zwischen 1956 und 1959 zehnmal umgezogen - allerdings unter friedlichen Bedingungen, wenn man von gewissen Diskriminierungen als Ausländerin absieht. Das hat bei mir durchaus psychische Beschädigungen hinterlassen. Das Schicksal von Marie Jalovicz Simon hat mir in aller Deutlichkeit - und wie keine andere Schilderung zuvor - vor Augen geführt, was es bedeutet, unter prekärsten Umständen, weitgehend isoliert, ständig in Angst, hungernd und frierend, macht- und rechtlos, einzig mit dem Willen zum Überleben, seine Existenz zu behaupten. Wozu ein Mensch sich durchringen muss, um dieses Schandregime zu überstehen, mag Manche(n) befremden und zu einer teilweise negativen Beurteilung der Protagonistin beitragen. Mir nötigt sie alle Hochachtung ab. Welche Selbstbeherrschung erforderlich ist, nicht aufzubegehren, nicht aufzufallen, ständig auf der Hut zu sein, schildert Marie Jalovicz alias Hannchen Koch in relativ distanzierter Weise. Solche Distanziertheit hat sie ihr weiteres Leben hindurch weitgehend beibehalten - geprägt von den lediglich fünf Jahren zwischen 1940 und 1945. Diese Schilderung einer Untergetauchten, die sich selbst und die vielen Helfer schonungslos und gleichzeitig verständnisvoll beschreibt, hat mein Selbstverständnis bezüglich meines eigenen Kindheitsabschnitts völlig verändert und relativiert. Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch für Menschen, die der Realität nicht ausweichen.

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  • Frechheit siegt

    Untergetaucht
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    „In einer abnormen Situation darf man sich nicht normal benehmen. Man muss sich anpassen.“ Worte sind eine starke Kraft, und Sätze wie dieser können Leben retten. Zum Beispiel das Leben der Jüdin Marie Jalowicz Simon. Sie hat die Naziherrschaft überlebt, weil sie in Berlin untergetaucht war. Marie Simon hat sich der abnormen Situation angepasst, und sie brachte die nötigen Charaktereigenschaften mit, um brenzlige Begegnungen mit der Ordnungsmacht und das Leben in der Illegalität zu überstehen. Dazu gehörten Überlebenswillen, Kampfgeist und die Bereitschaft, unmoralisch zu handeln. „Moralische Bedenken hatte ich nicht. Ich wollte leben, und das ging nun mal nicht anders.“ Die wichtigste Eigenschaft jedoch war schlicht und ergreifend Frechheit. Die Frechheit, den gelben Stern einfach nicht zu tragen. Die Frechheit, denjenigen gegenüber, vor denen sie eigentlich Angst haben sollte, selbstbewusst aufzutreten. Die Frechheit, Polizisten die Unsinnigkeit der zahlreichen Verordnungen, die den Alltag der Juden reglementierten, vor Augen zu führen. Die Frechheit, sich als Nachbarin auszugeben und zu behaupten, die gesuchte Marie Simon sei schon deportiert worden. Die Frechheit, falsche Papiere zu besitzen. Die Frechheit, sich nicht umbringen zu lassen. Nur nicht auffallen, war die Devise. Wie? Zum Beispiel, indem man die Stürmerkarikaturen mit ihren Merkmalen, anhand derer die Leute meinten, Juden sofort erkennen zu können, für sich nutzte. „Wenn eine Person alle diese Merkmale hat, denkt man sofort: Ach, ein Jude. Wenn ein Jude nur eins von diesen zehn charakteristischen Merkmalen hat, fällt er in einer Gruppe mit neun germanischen Typen aber gar nicht auf. Erst wenn zehn Juden mit je einem solchen Merkmal zusammen sitzen, sind sie unverkennbar eine jüdische Gruppe.“ Das machte den Kontakt zu jüdischen Gruppen gefährlich, und Marie Simon hat sich daher für einen anderen Weg entschieden. Dabei war es hilfreich, dass Marie Simon zwar über einen hohen Bildungsgrad verfügte, sich gleichzeitig aber auch mühelos in anderen gesellschaftlichen Schichten bewegen konnte. Diese Anpassungsfähigkeit kam ihr oft zugute, denn die meisten Menschen, die ihr geholfen haben, kamen aus der Arbeiterschicht. Allerdings war das für Marie Simon nicht gerade einfach. Denn sie identifizierte sich sehr stark mit ihrem bürgerlichen Elternhaus und war stolz auf ihre höhere Bildung. Über die Angehörigen der Arbeiterklasse machte sie sich lustig; sie sah auf sie herab . „Wieder einmal haderte ich mit meiner Entscheidung, auf der Seite der Armseligen, der Ausgebeuteten, der Unterdrückten oder, christlich gesprochen, der Mühseligen und Beladenen zu stehen. Diese Milieu gefiel mir einfach nicht.“ Marie Simon machte kein Hehl aus ihren Abneigungen. Zum Beispiel gegen ein Kind, das sie nicht leiden konnte, weil so „viele jüdische Kinder ermordet wurden“ - als ob dieses kleine Kind dafür verantwortlich war. Besonders belastet war ausgerechnet Maries Verhältnis zu der Frau, die am meisten für sie getan hatte. „Sie wollte mich armselig, abhängig und leidend haben, um mich dann tröstend streicheln zu können.“ Diese Vorbehalte und abfälligen Gedanken machten mir Marie Simon nicht besonders sympathisch. Genau das sehe ich als die besondere Stärke dieses Buches. Nur allzu oft sind die Protagonisten solcher Überlebensgeschichten allzu einseitig positiv gezeichnet und werden zu Heldinnen und Helden stilisiert, die immer nur gut, gerecht und moralisch einwandfrei handeln. Allzu oft sind sie verklärt weichgezeichnet. Dass ein Opfer per se gut ist und keine negativen Eigenschaften haben darf, ist positive Diskriminierung und genauso realitätsfern wie die Annahme, dass Täter per se schlecht sind. In Wirklichkeit ist kein Mensch immer nur gut oder nur schlecht. Wir alle haben unsere dunklen und unsympathischen Seiten, die gerade in Notsituationen zutage treten. Wir alle haben aber auch gute Seiten, die manchmal unvermutet zum Vorschein kommen. Durch diese differenzierte Darstellung und den Mut, auch die unsympathischen Eigenschaften der Protagonistin zu zeigen, hebt sich dieses Buch positiv von ähnlichen Werken ab. Und es übermittelt eine wichtige Botschaft, die heute immer noch genauso aktuell ist wie damals. „Es lohnt, nicht im Takt mitzumarschieren. Es hat sich auch gelohnt, all die Ängste und Widrigkeiten auf mich zu nehmen. Denn das Leben ist schön.“

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    Arabrab0310

    Arabrab0310

    14. September 2014 um 10:21
  • Überleben inmitten des Feindes

    Untergetaucht
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    10. March 2014 um 10:53

    Überleben inmitten des Feindes Berlin, 22. Juni 1942. Die Gestapo steht quasi schon „vor der Tür“, da geht der Kampf Maries ums nackte Überleben in seine gefährlichste Phase. Die damals 20ährige Jüdin taucht unter. Von nun an „illegal“. In Berlin, in der Hauptstadt des gnadenlosen Verfolgers und „Ausrotters“. Ein halbes Jahrhundert später erzählt Simon ihre Geschichte in eigenen Worten. „Was Felicitas mit ihm besprach, konnte ich nicht hören. Aber nachträglich wurde mir klar, dass sie mich für 15 Mark an ihn verkauft hatte“. Wobei jener „Gummidirektor“, dem Felicitas eine wilde Geschichte auftischte, damit Marie bei ihm zunächst unterkommen konnte, ein fanatischer Nazi war. Vielleicht aber gar keine dumme Idee, zunächst „in der Höhle des Löwen“ sich zu verstecken. Denn dort würden die Häscher wohl nicht als allererstes nach ihr suchen. Eine Strategie, die Simon nicht das letzte Mal anwenden wird, unter anderem wird sie versuchen, in einer Polizeikaserne Unterschlupf zu finden. Ein durchaus gewagter Versuch, der aber wieder einige Zeit an Ruhe bringen könnte, anders, als bei den Artisten, die an sich bereits unter kritischer Beobachtung standen. Egal was und wie, Marie sucht ihren Weg, denn nur eines ist ihr im Kopf: „Ich muss es einfach nur überleben“. Und das wird sie, das ist dem Leser natürlich klar. Und sogar späterhin ihren Schulfreund wiedertreffen und diesen heiraten! In ganz einfacher Sprache, in keiner Form literarisch bearbeitet, in den Worten, wie sie ihr kamen, weiß Marie Jalowicz Simon von diesen drei Jahren dicht und spannend zu erzählen. Die Geschichte des ständigen Versteckens, des „sich Herauswindens“ aus engen Situationen, des immer wieder einen neuen Ort zum Untertauchen suchen, neue Wege angehen und überlegen, dem allem zu entkommen, ist es, die dem Buch seine eindrückliche Nachwirkung gibt. „Ich hatte gelernt, mich an eine abnorme Situation anzupassen und darin zurechtzukommen. Aber immer wieder war ich außer mir vor innerem Aufbegehren und schrie stumm: „Freiheit““. Während sie bei Siemens als Zwangsarbeiterin arbeitet. Aus erster Hand, unverfälscht, erhält der Leser einen Einblick nicht nur in ein ständiges Versteckspiel unter Einsatz des eigenen Lebens, sondern auch einen Eindruck der Atmosphäre einer ganzen Zeit inmitten des dritten Reiches. Mit dem Mut derer, die Marie halfen, mit der Sorge vor jenen, deren scharfen Augen kaum etwas entging, immer mit der Sorge des Verrats behaftet. Später oft im Bombenhagel auf Berlin, im Bunker, auf der Hut vor all den anderen, denen man nicht immer ausweichen konnte. Eine Geschichte, die nur Dank des Sohnes Maries der Nachwelt nun erhalten bleibt, der seine Mutter zum Sprechen brachte und all die Worte auf Tonband aufnahm. Beeindruckend und intensiv zu lesen.

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