Marie Jansen

 4.5 Sterne bei 75 Bewertungen

Alle Bücher von Marie Jansen

Als wir Schwestern waren

Als wir Schwestern waren

 (50)
Erschienen am 18.01.2016
Wo die ungesagten Worte bleiben

Wo die ungesagten Worte bleiben

 (25)
Erschienen am 16.01.2017

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Rezension zu "Als wir Schwestern waren" von Marie Jansen

Rezension zu "Als wir Schwestern waren"
ElkeKvor einem Jahr

Inhaltsangabe:

Simone Berger, Auktionsagentin, bekommt den geheimnisvollen Auftrag, in Hamburg zwei Koffer und einen Sattel zu ersteigern. Da es finanziell gerade nicht so rund läuft, nimmt sie den Auftrag an, obwohl es Streit mit ihrem Lebenspartner Jens gibt.

Zurück in Berlin werden die ersteigerten Gegenstände geliefert und sie findet Tagebücher und (teilweise noch ungeöffnete) Briefe aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Obwohl sie durchaus die Privatsphäre ihrer Auftraggeberin schätzt, ist die Neugier größer und sie beginnt zu lesen:

1916, Hamburg: Der Krieg hält das Land in Atem. Die Schwestern Elisabeth und Viviane Berentsch wachsen behütet auf. Die Ältere, Elisabeth, ist durch einen Unfall leicht entstellt, daher versuchen die Eltern die jüngere Viviane unter die Haube zu bringen. Doch diese hat sich in einen Zirkusartisten verliebt und brennt mit ihm durch.

Gerade hat Elisabeth eine Vernunftsehe geschlossen, als plötzlich ein Baby auf ihrer Schwelle liegt. Da sie in der Ehe keine Kinder bekommen kann, sieht sie ihre Chance, doch noch eine Familie zu werden. Diese Entscheidung hat jedoch Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Mein Fazit:

Dieses Buch stand leider viel zu lange in meinem Regal, wenn ich bedenke, wie sehr es mich bewegt und beschäftigt hat! Ich nahm es am Sonntagmittag in die Hand und hatte es am Abend durch!

Simone Berger stammt eigentlich aus Hamburg. Doch nach dem Tod ihres Vaters zog die Mutter mit der kleinen Simone nach Berlin. Als Erwachsene hat sie sich als zuverlässige Auktionsagentin einen Namen gemacht. Mit ihrem Lebenspartner Jens, ein erfolgloser Galerist, läuft es gerade nicht sehr gut, zumal er zum Einkommen nicht viel beiträgt. Als sie den geheimnisvollen Auftrag zur Privatauktion in Hamburg bekommt, ahnt sich nicht, dass dieser Auftrag ihr Leben für immer verändern wird. Denn was 1916 mit Lügen und Geheimnissen begann, setzte sich bis in die Gegenwart fort.

Simone ist eine sympathische Figur, die durchaus selbstkritisch mit sich umgeht. Während der Geschichte um diese Briefe und Tagebücher lernt sie viele Menschen kennen. Sie reist nicht nur nach Hamburg, sondern auch nach Frankreich und versucht nebenbei auch noch ihre Beziehung zu retten. Das allerdings fällt ihr zunehmend schwer, denn natürlich taucht da noch ein attraktiver Franzose auf, der sich kaum zurückhalten kann, um sie zu werben. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen, war da ganz bei ihr und fühlte auch mit ihr, was um sie herum passierte!

Die Figuren aus der Vergangenheit sind jedoch nicht weniger interessant. Zwei so unterschiedliche Schwestern, dessen Lebenswege genauso verschieden sind. Und doch gibt es immer wieder Bande, die sie verbindet und eint. Die Zeit der Kriege wird gut beschrieben, ich konnte mich gut in die ganze Kulisse hineinversetzen und auch die unterschwelligen Spannungen zwischen den Akteuren nachvollziehen.

Was sich erst am Ende zeigt, deutete sich lange vorher schon an, aber ich fand nicht den richtigen „Haken“. Was hatte Simone Berger mit der ganzen Geschichte zu tun? Warum wurde ausgerechnet sie ausgewählt, die Koffer und den Sattel zu ersteigern? Die Auflösung wirkte auf mich glaubhaft und keinesfalls kitschig, im Gegenteil, das hat mich sehr berührt!

Langer Rede, kurzer Sinn: Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Zirkus-Atmosphäre, harte Kriegswinter und Kinder der Liebe … es ist alles drin, was ein Roman braucht. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und daher bekommt der Roman fünf überzeugte Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung!

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marielle_bookloves avatar

Rezension zu "Wo die ungesagten Worte bleiben" von Marie Jansen

Spannende Familienhistorie mit kleinen Schwächen
marielle_booklovevor einem Jahr


Titel: Wo ungesagte Worte bleiben
Autor: Marie Jansen
Reihe: Nein
Verlag: Blanvalet 
Seitenzahl: 412 Seiten
Veröffentlichung: 16. Januar 2017
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3734103247


Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag und die Random House Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar 


KLAPPENTEXT
 
In finsteren Zeiten leuchtet die Liebe am hellsten
Frankreich 1940. Als deutsche Soldaten das kleine Dorf Paimpont besetzen, verliebt sich die junge Französin Audrey ausgerechnet in den Sohn des Oberstleutnant, Rudolf. Ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Rudolf scheint in die dunklen Machenschaften seines Vaters verwickelt zu sein. Was verbirgt er vor ihr? 
Viele Jahrzehnte später stößt die Architektin Sabine in einem sagenumwobenen Château in Frankreich auf einen Koffer mit einem blutgetränkten Brautkleid und einigen Filmrollen, auf denen eine junge Frau zu sehen ist. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie bald in Gefahr bringt …


ZITAT
 
„Audrey versuchte am Tag stark zu sein, doch wenn die Dunkelheit hereinbrach, blätterte ihre Stärke ab wie alte Farbe von einer Wand.“


INHALT
 
Die Architektin Sabine erhält den Auftrag ein Chateau in Frankreich zu renovieren und darin ein neues Hotel einzurichten. Von Beginn an scheint ihr dieses Projekt sonderbar und sie begibt sich mi einem mulmigen Gefühl in die ländliche Gegend. Schon kurz nach Ihrer Ankunft werden ihr erste Steine in den Weg gelegt. Zusammen mit neuen Bekanntschaften, wie dem jungen und hochmotivierten Bauleiter oder einem Touristenführer aus der Stadt, macht sie sich schließlich an die Arbeit das Anwesen zu renovieren und die mysteriösen Geschichte dahinter aufzudecken. Sie ahnt nicht auf welch schrecklichen Schicksale sie stoßen wird und welche Gefahren sie erwarten werden…


COVER UND GESTALTUNG
 
Seit langem hatte ich kein passenderes Cover mehr zu einem Buch, wie es bei diesem der Fall war. Zwar ergibt sich der genaue Hintergrund der Gestaltung erst mit dem Lesen der letzten Zeilen, aber dann trifft es den Inhalt auch umso passender. Auf die genauen Umstände möchte ich wegen großer Spoilergefahr jetzt nicht weiter eingehen. Nur so viel, das Cover mit seiner historisch passenden und romantischen Gestaltung trifft voll meinen Geschmack. Dafür ließ ich auch mal den sonst üblichen Schutzumschlag im Regal liegen 
Die Kapitel lassen sich schwer verallgemeinern. Von etwas kürzeren bis hin zu längeren Kapiteln ist alles dabei. Noch dazu kommt der Leser in den Genuss mit Zeitsprüngen zwischen der Gegenwart und den 1940ern hin und her zu reisen. Zwar ist es typisch für solch Art Romane, begeistert mich aber auch gleichzeitig immer wieder aufs Neue. Bei diesem Buch hätte ich mir an manchen Stellen sogar noch mehr Reisen in die Vergangenheit gewünscht. Besonders am Ende kamen diese ein weinig kurz.


SCHREIBSTIL
 
Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und schreitet recht zügig voran. Als Leser ist man schnell an der Seite der Hauptcharakterin Sabine und begibt sich in die liebevoll beschriebene kleine Welt. Leider dauerte es mir mit knappen 120 Seiten einfach zu lang, bevor die Geschichte, die der Klappentext verspricht langsam Fahrt aufnimmt. Zwar lässt sich die Geschichte gut und schnell weg lesen, aber wirkt gerade in der ersten Hälfte recht eintönig. Dies änderte sich zum Glück mit dem Einsetzen der Zeitsprünge zurück in die 1940er Jahre und das besetzte Frankreich. 
Die historischen Teile des Buches fand ich sehr spannend und waren auch wunderbar bildlich erzählt. Sowohl von dem historischen Chateau als auch der handwerklichen Herausforderungen, denen sich Sabine stellen muss, konnte ich mir als Leser schnell und gut ein Bild machen. Gerade die Sprünge aus dem besetzten Frankreich zurück in die Gegenwart vielen mir immer ein wenig schwer. Dies soll keinesfalls negativ wirken, vielmehr spricht es für die tolle Erzählweise von Marie Jansen, die den Leser voll und ganz in den Bann zieht.


MEINUNG
 
Um ehrlich zu sein viel meine Wahl dieses Buches nur auf Grund des zauberhaft gestalteten Covers. Doch unabhängig davon ist „Wo die ungesagten Worte bleiben“ eine schön und leicht erzählte historische Familiengeschichte, die den Leser in eine Zeit zieht, in der nur mit Hilfe großer menschlicher Stärke, Liebe und starken Freunden und Familie ein Leben möglich ist.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, nur bin ich durch ähnliche Bücher von Lucinda Riley und Kate Morton wirklich verwöhnt und so zeigen sich einige Schwächen, die die Lesefreude jedoch nur zaghaft mindert. So wirkten beispielsweise die Charaktere der Gegenwart wenig greifbar und bei mir entwickelte sich nur sehr schwer das Gefühl eines Miterlebens der Geschichte. Zwar spielt Marie Jansen mit vielen detailgetreuen Beschreibungen, wie die architektonischen und baulichen Besonderheiten des Chateaus, aber das große Mitfiebern meinerseits blieb leider aus. Man hatte das Gefühl sich mehr mit dem Haus zu identifizieren als mit den eigentlichen Personen der Geschichte. Das gewisse Etwas fehlte mir einfach.
Die Personenkonstellationen sowohl der Gegenwart, also auch der Vergangenheit, gefielen mir dagegen sehr gut. Man hatte nicht die typische Lovestory vor sich, in der sich der reiche Schnösel in die bodenständige Architektin verliebt und beide auf historische Schatzsuche gehen. Vielmehr rückt die persönliche Geschichte von Sabine in den Hintergrund und die historischen Ereignisse in den Vordergrund. Dieser Fokus auf die damaligen Geschehnisse und das offen gestaltete Ende machen dieses Buch zu einer etwas anderen historischen Familiengeschichte. 


FAZIT
 
Weg vom Klischee der romantischen Famillienhistorie, hin zu einem spannend erzählten Ausflug in die dunkle Deutsch-Französische Geschichte.


Anzahl der Sterne:  3/5  

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SelectionEngels avatar

Rezension zu "Wo die ungesagten Worte bleiben" von Marie Jansen

EINFACH SUPER!!
SelectionEngelvor einem Jahr

Das Cover von „Wo die ungesagten Worte bleiben“ gefällt mir mega gut! Die Papiere und die welke Tulpe lassen den Leser sofort wissen es geht um irgendwas Vergangenes geht, machen aber auch den Eindruck dass es um Liebe gehen könnte. Ein sehr schönes Cover doch leider kein Wiedererkennugsfaktor drin wo ich sagen würde, Mensch das ist es!

Der Schreibstil ist schön flüssig, auch wenn mich der Anfang etwas gelangweilt hat. Aber auch das hielt nicht lange.

Die Geschichte selbst ist richtig schön spannend geschrieben, zumal mich das Thema zweiter Weltkrieg sowieso sehr interessiert. Doch vom Klappentext war ich ganz wild drauf bald an die Stelle mit dem blutgetränkten Brautkleid zu kommen.
Dann ist da noch dieses den Ansässigen scheinbar angsteinflößende Château und der Auftraggeber von Sabine. Dieser weiß, überraschender Weise, auch nicht so richtig über die Geschichte des Châteaus Bescheid.
Aber als ich so gelesen habe wie Sabine das erste Mal mit ihrem Auftaggeber spricht habe ich wirklich gedacht „Noch ein kleiner Christian Grey, wa?“ , aber der Gedanke verflog auch sehr schnell wieder da man schnell etwas mehr über ihn erfährt.
Die Sichtweise wechselt immer wieder in die Vergangenheit zu Audrey, der Großmutter von Sabines Auftraggeber, die bis zu ihrem Tod auf dem Château gelebt hat. Man bekommt nur Happen zu geworfen und das macht alles nur noch spannender, gerade weil das Nazi-Regime ja für seine Brutalität bekannt war.
Das Buch bleibt wirklich bis zum Ende spannend und ich kann es einfach nur empfehlen!!

Die Spannung, die Charaktere, die Zeitsprünge und die Geschichte an sich bekommt von mir deswegen fünf von fünf Sternen.
★★★★★

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